# Der erste Dünger: Starthilfe fürs Getreide

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/der-erste-duenger-starthilfe-fuers-getreide
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2019-02-25T14:19:16+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Düngung, Landwirtschaft
- Teaser text: Ab und an sieht man die Landwirte draußen auf den Feldern. Mit großen Maschinen sind die Arbeiten meistens flott erledigt. Deswegen sind sie schnell wieder verschwunden. Da stellt sich die berechtigte Frage: Was machen Landwirte eigentlich in der übrigen Zeit? In lockerer Folge wollen wir im IVA-Magazin einen Einblick geben. Den Anfang machen wir mit dem Thema Düngung. Am Beispiel eines Ackerbauern aus der Köln-Aachener Bucht beschreiben wir, ob er nach Erfahrungswerten oder mathematischen Formeln düngt.

## Content

© agrar-press Nur einen Teil ihrer Arbeitszeit verbringen Landwirte auf dem Traktor. Wesentlich umfangreicher sind die Arbeiten auf dem Hof und im Büro.

12.03.2019

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Schule &amp; Wissen ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen) Der Erste Dünger: Starthilfe Fürs Getreide

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/mineralduengung_00002229_agrarpress.jpg.webp?h=623f249a&itok=-GDwhnHO)

© agrar-press

Nur einen Teil ihrer Arbeitszeit verbringen Landwirte auf dem Traktor. Wesentlich umfangreicher sind die Arbeiten auf dem Hof und im Büro.

12.03.2019

# Der erste Dünger: Starthilfe fürs Getreide

## Neue Serie: Das Jahr im Leben eines Landwirts – Teil 1

Ab und an sieht man die Landwirte draußen auf den Feldern. Mit großen Maschinen sind die Arbeiten meistens flott erledigt. Deswegen sind sie schnell wieder verschwunden. Da stellt sich die berechtigte Frage: Was machen Landwirte eigentlich in der übrigen Zeit? In lockerer Folge wollen wir im IVA-Magazin einen Einblick geben. Den Anfang machen wir mit dem Thema Düngung. Am Beispiel eines Ackerbauern aus der Köln-Aachener Bucht beschreiben wir, ob er nach Erfahrungswerten oder mathematischen Formeln düngt.

[ ![Nur einen Teil ihrer Arbeitszeit verbringen Landwirte auf dem Traktor. Wesentlich umfangreicher sind die Arbeiten auf dem Hof und im Büro.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/mineralduengung_00002229_agrarpress.jpg.webp?h=623f249a&itok=agGMhU8h "Nur einen Teil ihrer Arbeitszeit verbringen Landwirte auf dem Traktor. Wesentlich umfangreicher sind die Arbeiten auf dem Hof und im Büro.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/mineralduengung_00002229_agrarpress.jpg)© agrar-press

Nur einen Teil ihrer Arbeitszeit verbringen Landwirte auf dem Traktor. Wesentlich umfangreicher sind die Arbeiten auf dem Hof und im Büro.

[ ![Gut entwickelter Weizenbestand Ende Februar. Hier kann die Startdüngung in kalkulierter Höhe gegeben werden.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/normaler_bestand_foto_wiedenau.jpg.webp?h=accb55f9&itok=qT8b-7AG "Gut entwickelter Weizenbestand Ende Februar. Hier kann die Startdüngung in kalkulierter Höhe gegeben werden.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/normaler_bestand_foto_wiedenau.jpg)© Matthias Wiedenau

Gut entwickelter Weizenbestand Ende Februar. Hier kann die Startdüngung in kalkulierter Höhe gegeben werden.

[ ![Zu dicht entwickelter Weizenbestand Ende Februar. Die erste Düngung sollte etwas später und in geringer Höhe erfolgen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/sehr_dichter_bestand_foto_wiedenau.jpg.webp?h=accb55f9&itok=KDR2MebC "Zu dicht entwickelter Weizenbestand Ende Februar. Die erste Düngung sollte etwas später und in geringer Höhe erfolgen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/sehr_dichter_bestand_foto_wiedenau.jpg)© Matthias Wiedenau

Zu dicht entwickelter Weizenbestand Ende Februar. Die erste Düngung sollte etwas später und in geringer Höhe erfolgen.

## Es kommt auf die Menge an

Ende Februar ist es soweit: Der Landwirt macht sich Gedanken über die erste Stickstoffdüngung seines Weizens. Nicht zu viel darf es sein, um einen Überschuss zu vermeiden. Aber auch nicht zu wenig, damit Qualität und Ertrag am Ende stimmen. Wie viele Nährstoffe braucht sein Weizen? Das ist eine scheinbar einfache Rechnung. Bei einem erwarteten beziehungsweise erhofften Ertrag von 10 Tonnen pro Hektar sind das unter anderem etwa 250 Kilogramm Stickstoff pro Hektar. Der fruchtbare Boden liefert erfahrungsgemäß etwa 80 Kilogramm. Also muss er die Differenz von 170 Kilogramm düngen.

Doch diese „Pi mal Daumen“-Formel geht nur in den seltensten Fällen auf. Bevor der Landwirt für jede einzelne Fläche die Düngermenge bestimmt, verschafft er sich einen Überblick. Jetzt heißt es Gummistiefel anziehen und einmal quer über alle Flächen laufen. Das ist ein gut investierter Tag, denn dann weiß er, wie das Getreide über den Winter gekommen ist, wo es zu dicht oder zu dünn steht. Zu dichte Bestände düngt er etwas später an, damit sie nicht noch mehr Seitentriebe bilden und noch dichter werden. Dünn stehende Bestände bekommen den Stickstoff früher und in etwas größerer Menge, damit sie vor dem Übergang in die Halmbildung genügend Seitentriebe bilden. Hier wirkt die Düngung wie eine Starthilfe beim Auto, das Schwierigkeiten beim Anspringen hat. Das Wachstum kommt in Gang. Nach ein paar milden Tagen ist der Bestand nicht mehr wiederzuerkennen.

## Viele Faktoren einbeziehen

Eine große Hilfe sind Bodenuntersuchungen. Mitte Februar hat der Landwirt Bodenproben aus bis zu 90 Zentimetern Tiefe gezogen und in einem Labor auf Stickstoffgehalte prüfen lassen. Zum Ende des Winters 2018/2019 sind die verfügbaren Gehalte relativ hoch. Aufgrund der Trockenheit konnte die Vorfrucht Silomais nämlich nicht alle gedüngten Nährstoffe verwerten.

Um seine Kalkulation zu vervollständigen, berücksichtigt er auch Bodenqualität und -struktur, den Humusgehalt, die Gülledüngung in den Vorjahren oder die speziellen Anforderungen jeder einzelnen Getreidesorte. Für alle diese Kriterien gibt er Zu- oder Abschläge, sodass er letztendlich für jedes einzelne Feld nach bestem Wissen und Gewissen einen Wert ermittelt hat, der optimal sein sollte.

## Natur ist unberechenbar

So ähnlich ist auch das Vorgehen im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Düngebedarfsermittlung. Mit einer zusätzlich ausgefüllten Tabelle müssen alle Landwirte nachweisen, dass sie die Düngung genau berechnet haben. Doch Papier ist geduldig – die Natur lässt sich nicht Formeln packen! Je nach Wetter- und Bestandsentwicklung muss in den kommenden Wochen nachjustiert werden. Deswegen teilt der Ackerbauer die Getreidedüngung in drei Teilgaben auf und gibt nicht alles auf einen Schlag. Im April und Mai geht er wieder über die Felder. Bevor er auf dem Feld mit dem Düngerstreuer zu sehen ist, muss der Landwirt also eine ganze Menge Vorarbeit leisten.

## Weitere Beiträge

[ ![Innovationspreis für Düngespezialisten](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/tanzberger_foto_raiffeisen_hildburghausen.jpg.webp?h=7b59fb9d&itok=qdNySeDg)

11.12.2014

Innovationspreis für Düngespezialisten

Die Technik in der Landwirtschaft entwickelt sich rasant weiter. Der Rundum-Service für Düngung der Raiffeisenwarengenossenschaft Hildburghausen ist ein Beispiel dafür. Er wurde 2014 mit dem Innovationspreis Precision Farming der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) ausgezeichnet.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/innovationspreis-fuer-duengespezialisten)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/innovationspreis-fuer-duengespezialisten)

[ ![Hightech-Landwirtschaft ist kein Selbstläufer](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/kalkstreuer_foto_ofr.jpg.webp?h=41435201&itok=N4p4Bl9t)

27.01.2016

Hightech-Landwirtschaft ist kein Selbstläufer

Die teilflächenspezifische Hightech-Landwirtschaft bringt nicht zwingend Vorteile für Wirtschaftlichkeit und Umwelt gegenüber herkömmlicher und intelligent eingesetzter Technik. Das ist ein Zwischenergebnis eines Langzeitversuchs in Schleswig-Holstein. Projektleiterin Imke Borchardt von der regionalen Landwirtschaftskammer gibt einen Einblick.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/hightech-landwirtschaft-ist-kein-selbstlaeufer)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/hightech-landwirtschaft-ist-kein-selbstlaeufer)

[ ![Was sind Langzeitdünger und wie funktionieren sie?](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/entec_foto_baywa.jpg.webp?h=48f55996&itok=3YYkBlhX)

01.02.2017

Was sind Langzeitdünger und wie funktionieren sie?

Bedarfsgerecht düngen für optimales Pflanzenwachstum, für Klima- und Wasserschutz – das sollte das Ziel aller Pflanzenbauer sein. Das bedeutet für Hobbygärtner wie für Pflanzenbau-Profis eine echte Herausforderung. Besonders bei extremem Wetter und wenn man nicht in kurzen Abständen immer wieder in den Düngersack greifen will. Langzeitdünger mit umhüllten Nährstoffen sowie stabilisierte Stickstoffdünger können Teil der Lösung sein. Sie geben die Nährstoffe über einen langen Zeitraum frei, versorgen die Pflanzen zuverlässig und sind weniger auswaschungs- und emissionsgefährdet.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/was-sind-langzeitduenger-und-wie-funktionieren-sie)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/was-sind-langzeitduenger-und-wie-funktionieren-sie)

[ ![Die biologische Uhr des Getreides ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/bei-tageslaengen-von-12-bis-15-stunden-schosst-das-wintergetreide.jpeg.webp?h=2a479378&itok=VBqqWFhb)

14.04.2009

Die biologische Uhr des Getreides

Ist das Wintergetreide nach der Aussaat im Herbst erst einmal aufgelaufen, tut sich scheinbar über Monate nichts mehr auf dem Acker. Im Winter stoppt das Wachstum, es bilden sich allenfalls noch einige Seitentriebe an den jungen Pflanzen. In die Höhe wachsen sie jetzt noch nicht. Das ändert sich im April. Innerhalb weniger Wochen streben die Halme der Pflanzen kräftig in Richtung Sonne: So beginnt die so genannte Schossphase. Das liegt nicht nur an den steigenden Temperaturen. Viele Faktoren beeinflussen die biologische Uhr des Getreides. Auch der Landwirt kann mit Wachstumsregulatoren steuernd eingreifen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/die-biologische-uhr-des-getreides)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/die-biologische-uhr-des-getreides)

[ ![Weizen: Nummer eins in Deutschland, weltweit Rang drei](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/weizen_foto_bcs.jpg.webp?h=a7e7c04b&itok=JnJdho3j)

15.08.2012

Weizen: Nummer eins in Deutschland, weltweit Rang drei

Wenn im Hochsommer die Mähdrescher über die Äcker rollen, ist der Weizen reif. Das vielseitige Getreide ist in Deutschland die flächenmäßig bedeutendste Kultur und eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Er wird als Winter- und als Sommerweizen angebaut.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/weizen-nummer-eins-deutschland-weltweit-rang-drei)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/weizen-nummer-eins-deutschland-weltweit-rang-drei)

[ ![Nummer eins in Deutschland, weltweit Rang drei (Teil 2)](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/ernte_foto_bcs.jpg.webp?h=c9f93661&itok=pLQ3cWf-)

04.09.2012

Nummer eins in Deutschland, weltweit Rang drei (Teil 2)

Wenn im Hochsommer die Mähdrescher über die Äcker rollen, ist der Weizen reif. Das vielseitige Getreide ist in Deutschland die flächenmäßig bedeutendste Kultur und eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/nummer-eins-deutschland-weltweit-rang-drei-teil-2)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/nummer-eins-deutschland-weltweit-rang-drei-teil-2)
