# Serie: Pflanzen, die die Welt veränderten

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/serie-pflanzen-die-die-welt-veraenderten-0
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2024-01-04T19:33:55+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:35:35+00:00
- Published: true
- Topics: Biodiversität / Artenvielfalt, Gesundheit / Verbraucherschutz, Nachhaltigkeit
- Teaser text: Eukalyptus ist eine artenreiche Gattung mit vielen Gesichtern. Unter anderem – und das qualifiziert die Pflanze für unsere Serie „Pflanzen, die die Welt veränderten“ (siehe Teil 1, Teil 2), ist dank ihr Europa heute frei von Malaria.

## Content

© ekaterinvor/Pixabay In Australien besteht der Baumbestand heute zu 70 Prozent aus Eukalyptusarten. Kein anderer Kontinent hat einen so stark von einer einzelnen Gattung dominierten Baumbestand.

04.01.2024

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Schule &amp; Wissen ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen) Serie: Pflanzen, Die Die Welt Veränderten

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2024-01/eucalyptus-2734066_1920.jpg.webp?h=d1cb525d&itok=FdWqpGFV)

© ekaterinvor/Pixabay

In Australien besteht der Baumbestand heute zu 70 Prozent aus Eukalyptusarten. Kein anderer Kontinent hat einen so stark von einer einzelnen Gattung dominierten Baumbestand.

04.01.2024

# Serie: Pflanzen, die die Welt veränderten

## Teil 3: Eukalyptus - Der australische Vampir

Eukalyptus ist eine artenreiche Gattung mit vielen Gesichtern. Unter anderem – und das qualifiziert die Pflanze für unsere Serie „Pflanzen, die die Welt veränderten“ (siehe [Teil 1](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/neue-serie-pflanzen-die-die-welt-veraenderten), [Teil 2](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/serie-pflanzen-die-die-welt-veraenderten), [Teil 4](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/serie-pflanzen-die-die-welt-veraenderten-1), [Teil 5](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/serie-pflanzen-die-die-welt-veraenderten-2), [Teil 6](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/serie-pflanzen-die-die-welt-veraenderten-3)), ist dank ihr Europa heute frei von Malaria.

[ ![In Australien besteht der Baumbestand heute zu 70 Prozent aus Eukalyptusarten. Kein anderer Kontinent hat einen so stark von einer einzelnen Gattung dominierten Baumbestand.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-01/eucalyptus-2734066_1920.jpg.webp?h=d1cb525d&itok=S45h-brA "In Australien besteht der Baumbestand heute zu 70 Prozent aus Eukalyptusarten. Kein anderer Kontinent hat einen so stark von einer einzelnen Gattung dominierten Baumbestand.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-01/eucalyptus-2734066_1920.jpg)© ekaterinvor/Pixabay

In Australien besteht der Baumbestand heute zu 70 Prozent aus Eukalyptusarten. Kein anderer Kontinent hat einen so stark von einer einzelnen Gattung dominierten Baumbestand.

[ ![Eukalyptus ist die Futterpflanze des Koalas und einiger anderer Beuteltiere. Für die meisten anderen Tierarten ist er giftig. Auch die Koalas fressen bevorzugt alte Blätter, in denen die Giftstoffe nicht mehr so hoch konzentriert sind.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-01/koala-4757068_1920.jpg.webp?h=72e0457b&itok=HTefV9XZ "Eukalyptus ist die Futterpflanze des Koalas und einiger anderer Beuteltiere. Für die meisten anderen Tierarten ist er giftig. Auch die Koalas fressen bevorzugt alte Blätter, in denen die Giftstoffe nicht mehr so hoch konzentriert sind.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-01/koala-4757068_1920.jpg)© Penny/Pixabay

Eukalyptus ist die Futterpflanze des Koalas und einiger anderer Beuteltiere. Für die meisten anderen Tierarten ist er giftig. Auch die Koalas fressen bevorzugt alte Blätter, in denen die Giftstoffe nicht mehr so hoch konzentriert sind.

Die Gattung *Eucalyptus spec*. aus der Ordnung der Myrtenartigen *(Myrtales)* hat viele Gesichter. Die über 600 Arten sind Grundlage für zahlreiche Produkte, darunter Bonbons, Liköre, Papier oder Kleidung. Gleichzeitig sind die Pflanzen giftig, hochbrennbar und werden wegen ihres gewaltigen Wasserverbrauchs auch „Grüner Vampir“ genannt. Denn in den ohnehin schon trockenen Regionen, in denen sie meist wächst, dreht sie benachbarten Pflanzen buchstäblich das Wasser ab.

## **Blüte mit Überraschungseffekt**

Erstmals schriftlich erwähnt wurde die Gattung 1642 von Abel Tasman, der im nach ihm benannten Tasmanien Bäume fand, deren niedrigste Äste in 18 Meter Höhe abzweigten. Der Botaniker Joseph Banks, 1770 unterwegs mit James Cook, brachte die Pflanze schließlich nach England. Die meisten Vertreter der Gattung sind schnellwüchsige, oft hohe, immergrüne Bäume und Sträucher. Der von Abel Tasman beschriebene Riesen-Eukalyptus gilt demnach als Laubbaum mit der zweithöchsten Wuchshöhe: Das größte derzeit lebende Exemplar in Tasmanien ist fast 100 Meter hoch und weist einen Stammumfang von stolzen 12,7 Meter auf.

Die griechische Übersetzung für Eukalyptus bedeutet so etwas wie „gut versteckt”. So wird die Entwicklung der Blüte beschrieben, die während des Knospenstadiums vom haubenartig geschlossenen Blütenkelch (Calyptra) bedeckt ist. Erst wenn alle Fortpflanzungsorgane entwickelt sind, springt der Deckel ab und die die Staub- und Fruchtblätter werden sichtbar. Die Bestäubung übernehmen Insekten oder Vögel.

## **Weltweit häufigster Plantagenbaum**

Beheimatet ursprünglich in Australien inklusive Tasmanien und der Osthälfte Indonesiens, wachsen manche Arten heute in vielen anderen tropischen und subtropischen Gebieten. Vielerorts wird Eukalyptus wegen seiner Schnellwüchsigkeit und guten Holzqualität auch angebaut: In mehr als 90 Ländern und auf über 220 000 Quadratkilometern finden sich Plantagen - das ist das Doppelte der Fläche mit natürlichem Eukalyptuswald in Australien. Damit ist Eukalyptus der weltweit am meisten genutzte Plantagenbaum, überwiegend für die Holzgewinnung, zunehmend auch als Energiepflanze. Etwa 50 Arten dienen zur Gewinnung ätherischer Öle aus Blättern und Zweigen. Der Anbau führt allerdings häufig zu Problemen, weil er Böden tief austrocknet, heimischen Tieren keinen Lebensraum bietet, andere Pflanzenarten aggressiv verdrängt und die Waldbrandgefahr verstärkt.

## **Feuer und Feuerschutz**

Denn Eukalyptusarten mit ihren leicht entzündlichen ätherischen Ölen fördern die Wahrscheinlichkeit und Intensität von Waldbränden. Einige Arten geben ölige Substanzen in den Boden ab, was die Waldbrandgefahr weiter erhöht. Zudem wirft der Baum von Zeit zu Zeit große Äste ab, die dann Feuer näher an den Baum heran“locken“. Das tut der Baum nicht aus Dummheit, sondern er profitiert von Waldbränden: Wurzelstöcke und Samen überleben sie und treiben sehr schnell wieder aus, lange bevor sich andere Pflanzenarten erholt haben. Die Samen einiger Arten brauchen sogar die große Hitze eines Feuers für die Keimung.

Um das eigentlich tödliche Feuer zu überstehen, hat sich der Eukalyptus einen Trick ausgedacht, der auch dem Menschen zugutekommt: Seine Rinde enthält große Mengen an Taninen, ein Polyphenol, das die Oxidation großer Moleküle bei einem Brand unterdrückt und in eine graphitische Komponente mit feuerhemmenden Eigenschaften umwandelt. Wir nutzen dieses Material heute zur Herstellung feuerfester Uniformen.

## **Malaria-frei dank Eukalyptus**

Der Erzbischof von Melbourne hatte einst einige Samen nach Rom gesendet, um den Eukalyptus-Anbau zu ermöglichen. Da die Umgebung der Stadt aber zu nass war, wurden viele Sümpfe nach und nach trockengelegt, wie auch in ganz Südeuropa. So wurde die damals noch verbreitete Malariamücke vertrieben.

Quelle: [pflanzenforschung.de](https://www.pflanzenforschung.de/de/blattgefluester/beitraege/schon-gewusst-1)

## Weitere Beiträge

[ ![Ölweiden – robuste Sträucher mit Charme und Nutzwert](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/distelfalter_an_oelweidenbluete_1407629762m_shutterstock.jpg.webp?h=82f92a78&itok=1Q9EbMVX)

17.03.2021

Ölweiden – robuste Sträucher mit Charme und Nutzwert

Ölweiden sind robuste, sommer- oder immergrüne Sträucher, die mit attraktivem Blattwerk, duftenden Blüten und zahlreichen Scheinbeeren ein Blickfang für den Garten sind. In Zeiten des Klimawandels werden sie für immer mehr Gärtner interessant, weil sie Trockenheit gut vertragen. Darüber hinaus gibt es noch einige Gründe mehr, Ölweiden zu pflanzen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/oelweiden-robuste-straeucher-mit-charme-und-nutzwert)

](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/oelweiden-robuste-straeucher-mit-charme-und-nutzwert)

[ ![Der Myrrhenbaum ist "Arzneipflanze des Jahres 2021"](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/myrrhe_154924688l_istock.jpg.webp?h=926d89e9&itok=SEimo_7P)

05.03.2021

Der Myrrhenbaum ist "Arzneipflanze des Jahres 2021"

Gold, Weihrauch und Myrrhe waren die wertvollen Gaben, die die Weisen aus dem Morgenland der Bibel nach Jesus Christus darbrachten. Und so bringen die „Heiligen Drei Könige“ auch heute noch bei so manchem Krippenspiel diese kostbaren Geschenke als Königsgaben. Myrrhe und Weihrauch werden seit alters her für Heilmittel und als Kosmetika, wie zum Beispiel in Parfüms, verwendet. Der Myrrhenbaum ist jetzt Arzneipflanze des Jahres 2021 geworden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/der-myrrhenbaum-ist-arzneipflanze-des-jahres-2021)

](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/der-myrrhenbaum-ist-arzneipflanze-des-jahres-2021)

[ ![Arganöl: Der Arganbaum liefert das flüssige Gold Marokkos](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/arganbaum_470614602m_istock.jpg.webp?h=df1f1a57&itok=UBZvZoiu)

31.01.2018

Arganöl: Der Arganbaum liefert das flüssige Gold Marokkos

Marokko ist das einzige Land weltweit, in dem Arganöl produziert wird. Das Öl wird aus den Früchten des Arganbaums gewonnen. Der Baum, mit dem botanischen Namen Argania spinosa und dem deutschen Namen Arganie, auch als „Eisenholzbaum“ bezeichnet, gehört zu den ältesten Bäumen unserer Erde. Es wird vermutet, dass der Baum schon vor etwa 65 Millionen Jahren (einige Literaturangaben gehen von 80 Millionen Jahren aus) im Mittelmeerraum, in Nordafrika und Südeuropa verbreitet war. Heute ist das natürliche Vorkommen auf ein Gebiet im Südwesten Marokkos begrenzt. Das Gebiet ist 1998 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt worden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/arganoel-der-arganbaum-liefert-das-fluessige-gold-marokkos)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/arganoel-der-arganbaum-liefert-das-fluessige-gold-marokkos)

[ ![Datteln: Voller Zucker, trotzdem nicht ungesund](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2022-04/iStock-1145159809.jpg.webp?h=140710cd&itok=yOhXVNtz)

12.04.2022

Datteln: Voller Zucker, trotzdem nicht ungesund

Wer schon mal Datteln im Speckmantel gegessen hat, weiß wie süß die kleinen Früchte sind. Für uns sind sie meistens ein Snack für zwischendurch, für die Bewohner der Wüstenregionen aber ein wichtiger Energielieferant. Die Dattelpalmen wachsen sehr gut im heißen Klima, allerdings brauchen sie viel Wasser.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/datteln-voller-zucker-trotzdem-nicht-ungesund)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/datteln-voller-zucker-trotzdem-nicht-ungesund)

[ ![Oliven: die gesunden Früchte des Olivenbaums](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/oliven_51143635l_fotolia_free.jpg.webp?h=ccfd966b&itok=a0YOtXKF)

21.09.2021

Oliven: die gesunden Früchte des Olivenbaums

Wer kennt sie nicht, die sattgrünen oder pechschwarzen Oliven, die zu fast jedem mediterranen Gericht gereicht werden? Ob in Spanien, in Italien oder in Griechenland – Oliven gehören zu Tapas, Antipasti und griechischem Salat einfach dazu. Der Verzehr von eingemachten Oliven macht aber nur etwa 10 Prozent der Verwertung aus; 90 Prozent der Ernte werden zu Olivenöl gepresst. Bei diesem gibt es große Qualitätsunterschiede. Die Kultivierung von Olivenbäumen im Mittelmeerraum reicht 6000 Jahre zurück. Sorgen bereitet den Olivenbaum-Besitzern seit einigen Jahren ein Bakterium, das ganze Olivenhaine hinwegrafft.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/oliven-die-gesunden-fruechte-des-olivenbaums)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/oliven-die-gesunden-fruechte-des-olivenbaums)

[ ![Kichererbsen: Ein Hauch von Orient](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/kichererbsen_pdpics_pixabay.jpg.webp?h=1c9b88c9&itok=QjHIj3uG)

02.03.2021

Kichererbsen: Ein Hauch von Orient

Das Gemüse mit dem lustigen Namen ist ein Grundnahrungsmittel in vielen orientalischen und mediterranen Ländern. Bei uns hingegen wissen selbst Küchenprofis mit der Kichererbse nichts anzufangen. Dabei bieten die eiweißreichen Samen viele Möglichkeiten.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/kichererbsen-ein-hauch-von-orient)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/kichererbsen-ein-hauch-von-orient)
