# Schneller züchten mit Speedbreeding

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- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/schneller-zuechten-mit-speedbreeding
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2018-05-16T12:24:56+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Forschung / Biotech
- Teaser text: Dreimal so schnell wie bis jetzt, das ist wahrhaft speedy: Mit „Speedbreeding“ können Pflanzen mit positiven Eigenschaften bis zu dreimal schneller als mit den bisherigen Züchtungsmethoden gezüchtet werden. Die neue Methode kann zudem problemlos mit Genom-Editierungsmethoden wie CRISPR kombiniert werden.

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© University of Queensland Dr. Lee Hickey, Queensland University, Brisbane, prüft Weizenähren im Speedbreeding-Gewächshaus.

12.06.2018

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© University of Queensland

Dr. Lee Hickey, Queensland University, Brisbane, prüft Weizenähren im Speedbreeding-Gewächshaus.

12.06.2018

# Schneller züchten mit Speedbreeding

## Aus dem Weltraum an die Erde adaptiert

Dreimal so schnell wie bis jetzt, das ist wahrhaft speedy: Mit „[Speedbreeding](https://www.nature.com/articles/s41477-017-0083-8)“ können Pflanzen mit positiven Eigenschaften bis zu dreimal schneller als mit den bisherigen Züchtungsmethoden gezüchtet werden. Die neue Methode kann zudem problemlos mit Genom-Editierungsmethoden wie [CRISPR](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/neue-zuechtungstechniken-fallen-nicht-unters-gentechnikgesetz) kombiniert werden.

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Dr. Lee Hickey, Queensland University, Brisbane, prüft Weizenähren im Speedbreeding-Gewächshaus.

[ ![Unter den LED-Lampen, die 22 Stunden am Tag leuchten, wächst eine Weizengeneration dreimal so schnell heran wie auf dem Feld.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/speedbreeding_greenhouse.jpg.webp?h=a141e9ea&itok=lvpL55Cx "Unter den LED-Lampen, die 22 Stunden am Tag leuchten, wächst eine Weizengeneration dreimal so schnell heran wie auf dem Feld.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/speedbreeding_greenhouse.jpg)© University of Queensland

Unter den LED-Lampen, die 22 Stunden am Tag leuchten, wächst eine Weizengeneration dreimal so schnell heran wie auf dem Feld.

Die Bevölkerung wächst, der Klimawandel sorgt für unsichere Ernten: Die Pflanzenzüchter arbeiten mit Hochdruck daran, unsere Nahrungspflanzen ertragssicher und -stabil zu machen. Doch die Zeit läuft ihnen davon. „Eine neue Nahrungspflanzen-Variante zu züchten, dauert bis zu 20 Jahre. Das ist viel zu lange“, sagt Dr. Lee Hickey von der Universität Queensland in Brisbane, Australien. Schon die Weltraumbehörde NASA versuchte, Getreide für Ihre Astronauten im Weltall anzubauen. „Die Astronauten haben die Pflanzen im All unter kontinuierlicher Beleuchtung und gleichbleibender Temperatur wachsen lassen“, berichtet Hickey. „Wir dachten uns: das könnte doch auch auf der Erde funktionieren!“

Zu Beginn ihres Projekts stießen die Wissenschaftler auf viel Skepsis. Sie verfolgten jedoch ihre Idee beharrlich weiter. Am Anfang hatten die Forscher beispielsweise mit schlecht wachsenden Pflanzen zu kämpfen, die die Nährstoffe im Boden nicht in ausreichenden Mengen aufnehmen konnten. Heute wächst in dem neuen Gewächshaus für Speed-Züchtung eine Weizengeneration drei Mal so schnell heran wie auf dem Feld. Vom Samen bis zum Korn braucht der Weizen hier acht Wochen, im Jahr sind das sechs Generationen.

## Konstante Bedingungen sorgen für schnelles Wachstum

Im Speedbreeding-Gewächshaus leuchten die LED-Lampen 22 Stunden am Tag, die Innentemperatur kann auf 1 Grad Celsius genau gesteuert werden. Die schnell wachsenden Pflanzen brauchen auch schnell verfügbare Nährstoffe, die sie in Form von Flüssigdüngern bekommen. Schon während der ersten Versuche selektierten die Wissenschaftler die Pflanzen nach züchterisch interessanten Eigenschaften, wie zum Beispiel Krankheitsresistenzen. Eine erfolgreiche südamerikanische [Braugerste](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/braugerste-die-seele-des-bieres) konnte mithilfe der neuen Methode in nur 18 Monaten resistenter gemacht werden. Speedbreeding wurde inzwischen bei [Weizen](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/weizen-nummer-eins-deutschland-weltweit-rang-drei), [Gerste](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/reife-gerste-laeutet-getreideernte-ein), [Erdnüssen](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/erdnuss-da-steckt-was-drin), [Raps](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/multitalent-raps), [Erbsen](https://www.iva.de/iva-magazin/haus-garten/von-wegen-gruenes-gemuese), [Kichererbsen](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/kichererbsen-ein-hauch-von-orient) und Hirse erfolgreich erprobt. Ein grundlegendes Problem aber bleibt: Die Speedbreeding-Gewächshäuser sind sehr teuer in der Anschaffung und im Unterhalt. Abhilfe könnten hier in Zukunft vielleicht ausrangierte klimatisierte Schiffscontainer schaffen.

Quelle: [pflanzenforschung.de](https://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/speedbreeding-schneller-zuechten-die-weltraumforschung-10883)

## Weitere Informationen

Webseite Hickey Lab über das Projekt (engl.)

[ Mehr erfahren ](http://hickeylab.com/our-projects/speed-breeding/)

## Weitere Beiträge

[ ![Smart-Breeding – ein neues Züchtungsverfahren zwischen Gentechnik und klassischen Methoden ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/in-neuseeland-entstand-eine-apfelsorte-deren-fruechte-auch-innen-rot-sind.jpeg.webp?h=2a479378&itok=3lkEoArU)

03.04.2008

Smart-Breeding – ein neues Züchtungsverfahren zwischen Gentechnik und klassischen Methoden

Aus Tausenden von Pflanzen müssen bei der herkömmlichen Züchtung diejenigen Exemplare selektiert werden, die über bestimmte Eigenschaften verfügen, die sie weitervererben sollen. Oft ähnelt dies der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Zehn bis 15 Jahre kann es dauern, bis die gewünschten Pflanzen für die weitere Vermehrung zur Verfügung stehen. Ein neues Verfahren kann den Züchtungsprozess erheblich verkürzen: Das Zauberwort heißt Smart Breeding. Mit dieser Präzisionsmethode ist es möglich, bereits vor dem Kreuzen gezielt die Pflanzen mit den gesuchten genetischen Eigenschaften zu identifizieren. Nach dem Kreuzen kann man schnell feststellen, welche Nachkommen diese geerbt haben. Smart breeding kombiniert klassische und gentechnische Züchtungsmethoden. Auf diese Weise wurden zum Beispiel süße Tomaten, rotfleischige Äpfel und trockenresistenter Reis herangezogen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/smart-breeding-ein-neues-zuechtungsverfahren-zwischen-gentechnik-und)

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[ ![Proteinveränderung gegen Trockenstress](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/trockenschaden_im_mais.jpg.webp?h=199d8c1f&itok=R8Umdara)

29.01.2016

Proteinveränderung gegen Trockenstress

Trockenheit gehört zu den größten Stressfaktoren in der Landwirtschaft und kostet jährlich viele Millionen Tonnen Ertrag. Trockenstresstolerante Pflanzen können also helfen, die Welternährung besser abzusichern. Pflanzenforscher verschiedener Fakultäten entdeckten jüngst eine Proteinveränderung, die zu einer besseren Resistenz gegen Trockenheit führt.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/proteinveraenderung-gegen-trockenstress)

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[ ![Internationale Weizen-Initiative](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/weizenaehren.jpg.webp?h=5fa3854b&itok=6jAFEY-q)

27.10.2015

Internationale Weizen-Initiative

Ende Juli dieses Jahres hat die 2011 von den G20-Agrarministern ins Leben gerufene „Weizen-Initiative“ auf dem G20-Gipfel der Agrarforscher in der Türkei erstmals ihre Forschungsagenda vorgestellt.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/internationale-weizen-initiative)

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