# Boden des Jahres 2025: Die Rendzina

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2025-die-rendzina
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2024-12-04T16:19:25+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:40:24+00:00
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- Topics: Bodenschutz, Nachhaltigkeit, Umweltschutz
- Teaser text: Am 5. Dezember ist Weltbodentag. An diesem Aktionstag wird jedes Jahr in Deutschland der „Boden des Jahres“ gekürt. 2025 ist es die Rendzina. Wer schon einmal auf der Schwäbischen Alb eine Wanderung gemacht oder auf der Insel Rügen die Kreidefelsen gesehen hat, hatte mit Rendzina zu tun. Sie entsteht aus Kalk-, Dolomit- und Gipsstein.

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© U. Koch, Geologischer Dienst NRW Eine flachgründige Felsrendzina aus massivem Kalkstein der Zechsteinzeit am Ostrand des Sauerlands. Aufgrund der dünnen Bodendecke vor allem als Kalktrockenrasen (Naturschutz) nutzbar.

04.12.2024

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© U. Koch, Geologischer Dienst NRW

Eine flachgründige Felsrendzina aus massivem Kalkstein der Zechsteinzeit am Ostrand des Sauerlands. Aufgrund der dünnen Bodendecke vor allem als Kalktrockenrasen (Naturschutz) nutzbar.

04.12.2024

# Boden des Jahres 2025: Die Rendzina

## Zum Weltbodentag wird der neue „Boden des Jahres“ verkündet

Am 5. Dezember ist Weltbodentag. An diesem Aktionstag wird jedes Jahr in Deutschland der „Boden des Jahres“ gekürt. 2025 ist es die Rendzina. Wer schon einmal auf der Schwäbischen Alb eine Wanderung gemacht oder auf der Insel Rügen die Kreidefelsen gesehen hat, hatte mit Rendzina zu tun. Sie entsteht aus Kalk-, Dolomit- und Gipsstein.

[ ![Eine flachgründige Felsrendzina aus massivem Kalkstein der Zechsteinzeit am Ostrand des Sauerlands. Aufgrund der dünnen Bodendecke vor allem als Kalktrockenrasen (Naturschutz) nutzbar.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-12/18388_Felsrendzina-03.jpg.webp?h=acde217a&itok=l1UB79xj "Eine flachgründige Felsrendzina aus massivem Kalkstein der Zechsteinzeit am Ostrand des Sauerlands. Aufgrund der dünnen Bodendecke vor allem als Kalktrockenrasen (Naturschutz) nutzbar.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-12/18388_Felsrendzina-03.jpg)© U. Koch, Geologischer Dienst NRW

Eine flachgründige Felsrendzina aus massivem Kalkstein der Zechsteinzeit am Ostrand des Sauerlands. Aufgrund der dünnen Bodendecke vor allem als Kalktrockenrasen (Naturschutz) nutzbar.

[ ![Rendzina entsteht aus Lösungsverwitterung über mächtigem Kalkstein.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-12/iStock-1186100009.jpg.webp?h=b3ed29fc&itok=a1U-py8E "Rendzina entsteht aus Lösungsverwitterung über mächtigem Kalkstein.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-12/iStock-1186100009.jpg)© iStock

Rendzina entsteht aus Lösungsverwitterung über mächtigem Kalkstein.

[ ![Die Schwäbische Alb und andere Mittelgebirge in Süddeutschland haben die bekanntesten Rendzina-Vorkommen in Deutschland.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-12/BUeK-300-Rendzina-web-435x600.jpg.webp?h=582136a4&itok=nR8GWMM7 "Die Schwäbische Alb und andere Mittelgebirge in Süddeutschland haben die bekanntesten Rendzina-Vorkommen in Deutschland.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-12/BUeK-300-Rendzina-web-435x600.jpg)© U. Stegger u. D. Krug (BGR)

Die Schwäbische Alb und andere Mittelgebirge in Süddeutschland haben die bekanntesten Rendzina-Vorkommen in Deutschland.

Der Schutz der Böden als lebensnotwendige Ressource wird in der breiten Öffentlichkeit oft viel zu wenig wahrgenommen. Zum diesjährigen Weltbodentag ruft das „Kuratorium Boden des Jahres“, ein Gremium der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG), des Bundesverbands Boden (BVB) sowie des Ingenieurtechnischen Verbands für Altlastenmanagement und Flächenrecycling (ITVA), die Rendzina als „Boden des Jahres 2025“ aus.

## **Kalkhaltig, geringmächtige und mit humosem Oberboden**

In der polnischen Sprache bedeutet Rendzina „Rauschen der Steine am Pflug". Das rührt daher, dass beim Pflügen auf dem nur geringmächtigen Oberboden Steine nach oben befördert werden, die dabei ein typisches Geräusch verursachen. Rendzina gibt es in ganz Deutschland, vor allem in Karstgebieten im Südwestdeutschen Schichtstufenland, in den Mittelgebirgen wie der Schwäbischen Alb und in den Kalkalpen, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern auf der Insel Rügen auf dem Kalkstein der Kreidefelsen aus der Kreidezeit. Kleinflächig gibt es auch Rendzinen, die sich aus Gipsgestein entwickelt haben, in Niedersachsen, Thüringen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern.

## **Bis zu 10 000 Jahre vergehen, bis Rendzina entsteht**

Rendzinen entstehen aus Rohböden durch physikalische und chemische Lösungsverwitterung aus Kalk-, Dolomit- und Gipsstein und weitere Humusanreicherung aus der Streu- und Wurzelmasse. Dabei werden Carbonate und Sulfate ausgewaschen. Es vergehen bis zu 10 000 Jahre, bis aus dem mächtigen Kalkgestein ein humoser Oberboden mit 20 bis 30 Zentimetern entsteht. Ein Rendzina-Boden ist sehr humusreich und gut belebt. Rendzina steht am Anfang der Bodenbildung, aus ihr können sich weitere Böden entwickeln.

## **Auszeichnung geht ins 20. Jahr**

Die Ausschreibung und Auszeichnung zum „Boden des Jahres“ gibt es seit 2005. Schirmherr für den [Boden des Jahres 2025](https://boden-des-jahres.de/) wird Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern, sein.

[Boden des Jahres 2024: Der Waldboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2024-der-waldboden)
[Boden des Jahres 2023: Der Ackerboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2023-der-ackerboden)
[Boden des Jahres 2022: Der Pelosol](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2022-der-pelosol)
[Boden des Jahres 2021: Der Lössboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2021-der-loessboden)
[Boden des Jahres 2020: Der Wattboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2020-der-wattboden)
[Boden des Jahres 2019: Der Kippenboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2019-der-kippenboden)
[Boden des Jahres 2018: Der Alpenboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2018-der-alpenboden)
[Boden des Jahres 2017: Der Gartenboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2017-der-gartenboden)
[Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-grundwasserboden-ist-boden-des-jahres-2016)
[Boden des Jahres 2015: Der Stauwasserboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-stauwasserboden-ist-boden-des-jahres-2015)

## Weitere Beiträge

[ ![Mit Bodenmikrobiom die Pflanzengesundheit beeinflussen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-04/Maiskolben_klein.jpg.webp?h=baa67f36&itok=0hCdM5dn)

13.04.2024

Mit Bodenmikrobiom die Pflanzengesundheit beeinflussen

Das Bodenmikrobiom, also die Wohngemeinschaft von Bakterien, Pilzen und anderen Einzellern hat einen großen Einfluss auf die Bodengesundheit und das Pflanzenwachstum. Eine Studie der Technologischen Universität in Aichi in Japan hat untersucht, wie der Fruchtwechsel und die Gründüngung das Bodenmikrobiom verändern.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/mit-bodenmikrobiom-die-pflanzengesundheit-beeinflussen)

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[ ![Kohlenstoff dauerhaft im Boden binden](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-03/iStock-1339138376.jpg.webp?h=7eccf861&itok=_2hP4mEW)

20.03.2023

Kohlenstoff dauerhaft im Boden binden

Klimawandel, Treibhausgase, CO2-Fußabdruck – diese Begriffe sind in aller Munde. Die Landwirtschaft kann durch viele pflanzenbauliche Maßnahmen dazu beitragen, Kohlenstoff wieder im Boden anzureichern und damit aus der Atmosphäre zu entfernen, um den Klimawandel nicht weiter anzuheizen. Inzwischen gibt es von verschiedenen Organisationen „CO2-Zertifikate“, die von Unternehmen und der Wirtschaft als Ausgleichsmaßnahme erworben werden können. Aber auch Verbraucher können durch ihr Kaufverhalten zum Klimaschutz beitragen. Nötig hierfür ist unter anderem ein „Klima-Labeling“.

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21.06.2022

Salz – der Feind im Boden

Die Bodenversalzung gehört zu den größten ökologischen Risiken des 21. Jahrhunderts, macht sie doch viele Böden zunehmend unfruchtbar. Wissenschaftler der TU Hamburg haben das Problem weltweit untersucht und warnen vor fatalen Auswirkungen bis zum Ende des Jahrhunderts.

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[ ![Die Gefahr aus dem Boden ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_3_watteartiges_sklerotinia-myzel_an_buschbohnen.jpg.webp?h=ddb1ad0c&itok=46x-PQQY)

17.03.2021

Die Gefahr aus dem Boden

Die Sklerotinia-Welke und -Fäule ist eine weltweit verbreitete sogenannte bodenbürtige Krankheit, deren Häufigkeit und Befallsstärke sehr von den klimatischen Bedingungen, insbesondere hoher Luftfeuchte, wie durch Tau, Nebel, Regen und Bewässerung abhängt. In dichten Pflanzenbeständen kann sich die entstandene hohe Luftfeuchte länger halten. Die Krankheit tritt an Gartenpflanzen sowohl beim Anbau im Freiland als auch unter Folientunneln und im Gewächshaus auf. Eine lange Verweildauer der Erreger im Boden und die große Anzahl an Wirtspflanzen, zu der auch landwirtschaftliche Kulturpflanzen und Unkräuter gehören, macht die Krankheit so gefährlich.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/die-gefahr-aus-dem-boden)

](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/die-gefahr-aus-dem-boden)

[ ![Wie viel Humus braucht der Boden?](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/symp_sachsen_2016_15_iva.jpg.webp?h=6f8e2d4a&itok=GfTZoQ2a)

20.11.2020

Wie viel Humus braucht der Boden?

Darin stimmen die verschiedenen Quellen in der Fachliteratur überein: Ein gut mit Humus versorgter Boden ist eine Voraussetzung für optimales Pflanzenwachstum. Doch wieso ist das so und wie kann man den Gehalt beeinflussen? Und in welchem Zusammenhang steht Humus mit Klimaschutz?

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/wie-viel-humus-braucht-der-boden)

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