# Die Ernte ist der Moment der Wahrheit

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/die-ernte-ist-der-moment-der-wahrheit
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- Created: 2019-07-15T07:13:48+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
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- Topics: Landwirtschaft
- Teaser text: Auf diesen Moment warten alle Landwirte mit Spannung: Der Mähdrescher frisst sich unüberhörbar und eingehüllt in eine Staubwolke durch das erste Weizenfeld. Für den Ackerbauern, den wir in unserer Serie begleiten (siehe Teil 1, Teil 2), ist der Zeitpunkt gekommen, der über die Arbeit eines ganzen Jahres entscheidet.

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© adpic Nur wenn das Getreide gesund bleibt, richtig gedüngt wird und auch noch das Wetter mitspielt, sind gute Ernten möglich.

06.08.2019

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Nur wenn das Getreide gesund bleibt, richtig gedüngt wird und auch noch das Wetter mitspielt, sind gute Ernten möglich.

06.08.2019

# Die Ernte ist der Moment der Wahrheit

## Serie: Das Jahr im Leben eines Landwirts – Teil 3: Weizenernte

Auf diesen Moment warten alle Landwirte mit Spannung: Der Mähdrescher frisst sich unüberhörbar und eingehüllt in eine Staubwolke durch das erste Weizenfeld. Für den Ackerbauern, den wir in unserer Serie begleiten (siehe [Teil 1](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/der-erste-duenger-starthilfe-fuers-getreide), [Teil 2](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/investitionen-gesundes-getreide)), ist der Zeitpunkt gekommen, der über die Arbeit eines ganzen Jahres entscheidet.

[ ![Nur wenn das Getreide gesund bleibt, richtig gedüngt wird und auch noch das Wetter mitspielt, sind gute Ernten möglich.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/getreideernte_473418_adpic.jpg.webp?h=67eabc4d&itok=KqXHFSuF "Nur wenn das Getreide gesund bleibt, richtig gedüngt wird und auch noch das Wetter mitspielt, sind gute Ernten möglich.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/getreideernte_473418_adpic.jpg)© adpic

Nur wenn das Getreide gesund bleibt, richtig gedüngt wird und auch noch das Wetter mitspielt, sind gute Ernten möglich.

[ ![Links: Kleine, notreife Körner von einem Standort mit schlechter Wasserversorgung. Rechts: Normal entwickelte Körner von einem besseren Standort. Die Probe wurde zeitgleich genommen, die Sorte ist identisch.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/koerner_foto_matthias_wiedenau.jpg.webp?h=accb55f9&itok=mtyD2Xj5 "Links: Kleine, notreife Körner von einem Standort mit schlechter Wasserversorgung. Rechts: Normal entwickelte Körner von einem besseren Standort. Die Probe wurde zeitgleich genommen, die Sorte ist identisch.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/koerner_foto_matthias_wiedenau.jpg)© Matthias Wiedenau

Links: Kleine, notreife Körner von einem Standort mit schlechter Wasserversorgung. Rechts: Normal entwickelte Körner von einem besseren Standort. Die Probe wurde zeitgleich genommen, die Sorte ist identisch.

## Es kommt auf die Abreifephase an

„Getreide muss nur ein Mal im Jahr gut aussehen – nämlich wenn es im Mähdreschertank ist“. Diese Redensart rheinischer Landwirte trifft in diesem Jahr den Nagel wieder einmal auf den Kopf. Bis Anfang Juni sah der Weizen wie gemalt aus. Gesund, standfest und viele Ähren pro Quadratmeter. Doch nach der Blüte folgten wochenlange Trockenheit und Hitze. Der Mähdreschertank wird nicht so schnell voll sein wie erhofft.

Was Freibad-Besucher freut, treibt Landwirten Sorgenfalten auf die Stirn. Besonders Tage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius oder noch schlimmer 35 Grad Celsius sind Gift für den Weizenertrag. In dieser Phase sollen sich die Körner mit Kohlenhydraten und Proteinen füllen. Dann fehlt schnell das Wasser, die Körner bleiben klein. Das Getreide wird notreif. Natürlich war der Landwirt schon vor der Ernte neugierig. Er hat einige Ähren von Hand ausgerieben und die verschrumpelten Körner entdeckt.

In manchen Jahren ist das genau umgekehrt. Die Bestände sehen im Frühjahr etwas mickrig aus oder sind vorübergehend krank. Aber eine optimale Abreifephase sorgt dennoch für hohe Erträge und gute Backqualitäten.

## Gewinne nur mit guten Erträgen

Die erhofften 10 und mehr Tonnen pro Hektar sind also nicht drin. Der Landwirt braucht etwa 7 Tonnen Ertrag, um zumindest Flächenpacht, Aussaat, Düngung, Pflanzenschutz oder Maschinen bezahlen zu können. Die Ernte ist also wie ein Zeugnis, das über die Arbeit eines ganzen Jahres entscheidet. Allerdings mit dem Unterschied, dass nicht Lehrkräfte, sondern das Wetter die unbekannte Größe ist.

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15.08.2012

Weizen: Nummer eins in Deutschland, weltweit Rang drei

Wenn im Hochsommer die Mähdrescher über die Äcker rollen, ist der Weizen reif. Das vielseitige Getreide ist in Deutschland die flächenmäßig bedeutendste Kultur und eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Er wird als Winter- und als Sommerweizen angebaut.

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14.04.2009

Die biologische Uhr des Getreides

Ist das Wintergetreide nach der Aussaat im Herbst erst einmal aufgelaufen, tut sich scheinbar über Monate nichts mehr auf dem Acker. Im Winter stoppt das Wachstum, es bilden sich allenfalls noch einige Seitentriebe an den jungen Pflanzen. In die Höhe wachsen sie jetzt noch nicht. Das ändert sich im April. Innerhalb weniger Wochen streben die Halme der Pflanzen kräftig in Richtung Sonne: So beginnt die so genannte Schossphase. Das liegt nicht nur an den steigenden Temperaturen. Viele Faktoren beeinflussen die biologische Uhr des Getreides. Auch der Landwirt kann mit Wachstumsregulatoren steuernd eingreifen.

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07.08.2017

Mit "FungiDetect" Getreideernten sichern

Gelbrost (Puccinia striiformis) ist eine der gefährlichsten Getreidekrankheiten und schmälert die Erträge enorm. Damit könnte bald Schluss sein. Im Sommer 2016 startete am Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) das dreijährige Projekt „Sensorgestützte Online-Detektion von Krankheiten im Getreide – FungiDetect“. Die Forscher entwickeln dort ein neues Sensorsystem, das Pilzkrankheiten im Getreide – speziell Gelbrost – in einem sehr frühen Stadium erkennen soll. So könnten die Landwirte zukünftig nur befallene Getreidepartien gezielt mit Pflanzenschutzmitteln behandeln.

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03.06.2016

Wenn das Getreide zu Boden geht

Nach tagelangem Dauerregen oder heftigen Frühsommergewittern liegt das Getreide auf manchen Feldern flach auf dem Boden. Für den Laien mag das nur ein optischer Schönheitsfehler sein. Für die betroffenen Landwirte ist mit den Ähren aber auch die Stimmung am Boden. Die Folgen des sogenannten Lagers zehren zum Teil den gesamten Gewinn des Anbaus auf. Vorbeugende Maßnahmen sind also angesagt. Auf den Hormonhaushalt wirkende Wachstumsregler machen das Getreide standfest.

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06.11.2014

Gelbrost – Gefahr im Getreide

2014 gab es eine regelrechte Gelbrost-Epidemie. Der Pilz Puccinia striiformis rief in ungewöhnlichem Umfang Gelbrost an Getreide hervor. Gelbrost gehört zu den wichtigsten Getreidekrankheiten, kommt weltweit an Weizen, Gerste, Roggen und Triticale, aber auch an vielen Wiesengräsern vor. In Deutschland befiel er 2014 vor allem Weizen- und Triticale-Bestände und verursachte erhebliche Schäden.

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[ ![Allzu schönes Wetter bereitet Landwirten Sorgen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/bonsai_weizen_foto_matthias_wiedenau.jpg.webp?h=50c6e493&itok=oJk7hl9o)

24.05.2011

Allzu schönes Wetter bereitet Landwirten Sorgen

Bereits seit vielen Wochen ist in den Wetterberichten fast ununterbrochen von „schönem Wetter“ die Rede. Doch was die meisten freut, treibt den Landwirten Sorgenfalten auf die Stirn. Die sonnige und überwiegend trockene Witterung setzt vielerorts den Ackerkulturen zu. Im April fielen bundesweit nur 38 Prozent der üblichen Niederschläge, der Mai schließt nahtlos an.

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