# Boden des Jahres 2022: Der Pelosol

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2022-der-pelosol
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2021-12-14T10:29:39+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:29:39+00:00
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- Topics: Bodenschutz, Umweltschutz, Nachhaltigkeit
- Teaser text: Am 5. Dezember war „Weltbodentag“. Er wurde von der Internationalen Bodenkundlichen Union im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Mit ihm soll die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden gewürdigt und in der Öffentlichkeit für den Bodenschutz geworben werden.

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© Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Ein Pelosol auf Gipskeuper (Grabfeld-Formation) unter Grünland bei der Ortschaft Böhringen (nördlich von Rottweil).

17.12.2021

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© Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau

Ein Pelosol auf Gipskeuper (Grabfeld-Formation) unter Grünland bei der Ortschaft Böhringen (nördlich von Rottweil).

17.12.2021

# Boden des Jahres 2022: Der Pelosol

## Ein „toniges Schwergewicht“

Am 5. Dezember war „Weltbodentag“. Er wurde von der Internationalen Bodenkundlichen Union im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Mit ihm soll die Bedeutung der natürlichen Ressource Boden gewürdigt und in der Öffentlichkeit für den Bodenschutz geworben werden.

[ ![Ein Pelosol auf Gipskeuper (Grabfeld-Formation) unter Grünland bei der Ortschaft Böhringen (nördlich von Rottweil).](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2021-12/B%C3%B6hringen.jpg.webp?h=9690fb45&itok=x3-IW2ID "Ein Pelosol auf Gipskeuper (Grabfeld-Formation) unter Grünland bei der Ortschaft Böhringen (nördlich von Rottweil).") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2021-12/B%C3%B6hringen.jpg)© Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau

Ein Pelosol auf Gipskeuper (Grabfeld-Formation) unter Grünland bei der Ortschaft Böhringen (nördlich von Rottweil).

[ ![Ein Pelosol auf Knollenmergel (Trossingen-Formation) im Naturpark Schönbuch bei Hildrizhausen (Landkreis Böblingen).](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2021-12/R%C3%B6telberg_20_05.jpg.webp?h=6fb6e6f5&itok=7-sD3HKx "Ein Pelosol auf Knollenmergel (Trossingen-Formation) im Naturpark Schönbuch bei Hildrizhausen (Landkreis Böblingen).") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2021-12/R%C3%B6telberg_20_05.jpg)© Regierungspräsidium Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau

Ein Pelosol auf Knollenmergel (Trossingen-Formation) im Naturpark Schönbuch bei Hildrizhausen (Landkreis Böblingen).

Anfang Dezember fanden in Berlin mehrere Veranstaltungen anlässlich des „Weltbodentags“ statt. Die Tagung der Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt, KBU, mit dem Thema „Ohne doppelten Boden: Wie Bodenschutz die Zukunft sichert und unser Klima schützt“ wurde Corona-bedingt verschoben. Die Vortragsveranstaltung will sich befassen mit Fragen wie

- Weshalb sind die vielfältigen Bodenfunktionen grundlegend für die Erfüllung der UN-Nachhaltigkeitsziele?
- Wo liegen die Herausforderungen der Subsidiarität bei der Umsetzung des Bodenschutzrechts?
- Wo hat der Bodenschutz seine Ziele bis heute verfehlt, woran liegt das und wie können wir das ändern?
- Brauchen wir ein neues Bodenschutzrecht?
- Wo geht die Reise beim Bodenschutz auf EU-Ebene hin?

Mit dieser Veranstaltung will die Kommission Bodenschutz die breite Öffentlichkeit auf die große Bedeutung der begrenzten Ressource Boden für unser Leben aufmerksam machen und zum anderen wichtige Botschaften an die Politik formulieren. Thema auf der Fachtagung ist außerdem, die Perspektiven und der Änderungsbedarf des aktuellen Bodenschutzrechts zu diskutieren.

## **Der Tonboden Pelosol ist der Boden des Jahres 2022**

In einer weiteren Festveranstaltung wurde der „[Boden des Jahres 2022](https://www.dbges.de/de/boden-des-jahres)“ gewürdigt. Es ist der Pelosol. Pelosole haben im Naturhaushalt eine wichtige Schutz- und Filterfunktion für das Grundwasser, weil sie Nähr- und Schadstoffe in großem Ausmaß binden können. Pelosole bestehen zu mehr als 45 Prozent aus Ton (pelos stammt aus dem Griechischen und bedeutet Ton, solum bedeutet auf lateinisch Boden). Pelosole werden deswegen auch „Schwere Böden“ genannt, im Gegensatz dazu bezeichnet man Sandböden als leichte Böden.

Pelosole sind Böden aus tonreichen Ausgangsgesteinen (Sedimenten) wie zum Beispiel Tonmergel, sie sind die Endstufe der Bodenentwicklung auf Tonstein. Die Bodenart ist toniger Lehm und Ton. Durch den hohen Tonanteil kommt es je nach Feuchtigkeit oder Trockenphase zur Quellung oder Schrumpfung im Jahresverlauf. In niederschlagreichen Jahreszeiten lässt sich der Pelosol quasi „volllaufen“. In dem wassergesättigten Boden ist dann kaum mehr Platz für Luft. Umgekehrt wird es in Dürrezeiten für die Pflanzen, die im Pelosol wachsen, schnell problematisch mit dem Wasser: Zwar ist in den Porenräumen am Anfang theoretisch noch genügend Wasser, doch es ist fest gebunden und viele Pflanzen kommen nicht an das Wasser. Hat ein Pelosol erst mal die ersten Schrumpfrisse, kommt es schnell zur Austrocknung.

Tonböden sind zwar sehr nährstoffreich, aber in der Bearbeitung nicht ganz einfach, da sie nur gepflügt oder gelockert werden sollten, wenn sie weder zu nass noch zu trocken sind. Bei Landwirten werden diese Böden deswegen auch als „Minutenböden“ genannt. In der Landwirtschaft findet man Pelosole im Ackerbau, oft aber auch als Grünland, Obstwiese oder Wald. In letzterem ist es wichtig, dass die Bäume möglichst tief wurzeln, um Wasser auch aus tieferen Bodenschichten erschließen zu können.

[Boden des Jahres 2021: Der Lössboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2021-der-loessboden)
[Boden des Jahres 2020: Der Wattboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2020-der-wattboden)
[Boden des Jahres 2019: Der Kippenboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2019-der-kippenboden)
[Boden des Jahres 2018: Der Alpenboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2018-der-alpenboden)
[Boden des Jahres 2017: Der Gartenboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2017-der-gartenboden)
[Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-grundwasserboden-ist-boden-des-jahres-2016)
[Boden des Jahres 2015: Der Stauwasserboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-stauwasserboden-ist-boden-des-jahres-2015)
[Boden des Jahres 2014: Die Weinbergsböden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/ein-zeichen-fuer-den-boden-am-5-dezember-ist-wie-jedes-jahr)
[Boden des Jahres 2013: Der Plaggenesch](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2013-der-plaggenesch)
[Boden des Jahres 2012: Das Niedermoor](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/am-5-dezember-ist-weltbodentag)

## Weitere Informationen

Landwirtschaft trägt zum Bodenschutz bei

[ Mehr erfahren ](https://www.iva.de/themen/weitere-themen/bodenschutz)

## Weitere Beiträge

[ ![Moderne Landwirtschaft sichert gesunde Böden](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/gepfluegtes_feld_86503007_thinkstock.jpg.webp?h=193437f6&itok=hu6U1J2Y)

16.03.2015

Moderne Landwirtschaft sichert gesunde Böden

Die Vereinten Nationen erklärten 2015 zum internationalen Jahr des Bodens, um die Bedeutung fruchtbarer Böden als wichtigste Produktionsgrundlage für die Landwirtschaft und somit als Lebensgrundlage für die Menschen hervorzuheben. Der Deutsche Bauernverband (DBV) veröffentlichte im Januar 2015 zum Auftakt den 36-Seiten starken Bericht „Moderne Landwirtschaft – Gesunde Böden“.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/moderne-landwirtschaft-sichert-gesunde-boeden)

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[ ![Landwirtschaft ohne Pflug - eine umweltgerechtere Alternative](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/traktor_185849_adpic.jpg.webp?h=dbfb23f9&itok=Rq0_DgR3)

15.02.2011

Landwirtschaft ohne Pflug - eine umweltgerechtere Alternative

Mehr Regenwürmer &amp;amp; Co. im Boden, ein stabileres Bodengefüge und eine geringere Neigung zur Erosion, all das spricht für eine pfluglose Landbearbeitung. Der Nachteil: Der Grubber arbeitet flacher. So können sich mehr Samen von Unkräutern und Ungräsern im oberen Boden anreichern, ebenso Erntereste.

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