# Überschwemmungen – was halten Gartenpflanzen aus?

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/ueberschwemmungen-was-halten-gartenpflanzen-aus
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2024-01-09T22:13:34+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:35:35+00:00
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- Topics: Haus & Garten, Umweltschutz, Gesundheit / Verbraucherschutz
- Teaser text: Überschwemmungen bergen große Gefahren für Mensch und Tier. Aber wie sieht es mit Gartenpflanzen aus? Was ertragen sie und was verursacht Schäden oder sogar den Pflanzentod?

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© Heinrich Beltz Wenn auf Beeten längere Zeit Wasser steht, droht Gefahr von Wurzelschäden für die Gartenpflanzen.

09.01.2024

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© Heinrich Beltz

Wenn auf Beeten längere Zeit Wasser steht, droht Gefahr von Wurzelschäden für die Gartenpflanzen.

09.01.2024

# Überschwemmungen – was halten Gartenpflanzen aus?

## Reaktionen sind je nach Gehölz und Jahreszeit unterschiedlich

Überschwemmungen bergen große Gefahren für Mensch und Tier. Aber wie sieht es mit Gartenpflanzen aus? Was ertragen sie und was verursacht Schäden oder sogar den Pflanzentod?

[ ![Wenn auf Beeten längere Zeit Wasser steht, droht Gefahr von Wurzelschäden für die Gartenpflanzen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-01/2a%20IMG_1017.JPG.webp?h=cc1c7ce4&itok=MLEEiqAV "Wenn auf Beeten längere Zeit Wasser steht, droht Gefahr von Wurzelschäden für die Gartenpflanzen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-01/2a%20IMG_1017.JPG)© Heinrich Beltz

Wenn auf Beeten längere Zeit Wasser steht, droht Gefahr von Wurzelschäden für die Gartenpflanzen.

[ ![Inwieweit sich diese Rosen von einer Überflutung erholen, hängt von deren Dauer ab.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-01/2b%20IMG_1015.JPG.webp?h=cc1c7ce4&itok=zWMR36w9 "Inwieweit sich diese Rosen von einer Überflutung erholen, hängt von deren Dauer ab.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-01/2b%20IMG_1015.JPG)© Heinrich Beltz

Inwieweit sich diese Rosen von einer Überflutung erholen, hängt von deren Dauer ab.

[ ![Alpenrosen (Rhododendron) sind besonders empfindlich gegen Staunässe.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-01/3%20IMG_1025%20Ausschnitt.JPG.webp?h=a7f1a7d3&itok=P2zdKnag "Alpenrosen (Rhododendron) sind besonders empfindlich gegen Staunässe.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-01/3%20IMG_1025%20Ausschnitt.JPG)© Heinrich Beltz

Alpenrosen (Rhododendron) sind besonders empfindlich gegen Staunässe.

[ ![Hochstamm-Apfelbäume reagieren etwas toleranter auf Staunässe als Buschbäume.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-01/4%20IMG_1020%20Ausschnitt.JPG.webp?h=aa2c7d9f&itok=Agdo-rKX "Hochstamm-Apfelbäume reagieren etwas toleranter auf Staunässe als Buschbäume.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-01/4%20IMG_1020%20Ausschnitt.JPG)© Heinrich Beltz

Hochstamm-Apfelbäume reagieren etwas toleranter auf Staunässe als Buschbäume.

[ ![Gegen Kragenfäule (Phytophthora cactorum) sind Apfelbäume auf bestimmten, schwach wachsenden Veredlungsunterlagen wie MM106 und M26 besonders empfindlich, aber auch Birnbäume sind gefährdet.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-01/5%20Phytophthora%20cactorum%20evtl%20IMG_20210726_111111%20Ausschnitt.jpg.webp?h=45af4b9e&itok=Bl5XEmGt "Gegen Kragenfäule (Phytophthora cactorum) sind Apfelbäume auf bestimmten, schwach wachsenden Veredlungsunterlagen wie MM106 und M26 besonders empfindlich, aber auch Birnbäume sind gefährdet.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-01/5%20Phytophthora%20cactorum%20evtl%20IMG_20210726_111111%20Ausschnitt.jpg)© Heinrich Beltz

Gegen Kragenfäule (Phytophthora cactorum) sind Apfelbäume auf bestimmten, schwach wachsenden Veredlungsunterlagen wie MM106 und M26 besonders empfindlich, aber auch Birnbäume sind gefährdet.

[ ![Wurzelhalsfäule (Phytophthora cinnamomi) wird durch Staunässe gefördert und befällt besonders die für Hecken beliebten, blauen Scheinzypressen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2024-01/6%20Phytophthora%20IMG_0633%20bearbeitet.JPG.webp?h=02ce9656&itok=62lwyajs "Wurzelhalsfäule (Phytophthora cinnamomi) wird durch Staunässe gefördert und befällt besonders die für Hecken beliebten, blauen Scheinzypressen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2024-01/6%20Phytophthora%20IMG_0633%20bearbeitet.JPG)© Heinrich Beltz

Wurzelhalsfäule (Phytophthora cinnamomi) wird durch Staunässe gefördert und befällt besonders die für Hecken beliebten, blauen Scheinzypressen.

Bei einer Überschwemmung ist für Pflanzen wie bei Staunässe Sauerstoffmangel an den Wurzeln das Hauptproblem. Denn während die Blätter Kohlendioxid zu Zucker und anderen Kohlenhydraten umwandeln und dabei Sauerstoff abgeben, gewinnen die Wurzeln die für ihren Stoffwechsel nötige Energie aus den Kohlenhydraten, die sie über ihre Leitungsbahnen von den Blättern erhalten. Dabei geben sie Kohlendioxid ab und brauchen dafür ausreichend Sauerstoff. Die geringen Mengen in der Luft und im Boden reichen ihnen dafür, aber wenn die Bodenluft durch Wasser verdrängt wird, können die Wurzeln unter Sauerstoffmangel leiden und absterben. Außerdem können dann durch Fäulnisprozesse im Boden giftige Gase wie Methan und Schwefelwasserstoff entstehen, die die Wurzeln zusätzlich schädigen.

## **Temperaturabhängig**

Allerdings ist die Wurzelatmung von der Aktivität der Pflanze abhängig und diese wiederum von der Jahreszeit und der herrschenden Temperatur. Im Winter ist bei Kälte die Aktivität der Pflanzen sehr gering, sodass die Wurzeln nur wenig Sauerstoff verbrauchen und daher lange einen Sauerstoffmangel überstehen. Je nach Pflanzengattung können das viele Wochen oder sogar einige Monate sein. Im Sommer während der Hauptwachstumszeit ist der Sauerstoffverbrauch viel höher, dann können die Wurzeln schon nach mehreren Tagen oder wenigen Wochen unter so starkem Sauerstoffmangel leiden, dass die Pflanzen absterben. Eine Überschwemmung im Winter ertragen die Pflanzen also erheblich länger als im Sommer.

## **Krankheitserreger**

Ein zusätzliches Problem zum Sauerstoffmangel können Krankheitserreger bilden, deren Verbreitungsorgane sich im Wasser wohlfühlen und besonders stark übertragen werden. Das trifft beispielsweise für Wurzel- und Stammschäden durch Erreger der Gattung *Phytophthora* zu wie Wurzelhalsfäule an Scheinzypressen oder Kragenfäule an Apfelbäumen. Diese Erreger können nur einen begrenzten Wirtspflanzenkreis befallen, außer den genannten Scheinzypressen und Apfelbäumen beispielsweise auch Birnbäume, Alpenrosen, Eiben und Himbeeren. Sie sind recht wärmebedürftig und können bei Überschwemmungen im Sommer schon nach einigen Stunden oder wenigen Tagen erhebliche Schäden verursachen, während die Gefahr im Winter deutlich geringer ist.

## **Pflanzen unterschiedlich empfindlich**

Staunässe oder Überflutungen können von Wachstumsdepressionen über Laubverfärbungen, Laubfall, Zweigsterben, Stammschäden, Welken und schließlich dem Absterben der Pflanzen sehr unterschiedliche Schadsymptome verursachen. Die Anfälligkeit der Pflanzen in unseren Gärten für Schäden durch Staunässe und Überflutung ist allerdings verschieden: Sehr gut kommen Sumpfzypresse *(Taxodium)*, Urweltmammutbaum *(Metasequoia)*, Weiden *(Salix)* und Erlen *(Alnus)* damit aus. Nicht ganz so widerstandsfähig, aber weniger empfindlich als viele andere Gehölze, sind Sumpf-Eiche *(Quercus palustris)*, Lebensbaum *(Thuja)*, Amberbaum *(Liquidambar)*, Eschen-Ahorn *(Acer negundo)*, Flatterulme *(Ulmus laevis)*, Buchsbaum *(Buxus)*, Ölweide *(Elaeagnus)*, Gartenheidelbeere *(Vaccinium corymbosum)*, Tatarischer Hartriegel *(Cornus alba)*, Sumpf-Mädesüß *(Filipendula ulmaria)*, Minzen *(Mentha* spp.*)*, Pfennigkraut *(Lysimachia nummularia)* und Blut-Weiderich *(Lythrum salicaria)*.

## **Gegenmaßnahmen**

Was kann man bei Überschwemmungen tun, um die Pflanzen zu retten? In erster Linie sollte das Wasser abgeleitet und für ein möglichst schnelles Abtrocknen des Bodens gesorgt werden. Am wichtigsten ist aber, vor der Pflanzung schon die Nässegefahr zu beachten: Wenn möglich, sollten die vorgesehenen Flächen drainiert und vorhandene Verdichtungen gelockert werden. Falls bekannt ist, dass die Gefahr von Überschwemmungen oder Staunässe besteht, sollte auf besonders nässeempfindliche Gehölze wie Scheinzypressen, Eiben, Alpenrosen, Himbeeren und Obstbäume verzichtet und stattdessen zumindest einigermaßen widerstandsfähige Gattungen gepflanzt werden.

## **Umkippen bei Überflutung**

Eine weitere Gefahr für Bäume ist, dass der Boden bei Staunässe oder Überflutung mit der Zeit weich wird, an Struktur verliert und damit die Gefahr steigt, dass große Pflanzen ihren Halt verlieren und bei Sturm umkippen. Auf nasse Flächen sollten daher außer Erlen, Sumpfzypressen und Mammutbäumen keine hochwachsenden Gehölze gepflanzt werden, wenn im Siedlungsbereich Schäden durch das Umkippen von Bäumen drohen. Weidenbäume ertragen zwar Nässe gut, sind aber wegen ihres weichen Holzes grundsätzlich bruchgefährdet, sodass sie für Siedlungsbereiche nicht sehr empfehlenswert sind.

## Weitere Beiträge

[ ![Pflanzen ersticken bei Überschwemmungen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/mais_foto_bayerischer_bauernverband.jpg.webp?h=827069f2&itok=45aCiHNn)

20.06.2013

Pflanzen ersticken bei Überschwemmungen

Zu wenig Wasser kann für Pflanzen tödlich sein, zu viel aber auch. Das weiß jeder, der seine Zimmerpflanzen zu reichlich gießt. Im Großen trat dieser Effekt im Juni 2013 bei den Überschwemmungen an Elbe und Donau sowie deren Nebenflüssen auf. Riesige Flächen Grünland, Getreide, Mais oder Kartoffeln standen tagelang unter Wasser. Erst wenn sich die Fluten zurückgezogen haben, werden die Auswirkungen in ihrer ganzen Breite sichtbar. Die Ernteeinbußen und die Schäden an Haus und Hof bedrohen die Existenz zahlreicher Betriebe.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/pflanzen-ersticken-bei-ueberschwemmungen)

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[ ![Zu viel Wasser tut Zimmerpflanzen nicht gut](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/gesunde_alpenveilchenvielfalt.jpg.webp?h=94b28deb&itok=84hgj2kK)

21.01.2014

Zu viel Wasser tut Zimmerpflanzen nicht gut

Wenn Pflanzen welken oder gelbe Blätter bekommen, ist das für viele Blumenfreunde ein Signal zum Gießen. Die Pflanzen werden dann intensiv gegossen, die eigentlichen Ursachen für die Schadsymptome werden nicht untersucht. Wenn Staunässe im Wurzelbereich die Ursache für das Welken, Vergilben oder Abwerfen der Blätter ist, ist Wasserzufuhr die falsche Maßnahme. Es empfiehlt sich, vor dem Gießen die Bodenfeuchte im Blumentopf zu überprüfen.

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[ ![Was Zimmerpflanzen krank macht](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/bild_21_gesunde_und_reichbluehende_anthurien_bei_optimaler_pflege.jpg.webp?h=19a6253c&itok=6EUJl6DL)

17.01.2013

Was Zimmerpflanzen krank macht

Gesunde Zimmerpflanzen machen Freude, kranke nicht. Aber keine Pflanze kümmert ohne Grund. Ist der gefunden, ist Hilfe nah. Die richtige Diagnose ist die Basis für gezielte Korrektur der Standortbedingungen oder erfolgreiche Bekämpfung von Schaderregern.

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[ ![Winterbraugerste: eine Antwort auf den Klimawandel?](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-12/%C3%84hre%20Foto%20Braugersten%20Gemeinschaft.jpg.webp?h=a5eb5da0&itok=FpJCTyDF)

12.12.2023

Winterbraugerste: eine Antwort auf den Klimawandel?

Immer extremere Witterung im Frühjahr und Frühsommer machen den Anbau von Sommerbraugerste zu einem riskanten Geschäft für heimische Erzeuger. Weil viele die Kultur aufgeben, müssen sich Mälzereien und Brauereien zunehmend mit ausländischer Ware eindecken. Seit einigen Jahren richtet sich die Hoffnung aber auf ertragsstabilere Winterbraugerste.

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15.11.2022

Klimawandel: Konsequenzen für den Ackerbau auf unseren Feldern

Der Klimawandel wird in den letzten Jahren immer offensichtlicher. Die Entwicklung wird sich nach aktuellen Berechnungen fortsetzen und damit immer weitreichendere Konsequenzen nach sich ziehen. Wie kann unsere heimische Landwirtschaft reagieren, um auch in Zukunft die ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln sicherzustellen?

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20.01.2022

Hecken – unterschätzte Klimaschützer

Eine auf Ackerland neu angelegte Hecke von 720 Metern Länge kann langfristig die gesamten Treibhausgas-Emissionen kompensieren, die ein Deutscher durchschnittlich in zehn Jahren verursacht.

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