# Schäden an Lonicera – Heckenkirsche, Geißblatt

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- Created: 2020-04-22T13:09:18+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
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- Topics: Haus & Garten
- Teaser text: In der Gattung Lonicera sind aufrechte Sträucher, Zwergsträucher und Schlinger zu finden. Die einzelnen Arten stellen unterschiedliche Ansprüche an den Standort. Dies ist bei der Auswahl bei der Gartengestaltung für eine gesunde Entwicklung zu berücksichtigen. So benötigen beispielsweise die als Ersatz für Buchsbaum geeigneten immergrünen Arten Lonicera pileata und L. nitida einen geschützten Platz oder im Winter einen Reisigschutz. Auffällige Schadbilder an den Pflanzen erfordern nicht immer spezielle Gegenmaßnahmen.

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© Klaus Margraf Die üppig blühende tatarische Heckenkirsche (Lonicerta tatarica) ist ein Insektenmagnet.

30.06.2020

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© Klaus Margraf

Die üppig blühende tatarische Heckenkirsche (Lonicerta tatarica) ist ein Insektenmagnet.

30.06.2020

# Schäden an Lonicera – Heckenkirsche, Geißblatt

## Auffällige Symptome an Blättern und Trieben

In der Gattung Lonicera sind aufrechte Sträucher, Zwergsträucher und Schlinger zu finden. Die einzelnen Arten stellen unterschiedliche Ansprüche an den Standort. Dies ist bei der Auswahl bei der Gartengestaltung für eine gesunde Entwicklung zu berücksichtigen. So benötigen beispielsweise die als Ersatz für Buchsbaum geeigneten immergrünen Arten *Lonicera pileata* und *L. nitida* einen geschützten Platz oder im Winter einen Reisigschutz. Auffällige Schadbilder an den Pflanzen erfordern nicht immer spezielle Gegenmaßnahmen.

[ ![Die üppig blühende tatarische Heckenkirsche (Lonicerta tatarica) ist ein Insektenmagnet.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/aufmacherfoto_bild_1_tatarische_heckenkirsche_lonicera_tatarica.jpg.webp?h=ddb1ad0c&itok=k3C-t3XL "Die üppig blühende tatarische Heckenkirsche (Lonicerta tatarica) ist ein Insektenmagnet.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/aufmacherfoto_bild_1_tatarische_heckenkirsche_lonicera_tatarica.jpg)© Klaus Margraf

Die üppig blühende tatarische Heckenkirsche (Lonicerta tatarica) ist ein Insektenmagnet.

[ ![Heckenkirsche mit vertrockneten Hexenbesen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_5_heckenkirsche_mit_vertrockneten_hexenbesen.jpg.webp?h=ddb1ad0c&itok=a6Ocndsa "Heckenkirsche mit vertrockneten Hexenbesen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_5_heckenkirsche_mit_vertrockneten_hexenbesen.jpg)© Klaus Margraf

Heckenkirsche mit vertrockneten Hexenbesen.

[ ![Starker Befall durch die Heckenkirschenblattlaus.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_8_starker_befall_durch_die_heckenkirschenblattlaus.jpg.webp?h=ddb1ad0c&itok=ysxHch_P "Starker Befall durch die Heckenkirschenblattlaus.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_8_starker_befall_durch_die_heckenkirschenblattlaus.jpg)© Klaus Margraf

Starker Befall durch die Heckenkirschenblattlaus.

[ ![Minierfliegengänge in Lonicerablättern.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_10_minierfliegengaenge_in_lonicerablaettern.jpg.webp?h=6ec058a4&itok=-YfxRADs "Minierfliegengänge in Lonicerablättern.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_10_minierfliegengaenge_in_lonicerablaettern.jpg)© Klaus Margraf

Minierfliegengänge in Lonicerablättern.

## Weiße Watteflocken an Zweigen

An den Zweigen und Blattunterseiten vor allem an *Lonicera tatarica* sitzen in Kolonien Blattläuse, die durch ihre weißen Wachsausscheidungen besonders auffällig sind und deshalb Ähnlichkeit mit Blutläusen haben.

Ursache: Wollige Geißblattlaus – *Stagona xylostei* *(Pemphigus lonicerae, P.xylostei)*

Abhilfe: Meist ist der Befall auffällig, aber nicht sehr schädigend, sodass keine Behandlungen nötig sind.

## Hexenbesen an den Triebspitzen

Vorzugsweise an *Lonicera tatarica* tritt eine Blattlaus mit einem ungewöhnlichen Schadbild auf. Durch die Saugtätigkeit dieser Blattlaus entstehen an den Triebspitzen auffällige 15 bis 20 Zentimeter lange, dicht beblätterte, buschig herabhängende, hexenbesenartige Gebilde. Die Hexenbesen werden aus den für das Folgejahr angelegten Knospen gebildet. Dabei sind alle Übergänge zu finden, von wenigen Trieben in annähernd normaler Stärke bis zu einer Unzahl fadendünner deformierter Triebe. An diesen Austrieben sind die Blätter fast ausschließlich abnorm klein, längsgefaltet und sind oft gelblich und rötlich verfärbt. Gelegentlich kann auch eine gelblich verfärbte Verdickung der Blattnerven festgestellt werden. Häufig vertrocknen an den Hexenbesen die Blätter vorzeitig, verbleiben aber über den Winter in diesem Zustand an den Gehölzen. Durch diese Gallenbildung wird der Schmuckwert der Sträucher stark beeinträchtigt. Das hat zur Folge, dass *Lonicera tatarica* seltener neu angepflanzt wird.

Ursache: Heckenkirschen-Hexenbesenlaus – *Hyadaphis tataricae*

In der fortgeschrittenen Vegetationsperiode kann man diese Läuse auch an normalen, unvergallten, vollreifen Blättern finden. Die olivgrünen Eier werden an die Nodien und Knospen abgelegt, wo sie überwintern.

Abhilfe: Bei Bedarf kann man zugelassene Insektizide einsetzen.

## Blätter und junge Triebe verkrüppeln

Die Blätter werden weißlich-gelblich diffus gefleckt und rollen sich teils nur mit einer Hälfte der Blattspreite nach unten ein. Junge Triebe und Blätter verkrüppeln. Blätter und Triebspitzen können schließlich verbräunen.

Ursache: Heckenkirschenblattlaus, Rohrglanzgrasblattlaus – *Rhopalomyzus (Aphis, Myzus) lonicerae*

Im Frühjahr sind an den Befallsstellen noch die 2 bis 3 Millimeter großen, grünlich-gelben Blattläuse zu erkennen. Sie verlassen aber bald diesen Wirt, um vom Sommer bis zum Herbst auf dem Rohrglanzgras weiter zu leben. Von dort kehren sie im Herbst zur Lonicera zurück, saugen zunächst hier wieder an den Blättern und legen dann ihre Eier ab, die überwintern*.*

Abhilfe: Bei geringem Befall sind keine Maßnahmen nötig. Ansonsten sollten rechtzeitig beim Sichtbarwerden erster Schäden zugelassene Insektizide eingesetzt werden.

## Minierte Blätter

Es werden relativ kleine Minen gebildet, die sich dann erweitern. Auf einem Blatt können mehrere Minen vorkommen.

Ursache: Minierfliegen – *Paraphytomyza lonicerae* und andere Arten

Der Schädling hat nur eine Generation jährlich, sodass Larven nur im Frühsommer in den Minen gefunden werden können. Minierfliegengänge sind an Lonicera-Arten häufig zu beobachten. Andere Minierfliegenarten bilden längere und breitere Gänge aus, in denen man im Durchlicht Kotbänder erkennen kann, oder die Miniergänge verlaufen teilweise auf der Blattmittelrippe. Zur genauen Artbestimmung wäre eine Laboruntersuchung nötig, die allerdings nur von akademischem Wert wäre, da sie keinen Einfluss auf direkte Bekämpfungsmaßnahmen hat. Ein besonderes Schadbild verursacht *Phytomyza aprilina (P. lonicerella)* mit einem zunächst sternförmigem Miniergang, der erst später linienförmig wird.

Abhilfe: Bekämpfungsmaßnahmen sollten nur in Ausnahmefällen erforderlich werden, da trotz des verbreiteten Vorkommens der verschiedenen Minierfliegen kaum mit Schäden zu rechnen ist.

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08.04.2020

Schäden an Euonymus – Spindelbaum, Pfaffenhütchen

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07.04.2011

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13.02.2020

Schäden an Mandelbäumchen

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25.04.2016

Schäden an Flieder

Fliedersträucher, hier meist die Syringa-vulgaris-Hybriden, findet man in fast jedem Garten. Sie bieten mit ihren weißen, lila, violetten oder rötlichen, einfachen und gefüllten Blütenrispen eine gestalterische Vielfalt und betören mit ihrem Duft. Für einen reichen Flor sind sie ausreichend mit Dünger zu versorgen, im Abstand mehrerer Jahre zu verjüngen und regelmäßig auf mögliche Schaderreger zu kontrollieren. Die Freude an diesen Blütensträuchern kann durch verschiedene Schädlinge und Krankheiten verdorben werden. Im Folgenden werden häufiger vorkommende Schädigungen oder solche, die ein auffälliges Schadbild verursachen, näher beschrieben.

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27.04.2017

Schäden an Buchenblättern durch Buchengallmücke, Frostspanner &amp; Co.

Von der Buche gibt es zahlreiche Sorten, die in der Garten- und Landschaftsgestaltung verwendet werden. Wir finden sie als Hecken und als Solitärs mit hängenden Ästen, die ein besonderer Blickfang sind. Ausgesprochen attraktiv sind die rotlaubigen Sorten. Buchen stellen zwar keine besonderen Ansprüche an den Boden, sie sind aber empfindlich gegenüber verdichteten Böden und schlechter Wasserversorgung. Die im Folgenden beschriebenen Blattschäden an Buchen sind sehr auffällig und beeinträchtigen den Schmuckwert, haben aber keine gravierenden Auswirkungen auf die weitere Entwicklung von älteren Gehölzen.

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[ ![Schlingfaden hat es auf Gallwespen abgesehen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/178531_quer_jpg_4738104rice_university.jpg.webp?h=51a12e14&itok=MuUGeiKA)

21.12.2018

Schlingfaden hat es auf Gallwespen abgesehen

Der Schlingfaden Cassytha filiformis ist ein Parasit und zapft Eichen an, um von ihnen Nährstoffe zu bekommen. Gleichzeitig tötet er parasitische Gallwespen, die ihrerseits die Eichen parasitieren. Das Doppelagenten-Dasein hat eine Forschergruppe um Scott P. Egan von der Rice University in Houston entdeckt.

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03.08.2018

Gitterroste nicht nur an Birnen

Allgemein bekannt ist der Birnengitterrost, der sich im Laufe der Jahre zu einer gefährlichen Krankheit an Birnen im Haus- und Kleingarten entwickelt hat. Ähnliche Schadsymptome treten auch von Verwandten des Birnengitterrosts an Crataegus- und Sorbus-Arten auf. Sie sind zwar örtlich sehr auffällig, haben aber noch nicht das Schadausmaß des Birnengitterrosts erreicht.

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