# Investitionen in gesundes Getreide

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/investitionen-gesundes-getreide
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2019-05-27T12:32:19+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Landwirtschaft
- Teaser text: Gesundes Getreide ist die Voraussetzung für gute Ernten. Aber auch für gesunde Nahrungsmittel. Am Beispiel unseres in Teil 1 bereits erwähnten Ackerbauern wird deutlich, dass das kein Selbstläufer ist. Mit Kilometern, Simulationsmodellen, unempfindlichen Sorten und gezielten Bekämpfungsmaßnahmen investiert er in Ertrag und Qualität.

## Content

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lupe_foto_wiedenau.jpg.webp?h=08b866d1&itok=-3WLn4J8)

© Matthias Wiedenau

Oft zeigt sich erst bei genauer Betrachtung der Blätter, ob Blattverfärbungen von Schaderregern oder Witterungsstress ausgelöst werden.

11.06.2019

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Schule &amp; Wissen ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen) Investitionen In Gesundes Getreide

## Serie: Das Jahr im Leben eines Landwirts – Teil 2 : Pilzkrankheiten im Getreide

Gesundes Getreide ist die Voraussetzung für gute Ernten. Aber auch für gesunde Nahrungsmittel. Am Beispiel unseres in [Teil 1](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/der-erste-duenger-starthilfe-fuers-getreide) bereits erwähnten Ackerbauern wird deutlich, dass das kein Selbstläufer ist. Mit Kilometern, Simulationsmodellen, unempfindlichen Sorten und gezielten Bekämpfungsmaßnahmen investiert er in Ertrag und Qualität.

[ ![Oft zeigt sich erst bei genauer Betrachtung der Blätter, ob Blattverfärbungen von Schaderregern oder Witterungsstress ausgelöst werden.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lupe_foto_wiedenau.jpg.webp?h=08b866d1&itok=LTVRpaWG "Oft zeigt sich erst bei genauer Betrachtung der Blätter, ob Blattverfärbungen von Schaderregern oder Witterungsstress ausgelöst werden.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lupe_foto_wiedenau.jpg)© Matthias Wiedenau

Oft zeigt sich erst bei genauer Betrachtung der Blätter, ob Blattverfärbungen von Schaderregern oder Witterungsstress ausgelöst werden.

[ ![Dieses Prognosemodell zeigt die Infektionstermine für Pilzkrankheiten im Weizen an.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/modell_quelle_isip.de_.jpg.webp?h=d0e21f47&itok=XXOYg7LA "Dieses Prognosemodell zeigt die Infektionstermine für Pilzkrankheiten im Weizen an.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/modell_quelle_isip.de_.jpg)© isip.de

Dieses Prognosemodell zeigt die Infektionstermine für Pilzkrankheiten im Weizen an.

## Grüne Blattfläche füllt Körner

Spätestens wenn die letzten drei Blätter des Getreides erscheinen, hat der Schutz vor Pilzkrankheiten allerhöchste Priorität. Denn diese Blätter entscheiden mit ihrer Photosyntheseleistung über die Erntemenge. Erkranken sie zum Beispiel an [Gelbrost](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/gelbrost-gefahr-im-getreide), Braunrost, Netzflecken, Mehltau oder Septoria, sinken die Erträge um bis zu 50 Prozent. Die später erscheinenden Ähren können von Fusarienpilzen befallen werden. Deren giftige Stoffwechselprodukte machen die Körner zu Sondermüll.

Der Landwirt muss also Vorsorge treffen. Unter anderem durch gesunde Sorten und eine ausgewogene Pflanzenernährung. Doch das reicht in aller Regel nicht. Er legt von März bis Juni viele Kilometer auf seinen Feldern zurück, um mit Lupe, Sachkunde und Erfahrung seine Getreidepflanzen zu begutachten. Entdeckt er Krankheiten in bekämpfungswürdigem Umfang, sucht er ein passendes Fungizid gegen die Krankheit aus. Manche Krankheiten wie Septoria haben eine mehrwöchige Infektionszeit. Wenn die Symptome sichtbar werden, ist es für eine Bekämpfung eigentlich schon zu spät. Deswegen muss der Landwirt möglichst zeitnah zum Infektionszeitpunkt handeln. Das sind besonders Dauerregen-Wetterlagen, die für langanhaltende Blattbenetzungen sorgen.

## Witterung bestimmt Krankheitsentwicklung

Die Frühjahrswitterung 2019 hat im Winterweizen besonders Gelbrost gefördert. Der Landwirt musste seine Pflanzen bereits Ende April erstmalig behandeln. Die Schutzwirkung hält bis zu vier Wochen an. Deshalb war Ende Mai die Anschlussspritzung erforderlich. Dabei setzte er andere Wirkstoffe als zuvor ein, um der Resistenzentwicklung bei den Schaderregern vorzubeugen.

Seit einigen Jahren nutzt der Ackerbauer im Rheinland zusätzlich Simulationsprogramme. Darin bekommt er auf seinem Smartphone angezeigt, wann günstige Infektionsbedingungen für die verschiedenen Krankheiten herrschen. Spätestens wenn im Programm an mehreren Tagen hintereinander rote Kästchen leuchten, kontrolliert er die eigenen Bestände sehr genau oder wendet wie im Fall der Septoria passende Mittel an. Auch weil die Kosten für die Pflanzenschutzmittel in normalen Jahren etwa 10 Prozent des Ernteerlöses aufzehren, setzt der Landwirt die Mittel sehr gezielt und am Bedarf orientiert ein.

## Weitere Beiträge

[ ![Mit "FungiDetect" Getreideernten sichern](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/dsci0020_atb_potsdam_-_kopie.jpg.webp?h=a44732c5&itok=PlZz_xrC)

07.08.2017

Mit "FungiDetect" Getreideernten sichern

Gelbrost (Puccinia striiformis) ist eine der gefährlichsten Getreidekrankheiten und schmälert die Erträge enorm. Damit könnte bald Schluss sein. Im Sommer 2016 startete am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) das dreijährige Projekt „Sensorgestützte Online-Detektion von Krankheiten im Getreide – FungiDetect“. Die Forscher entwickeln dort ein neues Sensorsystem, das Pilzkrankheiten im Getreide – speziell Gelbrost – in einem sehr frühen Stadium erkennen soll. So könnten die Landwirte zukünftig nur befallene Getreidepartien gezielt mit Pflanzenschutzmitteln behandeln.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/mit-fungidetect-getreideernten-sichern)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/mit-fungidetect-getreideernten-sichern)

[ ![Braune Weizenblätter – ein Schadbild kann viele Ursachen haben](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/septoria_tritici_in_weizen_h_00005290_agrarpress.jpg.webp?h=19ad3fdd&itok=pIZEmNbU)

14.04.2015

Braune Weizenblätter – ein Schadbild kann viele Ursachen haben

Im Frühjahr werden Getreidebauern zu Pflanzenärzten. Es gilt die Bestände gesund zu erhalten. Viele Krankheiten können den Weizen befallen, so auch die Blattdürre. Die Blätter werden braun und sterben ab. Das Besondere daran ist, dass fünf verschiedene Pilze als Ursache in Frage kommen. Wer die ersten Infektionen und Symptome nicht erkennt und nicht umgehend (be-)handelt, muss oft schon mit erheblichen Einbußen rechnen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/braune-weizenblaetter-ein-schadbild-kann-viele-ursachen-haben)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/braune-weizenblaetter-ein-schadbild-kann-viele-ursachen-haben)

[ ![Dauerhafte Resistenz: einem schützenden Gen auf der Spur ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/braunrost-an-weizen-verursacht-durch-puccinia-triticina.jpeg.webp?h=2a479378&itok=A-uSlul7)

25.06.2010

Dauerhafte Resistenz: einem schützenden Gen auf der Spur

Seit über 50 Jahren schützt ein Gen in bestimmten Weizensorten die Pflanzen dauerhaft vor pilzlichen Erkrankungen wie Braunrost, Gelbrost, Schwarzrost und Mehltau. Das ist bemerkenswert, denn normalerweise überwinden Krankheitserreger bereits nach wenigen Jahren die Resistenz neuer Sorten. Sie sind damit schneller als die bis zu 20 Jahre dauernde Züchtung. Das Ausnahme-Gen trägt die Bezeichnung Lr34. Es wurde in verschiedene Weizensorten eingekreuzt, die in Entwicklungsländern bereits auf mehr als 26 Millionen Hektar angebaut werden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/dauerhafte-resistenz-einem-schuetzenden-gen-auf-der-spur)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/dauerhafte-resistenz-einem-schuetzenden-gen-auf-der-spur)

[ ![Getreideernte 2018: Zwischen Durchschnitt und Desaster](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/maehdrescher_foto_matthias_wiedenau.jpg.webp?h=c27525c5&itok=3gTNALAq)

29.08.2018

Getreideernte 2018: Zwischen Durchschnitt und Desaster

Früh, schnell und unterdurchschnittlich, aber regional sehr verschieden – so kann man kurz und knapp die diesjährige Getreideernte beschreiben. Statt voller, runder Körner ernteten die Landwirte verbreitet nur schrumpeliges Schmachtkorn.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/getreideernte-2018-zwischen-durchschnitt-und-desaster)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/getreideernte-2018-zwischen-durchschnitt-und-desaster)
