# Weniger Pyrrolizidinalkaloide in Arzneipflanzen

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- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/weniger-pyrrolizidinalkaloide-arzneipflanzen
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2016-05-06T12:41:39+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Gesundheit / Verbraucherschutz, Forschung / Biotech, Lebensmittel / Ernährung
- Teaser text: Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind pflanzliche Schutzstoffe gegen Fressfeinde. Einige davon sind für uns Menschen stark Leber schädigend. Zur Verringerung der PA-Gehalte in Arzneimitteln oder Kräutertees wurden nun mehrere Forschungsprojekte gestartet; ein Teilprojekt davon befasst sich mit einer Unkrautdatenbank und der Erprobung einer optimierten Herbizid-Strategie im Heilpflanzen-Anbau.

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© Fotolia Zur Verringerung der Pyrrolizidinalkaloide (PA) u. a. in Kräutertees wurden verschiedene Forschungsprojekte gestartet.

14.06.2016

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Zur Verringerung der Pyrrolizidinalkaloide (PA) u. a. in Kräutertees wurden verschiedene Forschungsprojekte gestartet.

14.06.2016

# Weniger Pyrrolizidinalkaloide in Arzneipflanzen

## Mehrere Forschungsprojekte gestartet

Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind pflanzliche Schutzstoffe gegen Fressfeinde. Einige davon sind für uns Menschen stark Leber schädigend. Zur Verringerung der PA-Gehalte in Arzneimitteln oder Kräutertees wurden nun mehrere Forschungsprojekte gestartet; ein Teilprojekt davon befasst sich mit einer Unkrautdatenbank und der Erprobung einer optimierten Herbizid-Strategie im Heilpflanzen-Anbau.

[ ![Zur Verringerung der Pyrrolizidinalkaloide (PA) u. a. in Kräutertees wurden verschiedene Forschungsprojekte gestartet.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/kraeutertee_101229259l_fotolia.jpg.webp?h=ccfd966b&itok=VtV-NcH5 "Zur Verringerung der Pyrrolizidinalkaloide (PA) u. a. in Kräutertees wurden verschiedene Forschungsprojekte gestartet.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/kraeutertee_101229259l_fotolia.jpg)© Fotolia

Zur Verringerung der Pyrrolizidinalkaloide (PA) u. a. in Kräutertees wurden verschiedene Forschungsprojekte gestartet.

[ ![Auch das Acker-Vergissmeinnicht kann die Ursache für zu hohe PA-Gehalte sein.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/ackervergissmeinnicht_wiki.jpg.webp?h=685efcb0&itok=-AQzcIJy "Auch das Acker-Vergissmeinnicht kann die Ursache für zu hohe PA-Gehalte sein.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/ackervergissmeinnicht_wiki.jpg)© Jörg Hempel, Wikipedia

Auch das Acker-Vergissmeinnicht kann die Ursache für zu hohe PA-Gehalte sein.

Pyrrolizidinalkaloide (PA) kommen in mehr als 6000 Pflanzenarten vor. Sie sollen die Pflanzen vor Fressfeinden schützen. Einige PA-Verbindungen sind aber nicht nur für Nematoden oder Insekten giftig, sondern auch für unsere Weidetiere und uns Menschen, da ihre Abbauprodukte die Leber schädigen können. Bekannt sind die Pyrrolizidinalkaloide unter anderem durch das Jakobskreuzkraut. Vor kurzem wies das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Rahmen eines Forschungsprojekts in Teeproben zu hohe PA-Werte nach. Die Ursache sind weltweit vorkommende Ackerunkräuter wie Gemeines Kreuzkraut, Acker-Vergissmeinnicht, Hundszunge oder Natternkopf. Die Senkung der PA-Gehalte ist für die ganze Prozesskette über den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung eine große Herausforderung. Verschiedene Verbände und Institutionen der Arzneimittelbranche haben Ende 2015 einen „Code of Practice – PA in pflanzlichen Rohstoffen für Arzneimittel“ erarbeitet und beteiligen sich an weiteren Forschungsprojekten.

## Beikrautregulierung durch chemischen Pflanzenschutz

Für die Anbauer der Arzneipflanzen, Landwirte oder Gartenbaubetriebe ist vor allem die Frage nach Möglichkeiten des chemischen Pflanzenschutzes entscheidend, da mechanische Methoden wie Hacken oder Striegeln im Arzneipflanzenbau öfter an ihre Grenzen stoßen und nicht den gewünschten Erfolg bringen. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist allerdings durch die rigide europäische Gesetzgebung eingeschränkt, die Liste zur Verfügung stehender wirksamer Stoffe wird zunehmend kleiner.

Um eine interdisziplinäre Problemlösung über die gesamte Prozesskette zu erreichen, wurde bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) ein vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördertes Verbundvorhaben gestartet. Es trägt den sperrigen Titel „Erfassung der standortabhängigen und kulturpflanzenspezifischen Beikrautflora in Arzneipflanzenbeständen unter besonderer Berücksichtigung Pyrrolizidinalkaloid-haltiger Unkräuter; Teilvorhaben 1: Erfassung der Unkrautflora und Erstellung einer PA-Unkrautdatenbank.“ Die Unkrautdatenbank soll über die Unkräuter Auskunft geben, die bei den manuellen, mechanischen oder chemischen Unkrautbekämpfungsmaßnahmen der jeweiligen Anbauverfahren nicht erkannt oder nicht ausreichend erfasst werden. In weiteren Forschungsprojekten sollen selektive Pflanzenschutz-Maßnahmen wie Teilflächen- und Zwischenreihenbehandlung mit Herbiziden und verschiedene Applikationstechniken erforscht werden sowie die Entwicklung und Zulassung geeigneter Herbizide vorangetrieben werden.

## Weitere Informationen

16\. BfR-Forum Verbraucherschutz 3.12.15 "Pyrrolizidinalkaloide - Herausforderungen an Landwirtschaft und Verbraucherschutz"

[ Mehr erfahren ](http://www.bfr.bund.de/de/uebersicht_der_praesentationen_zum_16__bfr_forum_verbraucherschutz__pyrrolizidinalkaloide___herausforderungen_an_landwirtschaft_und_verbraucherschutz_am_3__dezember_2015-196062.html)

16\. BfR-Forum Verbraucherschutz 4.12.15 "Pyrrolizidinalkaloide - Herausforderungen an Landwirtschaft und Verbraucherschutz"

[ Mehr erfahren ](http://www.bfr.bund.de/de/uebersicht_der_praesentationen_zum_16__bfr_forum_verbraucherschutz__pyrrolizidinalkaloide___herausforderungen_an_landwirtschaft_und_verbraucherschutz_am_4__dezember_2015-196063.html)

BfR-Pressemitteilung vom 27.5.16 "Wie schädigen Pyrrolizidinalkaloide die Leber?"

[ Mehr erfahren ](http://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/2016/18/wie_schaedigen_pyrrolizidinalkaloide_die_leber_-197578.html)

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR)

[ Mehr erfahren ](http://arzneipflanzen.fnr.de/index.php?id=9276&alles=1&status=Inhalt&zeitraum=formular&fkz=22007914&suchefkz=&sucheadresse=&von=01.04.1992&bis=11.07.2015&zeitraum=formular&untertitel=Projekte%20im%20Bereich)

## Weitere Beiträge

[ ![Arzneipflanzenanbau in Deutschland](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/h_00010246.jpg.webp?h=02ce9656&itok=ZnjNQ_MF)

16.01.2014

Arzneipflanzenanbau in Deutschland

Rund 75 verschiedene Heilpflanzen werden in Deutschland auf 13 000 Hektar erwerbsmäßig angebaut. Dabei gelten hohe Qualitätsansprüche, die durch bestes Saatgut, angepasste Produktionsverfahren und abgestimmten Pflanzenschutz sichergestellt werden. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt KAMEL untersucht besonders den Anbau von Kamille, Melisse und Baldrian. Der Name setzt sich aus verschiedenen Buchstaben dieser drei Heilpflanzen zusammen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/arzneipflanzenanbau-deutschland)

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11.02.2014

Spitzwegerich ist "Arzneipflanze des Jahres 2014"

„Erfahrungen aus der Volksmedizin und Laboruntersuchungen zeigen, dass die Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum lindern. Das haben auch verschiedene deutsche und europäische Kommissionen anerkannt“, teilte der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg mit. Mit der Wahl des Spitzwegerichs (Plantago lanceolata) zur Arzneipflanze des Jahres 2014 ist auch ein Aufruf zur Forschung verbunden, denn klinische Studien, die seine heilsame Wirkung nachweisen, liegen noch nicht vor.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/spitzwegerich-ist-arzneipflanze-des-jahres-2014)

](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/spitzwegerich-ist-arzneipflanze-des-jahres-2014)

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27.07.2015

Neues Informationsportal zu Jakobskreuzkraut

Inzwischen hat sich das für Weidetiere giftige Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea L) in Deutschland weit verbreitet. Es schädigt die Leber und kann bis zum Tod der Tiere führen. Ein neues Informationsportal bietet Fotos, Bestimmungshilfen, aktuelle Nachrichten und Bekämpfungs-Tipps.

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