# Samen, Saatgut, Genbank

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/samen-saatgut-genbank
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- Created: 2018-03-19T09:44:45+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
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- Topics: Forschung / Biotech
- Teaser text: Im kleinen Ort Gatersleben im nördlichen Harzvorland ist die Bundeszentrale ex situ-Genbank für landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturpflanzen angesiedelt. Sie zählt zu den zehn größten Genbanken der Welt und ist das größte deutsche Zentrum für Kulturpflanzenforschung.

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© IPK Gatersleben

Der Campus von Institut, Genbank und Biotech-Campus, in dem sich Start-up-Unternehmen und Züchter niedergelassen haben.

07.05.2018

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## 75 Jahre Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben

Im kleinen Ort Gatersleben im nördlichen Harzvorland ist die Bundeszentrale *ex situ*-Genbank für landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturpflanzen angesiedelt. Sie zählt zu den zehn größten Genbanken der Welt und ist das größte deutsche Zentrum für Kulturpflanzenforschung.

[ ![Der Campus von Institut, Genbank und Biotech-Campus, in dem sich Start-up-Unternehmen und Züchter niedergelassen haben.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/campus_gatersleben.jpg.webp?h=5ec9f416&itok=XwSafSCD "Der Campus von Institut, Genbank und Biotech-Campus, in dem sich Start-up-Unternehmen und Züchter niedergelassen haben.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/campus_gatersleben.jpg)© IPK Gatersleben

Der Campus von Institut, Genbank und Biotech-Campus, in dem sich Start-up-Unternehmen und Züchter niedergelassen haben.

[ ![Dr. Andreas Börner, Leiter des Bereichs Sammlungsmanagement und Evaluierung der Abteilung Genbank, mit Proben für das Svalbard Global Seed Vault, den Saatgut-Tresor in Spitzbergen. Dort lagern 54 000 Proben aus Gatersleben.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/dr._boerner.jpg.webp?h=231296f6&itok=rLqQ_yQT "Dr. Andreas Börner, Leiter des Bereichs Sammlungsmanagement und Evaluierung der Abteilung Genbank, mit Proben für das Svalbard Global Seed Vault, den Saatgut-Tresor in Spitzbergen. Dort lagern 54 000 Proben aus Gatersleben.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/dr._boerner.jpg)© Catrin Hahn

Dr. Andreas Börner, Leiter des Bereichs Sammlungsmanagement und Evaluierung der Abteilung Genbank, mit Proben für das Svalbard Global Seed Vault, den Saatgut-Tresor in Spitzbergen. Dort lagern 54 000 Proben aus Gatersleben.

[ ![In den Botanischen Vergleichssammlungen werden Pflanzen, Samen und Früchte aufbewahrt. Hier lassen sich Wuchsformen und andere äußere Merkmale vergleichen. In der Triticum-Sammlung gibt es 28 000 Weizen-Muster, jedes repräsentiert so etwas wie eine eigene Sorte.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gatersleben.jpg.webp?h=177c555a&itok=NGw8DS07 "In den Botanischen Vergleichssammlungen werden Pflanzen, Samen und Früchte aufbewahrt. Hier lassen sich Wuchsformen und andere äußere Merkmale vergleichen. In der Triticum-Sammlung gibt es 28 000 Weizen-Muster, jedes repräsentiert so etwas wie eine eigene Sorte.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gatersleben.jpg)© Catrin Hahn

In den Botanischen Vergleichssammlungen werden Pflanzen, Samen und Früchte aufbewahrt. Hier lassen sich Wuchsformen und andere äußere Merkmale vergleichen. In der Triticum-Sammlung gibt es 28 000 Weizen-Muster, jedes repräsentiert so etwas wie eine eigene Sorte.

Nachdem seit Beginn des 20. Jahrhunderts Züchter und Genetiker die Einrichtung von Sammelstellen für alte und neue Pflanzensorten gefordert hatten, wurde am 1. April 1943 das „Kaiser-Wilhelm-Institut für Kulturpflanzenforschung“ gegründet. Der Genetiker Hans Stubbe begann ab den 1950er Jahren auf dem Gelände einer Domäne in Gatersleben mit dem Aufbau eines Areals, das Forschung und ein „Weltsortiment für Kulturpflanzen“ beherbergen sollte.

Das Haus wechselte mehrmals Namen und übergeordnete Behörden, wurde 1992 zum Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und 2005 in die Leibniz-Forschungsgesellschaft aufgenommen. Heute wird in vier Forschungsabteilungen an den Prinzipien der Evolution und der Entwicklung und Anpassungsfähigkeit von Kulturpflanzen geforscht. Im Zentrum steht die Abteilung „[Bundeszentrale *ex situ*-Genbank für landwirtschaftliche und gartenbauliche Kulturpflanzen](http://www.ipk-gatersleben.de/gbisipk-gaterslebendegbis-i/)“. *Ex situ* bedeutet, dass die Kulturmuster „außerhalb ihres eigentlichen Ortes“, also Herkunftsgebiets, aufbewahrt werden.

150 000 Proben von über 3000 Pflanzenarten umfasst die Sammlung, darunter landwirtschaftliche Nutzpflanzen, Gemüse, Heil- und Gewürzpflanzen. Den größten Anteil stellt das Getreide mit allein 28 000 Weizen- und 23 000 Gersten-Mustern.

Im Biotech-Campus auf dem Institutsgelände haben sich in den letzten Jahrzehnten Züchtungsunternehmen, Biotechnologie-Start-ups und das Schülerforschungslabor „Grünes Labor Gatersleben“ angesiedelt.

In diesem Jahr feiert das Institut sein 75-jähriges Bestehen, unter anderem mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür am 26. Mai 2018.

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22.10.2009

Genetische Vielfalt der Kulturpflanzen erhalten

In den großen Kühlkammern des Leibniz-Institutes für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben reiht sich ein Einweckglas an das andere. Jeweils bis zu 1,5 Kilogramm schwer. Beinahe mutet es wie die gute alte Vorratskammer aus Omas Zeiten mit eingemachtem Obst und Gemüse an. Das eine wie das andere ein Schatz von großem Wert.

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08.05.2008

Genbanken erhalten unsere Obst-Vielfalt

Sammeln und pflegen, um das Erbgut von Wild- und Kulturpflanzen zu sichern, dafür stehen Genbanken. Weltweit gibt es etwa 1 300 Einrichtungen dieser Art. Sie beherbergen über sechs Millionen Muster, das heißt lebende Pflanzen, Pflanzenteile oder Samen, die so über viele Jahrzehnte erhalten werden können. In Deutschland hat jetzt die Deutsche Genbank Obst ihre Arbeit aufgenommen. Es handelt sich um ein Netz von „Genbankfilialen“, das vom Julius-Kühn-Institut in Dresden koordiniert wird. Andere Einrichtungen widmen sich bereits der Erhaltung von Kartoffeln und Futterpflanzen, Reben, Hopfen und Tabak.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/genbanken-erhalten-unsere-obst-vielfalt)

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03.04.2008

Smart-Breeding – ein neues Züchtungsverfahren zwischen Gentechnik und klassischen Methoden

Aus Tausenden von Pflanzen müssen bei der herkömmlichen Züchtung diejenigen Exemplare selektiert werden, die über bestimmte Eigenschaften verfügen, die sie weitervererben sollen. Oft ähnelt dies der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Zehn bis 15 Jahre kann es dauern, bis die gewünschten Pflanzen für die weitere Vermehrung zur Verfügung stehen. Ein neues Verfahren kann den Züchtungsprozess erheblich verkürzen: Das Zauberwort heißt Smart Breeding. Mit dieser Präzisionsmethode ist es möglich, bereits vor dem Kreuzen gezielt die Pflanzen mit den gesuchten genetischen Eigenschaften zu identifizieren. Nach dem Kreuzen kann man schnell feststellen, welche Nachkommen diese geerbt haben. Smart breeding kombiniert klassische und gentechnische Züchtungsmethoden. Auf diese Weise wurden zum Beispiel süße Tomaten, rotfleischige Äpfel und trockenresistenter Reis herangezogen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/smart-breeding-ein-neues-zuechtungsverfahren-zwischen-gentechnik-und)

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