# Traubenduft gegen den Traubenwickler

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/traubenduft-gegen-den-traubenwickler
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2020-03-31T12:17:26+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Forschung / Biotech, Landwirtschaft
- Teaser text: Das Smartphone zur Schädlingsbekämpfung nutzen? Das funktioniert, sagen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Dossenheim/Siebeldingen. Das Smartphone dient dabei als technisches Hilfsmittel, mit dessen Hilfe sich das Auftreten des Weinschädlings besser vorhersagen lässt.

## Content

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/smartphone_im_weinberg_1149982102l_istock.jpg.webp?h=119335f7&itok=Cbb1qV0R)

© istock

Mit der Smartphone-App kann der Schädlingsbefall leichter bestimmt werden.

28.04.2020

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Forschung &amp; Technik ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik) Traubenduft Gegen Den Traubenwickler

## Moderne Schädlingsbekämpfung mit dem Smartphone

Das Smartphone zur Schädlingsbekämpfung nutzen? Das funktioniert, sagen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Dossenheim/Siebeldingen. Das Smartphone dient dabei als technisches Hilfsmittel, mit dessen Hilfe sich das Auftreten des Weinschädlings besser vorhersagen lässt.

[ ![Mit der Smartphone-App kann der Schädlingsbefall leichter bestimmt werden.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/smartphone_im_weinberg_1149982102l_istock.jpg.webp?h=119335f7&itok=mA-gzmC_ "Mit der Smartphone-App kann der Schädlingsbefall leichter bestimmt werden.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/smartphone_im_weinberg_1149982102l_istock.jpg)© istock

Mit der Smartphone-App kann der Schädlingsbefall leichter bestimmt werden.

[ ![Duftstoffsammlung an Weinreben für Verhaltensexperimente mit Traubenwicklern.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2019-24_bild2_duftstoffsammlungweinreben_jki.jpg.webp?h=30c08e7f&itok=9ccPsBLA "Duftstoffsammlung an Weinreben für Verhaltensexperimente mit Traubenwicklern.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2019-24_bild2_duftstoffsammlungweinreben_jki.jpg)© M. Rid / JKI

Duftstoffsammlung an Weinreben für Verhaltensexperimente mit Traubenwicklern.

[ ![Weibchen des Bekreuzten Traubenwicklers auf Weinblatt.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2019-24_bild1_lobesia-botrana_jki.jpg.webp?h=2050bde3&itok=7Fr0bkvA "Weibchen des Bekreuzten Traubenwicklers auf Weinblatt.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2019-24_bild1_lobesia-botrana_jki.jpg)© M. Rid /JKI

Weibchen des Bekreuzten Traubenwicklers auf Weinblatt.

Die Forscherinnen und Forscher des JKI in Dossenheim wollen eine Eiablage-Karte entwickeln, die das Vorkommen von Traubenwicklern prognostiziert. Damit können die Schädlinge gezielt bekämpft werden, und Pflanzenschutzmittel werden eingespart.

## Gefürchteter Traubenschädling

Die weiblichen Falter des Traubwicklers legen ihre Eier an die Rebstöcke und Trauben. Nach dem Schlüpfen der Larven kommt es zu Fraßschäden und in Folge dieser zu Schimmelbefall. Mitte Juli schlüpft die zweite Wickler-Generation, die den Hauptschaden verursacht. Die Weibchen legen dabei ihre Eier auf die Beerenhaut, die schlüpfenden Larven fressen sich in die Beeren hinein. Im Juli/August sind auf den Beeren dunkler gefärbte Stellen um ein Einbohrloch erkennbar. Später werden benachbarte Beeren regelrecht zusammen gesponnen und von innen ausgehöhlt. Diese Befallsnester können Ausgangspunkt für Fäulnis wie Grauschimmel (Botrytis) sein.

## Eiablage-Karte, die besonders gut riecht

Zu wissen, wann und wohin die Weibchen fliegen, kann also die Bekämpfung der Larven enorm verbessern. Denn die jungen Larven müssen erwischt werden, bevor sie in die Beeren eindringen. Mit der Smartphone-App sollen die Winzer zukünftig den Zeitpunkt des Auftretens und die Schwere des Schädlingsbefalls leichter und genauer als bisher bestimmen können. Bislang müssen die Winzer nämlich circa 100 Weintrauben auf die winzigen Eigelege untersuchen, um den Schädlingsbefall zu bestimmen, was mit bloßem Auge fast unmöglich ist. „Wir müssen die Karte für das Eiablage-Monitoring so attraktiv gestalten, dass die weiblichen Traubenwickler bevorzugt dort ihre Eier ablegen wollen“, berichtet Dr. Margit Rid vom JKI-Standort Dossenheim. Die Wissenschaftlerin hat im Rahmen ihrer Doktorarbeit untersucht, an welchen Geruchsreizen sich die Traubenwickler-Weibchen orientieren und welche Oberflächen sie für die Eiablage attraktiv finden. „Wir konnten in Verhaltensexperimenten zeigen, dass die Eiablage-Rate der Weibchen am höchsten ist, wenn Optik, Oberfläche und Geruch stimmen“, fasst Rid die Erkenntnisse zusammen.

Als besonders entscheidend erwies sich jedoch die Wachsschicht auf der Beerenoberfläche mit ihrer Hauptsubstanz Oleanolsäure. Für die Eiablage scheint es für die Traubenwickler-Weibchen also wichtig zu sein, dass es nach Weinbeere riecht. Es wurden vier verschiedene Rebsorten im Versuch eingesetzt. Die Doktorandin Anna Markheiser erforschte am JKI-Standort Siebeldingen, welche Form und Farbe die ideale Eiablage-Karte haben sollte, und untersuchte die Attraktivität weiterer einzelner Duftstoffkomponenten. Mit der Eiablage-Karte und der App ließe sich der Ei-Besatz auf der Karte mit der tatsächlichen Ei-Dichte im Weinberg genau korrelieren. So könnte eine Überschreitung der Schadschwelle festgestellt und dann der Einsatz der Schutzmaßnahmen exakt geplant werden.

Quelle: [JKI](https://www.julius-kuehn.de/presse/pressemeldung/news/pi-nr-24-forscher-setzen-im-kampf-gegen-den-traubenwickler-alles-auf-eine-karte/)

## Weitere Beiträge

[ ![JKI: Mehrfache Resistenz bei neuer Rebsorte Calardis blanc](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/csm_pi2018-9_bild01-calardis_blanc_48b4d8a71a_jki.jpg.webp?h=c9f93661&itok=Sz6dVoX1)

13.07.2018

JKI: Mehrfache Resistenz bei neuer Rebsorte Calardis blanc

Calardis blanc, so heißt die neu gezüchtete Rebsorte des Julius Kühn-Fachinstituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof. Sie ist die erste Sorte mit mehrfacher Resistenz gegen Falschen Mehltau, Schwarzfäule, Grauschimmel und Echten Mehltau. Damit kann der Weinbau in Zukunft nachhaltiger werden, denn diese Pilzkrankheiten werden durch den Klimawandel zunehmen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/jki-mehrfache-resistenz-bei-neuer-rebsorte-calardis-blanc)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/jki-mehrfache-resistenz-bei-neuer-rebsorte-calardis-blanc)

[ ![Robotik ist die Zukunft im Weinberg](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/phenobot_foto_hochschule_geisenheim.jpg.webp?h=22f36514&itok=q9KBu4Cb)

07.10.2016

Robotik ist die Zukunft im Weinberg

Industrieroboter gibt es wie Sand am Meer, aber in der Landwirtschaft haben sie echten Seltenheitswert. Das soll sich ändern. Neue Entwicklungen an der Hochschule Geisenheim geben einen Vorgeschmack auf das, was im Weinbau kommen könnte. Bis zur automatisierten Lese ist es allerdings noch ein weiter Weg.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/robotik-ist-die-zukunft-im-weinberg)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/robotik-ist-die-zukunft-im-weinberg)

[ ![Wenn Trauben vor dem Richter stehen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/bild1_pi_12-16_rebsorte20concord_bearbjki.jpg.webp?h=309f6d22&itok=bf91gnCT)

27.07.2016

Wenn Trauben vor dem Richter stehen

Verwandtschaftsbeziehungen werden ja öfter vor Gericht geklärt, aber dass Rebsorten vor dem Richter stehen, wie jüngst im „Uhudlerprozess“ in Österreich, dürfte doch ziemlich selten sein. Wissenschaftler am Fachinstitut für Rebenzüchtung des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Siebeldingen haben nun die wahre Identität der Rebsorte Ripatella und den Stammbaum der historischen amerikanischen Rebsorte Concord entschlüsselt und konnten damit gerichtlich angeordnete Rodungen im österreichischen Burgenland verhindern.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/wenn-trauben-vor-dem-richter-stehen)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/wenn-trauben-vor-dem-richter-stehen)

[ ![Atlas der Krankheiten, Schädlinge und Nützlinge im Obst- und Weinbau](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/cover_fischer-_kopie.jpg.webp?h=74148de6&itok=jIEmGku5)

21.03.2016

Atlas der Krankheiten, Schädlinge und Nützlinge im Obst- und Weinbau

Um Krankheiten und Pflanzenschäden sachgerecht behandeln zu können, ist es wichtig, die Schäden und die Schadursachen sowie die diese begünstigenden Faktoren und Wachstumsbedingungen richtig zu erkennen. Die für eine exakte Diagnose notwendigen Kenntnisse sind in diesem Atlas für alle Bereiche des Obst- und Weinbaus zusammengetragen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/atlas-der-krankheiten-schaedlinge-und-nuetzlinge-im-obst-und-weinbau)

](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/atlas-der-krankheiten-schaedlinge-und-nuetzlinge-im-obst-und-weinbau)

[ ![Genetische Vielfalt der Reben erhalten ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/geilweilerhof.jpg.webp?h=9e499333&itok=hG2S9CEN)

26.08.2010

Genetische Vielfalt der Reben erhalten

Der Startschuss fiel am 9. Juli 2010. Seitdem bietet die Deutsche Genbank Reben (DGR) die Möglichkeit, kostenlos historische Rebsorten in deutscher Sprache zu recherchieren. Derzeit werden die Daten noch eingepflegt, aber wenn die Genbank fertig ist, werden 2 500 Rebsorten mit etwa 5 000 Akzessionen (Mustern) aufrufbar sein. Die DGR will dazu beitragen, den genetischen Reichtum der alten Kulturpflanze Wein zu bewahren. Jeder Interessierte kann kostenlos Züchtungen erhalten. Derzeit dokumentieren acht Kooperationspartner die Rebsorten nach den Hauptmerkmalen „Erhaltende Einrichtung, Akzessionsname und -nummer, Vitis-Art (lateinisch „Rebe“) sowie Beerenfarbe“. Das Ziel: Eine Genbank mit züchterisch wertvollen historischen Rebsorten und Akzessionen, die einen deutschen Bezug haben. Alleine das Rebenzüchtungsinstitut Geilweilerhof des Julius Kühn-Instituts (JKI) pflegt derzeit etwa 3 900 Rebsorten und Muster ein.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/genetische-vielfalt-der-reben-erhalten)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/genetische-vielfalt-der-reben-erhalten)

[ !["Geisi" ist stark im Weinberg](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/dscf2096.jpg.webp?h=a5eb5da0&itok=QP7hHlJD)

28.07.2014

"Geisi" ist stark im Weinberg

Mit „Geisi“ werden die Karten im Weinberg neu gemischt. Die Neuentwicklung aus Geisenheim kann extrem steile Hänge bearbeiten. Die ferngesteuerte Arbeitsplattform übernimmt große Teile der schweren und gefährlichen Handarbeit. Mit ihrer Hilfe können Steillagen wieder rentabel bewirtschaftet werden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/geisi-ist-stark-im-weinberg)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/geisi-ist-stark-im-weinberg)

[ ![Esca – auf den richtigen Schnitt kommt es an](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/esca3.jpg.webp?h=2394737d&itok=vTQVckz_)

23.09.2014

Esca – auf den richtigen Schnitt kommt es an

Esca ist zu einer wahren Plage im Weinbau geworden. Die Krankheit wird von einer ganzen Schar pilzlicher Schaderreger hervorgerufen, die das Holz in älteren Rebanlagen zerstört. Eine direkte Bekämpfung ist bisher nicht möglich. Zunehmend bewähren sich jetzt Strategien, die zumindest das Auskommen mit dieser Rebenkrankheit erleichtern.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/esca-auf-den-richtigen-schnitt-kommt-es)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/esca-auf-den-richtigen-schnitt-kommt-es)
