# Mischanbau von Mais mit Bohnen

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- Language: de
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- Created: 2021-11-03T16:35:49+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
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- Topics: Landwirtschaft
- Teaser text: Alles kommt irgendwann einmal wieder. Nicht nur Minirock und Plateauschuhe. Auch in der modernen Landwirtschaft werden viele Dinge wiederentdeckt, die es schon seit vielen Jahrhunderten gibt. In Südamerika, der Region, aus der der Mais stammt, bauen indigene Stämme wie die Maya schon seit vielen Jahrhunderten Mais in Mischkultur mit Bohnen und Kürbis im sogenannten „Milpa-System“ an, auch „Die drei Schwestern“ genannt, und nutzen dabei vielfältige Synergieeffekte. Bei uns ist der Mischanbau von Mais mit Stangenbohnen oder Ackerbohnen seit einigen Jahren im Kommen und passt in die aktuelle Diskussion um Nachhaltigkeit und Biodiversität.

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© hapo/Landpixel Mais-Mischkulturen werden bei Landwirten zunehmend beliebt.

04.11.2021

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© hapo/Landpixel

Mais-Mischkulturen werden bei Landwirten zunehmend beliebt.

04.11.2021

# Mischanbau von Mais mit Bohnen

## Hohe Leistung, Biodiversität und Stickstoffbindung in einem

Alles kommt irgendwann einmal wieder. Nicht nur Minirock und Plateauschuhe. Auch in der modernen Landwirtschaft werden viele Dinge wiederentdeckt, die es schon seit vielen Jahrhunderten gibt. In Südamerika, der Region, aus der der Mais stammt, bauen indigene Stämme wie die Maya schon seit vielen Jahrhunderten Mais in Mischkultur mit Bohnen und Kürbis im sogenannten „Milpa-System“ an, auch „Die drei Schwestern“ genannt, und nutzen dabei vielfältige Synergieeffekte. Bei uns ist der Mischanbau von Mais mit Stangenbohnen oder Ackerbohnen seit einigen Jahren im Kommen und passt in die aktuelle Diskussion um Nachhaltigkeit und Biodiversität.

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Mais-Mischkulturen werden bei Landwirten zunehmend beliebt.

[ ![Der Mais bietet der Bohne Halt, die Bohne fixiert Stickstoff und bringt Protein in die Silage.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lpx177344_.jpg.webp?h=3e068081&itok=GWJ9sBaF "Der Mais bietet der Bohne Halt, die Bohne fixiert Stickstoff und bringt Protein in die Silage.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lpx177344_.jpg)© hapo/Landpixel

Der Mais bietet der Bohne Halt, die Bohne fixiert Stickstoff und bringt Protein in die Silage.

Mais und Bohne sind ideale Partner, wenn es darum geht, eine hohe Grünmasse zu erzeugen, die Artenvielfalt auf dem Acker und das Nahrungsangebot für Insekten zu erhöhen und gleichzeitig noch den wertvollen Nährstoff Stickstoff im Boden zu binden. Das wussten die Inka, Maya und Azteken vielleicht in Gänze noch nicht, wohl aber zeigte ihnen die Erfahrung, dass sich Mais und Bohnen prima ergänzen. Seit mehr als 2000 Jahren wurden diese daher in Peru und Mexiko auf den gemeinsamen Mischanbau wechselseitig selektiert. Die indigenen Völker nahmen damals eine „Koppelnutzung“ vor, die heute wieder angesagt ist. Unter einer Koppelnutzung wird die Nutzung eines Nebenprodukts neben einem Hauptprodukt verstanden. Zum Beispiel Mais mit dem Hauptprodukt Körner als Nahrung für die Menschen und das Nebenprodukt Restpflanze als Futter für die Wiederkäuer.

## Vorteile von Mischkulturen werden neu entdeckt

Während im Garten diese alte Mischkultur noch bekannt ist, ist sie im landwirtschaftlichen Anbau völlig in Vergessenheit geraten. Im modernen Maisanbau in unseren Breitengraden steht der Mais solo in Reihenkultur. Unkraut ist für den Mais ein Konkurrent, der entweder durch Hacken oder chemischen Pflanzenschutz kontrolliert werden muss. Steht dort aber die Stangen- oder Ackerbohne, dann ist sie eine wertvolle Partnerin, die sogar noch einen Zusatznutzen, nämlich die Stickstofffixierung, mitbringt. Daher gilt es heute, wieder die richtigen Mischungspartner im Ackerbau füreinander herauszufinden.

## Nachwachsender Energierohstoff oder Nahrung für Mensch und Tier

Seit einigen Jahren werden deshalb wieder Züchtungsbestrebungen vorgenommen und Anbauversuche angestellt, die diese altbekannten Partner wieder zusammenbringen. Bei uns wächst meist die [Ackerbohne](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/die-ackerbohne-bekannt-und-auch-verkannt) neben dem Silomais auf dem Acker. Sie werden zusammen gehäckselt, siliert und wandern als Substrat in die Biogasanlage. In Österreich, genauer gesagt in der Steiermark, gibt es eine andere Besonderheit: den Körnermais/Käferbohnen-Mischanbau. Beide Kulturen werden zusammen gedrillt und im Herbst zusammen gedroschen. Danach lässt man das Gemenge über ein Sieb laufen, wo die größeren Bohnen durch ein Sieb von den kleineren Maiskörnern getrennt werden. Der Mais wandert in den Futtertrog, die Bohne geht in die menschliche Nahrungskette.

## Der Mais bringt die Kohlenhydrate, die Bohne das Protein

Auch die Silage aus Mais mit Ackerbohnen kann in der Tierernährung verwendet werden. Wird sie in der Rinderfütterung eingesetzt, müssen die Bohnen niedrige Phasin-Gehalte *(Phasin ist ein Inhaltsstoff von Bohnen, der sie im rohen Zustand giftig macht. Beim Kochen wird Phasin zerstört)* haben. Diese Anbaustrategie ermöglicht die Nutzung heimischer Proteinquellen. Landwirte erfüllen damit politische Vorgaben zur Anbaudiversifizierung und erhöhen damit die Artenvielfalt auf dem Feld. Bohnen haben für Bienen und Hummeln attraktive Blüten und bieten diesen eine weitere Nahrungsquelle in der Agrarlandschaft. Als Leguminose tragen Bohnen zu einer Reduzierung der Stickstoffdüngung bei.

## Gegenseitige Eignung wieder „rückzüchten“

Damit dieser Ansatz einer Mischkultur mit vielen Vorteilen erfolgreich wird, müssen in Zukunft wieder vermehrte züchterische Anstrengungen zur beiderseitigen Eignung der Mischungspartner unternommen werden. Die Jahrtausend Jahre alte wechselseitige Anpassung ist nämlich in der modernen Züchtung zum Teil verlorengegangen: Viele moderne Maissorten sind nicht standfest genug, die zusätzliche Last von Stangenbohnen zu tragen, oder sie bekommen Stängelfäule, weil das Mikroklima im Mischanbau feuchter ist. Moderne, für den gärtnerischen Anbau gezüchtete Stangenbohnen eignen sich ebenfalls oft nicht mehr für den Mischanbau, weil sie auf Frühreife und geringe Blattmasse gezüchtet sind, damit das Pflücken der Bohnen leichter geht. Diese Sorten haben aber zu wenig Biomasse für die Nutzung in der Biogasanlage. Bohnen, die im landwirtschaftlichen Anbau gemeinsam mit dem Mais ausgesät werden sollen, müssen eine größere Kältetoleranz mitbringen als die später gesäten Gartenbohnen. Es gibt also noch einiges zu forschen und auch wieder „rückzuzüchten“.

## Weitere Beiträge

[ ![Popcorn ist nur die Spitze des „Maisbergs“](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/maiskolben_57075322l_fotolia_free.jpg.webp?h=ccfd966b&itok=aEI9Gur9)

14.10.2021

Popcorn ist nur die Spitze des „Maisbergs“

Ein Kinobesuch wird für viele erst mit einer Tüte Popcorn zu einem runden Erlebnis. Für einen Filmabend zuhause kann man aber selbst mit Pfanne oder Mikrowelle den fluffigen Snack zubereiten. Wichtig dafür ist Popcornmais. Die meisten hierzulande angebauten Maissorten sind dafür ungeeignet. Über die Sortenvielfalt und Verwendungsmöglichkeiten der wichtigen Pflanze könnte man viele Bücher füllen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/popcorn-ist-nur-die-spitze-des-maisbergs)

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[ ![Die Ackerbohne - bekannt und auch verkannt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/ackerbohne_as.jpg.webp?h=59ec57a7&itok=IrhTBhtr)

27.01.2016

Die Ackerbohne - bekannt und auch verkannt

Saubohne, Schweinsbohne, Pferdebohne, Viehbohne lassen es erahnen: Die Ackerbohne ist ein gutes Futter für unsere Nutztiere. Sie ist aber auch unter den Namen Favabohne, Faberbohne, Dicke Bohne, Große Bohne oder Puffbohne in der menschlichen Ernährung bekannt. Und um die Verwirrung komplett zu machen: Genaugenommen ist die Ackerbohne gar keine Bohne, sondern eine Wicke.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/die-ackerbohne-bekannt-und-auch-verkannt)

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[ ![Buschbohnen und Stangenbohnen im heimischen Garten ziehen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/feuerbohnen_67383976m_fotolia.jpg.webp?h=5fa3854b&itok=3bhfYLB6)

09.07.2015

Buschbohnen und Stangenbohnen im heimischen Garten ziehen

Was haben die mexikanischen Frijoles, die serbische Pasulj-Suppe und das brasilianische Tutu mineiro mit dem norddeutschen „Beer'n, Bohn un Speck“ gemeinsam? Es sind alles leckere Bohnengerichte. Die Gartenbohne, mit dem Fachnamen auch Phaseolus vulgaris L. genannt, wird in vielen Ländern auf der Welt für den Markt angebaut.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/buschbohnen-und-stangenbohnen-im-heimischen-garten-ziehen)

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[ ![Warum poppt der Mais?](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/popcorn_95117470m_fotolia.jpg.webp?h=16a6d817&itok=dJ70hJ02)

06.08.2018

Warum poppt der Mais?

Popcorn ist ein beliebter Snack, vor allem beim Kinobesuch. Damit die Maiskörner aufpoppen, müssen sie bestimmte Eigenschaften aufweisen. Dies ist nur bei Puffmaissorten der Fall. Neben der bekannten goldgelben Sorte „Golden Butter“ gibt es Puffmais in den verschiedensten Farben. Eines ist jedoch immer gleich: Das Popcorn selbst ist weiß. Das wussten schon die Ureinwohner Amerikas, die das Popcorn erfunden haben.

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