# Baum des Jahres 2018: Die Esskastanie

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/baum-des-jahres-2018-die-esskastanie
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- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2017-11-16T12:51:45+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:26:31+00:00
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- Topics: Biodiversität / Artenvielfalt, Haus & Garten, Nachhaltigkeit
- Teaser text: Die Esskastanie (Castanea sativa) ist in Deutschland eine eher seltene Baumart. Doch wo sie steht, überrascht sie mit ihren kulinarischen und praktischen Möglichkeiten. Daher steht 2018 im Zeichen der Esskastanie, verkündete die „Baum des Jahres Stiftung“ Ende Oktober, und ernannte sie damit zum inzwischen 30. Jahresbaum seit 1989.

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© Fotolia Kastanienbaum mit Früchten.

21.11.2017

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Kastanienbaum mit Früchten.

21.11.2017

# Baum des Jahres 2018: Die Esskastanie

## Ein Baum mit Geschichte und Zukunft

Die Esskastanie *(Castanea sativa)* ist in Deutschland eine eher seltene Baumart. Doch wo sie steht, überrascht sie mit ihren kulinarischen und praktischen Möglichkeiten. Daher steht 2018 im Zeichen der Esskastanie, verkündete die „[Baum des Jahres Stiftung](http://baum-des-jahres.de/index.php)“ Ende Oktober, und ernannte sie damit zum inzwischen 30. Jahresbaum seit 1989.

[ ![Kastanienbaum mit Früchten.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/kastanienbaum_mit_fruechten_120164247l_fotolia.jpg.webp?h=ccfd966b&itok=vkRv0-LH "Kastanienbaum mit Früchten.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/kastanienbaum_mit_fruechten_120164247l_fotolia.jpg)© Fotolia

Kastanienbaum mit Früchten.

[ ![Die Esskastanie ist Baum des Jahres 2018.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/ess-kastanie_c_andreas_roloff.jpg.webp?h=eb95e2f9&itok=HSmGv251 "Die Esskastanie ist Baum des Jahres 2018.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/ess-kastanie_c_andreas_roloff.jpg)© A. Roloff

Die Esskastanie ist Baum des Jahres 2018.

[ ![Geröstete Maronen sind in der kalten Jahreszeit beliebt.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/geroestete_maronen_2170_01627_adpic_-_kopie.jpg.webp?h=34e0dbd8&itok=XDpaHNAy "Geröstete Maronen sind in der kalten Jahreszeit beliebt.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/geroestete_maronen_2170_01627_adpic_-_kopie.jpg)© adpic

Geröstete Maronen sind in der kalten Jahreszeit beliebt.

[ ![Auch im Kuchen sind sie eine leckere Zutat.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/maronenkuchen2170_01317_adpic_-_kopie.jpg.webp?h=74f70762&itok=oISs6XOO "Auch im Kuchen sind sie eine leckere Zutat.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/maronenkuchen2170_01317_adpic_-_kopie.jpg)© adpic

Auch im Kuchen sind sie eine leckere Zutat.

## Die seltene Edelkastanie

Die [Deutsche Baumkönigin 2018](https://www.baum-des-jahres.de/baeume-1989-2020/ess-kastanie/baumkoenigin/), Anne Köhler, erklärt: „Die Esskastanie hat in unseren Breiten eine junge Geschichte. Sie gilt nicht als heimische Baumart, gehört aber – zumindest in Südwestdeutschland – längst in die Kulturlandschaft.“ Die Baumart steht vor allem in Parkanlagen und Gärten. Im Frühsommer ist ihre gelblich-weiße Blütenpracht auffallend schön. Im Oktober fallen ihre großen, runden und mit unzähligen Stacheln besetzten Früchte herunter, platzen auf und es kommen mahagonibraune, glänzende Kastanien zum Vorschein. Auch wenn es der Name vermuten lässt, haben Ess- und Rosskastanie wenig gemeinsam: Während die Esskastanie eng mit Buchen und Eichen verwandt ist, zählt die Rosskastanie zu den Seifenbaumgewächsen.

## Mehr als eine Nascherei auf dem Weihnachtsmarkt

Esskastanien sind fettarm, stärkereich und schmecken süßlich. Man kann sie als Bratenfüllung, in Süßspeisen oder als „heiße Maroni“ genießen. Früher waren die Kastanien nach Missernten oft DIE lebensrettende Nahrung – sie galten als das „Brot der Armen“.

Als Weizen-Alternative könnte die Esskastanie bald ein Comeback erleben: Die Früchte lassen sich in getrockneter Form mahlen. Brot und Gebäck aus Esskastanien-Mehl sind glutenfrei und damit für Allergiker gut geeignet. Die Kastanienfrüchte kommen hierzulande vorwiegend aus Italien, Frankreich, Spanien und der Türkei.

## Früher: Stütze für den Weinbau

Die Römer brachten die Esskastanie vor rund 2000 Jahren über die Alpen. Sie etablierten den Baum vor allem entlang des Rheins, der Nahe, der Mosel und der Saar. Seitdem gehörten der Weinbau und die Esskastanie zusammen: Das Kastanienholz verrottet langsam und eignete sich so optimal zur Fertigung der Rebstöcke. Meist wuchs der Esskastanien-Hain oberhalb des Weinbergs. Außerdem war das Holz gutes Material für Hausbau, Masten, Brennholz und vieles mehr. Heute sind Rebstöcke meist aus Metall, Beton oder Plastik gefertigt.

## Ein Holz der Zukunft?

Die Esskastanie ist anpassungsfähig und wärmeresistent und kommt mit den klimatischen Bedingungen unserer Breiten gut zurecht. Bisher findet man sie selten im Wald. Aber die Forstwirtschaft forscht seit einigen Jahren, ob die Esskastanie in unseren Wäldern hochwertiges Holz für langlebige Bau- und Möbelprodukte liefern könnte. Auch für die Energieholzproduktion ist die Kastanie mit ihrem hohen Brennwert interessant.

## Zur Wahl „Baum des Jahres“

Bereits seit 1989 wird der Baum des Jahres gewählt. Die Auswahl trifft die gleichnamige Stiftung und ein Kuratorium aus Fachleuten, Verbänden und Wissenschaftlern. Die Auszeichnung soll Bäumen, die nur wenig Beachtung finden oder sogar gefährdet sind, mehr Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen. Die [Internetseite der Stiftung](http://www.baum-des-jahres.de/) bietet viele Informationen zum jeweiligen Preisträger.

Die Vorgänger der letzten Jahre:

- [Baum des Jahres 2017: Die Fichte](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/baum-des-jahres-2017-die-fichte)
- [Baum des Jahres 2016: Die Winterlinde](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/baum-des-jahres-2016-die-winter-linde)
- [Baum des Jahres 2015: Der Feldahorn](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/der-feldahorn-ist-der-baum-des-jahres-2015)
- [Baum des Jahres 2014: Die Trauben-Eiche](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/langlebig-und-robust)
- [Baum des Jahres 2013: Der Wildapfel](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/baum-des-jahres-2013-ist-der-wildapfel)
- [Baum des Jahres 2012: Die Europäische Lärche](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/europaeische-laerche-zum-baum-des-jahres-2012-gekuert)
- [Baum des Jahres 2011: Die Elsbeere](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/die-elsbeere-baum-des-jahres-2011)
- [Baum des Jahres 2010: Die Vogel-Kirsche](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/baum-des-jahres-2010-ist-die-vogel-kirsche)

## Weitere Beiträge

[ ![Schweizer Esskastanien werden Opfer eines Pilzes](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/esskastanie_665467498_istock.jpg.webp?h=f27597d0&itok=T8bwNp6u)

02.12.2008

Schweizer Esskastanien werden Opfer eines Pilzes

Um 80 Prozent hat ein Pilz die diesjährige Esskastanienernte im Tessin einbrechen lassen. Der pilzliche Blattfleckenerreger nutzte das nasse Frühjahr 2008, um sich bis nach Norditalien auszubreiten. Im nächsten Jahr kann die Kastanienernte unter günstigeren Witterungsbedingungen aber wieder bedeutend besser ausfallen. Bleibende Schäden hat dagegen ein anderer Pilz in den USA angerichtet: Der Erreger des Kastanienrindenkrebses zerstörte im letzten Jahrhundert innerhalb von 30 Jahren die ausgedehnten Bestände der Kastanienbäume im Osten des Landes fast vollständig.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/schweizer-esskastanien-werden-opfer-eines-pilzes)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/schweizer-esskastanien-werden-opfer-eines-pilzes)

[ ![Die Edelkastanien-Gallwespe](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/5410749.jpg.webp?h=37b18a05&itok=13qxhS_A)

26.05.2015

Die Edelkastanien-Gallwespe

Mit nur wenigen Millimetern Länge ist die Edelkastanien-Gallwespe recht unauffällig. Ihre Eier, die sie ausschließlich in Edelkastanien ablegt, sind so klein, dass sie mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Deutlich erkennbar sind dagegen die Schäden, die die Larven der Gallwespe an ihren Wirtsbäumen anrichten. Seit dem Jahr 2002 breitet sich der Schädling durch Pflanzenhandel und auf natürlichen Wegen auch in Europa aus.

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[ ![Wenn Kastanien bluten](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/entnahme-von-bakterienschleim-einer-blutenden-kastanie-zur-weiteren-untersuchung.jpg.webp?h=2a479378&itok=G7Hzrro3)

08.04.2008

Wenn Kastanien bluten

Schwarze, nässende Verfärbungen an Stamm und Ästen brachten dem Kastaniensterben den Namen ‚bleeding cancer’ ein, zu deutsch ‚blutender Krebs’. Auslöser ist das Bakterium Pseudomonas syringae pv. aesculi. Baumfreunde können wenig tun: erkrankte Äste zurückschneiden und auf die Selbstheilungskräfte der Natur hoffen. Die Baumkrankheit tritt bereits seit einigen Jahren in Großbritannien, Belgien und den Niederlanden auf und hat inzwischen Deutschland erreicht. In Nordrhein-Westfalen erfasst der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer die Schäden, untersucht kranke Bäume und berät Gartenbesitzer und Betreiber öffentlicher Grünflächen. Profil Online sprach mit Dr. Monika Heupel, Expertin für Pflanzenerkrankungen des Pflanzenschutzdienstes in Bonn-Roleber.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/wenn-kastanien-bluten)

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