Wiki-Datenbank für Pflanzenkrankheiten, Schädlings- und Unkrautbekämpfung online verfügbar

28.10.2014 Forschung & Technik

Pflanzenschutz-Recherche im Internet

Annähernd 130 000 Publikationen umfasst inzwischen die vor zwei Jahren gestartete weltweit nutzbare Recherchedatenbank PestinfoWiki (www.pestinfo.org) für Wissenschaftler, Studenten und Fachleute. „Pestinfo.org ermöglicht weltweit Expertenaustausch und -vernetzung“, erklärt Prof. Dr. Stefan Vidal, Wissenschaftler der Universität Göttingen und aktueller Präsident der Internationalen Gesellschaft für Pflanzenschutzinformationen (International Society for Pest Information e. V., ISPI), die das Portal seit dem Jahr 2001 betreibt.

2001 wurde die Internationale Gesellschaft für Pflanzenschutzinformationen gegründet. Ihr Ziel ist es, eine weltweit nutzbare, nicht kommerzielle Recherchedatenbank für Wissenschaftler, Studenten und Fachleute aus den Bereichen Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung bereitzustellen. Es begann auf CD-ROM, heute ist das geballte Wissen in die frei zugängliche Wiki-Datenbank www.pestinfo.org übertragen.

Große Informationsvielfalt in mehreren Sprachen

Sie umfasst die Zusammenfassungen wissenschaftlicher Veröffentlichungen sowie Artenportraits von Schädlingen und Unkräutern. Die zitierten Artikel sind zu den Websites der Fachzeitschriften verlinkt. Suchergebnisse können mit einem Filter weiter verfeinert werden. So lassen sich Publikationen zu Schädlingen nach relevanten natürlichen Gegenspielern, Wirtspflanzen oder auch weltweit nach Regionen suchen. Fündig werden Suchende meist auch, wenn sie den Namen eines Schaderregers in deutscher, französischer, spanischer oder portugiesischer Sprache eingeben.

Umfangreiche Verknüpfungen mit frei zugänglichen Fotos

Auch Foto-Datenbanken zu Schadbildern oder Diagnose -Fotos können sowohl Fachwissenschaftler als auch Studenten für ihre Recherchen nutzen. Freie Bildquellen (zum Beispiel die Bilddatenbank der Landwirtschaftsbehörde der Vereinigten Staaten, USDA) sind eingebunden. Die Fotos können unter Berücksichtigung der Quellenangabe in Vorträgen, zu Fortbildungen und sogar in Veröffentlichungen genutzt werden.

Seriöse Recherchequelle auch für Wissenschaftsjournalisten

Die englischsprachige Datenbank wird laufend aktualisiert und ergänzt. Interessierte können nach Zuteilung eines Passworts an ihr mitarbeiten. Wissenschaftler können ihre Veröffentlichungen mit Hilfe einer Eingabemaske eintragen. So wird die Datenbank lebendig und attraktiv. Veränderungen und neue Einträge werden durch eine fachlich kompetente Administration geprüft, um die erforderliche Qualität der Datenbank zu gewährleisten. Die Startseite bietet außerdem einen Querschnitt von neuen Fachartikeln aus dem Bereich Pflanzenschutz an. Pestinfo.org ist damit auch eine gute Recherchequelle für Wissenschaftsjournalisten.