# Kaltkeimer im Januar aussäen

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/kaltkeimer-im-januar-aussaeen
- Language: de
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- Created: 2019-12-19T14:32:45+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
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- Topics: Haus & Garten
- Teaser text: Wer sich im Frühjahr über Schlüsselblumen, Alpenveilchen, Glockenblumen oder Pfingstrosen in seinem Garten freuen möchte, der sollte diese am besten im Januar aussäen. Denn die Pflanzen gehören zu den sogenannten Kaltkeimern, deren Samen erst anfangen zu wachsen, wenn sie sich mindestens über einen Zeitraum von sechs Wochen in kalter, feuchter Erde befinden.

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© istock Alpenveilchen gehören zu den Kaltkeimern.

09.01.2020

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Alpenveilchen gehören zu den Kaltkeimern.

09.01.2020

# Kaltkeimer im Januar aussäen

## Manches Saatgut mag es kalt

Wer sich im Frühjahr über Schlüsselblumen, Alpenveilchen, Glockenblumen oder Pfingstrosen in seinem Garten freuen möchte, der sollte diese am besten im Januar aussäen. Denn die Pflanzen gehören zu den sogenannten Kaltkeimern, deren Samen erst anfangen zu wachsen, wenn sie sich mindestens über einen Zeitraum von sechs Wochen in kalter, feuchter Erde befinden.

[ ![Alpenveilchen gehören zu den Kaltkeimern.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/cyclamenbluetenknospen_1131356627l_istock.jpg.webp?h=c549983f&itok=akk4lwOi "Alpenveilchen gehören zu den Kaltkeimern.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/cyclamenbluetenknospen_1131356627l_istock.jpg)© istock

Alpenveilchen gehören zu den Kaltkeimern.

[ ![Auch Schlüsselblumen wachsen erst durch Kältereize.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/primel_515049389m_istock.jpg.webp?h=df1f1a57&itok=waiLXpTI "Auch Schlüsselblumen wachsen erst durch Kältereize.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/primel_515049389m_istock.jpg)© istock

Auch Schlüsselblumen wachsen erst durch Kältereize.

[ ![Die Kaltkeimer stammen häufig aus Gebirgsregionen mit kalten Wintern.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/glockenblumen_im_gebirge_1182038645l_istock.jpg.webp?h=119335f7&itok=rDlu6S3q "Die Kaltkeimer stammen häufig aus Gebirgsregionen mit kalten Wintern.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/glockenblumen_im_gebirge_1182038645l_istock.jpg)© istock

Die Kaltkeimer stammen häufig aus Gebirgsregionen mit kalten Wintern.

[ ![Draußen im Beet oder im Kühlschrank bekommen die Samen in der Anzuchtschale den nötigen Kältereiz.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/aussaattoepfe_1144160757l_istock.jpg.webp?h=119335f7&itok=bBvcaTob "Draußen im Beet oder im Kühlschrank bekommen die Samen in der Anzuchtschale den nötigen Kältereiz.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/aussaattoepfe_1144160757l_istock.jpg)© istock

Draußen im Beet oder im Kühlschrank bekommen die Samen in der Anzuchtschale den nötigen Kältereiz.

Am Anfang des Jahres ist die Witterung meist optimal für das Säen von Kaltkeimern, denn dann bekommt das Saatgut genug Kälte, um mit Beginn des Frühlings auszuschlagen. Sollte es einmal zu warm sein, bekommen die Samen auch im Kühlschrank den benötigten Kältereiz. Wir erklären, was Sie bei Kaltkeimern beachten sollten und wie es mit der Aussaat klappt.

## Was sind eigentlich Kaltkeimer?

Dass die Samen der Kaltkeimer erst bei niedrigen Temperaturen keimen, liegt an einer raffinierten Strategie, mit denen sich die Pflanzen vor dem Erfrieren schützen: Durch den Kältereiz baut sich ein Hormon ab, dass die vorzeitige Keimung verhindert. Etwa sechs Wochen dauert dieser Prozess, bis der Samen zu keimen beginnt. Dann besteht in der freien Natur meist keine Gefahr mehr, dass die jungen Pflanzen erfrieren. Zu den Kaltkeimern gehören viele Stauden wie Enzian, Christ- und Pfingstrose, Glockenblume, Akelei, aber auch Primelgewächse wie die Schlüsselblume und das Alpenveilchen. Diese stammen meist aus gemäßigten oder subarktischen Klimazonen sowie aus Gebirgsregionen mit kalten Wintern.

## Kaltkeimer aussäen – so geht‘s

Säen Sie die Kaltkeimer einfach in eine Schale oder Blumentöpfe mit Anzuchterde. Alternativ können Sie die Samen auch direkt ins Beet säen. Wichtig ist, dass der Boden immer eine gewisse Feuchtigkeit hat, damit sich die Sämlinge entwickeln können. Verteilen Sie das Saatgut gleichmäßig auf dem Substrat und bedecken Sie sie mit einer dünnen Schicht Erde. Das funktioniert besonders gut mithilfe eines Erdsiebs. Je kleiner die Samen, desto dünner darf die Erdschicht sein. Dann sollten sie alles vorsichtig andrücken und mit einem Sprüher befeuchten. Nun können Sie die Pflanzschale oder die Blumentöpfe in den Garten stellen. Eine Abdeckung aus feinem Maschendraht verhindert, dass sich Vögel an den Samen bedienen.

Tipp: Bei manchen Kaltkeimern wird auf den Samentütchen empfohlen, das Saatgut zunächst an einem warmen Ort vorquellen zu lassen, damit es gut keimt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Samen in einem offenen Gefäß lagern und vor der Aussaat für einige Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

## Kaltkeimer im Kühlschrank aktivieren

Fall Sie es verpasst haben, Kaltkeimer im Winter auszusäen oder einfach sicher sein möchten, dass die Samen genug Kälte abbekommen, können Sie die Pflanzen auch im Kühlschrank vorziehen. Der Nachteil ist zwar, dass Sie für dieses Prozedere ein Kühlschrankfach blockieren, andererseits ist das Gelingen garantiert. Stellen Sie für diese Methode einfach eine Aussaatschale mit den Samen für zwei Wochen mit Klarsichtfolie bedeckt bei Zimmertemperatur auf und achten Sie darauf, dass die Erde immer feucht ist. Auch in den folgenden etwa vier Wochen im Kühlschrank sollte die Anzuchterde immer gut befeuchtet werden. Spätestens nach acht Wochen können die Keimlinge an einen wärmeren Ort umgesetzt werden, idealerweise schon in den Garten. Um die 12 Grad Celsius sind für das Wachstum von Akelei, Glockenblume und Co. optimal.

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[ ![Christrosen – blühen auch zu Weihnachten ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/christrose_wiki..jpg.webp?h=62a86855&itok=uFcaGy14)

21.12.2010

Christrosen – blühen auch zu Weihnachten

Die Christrose als Heil- und Giftpflanze spielt seit dem Mittelalter eine Rolle. Als Gartenpflanze ist sie hier zu Lande seit dem zwölften Jahrhundert bekannt. Die Heimat der Christrose sind die Ost- und Südalpen sowie die Karpaten. Bei uns kann sie schon von Dezember an und bis in den März blühen. Sie ist ein rechter Lichtblick im winterlichen Garten, wenn sich ihre großen Blüten mit den weißen, zum Teil auch geröteten Blütenblättern und ihrem dichten Kranz gelber Staubgefäße hervorwagen. Christrosen blühen auch im Schnee. Die 25 Zentimeter hohe Bergwaldpflanze braucht einen kalkhaltigen, humusreichen Boden und gedeiht am besten unter laubabwerfenden Gehölzen, die für Licht im Winter und Halbschatten im Sommer sorgen. Ganz ohne Pflege geht es nicht: Ein Feind aller Christrosen ist die Schwarzfleckenkrankheit. Befallene Blätter sollte man ein- bis zweimal im Jahr entfernen.

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[ ![Schäden an Pfingstrosen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild_1_ueppig_bluehende_strauchpaeonie.jpg.webp?h=94b28deb&itok=qGIDqD3f)

03.05.2018

Schäden an Pfingstrosen

Die Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae) hat nur eine Gattung (Paeonia) mit zahlreichen Arten und Unterarten. Pfingstrosen sind schon seit über 2500 Jahren in China bekannt. Von den Pflanzen gibt es zwei Gruppen: Stauden-Pfingstrosen wachsen krautig, ihre oberirdischen Teile sterben im Herbst ab. Sie treiben im Frühjahr aus dem Wurzelstock wieder aus. Die Strauch-Pfingstrosen haben verholzte Äste und Zweige. Hier fallen die Blätter im Herbst auch ab. Die Sträucher können über 2,50 Meter hoch werden. Die züchterische Bearbeitung hat bei beiden Gruppen zu vielen attraktiven Sorten geführt. So gehören sowohl Stauden- als auch Strauch-Pfingstrosen zu den attraktiven Blütenpflanzen im Garten und verzaubern mit einer reichen Farbpalette, unterschiedlichen Blütenformen und teils betörendem Duft. Die Freude an den Pflanzen kann aber durch einige häufiger vorkommende Krankheiten getrübt werden.

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[ ![Knoblauchartiges Gemüse aus dem Wald](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/baerlauch_9227549m_istock.jpg.webp?h=70706a95&itok=HXKlyFaq)

13.05.2015

Knoblauchartiges Gemüse aus dem Wald

Allium ursinum, Bären-Lauch, so heißt der Bärlauch mit seinem lateinischen Namen. Woher aber der Bär in seinem Namen kommt, ist nicht genau bekannt. Das grüne Blattgemüse aus dem Wald riecht ähnlich wie Knoblauch, ist aber nicht ganz so scharf. Jetzt hat der Bärlauch gerade wieder Saison und erfreut Genießer mit seinem frisch-würzigen Geschmack.

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