# Agaven – vielseitige Pflanzen

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/agaven-vielseitige-pflanzen
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2025-10-03T16:04:38+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:07:12+00:00
- Published: true
- Topics: Landwirtschaft, Lebensmittel / Ernährung, Nachhaltigkeit
- Teaser text: Eine „hundertjährige Pflanze“, die nur einmal in ihrem Leben blüht und dann abstirbt? Eine Pflanze, aus deren Fasern man Seile machen, die man aber auch zu Schnaps verarbeiten und deren Saft man zum Süßen von Desserts verwenden kann? Das ist die Agave. Die stachelige Dame ist äußerst vielseitig.

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© Angelika Sontheimer Die Agave Iophanta ist bei uns als pflegeleichte Zimmerpflanze bekannt.

03.10.2025

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© Angelika Sontheimer

Die Agave Iophanta ist bei uns als pflegeleichte Zimmerpflanze bekannt.

03.10.2025

# Agaven – vielseitige Pflanzen

## Rohstoff für Tequila und Sisal-Fasern

Eine „hundertjährige Pflanze“, die nur einmal in ihrem Leben blüht und dann abstirbt? Eine Pflanze, aus deren Fasern man Seile machen, die man aber auch zu Schnaps verarbeiten und deren Saft man zum Süßen von Desserts verwenden kann? Das ist die Agave. Die stachelige Dame ist äußerst vielseitig.

[ ![Die Agave Iophanta ist bei uns als pflegeleichte Zimmerpflanze bekannt.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2025-10/Agave%20lophanta2.jpg.webp?h=08b866d1&itok=QU7ZsFqE "Die Agave Iophanta ist bei uns als pflegeleichte Zimmerpflanze bekannt.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2025-10/Agave%20lophanta2.jpg)© Angelika Sontheimer

Die Agave Iophanta ist bei uns als pflegeleichte Zimmerpflanze bekannt.

[ ![Auch die Agave Parryi ist eine bekannte Zimmerpflanze, die in milden Gegenden wie im südlichen Rheinland auch draußen kultiviert werden kann.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2025-10/Agave%20parryi3.jpg.webp?h=08b866d1&itok=aab3rRLw "Auch die Agave Parryi ist eine bekannte Zimmerpflanze, die in milden Gegenden wie im südlichen Rheinland auch draußen kultiviert werden kann.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2025-10/Agave%20parryi3.jpg)© Angelika Sontheimer

Auch die Agave Parryi ist eine bekannte Zimmerpflanze, die in milden Gegenden wie im südlichen Rheinland auch draußen kultiviert werden kann.

[ ![Parvus bedeutet klein, -florus bedeutet -blütig. Die Agave parviflora hat also sehr kleine Blüten. Die Briten sagen „Smallflower Century Plant“ zu ihr.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2025-10/Agave%20parviflora.jpg.webp?h=08b866d1&itok=eronG_Dn "Parvus bedeutet klein, -florus bedeutet -blütig. Die Agave parviflora hat also sehr kleine Blüten. Die Briten sagen „Smallflower Century Plant“ zu ihr.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2025-10/Agave%20parviflora.jpg)© Angelika Sontheimer

Parvus bedeutet klein, -florus bedeutet -blütig. Die Agave parviflora hat also sehr kleine Blüten. Die Briten sagen „Smallflower Century Plant“ zu ihr.

[ ![Die Agave salmiana, Jacobis Agave oder Riesen-Agave gehört zu den größten Agaven-Arten. Sie stammt aus Mexiko und wächst dort in den Hochebenen. Die Rosette kann bis zu 3,5 Meter Durchmesser erreichen und die Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2025-10/Agave%20salmiana3.jpg.webp?h=08b866d1&itok=-9JgfTDH "Die Agave salmiana, Jacobis Agave oder Riesen-Agave gehört zu den größten Agaven-Arten. Sie stammt aus Mexiko und wächst dort in den Hochebenen. Die Rosette kann bis zu 3,5 Meter Durchmesser erreichen und die Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2025-10/Agave%20salmiana3.jpg)© Angelika Sontheimer

Die Agave salmiana, Jacobis Agave oder Riesen-Agave gehört zu den größten Agaven-Arten. Sie stammt aus Mexiko und wächst dort in den Hochebenen. Die Rosette kann bis zu 3,5 Meter Durchmesser erreichen und die Pflanze wird bis zu 2 Meter hoch.

[ ![Die Agave spicata hat im Vergleich zu anderen Agaven weichere Blätter ohne Enddorn oder spitze Randzähne.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2025-10/Agave%20spicata3.jpg.webp?h=08b866d1&itok=FetK9DcA "Die Agave spicata hat im Vergleich zu anderen Agaven weichere Blätter ohne Enddorn oder spitze Randzähne.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2025-10/Agave%20spicata3.jpg)© Angelika Sontheimer

Die Agave spicata hat im Vergleich zu anderen Agaven weichere Blätter ohne Enddorn oder spitze Randzähne.

Agaven gehören zur Familie der Spargelgewächse *(Asparagaceae)*. Trotzdem denkt keiner sofort an Spargel, wenn er eine Agave sieht, denn ihr Äußeres ähnelt eher der Aloe oder den Bromelien. Sie stammen aus Nord-, Mittel- und Südamerika und der Karibik, aus Kalifornien oder Ländern wie Mexiko, Kolumbien, Venezuela, Guatemala, Argentinien, Chile bis Panama. Dort sind sie in den Wüsten und Halbwüsten beheimatet. Besonders in Mexiko gibt es eine große Vielfalt an wildwachsenden Agaven. Nach der Entdeckung Amerikas wurden sie nach Europa eingeführt und sind heute auch im Mittelmeerraum an der Küste Spaniens oder auf den griechischen Inseln verbreitet. Der botanische Name Agave wird auf das altgriechische Wort *agavos* zurückgeführt, was „edel“ oder „prachtvoll“ bedeutet.

## **Sukkulenten mit wasserspeichernden Blättern**

Agaven sind Sukkulenten, das heißt, sie speichern Wasser in ihren fleischig aussehenden Blättern. Die spitzen und scharfen schwertförmigen Blätter sind rosettenförmig um die Basis herum angeordnet. Sie sind meist grün, einige Agaven haben aber weiße Streifen auf ihren Blättern. Oft sind die Blätter durch eine wachsartige Schicht gegen Austrocknen geschützt. So können sie länger ohne Wasser auskommen und Trockenphasen überbrücken. Manche Agaven-Arten haben bis zu 1,50 Meter lange Blätter, die bis zu 20 Zentimeter breit werden können. Besonders hoch wird der Blütenstängel der Amerikanischen Agave *(Agave americana)*. Mit 10 Metern ist er durchaus eine imposante Erscheinung. Allerdings braucht es in der Natur zehn bis 15 Jahre, bis die Pflanze blüht. In kühleren Gefilden wie bei uns vergehen sogar 50 Jahre bis zur Blüte. Früher dachten die Menschen, es braucht sogar 100 Jahre, bis die Pflanze Blüten bildet. Deswegen entstand im Englischen der Name „century plant“. Eine Agavenblüte zu sehen, ist also durchaus etwas Besonderes und wird noch eindrucksvoller, wenn man bedenkt. dass viele Agaven nach der Blüte sterben.

## **Zum Halten und Verbinden, zum Süßen und zum Trinken**

Agaven haben weltweit eine hohe wirtschaftliche Bedeutung: Aus der Sisal-Agave *(Agave sisalana)* werden Faserstoffe wie Sisal gewonnen, woraus dann Seile, Taue und Kordeln gemacht werden. Kleiner Fun Fact: Fast jede Katze kennt Sisal, weil ihr Kratzbaum damit umwickelt ist. Andere Agaven wie die *Agave americana* dienen als Ausgangsstoff für den Agavendicksaft oder Agavensirup, der als Süßungsmittel zum Backen und Kochen und in der veganen Küche als Ersatz für Honig verwendet wird. Aus der Blauen Agave *(Agave tequilana)* wird schließlich das „mexikanische Nationalgetränk“ Mezcal hergestellt. Der bei uns bekannteste Vertreter dieses Agavenschnapses heißt Tequila.

## **In Topf und Kübel**

Einige Agaven sind bekannte Zimmer- und Kübelpflanzen bei uns. Da sie ursprünglich Wüstenpflanzen sind, sollten Agaven im Haus auf der hellen und sonnigen Fensterbank stehen. Auf der Terrasse bevorzugen Agaven ebenfalls einen warmen, sonnigen Platz. Von Mai bis Oktober können sie dann draußen stehen, danach geht es in den Wintergarten. Nur wenige Agave-Aarten können bei uns draußen überwintern. Eine bekannte Terrassen-Agave ist die Amerikanische Agave. Sie ist relativ winterhart und übersteht Temperaturen unter 10 Grad Celsius, sodass sie bei milden Wintern draußen bleiben kann. Allerdings braucht sie aufgrund ihrer Größe und des Durchmessers der Rosette einen sehr großen Kübel. Als kleinere Zimmerpflanze schließlich kennt man die nach dem Botaniker Charles Christopher Parry benannte Agave parryi, die Fadentragende Agave *(Agave filifera)* oder die Königsagave *(Agave victoriae-reginae)*.

## **Agaven kultivieren und pflegen**

Wenn man eine Agave im Garten anpflanzen möchte, sollte man auf einen trockenen Boden ohne Staunässe achten. Das Substrat sollte für Sukkulenten geeignet sein, also wasserdurchlässig und nährstoffarm sein. Im Handel gibt es hierzu extra Sukkulenten-Substrat mit eingemischten mineralischen Bestandteilen wie Lavagranulat oder Quarzsand. Agaven müssen nicht unbedingt geschnitten werden. Die meisten Gartenbesitzer entfernen aber die braunen, abgestorbenen Blätter. Agaven sollten nur sehr sparsam gegossen werden. Im Winter muss man aber darauf achten, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Vermehrt werden können Agaven über Kindel (Ableger, Nebensprossen). Agaven sind sehr robust und haben nur wenige Pflanzenkrankheiten oder Schädlinge. Ab und zu kommt es vor, dass der Wurzelballen fault. Dies ist dann meist auf zu häufiges Gießen zurückzuführen.

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Echte Granate, Grenadine – Der Granatapfel

Türkei-Urlauber kennen ihn gut, dort wird er nämlich an jeder Straßenecke angeboten, und auch die Liebhaber eines guten Tequila Sunrise wissen ihn zu schätzen: Die Rede ist von Granatapfelsaft und -sirup. Aus West- und Mittelasien stammend, ist sein Verbreitungsgebiet heute der Mittelmeerraum sowie der Nahe bis Mittlere Osten. In Deutschland wird er als Frucht von September bis Dezember angeboten, seine Kerne verfeinern sowohl Salate als auch Desserts.

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Aus dem Kuriositätenkabinett: Die Titanwurz

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