# Boden des Jahres 2024: Der Waldboden

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2024-der-waldboden
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- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2024-01-19T12:16:46+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:35:35+00:00
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- Topics: Bodenschutz, Nachhaltigkeit, Umweltschutz
- Teaser text: Boden ist mehr als die Erde unter unseren Füßen. Die Böden sind Nahrungsgrundlage für die Pflanzen und damit auch die Nahrungsgrundlage für Tiere und Menschen. Böden speichern CO2 und lebenswichtiges Wasser. Um die Wertschätzung für Böden zu unterstreichen, wird jedes Jahr der „Boden des Jahres“ von einem Expertengremium gewählt und seine Bedeutung damit unterstrichen. 2024 ist es der Waldboden.

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© Angelika Sontheimer Durch den Waldumbau kommen auch „neue Bäume“ wie die Douglasie in unsere Wälder. Der Waldboden ist die Grundlage für gutes Wachstum und eine ertragreiche Forstbewirtschaftung.

19.01.2024

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© Angelika Sontheimer

Durch den Waldumbau kommen auch „neue Bäume“ wie die Douglasie in unsere Wälder. Der Waldboden ist die Grundlage für gutes Wachstum und eine ertragreiche Forstbewirtschaftung.

19.01.2024

# Boden des Jahres 2024: Der Waldboden

## Viele Ökosystemdienstleistungen für Menschen

Boden ist mehr als die Erde unter unseren Füßen. Die Böden sind Nahrungsgrundlage für die Pflanzen und damit auch die Nahrungsgrundlage für Tiere und Menschen. Böden speichern CO2 und lebenswichtiges Wasser. Um die Wertschätzung für Böden zu unterstreichen, wird jedes Jahr der „Boden des Jahres“ von einem Expertengremium gewählt und seine Bedeutung damit unterstrichen. 2024 ist es der Waldboden.

[ ![Durch den Waldumbau kommen auch „neue Bäume“ wie die Douglasie in unsere Wälder. Der Waldboden ist die Grundlage für gutes Wachstum und eine ertragreiche Forstbewirtschaftung.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-01/DSC_0086.jpg.webp?h=9addb759&itok=Ij0h4ym4 "Durch den Waldumbau kommen auch „neue Bäume“ wie die Douglasie in unsere Wälder. Der Waldboden ist die Grundlage für gutes Wachstum und eine ertragreiche Forstbewirtschaftung.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-01/DSC_0086.jpg)© Angelika Sontheimer

Durch den Waldumbau kommen auch „neue Bäume“ wie die Douglasie in unsere Wälder. Der Waldboden ist die Grundlage für gutes Wachstum und eine ertragreiche Forstbewirtschaftung.

[ ![Im und auf dem Waldboden sind Tod und Leben nah beieinander: Das Totholz bietet Lebensraum für viele Insekten, Pilze und Mikroorganismen und gleichzeitig entsteht durch die Waldverjüngung wieder neues Leben mit kleinen Buchen, Birken und Fichten.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-01/Waldverj%C3%BCngung_klein.jpg.webp?h=f1c0f3e3&itok=XCaOh7lv "Im und auf dem Waldboden sind Tod und Leben nah beieinander: Das Totholz bietet Lebensraum für viele Insekten, Pilze und Mikroorganismen und gleichzeitig entsteht durch die Waldverjüngung wieder neues Leben mit kleinen Buchen, Birken und Fichten.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-01/Waldverj%C3%BCngung_klein.jpg)© Angelika Sontheimer

Im und auf dem Waldboden sind Tod und Leben nah beieinander: Das Totholz bietet Lebensraum für viele Insekten, Pilze und Mikroorganismen und gleichzeitig entsteht durch die Waldverjüngung wieder neues Leben mit kleinen Buchen, Birken und Fichten.

Der Waldboden ist Grundlage für natürliche Wälder oder für Wälder, die vom Menschen als Nutzwälder gepflanzt wurden. Gemeinsam ist ihnen, dass sie nicht wie beispielsweise Ackerboden jährlich mit anderen Kulturen bepflanzt werden, sondern über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte bestehen. Waldböden zeichnen sich durch eine Auflage aus Streu, vermoderndem Holz, Laub und Nadeln aus, die vielen Kleintieren einen Lebensraum bietet und von Mikroorganismen zersetzt, mineralisiert und humifiziert wird, wodurch wiederum wertvoller Humus entsteht. Die Zusammensetzung des Waldbodens wird unter anderem durch die unterschiedlichen Baumarten und andere Vegetation beeinflusst, aber auch durch die Nährstoff- und Wasserversorgung. Waldboden bestimmt wesentlich die Widerstandsfähigkeit des Waldes gegen Schädlinge und Krankheiten sowie seine Resilienz im Klimawandel mit. Waldböden nehmen also eine wichtige Rolle im Naturhaushalt ein und bieten mannigfaltige Ökosystemdienstleistungen, indem sie Extremniederschläge auffangen, Trinkwasser speichern oder Schadstoffe aus der Atmosphäre abpuffern.

## **Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist Wald**

In Deutschland ist knapp ein Drittel der Fläche mit Wald bedeckt. Durch den Klimawandel wird sich allerdings die Zusammensetzung der Baumarten in den nächsten Jahrzehnten ändern. Waldbewirtschaftung ist eine Sache von Generationen und bedarf langfristiger Planung. Beim Umbau des Waldes spielen die Waldböden eine wichtige Rolle und bedürfen daher eines besonderen Schutzes. Dem wird unter anderem mit der Wahl zum „[Boden des Jahres 2024](https://boden-des-jahres.de/)“ Rechnung getragen. Die Wahl zum Boden des Jahres nimmt ein Kuratorium aus Expertinnen und Experten von Verbänden und Institutionen rund um den Boden vor. Hierzu gehören zum Beispiel die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG), der Bundesverband Boden (BVB), der Ingenieurtechnische Verband für Altlastenmanagement und Flächenrecycling (ITVA) und das Thünen-Institut für Waldökosysteme in Eberswalde.

[Boden des Jahres 2023: Der Ackerboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2023-der-ackerboden)
[Boden des Jahres 2022: Der Pelosol](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2022-der-pelosol)
[Boden des Jahres 2021: Der Lössboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2021-der-loessboden)
[Boden des Jahres 2020: Der Wattboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2020-der-wattboden)
[Boden des Jahres 2019: Der Kippenboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2019-der-kippenboden)
[Boden des Jahres 2018: Der Alpenboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2018-der-alpenboden)
[Boden des Jahres 2017: Der Gartenboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2017-der-gartenboden)
[Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-grundwasserboden-ist-boden-des-jahres-2016)
[Boden des Jahres 2015: Der Stauwasserboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-stauwasserboden-ist-boden-des-jahres-2015)
[Boden des Jahres 2014: Die Weinbergsböden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/ein-zeichen-fuer-den-boden-am-5-dezember-ist-wie-jedes-jahr)

## Weitere Beiträge

[ ![Die Späte Traubenkirsche als "Unkraut" in unseren Wäldern](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/traubenkirsche7_sontheimer_-_kopie.jpg.webp?h=5fa3854b&itok=G_Mqqu1O)

29.10.2015

Die Späte Traubenkirsche als "Unkraut" in unseren Wäldern

Als die Könige, Herzöge und Fürsten im 17. Jahrhundert die Spätblühende oder Amerikanische Traubenkirsche von Nordamerika importierten und das exotische Gehölz in ihre Parks und Gärten pflanzten, ahnten sie wohl nicht, dass die Förster im 21. Jahrhundert das Rosengewächs einmal „Waldpest“ nennen würden. Die Späte Traubenkirsche zählt nämlich heute in Europa zu den invasiven Neophyten in unseren Wäldern.

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20.03.2023

Kohlenstoff dauerhaft im Boden binden

Klimawandel, Treibhausgase, CO2-Fußabdruck – diese Begriffe sind in aller Munde. Die Landwirtschaft kann durch viele pflanzenbauliche Maßnahmen dazu beitragen, Kohlenstoff wieder im Boden anzureichern und damit aus der Atmosphäre zu entfernen, um den Klimawandel nicht weiter anzuheizen. Inzwischen gibt es von verschiedenen Organisationen „CO2-Zertifikate“, die von Unternehmen und der Wirtschaft als Ausgleichsmaßnahme erworben werden können. Aber auch Verbraucher können durch ihr Kaufverhalten zum Klimaschutz beitragen. Nötig hierfür ist unter anderem ein „Klima-Labeling“.

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20.11.2020

Wie viel Humus braucht der Boden?

Darin stimmen die verschiedenen Quellen in der Fachliteratur überein: Ein gut mit Humus versorgter Boden ist eine Voraussetzung für optimales Pflanzenwachstum. Doch wieso ist das so und wie kann man den Gehalt beeinflussen? Und in welchem Zusammenhang steht Humus mit Klimaschutz?

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21.06.2022

Salz – der Feind im Boden

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17.03.2021

Die Gefahr aus dem Boden

Die Sklerotinia-Welke und -Fäule ist eine weltweit verbreitete sogenannte bodenbürtige Krankheit, deren Häufigkeit und Befallsstärke sehr von den klimatischen Bedingungen, insbesondere hoher Luftfeuchte, wie durch Tau, Nebel, Regen und Bewässerung abhängt. In dichten Pflanzenbeständen kann sich die entstandene hohe Luftfeuchte länger halten. Die Krankheit tritt an Gartenpflanzen sowohl beim Anbau im Freiland als auch unter Folientunneln und im Gewächshaus auf. Eine lange Verweildauer der Erreger im Boden und die große Anzahl an Wirtspflanzen, zu der auch landwirtschaftliche Kulturpflanzen und Unkräuter gehören, macht die Krankheit so gefährlich.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/die-gefahr-aus-dem-boden)

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