# Wanzen und Motten an Platanen

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/wanzen-und-motten-platanen
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2016-07-13T13:54:46+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:24:47+00:00
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- Topics: Biodiversität / Artenvielfalt, Pflanzenschutz, Umweltschutz
- Teaser text: Die Platanennetzwanze in Europa ist 1964 in Norditalien und 1983 erstmals in Deutschland gefunden worden. Sie dehnte ihr Verbreitungsgebiet stetig aus, wobei sie hier auch niedrige Wintertemperaturen überstanden hat. Über ihre Gefährlichkeit wird Unterschiedliches berichtet. So wird sowohl von erheblichen Schäden an Straßenbäumen und in Baumschulen berichtet als auch davon, dass kaum Schäden aufgetreten sind. Auf jeden Fall aber ist die Schadgefahr in Jahren mit anhaltend warmer und trockener Witterung erhöht. Die Platanenminiermotte tritt in Südeuropa und Kleinasien vor allem an Platanus orientalis auf. Sie hat sich aber auch nördlich verbreitet und ist beispielsweise in den Niederlanden, Belgien und in Deutschland zu finden. Bei uns kommt sie an Platanus x hybrida vor.

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© Klaus Margraf Platanen vertragen als Straßenbäume gut das Stadtklima.

18.08.2016

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© Klaus Margraf

Platanen vertragen als Straßenbäume gut das Stadtklima.

18.08.2016

# Wanzen und Motten an Platanen

## Schädlinge verursachen Fraß- und Saugschäden an Platanenblättern

Die Platanennetzwanze in Europa ist 1964 in Norditalien und 1983 erstmals in Deutschland gefunden worden. Sie dehnte ihr Verbreitungsgebiet stetig aus, wobei sie hier auch niedrige Wintertemperaturen überstanden hat. Über ihre Gefährlichkeit wird Unterschiedliches berichtet. So wird sowohl von erheblichen Schäden an Straßenbäumen und in Baumschulen berichtet als auch davon, dass kaum Schäden aufgetreten sind. Auf jeden Fall aber ist die Schadgefahr in Jahren mit anhaltend warmer und trockener Witterung erhöht.

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Platanen vertragen als Straßenbäume gut das Stadtklima.

[ ![Von der Platanennetzwanze völlig ausgesaugtes Blatt.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_6_von_der_platanennetzwanze_voellig_ausgesaugtes_blatt.jpg.webp?h=94b28deb&itok=w9vT-wwS "Von der Platanennetzwanze völlig ausgesaugtes Blatt.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_6_von_der_platanennetzwanze_voellig_ausgesaugtes_blatt.jpg)© Klaus Margraf

Von der Platanennetzwanze völlig ausgesaugtes Blatt.

[ ![Geöffnete Platzmine der Platanenminiermotte mit sichtbaren Kot-Resten.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_13_geoeffnete_platzmine_der_platanenminiermotte_mit_sichtbaren_kotresten.jpg.webp?h=fecb784f&itok=FW0c6RFw "Geöffnete Platzmine der Platanenminiermotte mit sichtbaren Kot-Resten.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_13_geoeffnete_platzmine_der_platanenminiermotte_mit_sichtbaren_kotresten.jpg)© Klaus Margraf

Geöffnete Platzmine der Platanenminiermotte mit sichtbaren Kot-Resten.

[ ![Platanennetzwanzen - Adulte, Larven und Kottröpfchen - auf der Blattunterseite.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_11_platanennetzwanzen_-_adulte_larven_und_kottroepfchen_0.jpg.webp?h=94b28deb&itok=Ij43Wy5Z "Platanennetzwanzen - Adulte, Larven und Kottröpfchen - auf der Blattunterseite.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_11_platanennetzwanzen_-_adulte_larven_und_kottroepfchen_0.jpg)© Klaus Margraf

Platanennetzwanzen - Adulte, Larven und Kottröpfchen - auf der Blattunterseite.

## Die Platanenminiermotte tritt in Südeuropa und Kleinasien vor allem an *Platanus orientalis* auf. Sie hat sich aber auch nördlich verbreitet und ist beispielsweise in den Niederlanden, Belgien und in Deutschland zu finden. Bei uns kommt sie an *Platanus* x *hybrida* vor.

## Die Platanennetzwanze

Auf der Blattoberseite zeigen sich zahlreiche kleine, helle Pünktchen, zunächst vorzugsweise entlang der Blattadern. Später sind sie über die ganze Blattspreite verteilt. Die Symptome ähneln denen von Zikaden. Sie sind aber damit nicht zu verwechseln, weil bei einem Netzwanzenbefall auf der Blattunterseite in großen Mengen schwarze Kot-Tröpfchen zu finden sind. Bei starkem Befall bekommen die Blätter ein vergilbtes, blasses Aussehen und können sich schließlich braun färben, absterben und abfallen. Auf den Blattunterseiten sind die drei bis vier Millimeter großen Wanzen *Corythuca ciliata* zu finden. Sie haben durch ihre hellen, netzartigen, den Körper überragenden Deckflügel sowie Seitenlappen ein charakteristisches Aussehen.

Die 0,5 Millimeter großen Eier legen die Netzwanzen gruppenweise zu drei bis acht Stück in den Winkeln der Adern an der Blattunterseite ab. Die ungeflügelten, dunkelbraunen bis schwarzen Larven werden in ihrem letzten Entwicklungsstadium bis zu drei Millimeter lang. Sie sind durch zwei helle Flecken an den Flügelanlagen gekennzeichnet. Ältere Larven können aktiv von Blatt zu Blatt wandern, sie sind aber nicht flugfähig. Die erwachsenen Tiere sind dagegen flugfähig. Sie fliegen bei Berührung der Blätter leicht auf, legen aber nur kurze Entfernungen zurück. Über größere Entfernungen erfolgt ihre Ausbreitung passiv, wobei man annimmt, dass dabei Wind eine große Rolle spielt. Auch wird der Schädling durch Vögel, Pflanzenmaterial oder Transportmittel verschleppt.

Der Schädling hat bei uns meist zwei Generationen, in warmen Jahren oder warmen Regionen auch drei. Zur Überwinterung ziehen sich die erwachsenen Wanzen unter raue, grobborkige Rinde an der Nordwestseite der Bäume zurück. Im Frühjahr verlassen sie die Winterquartiere und wandern an den Platanenstämmen zu den gerade austreibenden Knospen im unteren Teil der Baumkrone.

Maßnahmen: Jungpflanzen in Baumschulen und aus anderen Gebieten zugekaufte Pflanzen sollten einer intensiven Schaderregerüberwachung unterzogen werden. Sollten Bekämpfungsmaßnahmen nötig werden, sollte man sich mit den Mitarbeitern des amtlichen Pflanzenschutzdienstes beraten.

## Die Platanenminiermotte

Auf den Blättern werden Platz- und Faltenminen als helle Flecke sichtbar. Die Schmetterlinge messen nur etwa neun Millimeter. Ihre Vorderflügel sind hellbraun-golden, mit Silber glänzender Zeichnung, die dunkel umrandet ist. Sie fliegen im Mai/Juni und legen ihre Eier vornehmlich an der Unterseite der Blätter im unteren Baumbereich ab. Von den Räupchen der Platanenminiermotte *Lithocolletis (Phyllonorycter) platani* wird das Blattgewebe zwischen Ober- und Unterhaut weggefressen. Auf einem Blatt können mehrere Minen von unterschiedlicher Größe gebildet werden. Meist ist mit zwei Generationen zu rechnen. Die Falter der zweiten Generation erscheinen im August. Deren Larven verpuppen sich in der Fraßmine und überwintern in den abgefallenen Blättern.

Maßnahmen: Obwohl man die Symptome der Platanenminiermotte häufig beobachten kann, ist es bisher weder zu bemerkenswerten Schmuckwertbeeinträchtigungen noch zu einem spürbaren Zuwachsverlust an den Gehölzen gekommen. Mit dem Entfernen des Falllaubs im öffentlichen Grün werden in diesem Bereich die Überwinterungsstadien der Miniermotten weitgehend beseitigt.

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07.06.2016

Schorf und Motten an Feuerdorn

Der Feuerdorn ist ein Gehölz, das uns im Frühjahr mit herrlich weißen Blüten erfreut und im Herbst mit einem beeindruckenden Fruchtschmuck besticht. Er wird auch von Vögeln als Nahrungsquelle geschätzt. Die Pflanzen gedeihen auf durchlässigen, nicht nassen Böden in sonnigen oder halbschattigen Lagen. An sonnigen Standorten ist aber mit einem besseren Fruchtansatz zu rechnen. Gegen Trockenheit im Sommer sind die Pflanzen relativ unempfindlich. An ungeschützten Standorten kann im Winter das Laub braun werden. Sowohl das Laub, vor allen Dingen aber der Fruchtschmuck kann durch den pilzlichen Schorferreger stark beeinträchtigt werden. Die Blätter werden örtlich außerdem von Miniermotten derart befallen, dass sie abfallen können.

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16.02.2016

Feuerwanzen – auffällig, aber harmlos

Die Feuerwanzen (Pyrrhocoris apterus) werden umgangssprachlich auch Feuerkäfer genannt und ihr meist massenhaftes Auftreten sowie der Name rufen bei manchen Menschen Ängste und Befürchtungen über ihre Gefährlichkeit hervor. Sie verursachen aber weder bei Menschen noch Pflanzen Schäden. Die auffällig schwarz-rot gefärbten Tiere leben gesellig und treten örtlich in Gärten, Parks, auf Friedhöfen und an Alleebäumen zu Hunderten oder gar Tausenden auf.

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09.10.2008

Die Wanzen kommen – oft von weit her

Wanzen können einem buchstäblich stinken. Die meisten Arten verbreiten ihren üblen Geruch mit einem Sekret aus ihren Stinkdrüsen. Schäden verursachen Wanzen in der Landwirtschaft, im Obst- und Gemüseanbau oder an Gehölzen. Sie ernähren sich von Pflanzensaft, den sie mit ihrem stechenden Rüssel aus Blättern oder auch Samen saugen. Dabei können krankheitserregende Viren, Bakterien oder Pilze auf die Pflanzen übertragen werden. Einen guten Ruf haben dagegen räuberische Wanzen als Gegenspieler von Schädlingen. Dafür werden sie auch gezielt in Massen vermehrt. In Mitteleuropa sind etwa 1000 Wanzenarten bekannt, weltweit etwa 40 000 Arten. Richtig unangenehm wird es, wenn die mehrere Millimeter langen Insekten ihren pflanzlichen Wirten den Rücken kehren und zu Tausenden in eine Wohnung eindringen.

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