Bataviasalat – wie gemacht fürs Büffet und die Figur

05.06.2018 Schule & Wissen

Der würzige Kraussalat mag es warm

Bataviasalat oder kurz Batavia ist ein perfekter Kompromiss aus den übrigen kopfbildenden Salaten: zarter als Eissalat, aber herzhafter als Kopfsalat. Das macht ihn für die Küche und die Gastronomie besonders interessant. Interessant ist er im Garten aber leider auch für Schnecken, die gerne an den grün bis braun-roten Blättern fressen.

Wissenswert

Die Vielfalt der Salatarten ist groß. Zu der Gruppe der kopfbildenden Salate zählt Batavia. Diese Art fällt durch ihre bis ins bräunlich-rot gehende Blattfärbung auf. Sie wurde in Frankreich gezüchtet und vereinigt die Eigenschaften von Kopfsalat und Eissalat. Die Blätter sind herzhafter und würziger als die des Kopfsalats und dadurch schmackhafter. Gleichzeitig sind sie aber etwas knackiger, jedoch nicht so hart wie die des Eissalats. Sie fallen deswegen mit Dressing und Marinaden nicht so schnell in sich zusammen. Das passiert, wenn die Salzkonzentration im Dressing höher ist als in den Pflanzenzellen. Das Salz entzieht den Zellen das Wasser, die Blätter welken. Batavia ist deswegen in der Gastronomie beliebt und durch seine Färbung als Büffetdekoration ein echter Hingucker.

Grundsätzlich wird Batavia wie Kopfsalat verwendet. Durch seinen würzigen Geschmack passen dazu kräftige Dressings und Kräuter. Aber auch Mischungen mit anderen Salaten und Obst, wie Äpfel und Melonen, sowie Kombinationen mit Fisch, Geflügel, Schinken und Käse sind ein Leckerbissen.

Batavia besteht aus über 90 Prozent Wasser. Wertvolle Mineralstoffe wie Kalium und Calcium, Vitamin C und B-Vitamine sowie ein geringer Kaloriengehalt machen den Salat für Gesundheitsbewusste attraktiv. Der Vitamin C-Gehalt hängt jedoch sehr vom Frischegrad ab. Nach der Ernte verliert der Salat bei direkter Sonneneinstrahlung pro Stunde etwa 4 Prozent des Ursprungsgehalts!

Herkunft und Ansprüche

Batavia (Lactuta sativa var. capitata), wegen seiner krausen Blätter auch Kraussalat genannt, zählt zur Gruppe der Kopfsalate. Diese stammt vermutlich vom Lattich ab, der in seiner Wildform bei uns weit verbreitet ist und als Steppenpflanze im Mittelmeerraum, Nordafrika und Westasien zuhause ist. Batavia bevorzugt milde Anbauregionen und benötigt für hohe Ernteerträge tief gelockerte Böden und eine regelmäßige Wasserversorgung.                                       

Anbau

Wer Batavia selbst ziehen möchte, sollte wissen, dass er ein Lichtkeimer ist. Das Saatgut sollte also nur dünn mit Sand überdeckt sein. Die Keimtemperatur liegt im Idealfall bei knapp unter 20 Grad Celsius. Werden vorgezogene Setzlinge ausgepflanzt, kann man vier Wochen früher ernten. Batavia braucht regelmäßig Wasser, sonst werden die Blätter hart und die Schossneigung nimmt unter Langtagbedingungen zu. Die Pflanze bildet dann vorzeitig Blüten. Durch die entstehenden Bitterstoffe wird sie ungenießbar.

Pflanzenschutz und Düngung

Pilzkrankheiten wie Falscher Mehltau und Grauschimmel sowie Blattläuse können die Ernte gefährden. Viele Gärtner wählen deswegen unempfindliche Sorten, die für den Hobbyanbau geeignet sind. Im Erwerbsanbau muss allerdings absolut einwandfreie Ware erzeugt werden, sonst ist sie nicht verkäuflich. Hier wenden Profis, falls erforderlich, zugelassene Pflanzenschutzmittel an. Ein ständiges Ärgernis für Gärtner sind gefräßige Schnecken. Bereits nach der Pflanzung sollte Schneckenkorn gestreut werden. Salate zählen zu den sogenannten Starkzehrern. Sie benötigen also eine gute Nährstoffversorgung, um ihr Wachstumsvermögen ausschöpfen zu können.

Ernte und Lagerung

Bataviaköpfe werden mit einem Gewicht von 150 bis 500 Gramm geerntet. Salat aus dem Freiland hat bei uns von Mai bis September Saison. In den übrigen Monaten ist Gewächshausware verfügbar. Beim Einkauf sollte auf frische Blätter und ein festes Herz geachtet werden. In ein feuchtes Tuch eingeschlagen, hält er sich im Kühlschrank bis zu fünf Tage.

Zahlen

Das Statistische Bundesamt ermittelte 2017 für das Bundesgebiet eine Anbaufläche von 1561 Hektar für Kopfsalat und 3845 Hektar für Eissalat. Für Batavia gibt es keine Zahlen. In Europa wird der Salat besonders in Frankreich, Italien und den Benelux-Ländern angebaut.