# Boden des Jahres 2017: Der Gartenboden

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2017-der-gartenboden
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2016-12-07T08:00:25+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:26:31+00:00
- Published: true
- Topics: Bodenschutz, Haus & Garten, Umweltschutz
- Teaser text: „Der Gartenboden vermittelt vielen Menschen unmittelbar, was den Wert der natürlichen Ressource Boden tatsächlich ausmacht“, betonte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund am 5. Dezember anlässlich der Festveranstaltung zum Weltbodentag 2016 in Berlin. Als Schirmherrin kürte sie den Gartenboden zum Boden des Jahres 2017. Der Hortisol (lateinisch hortus = Garten; solum = Boden), ist ein Bodentyp, der sich durch eine lange, intensive gärtnerische Bewirtschaftung aus einem anderen – oft nicht mehr erkennbaren Bodentyp – entwickelt hat.

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Über einen langen Zeitraum wurde der Gartenboden mit Nährstoffen in Form von Küchenabfällen, Kompost u. a. gedüngt und somit verbessert. Angebaute Pflanzen, z. B. Gemüse, können sich dadurch besser entwickeln.

08.12.2016

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Umwelt &amp; Verbraucher ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher) Boden Des Jahres 2017: Der Gartenboden

## Seit Jahrhunderten gehegt und gepflegt

"Der Gartenboden vermittelt vielen Menschen unmittelbar, was den Wert der natürlichen Ressource Boden tatsächlich ausmacht“, betonte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund am 5. Dezember anlässlich der Festveranstaltung zum Weltbodentag 2016 in Berlin. Als Schirmherrin kürte sie den Gartenboden zum Boden des Jahres 2017. Der *Hortisol* (lateinisch *hortus* = Garten; *solum* = Boden), ist ein Bodentyp, der sich durch eine lange, intensive gärtnerische Bewirtschaftung aus einem anderen – oft nicht mehr erkennbaren Bodentyp – entwickelt hat.

[ ![Über einen langen Zeitraum wurde der Gartenboden mit Nährstoffen in Form von Küchenabfällen, Kompost u. a. gedüngt und somit verbessert. Angebaute Pflanzen, z. B. Gemüse, können sich dadurch besser entwickeln.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gemuesegarten_126437149m_fotolia.jpg.webp?h=2d14283b&itok=yyMYyIaa "Über einen langen Zeitraum wurde der Gartenboden mit Nährstoffen in Form von Küchenabfällen, Kompost u. a. gedüngt und somit verbessert. Angebaute Pflanzen, z. B. Gemüse, können sich dadurch besser entwickeln.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gemuesegarten_126437149m_fotolia.jpg)© Fotolia

Über einen langen Zeitraum wurde der Gartenboden mit Nährstoffen in Form von Küchenabfällen, Kompost u. a. gedüngt und somit verbessert. Angebaute Pflanzen, z. B. Gemüse, können sich dadurch besser entwickeln.

[ ![Der Gartenboden entstand allein durch die jahrhundertelange menschliche Bearbeitung.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gartenarbeit_75449180m_fotolia.jpg.webp?h=16a6d817&itok=fzxykg5G "Der Gartenboden entstand allein durch die jahrhundertelange menschliche Bearbeitung.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gartenarbeit_75449180m_fotolia.jpg)© Fotolia

Der Gartenboden entstand allein durch die jahrhundertelange menschliche Bearbeitung.

[ ![Gartenboden ist sehr humusreich und enthält mehr Nährstoffe als der ursprüngliche Boden.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gartenboden109736649l_fotolia.jpg.webp?h=ccfd966b&itok=aCF21quG "Gartenboden ist sehr humusreich und enthält mehr Nährstoffe als der ursprüngliche Boden.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gartenboden109736649l_fotolia.jpg)© Fotolia

Gartenboden ist sehr humusreich und enthält mehr Nährstoffe als der ursprüngliche Boden.

## Besonderheit des Hortisols: Sehr humus- und nährstoffreich

Über Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte wurde der Gartenboden mit Nährstoffen in Form von Küchenabfällen, Kompost, Jauche oder Stallmist gedüngt. Daher ist er sehr humusreich und enthält mehr Stickstoff, Phosphor und organischen Kohlenstoff als der ursprüngliche Boden. Außerdem haben die Gärtner den Boden regelmäßig bewässert, gehackt und umgegraben. Die angebauten Pflanzen können so leichter wurzeln und sich deutlich besser entwickeln. Unter dem Oberbodenhorizont des Hortisols liegt der ebenfalls humusreiche Ex-Horizont, den Regenwürmer intensiv durchmischen. Man spricht von Gartenboden, wenn diese beiden obersten Horizonte über 40 Zentimeter betragen.

## Kulturgeschichte des Gartenbodens

Der Gartenboden entstand allein durch die menschliche Bearbeitung, dafür waren keine bestimmten geologischen Bedingungen nötig. Die ältesten Hortisole finden sich oft mitten in den Dörfern. Nahezu jeder alte Dorfkern weist auch heute noch beachtliche Flächen an Gartenland auf. Dort konnte der Gartenboden frei von radikalen Nutzungswechseln entstehen und überdauern. Aber auch in Klostergärten, Schloss- und Burggärten und städtisch-bürgerlichen Nutzgärten bildete sich der Gartenboden. Er ist über das ganze Land verbreitet, aber aufgrund seiner kleinräumigen Einheiten schwer zu erfassen.

## Gärten mit ihren Böden als Lernorte

Vor der Industrialisierung war der Boden die unmittelbare Lebensgrundlage für die Menschen zur Erzeugung von Lebensmitteln. Heute ist der existenzielle Zusammenhang zwischen dem Boden als Voraussetzung der Ernährung größtenteils verloren gegangen. Dabei sind Gärten mit ihren Böden wunderbare Entspannungs-, Spiel- und Lernorte. Thüringen ist das einzige Bundesland, in dem das Fach „Schulgarten“ im Grundschullehrplan verankert ist. Durch das eigenständige Anlegen von Beeten wird den Kindern Wissen über gärtnerische Kulturen und Arbeitsweisen vermittelt. Sie entwickeln dabei ein Bewusstsein für die Naturkreisläufe, lernen Zusammenhänge von Boden, Pflanzen und Tieren zu erfassen und die natürlichen Ressourcen zu schonen.

[Boden des Jahres 2016: Der Grundwasserboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-grundwasserboden-ist-boden-des-jahres-2016)
[Boden des Jahres 2015: Der Stauwasserboden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/der-stauwasserboden-ist-boden-des-jahres-2015)
[Boden des Jahres 2014: Die Weinbergsböden](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/ein-zeichen-fuer-den-boden-am-5-dezember-ist-wie-jedes-jahr)
[Boden des Jahres 2013: Der Plaggenesch](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/boden-des-jahres-2013-der-plaggenesch)
[Boden des Jahres 2012: Das Niedermoor](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/am-5-dezember-ist-weltbodentag)
[Weltbodentag 2011: Ernüchternde Bilanz](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/weltbodentag-2011-ernuechternde-bilanz)

## Weitere Informationen

Kuratorium Boden des Jahres

[ Mehr erfahren ](http://bodendesjahres130.apps-1and1.net/)

Landwirtschaft trägt zum Bodenschutz bei

[ Mehr erfahren ](https://www.iva.de/themen/weitere-themen/bodenschutz)

## Weitere Beiträge

[ ![Graben oder nicht graben? ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/graben-fuer-die-frostgare.jpeg.webp?h=28b88a01&itok=dTefAJE4)

09.11.2005

Graben oder nicht graben?

Wenn nach dem Abschluss der Gartensaison im Herbst die Beete umgegraben werden, kann Frost auf die groben Schollen einwirken und sie lockern (Frostgare). Mit dieser rauhen, groben Oberfläche nimmt der Boden außerdem viel Winterfeuchtigkeit auf. Beim Graben sind möglichst alle Wurzelunkräuter und Steine auszulesen. Sobald der Boden im Frühjahr abgetrocknet ist, werden die groben Winterschollen zerkleinert und der Boden wird eingeebnet.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/graben-oder-nicht-graben)

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[ ![Ausstellung "Stadt, Land, Garten"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/_dsc0447.jpg.webp?h=74b28652&itok=pLcuICvy)

27.09.2016

Ausstellung "Stadt, Land, Garten"

Nutzgärten sind heute vor allem ein Hobby. Viele Menschen finden im eigenen Garten eine Gegenwelt zum hektischen Alltag und Konsum aus dem Supermarkt. Früher hingegen dienten die Nutzgärten der Existenzsicherung. Viele Familien kamen vor der Industrialisierung ohne das selbst angebaute Obst und Gemüse kaum durch den Winter. „Stadt, Land, Garten“ zeigt anschaulich, wie sich Bedeutung und Gestalt der Nutzgärten im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklungen gewandelt haben. Die Ausstellung ist bis zum 18. Dezember 2016 im LVR-Industriemuseum Tuchfabrik Müller in Euskirchen, einer Kleinstadt im Südwesten Nordrhein-Westfalens, zu sehen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/ausstellung-stadt-land-garten)

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[ ![Kleingärtner laden am 12. Juni zum Tag des Gartens ein](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gartenidylle_79397015l_fotolia.jpg.webp?h=ab21385b&itok=7pRr6kYh)

01.06.2016

Kleingärtner laden am 12. Juni zum Tag des Gartens ein

Ein Kleingarten ist besonders für Städter ein Ort von unschätzbarem Wert. Er bietet Erholung und Ausgleich im Grünen inmitten von Häusern und Straßen. Unter dem Motto „Wir machen Städte grüner“ laden am 12. Juni 2016 14 800 Kleingärtnervereine in ganz Deutschland ein. Seit 1984 feiert der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG), der Dachverband für Kleingärtner, am zweiten Sonntag im Juni mit allen Gartenfreunden den Tag des Gartens.

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