# Portulak: seltenes Gemüse, aber häufiges Unkraut

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/portulak-seltenes-gemuese-aber-haeufiges-unkraut
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2017-03-28T11:14:16+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:26:31+00:00
- Published: true
- Topics: Lebensmittel / Ernährung, Biodiversität / Artenvielfalt, Nachhaltigkeit
- Teaser text: Portulak startet in deutschen Küchen momentan ein ganz vorsichtiges Comeback. Das Gemüse hinkt der Wildform jedoch weit hinterher, die weltweit zu den wichtigsten Unkräutern zählt. Die dickfleischigen Blätter und Stängel haben einen milden säuerlich-salzigen und nussartigen Geschmack. Nach der Ernte müssen sie innerhalb von wenigen Tagen verarbeitet werden, weil sie schnell austrocknen. Typisch ist der hohe Gehalt an wertvollen Omega 3-Fettsäuren.

## Content

© meine-ernte.de Gemüse, Gewürz und auch Unkraut: der Sommerportulak.

20.04.2017

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Schule &amp; Wissen ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen) Portulak: Seltenes Gemüse, Aber Häufiges Unkraut

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/sommerportulak_foto_meine-ernte.de__0.jpg.webp?h=33252b2e&itok=ghkqeRNx)

© meine-ernte.de

Gemüse, Gewürz und auch Unkraut: der Sommerportulak.

20.04.2017

# Portulak: seltenes Gemüse, aber häufiges Unkraut

## Jahrhundertelang vergessen, jetzt wieder sporadisch auf dem Teller

Portulak startet in deutschen Küchen momentan ein ganz vorsichtiges Comeback. Das Gemüse hinkt der Wildform jedoch weit hinterher, die weltweit zu den wichtigsten Unkräutern zählt. Die dickfleischigen Blätter und Stängel haben einen milden säuerlich-salzigen und nussartigen Geschmack. Nach der Ernte müssen sie innerhalb von wenigen Tagen verarbeitet werden, weil sie schnell austrocknen. Typisch ist der hohe Gehalt an wertvollen Omega 3-Fettsäuren.

[ ![Gemüse, Gewürz und auch Unkraut: der Sommerportulak.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/sommerportulak_foto_meine-ernte.de__0.jpg.webp?h=33252b2e&itok=XecfyhnX "Gemüse, Gewürz und auch Unkraut: der Sommerportulak.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/sommerportulak_foto_meine-ernte.de__0.jpg)© meine-ernte.de

Gemüse, Gewürz und auch Unkraut: der Sommerportulak.

[ ![Die Blätter und Stängel verleihen Salaten einen milden säuerlich-salzigen und nussartigen Geschmack.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/salat_foto_dlz.coc_.de__0.jpg.webp?h=459c5aba&itok=wUZpbaDD "Die Blätter und Stängel verleihen Salaten einen milden säuerlich-salzigen und nussartigen Geschmack.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/salat_foto_dlz.coc_.de__0.jpg)© dlz.coc.de

Die Blätter und Stängel verleihen Salaten einen milden säuerlich-salzigen und nussartigen Geschmack.

[ ![Winterportulak hat im Gegensatz zum Sommerportulak nur sehr geringe Wärmeansprüche.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/winterportulak_foto_ruehlemanns_0.jpg.webp?h=c8808067&itok=tijjIdis "Winterportulak hat im Gegensatz zum Sommerportulak nur sehr geringe Wärmeansprüche.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/winterportulak_foto_ruehlemanns_0.jpg)© Rühlemanns

Winterportulak hat im Gegensatz zum Sommerportulak nur sehr geringe Wärmeansprüche.

[ ![Eine Pflanze Sommerportulak kann bis zu 193 000 Samen hervorbringen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/samen_foto_basf.jpg.webp?h=5318a449&itok=DGWsvv8B "Eine Pflanze Sommerportulak kann bis zu 193 000 Samen hervorbringen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/samen_foto_basf.jpg)© BASF SE

Eine Pflanze Sommerportulak kann bis zu 193 000 Samen hervorbringen.

## Wissenswert

Portulak war bei uns im 19. und 20. Jahrhundert fast vollständig von der Bildfläche verschwunden. Mittlerweile gibt es ihn in sehr gut sortierten Geschäften und auf einigen Wochenmärkten wieder zu kaufen. Etwas beliebter ist die bis zu 40 Zentimeter hohe, krautige Pflanze bei unseren westlichen Nachbarn in Frankreich, Belgien und den Niederlanden. In Indien und im mittleren Osten ist sie hingegen sehr gefragt. Die Zubereitungsformen sind unterschiedlich. Eine bekannte Variante ist der holländische Portulak. Dabei werden die Blätter kleingehackt, in Butter gedünstet, gewürzt und mit Eigelb und Mehl gebunden. Etwas Figur-verträglicher ist die Verwendung als Salat, Rohkostbeilage oder Würzmittel in Dips und Suppen. Typisch für Portulak sind die Omega 3-Fettsäuren, die vor Herz- und Kreislaufkrankheiten schützen können. Der Gehalt übertrifft Spinat um das Fünffache und Blattsalat sogar um das Zwanzigfache. Außerdem werden Portulak antibakterielle und harntreibende Wirkungen nachgesagt. Allerdings sollten Menschen mit Rheuma, Nierensteinen oder Arthritis vorsichtig sein, weil die Blätter auch reichlich Oxalsäure enthalten.

Als Unkraut kommt wilder Portulak überwiegend in milderen und trockenen Regionen Deutschlands, wie zum Beispiel in der Pfalz, vor. Wenn die einjährigen Pflanzen im Garten aussamen, sind sie wegen ihrer widerstandsfähigen Samen sehr hartnäckig.

Die Blätter des Wärme liebenden Gemüseportulaks *(Portulaca oleracea)* ähneln denen des sogenannten Winterportulaks *(Claytona perfoliata)*, der auch als [Postelein](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/postelein-im-garten-anbauen) bezeichnet wird. Das kältetolerante Gemüse kann sich selbst in einem ungeheizten Gewächshaus über den Winter gut entwickeln und den Speiseplan bereichern.

## Herkunft und Ansprüche

Die Herkunft des Portulaks ist nicht geklärt, sie wird aber im Gebiet zwischen Vorderasien und dem Himalaya vermutet. Bereits vor mehreren tausend Jahren war die Kultur in Ägypten, Indien und Babylon bekannt. Portulak gehört ähnlich wie die Kakteen zu den sukkulenten Pflanzen, die viel Wasser in ihren Organen speichern. Mit seinen dickfleischigen Blättern kann er auch längere Trockenphasen überstehen. Um das Wachstum zu beschleunigen, sollten Gärtner aber auf einen feuchten Boden achten. Ansonsten mag er warme und sonnige Standorte mit lockeren und sandigen Böden.

## Anbau

Im Freiland wird das Saatgut ab Mitte Mai ausgesät und dabei lediglich angedrückt. Es sollte nicht mit Erde überdeckt werden, weil es ein Lichtkeimer ist. Bereits nach drei bis vier Wochen, im Gewächshaus nach 20 Tagen, ist das Gemüse erntereif. Den letzten Sommerportulak gibt es im Oktober. Winterportulak wird hingegen ab Oktober rund 1 Zentimeter tief in den Gewächshausboden gesät und ist nach rund acht Wochen erntereif. Seine Saison reicht bis in den April.

## Pflanzenschutz und Düngung

Portulak zählt zu den pflegeleichten Pflanzen. Bei feuchtkühler Witterung gilt es, auf Pilzkrankheiten und Schnecken zu achten. Die Nährstoffansprüche sind gering.

## Ernte und Lagerung

Blätter und Stängel werden oberhalb der untersten zwei Blätter abgeschnitten. Weil die Pflanze nachwächst, kann sie zwei bis vier Mal beerntet werden. Die Blütenknospen sollten regelmäßig entfernt werden. Bilden sich Blüten, bekommen die Pflanzen einen bitteren Geschmack. Die Knospen können übrigens als Kapernersatz verwendet werden. Frischen Portulak erkennt man an den saftig glänzenden Blättern und an den feuchten Schnittflächen am Stängelende. Er lässt sich ähnlich wie Feldsalat nur kurz, also rund zwei Tage im Kühlschrank lagern. Bei 0 bis 1 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit sind es maximal drei bis fünf Tage.

## Zahlen

Zum Portulak-Anbau und -Verzehr in Deutschland liegen keine Statistiken vor.

## Weitere Beiträge

[ ![Gartenmelde: Früher Gemüse, jetzt Unkraut](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2025-04/iStock-1404718720.jpg.webp?h=140710cd&itok=O95OvdY4)

08.04.2025

Gartenmelde: Früher Gemüse, jetzt Unkraut

Schon ab Ende April könnte mit der Gartenmelde frisches regionales Gemüse auf den Tisch kommen. Doch nur wenige kennen die wohlschmeckende Pflanze, die schon lange aus den Gärten verschwunden ist. Stattdessen hat sie als hartnäckiges Unkraut im Ackerbau einen zweifelhaften Ruf.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/gartenmelde-frueher-gemuese-jetzt-unkraut)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/gartenmelde-frueher-gemuese-jetzt-unkraut)

[ ![Schwarzwurzeln: wie Spargel, nur anders](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/schwarzwurzeln_123062715m_fotolia.jpg.webp?h=16a6d817&itok=ijLI6s0V)

10.01.2017

Schwarzwurzeln: wie Spargel, nur anders

Von Oktober bis April hat die Schwarzwurzel Saison. Die im geschälten Zustand weißen Stangen werden deswegen „Winterspargel“ genannt. Ihre Liebhaber mögen den charakteristischen süßlich-nussigen Geschmack. Weniger schön ist der Milchsaft, der bei der Bearbeitung austritt und die Hände dunkel verfärbt. Die Kultur wird überwiegend in Belgien, den Niederlanden und Frankreich angebaut. Wer sie selbst im Garten aussäen möchte, braucht tiefgründigen Boden und sollte auf Befall mit Falschem Mehltau achten.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/schwarzwurzeln-wie-spargel-nur-anders)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/schwarzwurzeln-wie-spargel-nur-anders)

[ ![Rucola – mild oder lieber scharf?](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/salat_foto_wiedenau.jpg.webp?h=4d1bc037&itok=VwrHJoPy)

03.08.2016

Rucola – mild oder lieber scharf?

Die Rauke fristete bei uns lange ein Schattendasein. Mit dem steigenden Beliebtheitsgrad der mediterranen Küche und ihrem „neuen“ italienischen Namen Rucola hat sich das geändert. Als Salat, auf Pizza oder in Pesto kommt die bereits von unseren Vorfahren im Mittelalter geschätzte Pflanze wieder an. Für den charakteristischen Geschmack sind die enthaltenen Senföle verantwortlich. Hobbygärtner sollten sich vor dem Erdfloh in Acht nehmen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/rucola-mild-oder-lieber-scharf)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/rucola-mild-oder-lieber-scharf)

[ ![Feldsalat: Nach der Ernte muss es schnell gehen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/feldsalat_foto_w.r.wagner_pixelio.de_.jpg.webp?h=be8431ba&itok=aYj-30DX)

18.01.2016

Feldsalat: Nach der Ernte muss es schnell gehen

Er verträgt zwar Frost auf dem Feld, aber keinen Gefrierschrank. Feldsalat muss möglichst frisch auf den Tisch. Dann kann er mit seinem feinherb-nussigen Geschmack und seinen hochkonzentrierten Vitaminen und Mineralstoffen punkten. Aus dem ursprünglichen Wintergemüse ist ein Ganzjahresgemüse geworden. Es wächst im Freiland oder im Gewächshaus und braucht nur wenig Dünger. Allerdings müssen Gärtner auf Krankheiten wie Falscher Mehltau achten.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/feldsalat-nach-der-ernte-muss-es-schnell-gehen)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/feldsalat-nach-der-ernte-muss-es-schnell-gehen)
