# Heidelbeeren aus Deutschland

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- Topics: Lebensmittel / Ernährung
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© Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee Heidelbeeren sind in Deutschland ab Ende Juni reif und haben dann bis in den September hinein Saison.

04.07.2019

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© Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee

Heidelbeeren sind in Deutschland ab Ende Juni reif und haben dann bis in den September hinein Saison.

04.07.2019

# Heidelbeeren aus Deutschland

## Anbau und Verzehr steigen

Blaubeeren, Bickbeeren, Schwarzbeere oder Heubeere werden sie regional auch genannt: die Rede ist von Heidelbeeren. Gut 550 000 Tonnen (Stand: 2016) werden weltweit geerntet und verarbeitet. Die USA nehmen dabei mit Abstand die erste Position ein, gefolgt von Kanada, Mexiko, Polen, Deutschland und Frankreich. Der Verzehr von Kulturheidelbeeren steigt seit Jahren kontinuierlich, die deutschen Heidelbeer-Anbauer können allerdings die Nachfrage nach den blauen Beeren nicht befriedigen.

[ ![Heidelbeeren sind in Deutschland ab Ende Juni reif und haben dann bis in den September hinein Saison.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/img_0025.jpg.webp?h=826658a1&itok=AYy7_EKj "Heidelbeeren sind in Deutschland ab Ende Juni reif und haben dann bis in den September hinein Saison.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/img_0025.jpg)© Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee

Heidelbeeren sind in Deutschland ab Ende Juni reif und haben dann bis in den September hinein Saison.

[ ![Es gibt mehr als 100 Sorten und Hybriden von Kulturheidelbeeren. Ein Strauch braucht ca. zehn Jahre bis er seine Endgröße von 2 Metern erreicht und einen Ertrag zwischen 5 und 10 Kilogramm Beeren bringt.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/erwerbsmaessiger_anbau_img_0010_kob-bavendorf.jpg.webp?h=a2b7f8c1&itok=DC942r1S "Es gibt mehr als 100 Sorten und Hybriden von Kulturheidelbeeren. Ein Strauch braucht ca. zehn Jahre bis er seine Endgröße von 2 Metern erreicht und einen Ertrag zwischen 5 und 10 Kilogramm Beeren bringt.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/erwerbsmaessiger_anbau_img_0010_kob-bavendorf.jpg)© Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee

Es gibt mehr als 100 Sorten und Hybriden von Kulturheidelbeeren. Ein Strauch braucht ca. zehn Jahre bis er seine Endgröße von 2 Metern erreicht und einen Ertrag zwischen 5 und 10 Kilogramm Beeren bringt.

[ ![Kulturheidelbeeren werden in Handarbeit gepflückt, meistens von Saisonarbeitskräften oder sie werden zum Selbstpflücken angeboten.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/heidelbeeren_pfluecken_503790056m_istock.jpg.webp?h=140710cd&itok=nxDU5OTV "Kulturheidelbeeren werden in Handarbeit gepflückt, meistens von Saisonarbeitskräften oder sie werden zum Selbstpflücken angeboten.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/heidelbeeren_pfluecken_503790056m_istock.jpg)© istock

Kulturheidelbeeren werden in Handarbeit gepflückt, meistens von Saisonarbeitskräften oder sie werden zum Selbstpflücken angeboten.

[ ![Heidelbeeren mögen den Halbschatten in den Kiefernwäldern Norddeutschlands oder in den Gebirgs-Fichtenwäldern Süddeutschlands.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/heidelbeeren_im_wald_1067795750m_istock.jpg.webp?h=140710cd&itok=Pij3C54a "Heidelbeeren mögen den Halbschatten in den Kiefernwäldern Norddeutschlands oder in den Gebirgs-Fichtenwäldern Süddeutschlands.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/heidelbeeren_im_wald_1067795750m_istock.jpg)© istock

Heidelbeeren mögen den Halbschatten in den Kiefernwäldern Norddeutschlands oder in den Gebirgs-Fichtenwäldern Süddeutschlands.

[ ![Waldheidelbeeren sind aromatischer als Kulturheidelbeeren und werden meist mit einem Beerenkamm geerntet.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/heidelbeeren_pfluecken_1067795888m_istock.jpg.webp?h=140710cd&itok=GjSQB4VK "Waldheidelbeeren sind aromatischer als Kulturheidelbeeren und werden meist mit einem Beerenkamm geerntet.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/heidelbeeren_pfluecken_1067795888m_istock.jpg)© istock

Waldheidelbeeren sind aromatischer als Kulturheidelbeeren und werden meist mit einem Beerenkamm geerntet.

[ ![Heidelbeeren sind wahre Vitaminspender und schmecken in Desserts, in Pfannkuchen, Eis oder als Konfitüre.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/heidelbeeerkonfituere_175937322m_istock.jpg.webp?h=df1f1a57&itok=XsdDl4F9 "Heidelbeeren sind wahre Vitaminspender und schmecken in Desserts, in Pfannkuchen, Eis oder als Konfitüre.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/heidelbeeerkonfituere_175937322m_istock.jpg)© istock

Heidelbeeren sind wahre Vitaminspender und schmecken in Desserts, in Pfannkuchen, Eis oder als Konfitüre.

Die Waldheidelbeere *(Vaccinium myrtillus)* ist eine Art aus der Gattung der Heidelbeeren *(Vaccinium)*, zu denen auch [Cranberries](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/wissenswertes-ueber-cranberries) oder Preiselbeere gehören. Heidelbeeren gehören wiederum zur Familie der Heidekrautgewächse *(Ericaceae),* zu denen zum Beispiel auch die Besenheide und der Rhododendron gehören. Insgesamt sind über 400 Arten an Heidelbeeren bekannt.

## Saison von Juni bis September

Heidelbeeren sind in Deutschland ab Ende Juni reif und haben dann bis in den September hinein Saison. Sie wachsen als krautige Bodenbedecker in feuchten Moorwiesen und lichten Moorwäldern und mögen den Halbschatten in den Kiefernwäldern Norddeutschlands oder in den Gebirgs-Fichtenwäldern Süddeutschlands. Waldheidelbeeren sind wesentlich aromatischer als die Kulturheidelbeeren, die es direkt beim Anbauer, auf Wochenmärkten und an Beerenständen sowie im Supermarkt gibt. Die Kulturheidelbeeren stammen nicht von unserer heimischen Waldheidelbeere ab, sondern von einer Untergattung der amerikanischen Heidelbeere *(Vaccinium corymbosum)*. Im Gegensatz zur „wilden Verwandten“ haben sie weniger rot färbenden Anthozyane, die Finger, Lippen und Zunge blaurot färben, der Genuss bleibt somit beim direkten Verzehr unsichtbar. Auch der Anteil der für die Darmgesundheit wichtigen Gerbstoffe ist bei den Waldheidelbeeren wesentlich höher, dafür sind die Kulturheidelbeeren süßer als die Waldheidelbeeren.

## Mehr als 100 Sorten bei den Kulturheidelbeeren

Heute gibt es mehr als 100 Sorten und Hybriden von Kulturheidelbeeren. Ganz frühe Sorten sind vereinzelt schon ab Ende Mai erhältlich, späte Sorten gehen bis in den Oktober hinein. Nach Deutschland gebracht wurden sie vor 100 Jahren durch den deutschen Botaniker Dr. Wilhelm Heermann aus Rinteln/Weser. Er testete in den 1920er Jahren, welche der amerikanischen Heidelbeerzüchtungen sich für den Anbau in Deutschland eignen. Die Anzucht der Heidelbeersträucher in den Plantagen braucht seine Zeit. Gut zehn Jahre dauert es, bis ein Strauch seine Endgröße von bis zu 2 Metern erreicht und in seinen vollen Ertrag zwischen 5 und 10 Kilogramm Beeren bringt. Etwa 8 bis 10 Tonnen werden dann pro Hektar geerntet. Für Krankheiten und Schädlinge sind Heidelbeeren relativ wenig anfällig. Vereinzelt kann ihnen aber der Botrytis-Pilz Probleme bereiten, was zum Zweigsterben führt, oder die Monilia-Pilze, die Fruchtfäule und Spitzendürre hervorrufen, oder der Colletotrichum-Pilz, der zu [Anthraknose](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/der-anthraknose-vorbeugen) führt, die die Beeren unverkäuflich macht. Blattläuse, Frostspanner und Dickmaulrüssler können Fraßschäden verursachen.

## Kulturheidelbeeren machen ein Drittel des Beerenverzehrs aus

Bekannte Heidelbeer-Anbaugebiete in Deutschland sind die Lüneburger Heide und die Gegend um Oldenburg in Niedersachsen, die sandigen Regionen in Brandenburg sowie Mittelbaden. Beeren liegen im Trend, der Verzehr von Heidelbeeren wie auch anderer Beeren steigt. Die Kulturheidelbeere nimmt mit einem Anteil von 34 Prozent (Stand: 2017) einen großen Teil ein. Sie ist die mit Abstand bedeutendste Strauchbeere in Deutschland. Die Heidelbeer-Anbaufläche betrug 2017 knapp 2850 Hektar, 2008 lag sie noch bei 1400 Hektar. Deutsche Verbraucher kauften 2017 laut Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft (AMI) 43 Prozent mehr Heidelbeeren als 2016. Bei einer Auswertung des Werbematerials von Supermärkten stellte die AMI von 2010 bis 2017 eine Verdreifachung bei Heidelbeeren fest.

## Pflücken von Hand

In Regionen in denen die Waldheidelbeere traditionell vorkommt, wird sie oft mit dem Beerenkamm mit einem Kasten, dem Raffel oder Riffel, geerntet, denn Waldheidelbeeren sind so klein, dass es zum Pflücken nennenswerter Mengen viel Geduld braucht. Diese Methode hat den Nachteil, dass auch Blätter und unreife Beeren mitgeerntet werden. Kulturheidelbeeren werden dagegen nach wie vor in Handarbeit gepflückt. Die Heidelbeeranbauer werden dabei von Saisonarbeitskräften aus Deutschland und anderen europäischen Ländern, meist Polen, Bulgarien oder Rumänien unterstützt, aber auch das Selbstpflücken für den eigenen Bedarf ist möglich. Ein großer Vorteil der Kulturheidelbeeren beim Selbstpflücken ist ihre Größe, das Sammeln geht wesentlich schneller als bei Waldheidelbeeren. Es kommt darauf an, die Früchte zum richtigen Zeitpunkt zu ernten, da sie nach der Ernte im Haushalt nicht lange lagerfähig sind. Unter CA-Bedingungen (Controlled Atmosphere) können sie bei den Produzenten oder Händlern bis zu sechs Wochen gelagert werden, bevor sie weiterverarbeitet werden. Deutsche Heidelbeeren bekommen Verbraucher im Sommer von Ende Juni bis September, in den Wintermonaten wie im Februar kommen die Heidelbeeren im Supermarkt meist aus südamerikanischen Ländern wie Peru, Chile oder Argentinien.

## Gesunde Vitaminspender

Essen kann man Heidelbeeren pur, gezuckert mit Sahne, als Kompott in Desserts, als Konfitüre, (Pfann)Kuchen, Eis oder als Konserve im Glas oder eingefroren. Heidelbeeren sind wahre Vitamin- und Mineralbomben: Sie enthalten hohe Anteile an Kalzium, Magnesium und Eisen sowie die Vitamine A, B1, B2 und Niacin. Durch ihren hohen Anteil an Antioxidantien wird ihnen eine Wirkung bei der Senkung des Krebsrisikos nachgesagt.

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05.09.2014

Süße Beeren lieben es sauer

Mitten im Sommer haben sie Saison, die Heidelbeeren. Die kleinen, blauen Früchte mauserten sich in den vergangenen Jahren in Deutschland zu einem überaus beliebten Obst. Auf den Tisch kommen vor allem die Kulturheidelbeeren. Die Beeren gelangten von Nordamerika zum deutschen Verbraucher. Sie stammen nicht von den in Europa heimischen Heidelbeeren, Blau- oder Waldheidelbeeren ab, sondern werden seit 1909 in Nordamerika aus amerikanischen Wildsorten gezüchtet.

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10.08.2017

Hmm, Himbeeren – Eine süße Nascherei

Ob pur, zum Eis oder in Smoothies – Himbeeren schmecken köstlich und sind gesund. Die Pflanzen sind anspruchslos, pflegeleicht und daher der Liebling vieler Hobbygärtner. Allerdings sind die Sommerhimbeeren deutlich anfälliger für Schädlinge und Krankheiten als die Herbsthimbeeren. Der Himbeerkäfer ist ein besonders unappetitlicher Gast in den frühen Sorten.

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08.06.2018

Johannisbeeren im Garten

Ribes auf lateinisch, Ribiseln in Bayern und Österreich, Ahlbeere in Norddeutschland, Träuble in Schwaben und Trübeli in der Schweiz – so werden die Johannisbeeren genannt. Es gibt sie in rot (Ribes rubrum), schwarz (Ribes nigrum) und weiß (Ribes sativum), und auch die Stachelbeere (Ribes uvacrispa) gehört zu dieser Pflanzengattung. Ihr Gattungsname stammt vom arabischen ribâs ab, einer im Libanon wachsenden Rhabarberart. In Europa wurde dann ribes daraus. Unser deutscher Name Johannisbeere rührt daher, dass um den Johannistag am 24. Juni die ersten Johannisbeersorten reif sind.

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