# Pilzgifte im Mais reduzieren

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/pilzgifte-im-mais-reduzieren
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2019-07-01T14:11:32+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
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- Topics: Landwirtschaft, Lebensmittel / Ernährung
- Teaser text: Feuchtwarmes Klima ist ein idealer Nährboden für Schimmelpilze. Im Mais bildet vor allem der Aspergillus-Pilz Mykotoxine, die dann über die Tierfütterung und menschliche Ernährung in den Körper gelangen. Ein Forschungsprojekt befasst sich damit, die Aflatoxin-Belastung von Menschen in Afrika, die sich maisbetont ernähren, zu vermindern.

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© Verena Ristau / JKI Aspergillusbefall an Maiskolben führt zu einer hohen Aflatoxin-Belastung der Menschen in Afrika, die sich maisbetont ernähren.

16.07.2019

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© Verena Ristau / JKI

Aspergillusbefall an Maiskolben führt zu einer hohen Aflatoxin-Belastung der Menschen in Afrika, die sich maisbetont ernähren.

16.07.2019

# Pilzgifte im Mais reduzieren

## Gemeinsames Forschungsprojekt soll kenianischen Farmern helfen

Feuchtwarmes Klima ist ein idealer Nährboden für Schimmelpilze. Im Mais bildet vor allem der Aspergillus-Pilz Mykotoxine, die dann über die Tierfütterung und menschliche Ernährung in den Körper gelangen. Ein Forschungsprojekt befasst sich damit, die Aflatoxin-Belastung von Menschen in Afrika, die sich maisbetont ernähren, zu vermindern.

[ ![Aspergillusbefall an Maiskolben führt zu einer hohen Aflatoxin-Belastung der Menschen in Afrika, die sich maisbetont ernähren.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/csm_start-2018-12-20_jki-start_aflaz_maisaspergillus_1_529eb61484.jpg.webp?h=3a2db657&itok=PaC2znjw "Aspergillusbefall an Maiskolben führt zu einer hohen Aflatoxin-Belastung der Menschen in Afrika, die sich maisbetont ernähren.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/csm_start-2018-12-20_jki-start_aflaz_maisaspergillus_1_529eb61484.jpg)© Verena Ristau / JKI

Aspergillusbefall an Maiskolben führt zu einer hohen Aflatoxin-Belastung der Menschen in Afrika, die sich maisbetont ernähren.

Mais und Milch sind in Subsahara-Afrika sehr beliebte Lebensmittel und werden in großen Mengen konsumiert. Beide Lebensmittel sind häufig mit Aflatoxinen belastet, die in höheren Dosen zu Leberversagen führen. Aflatoxine sind stark krebserregend, unterdrücken das Immunsystem und führen zu Unfruchtbarkeit und Missbildungen bei Neugeborenen. Ein neues, vom Max-Rubner-Institut koordiniertes Forschungsprojekt mit dem Namen „AflaZ“, an dem auch das Julius Kühn-Institut (JKI) beteiligt ist, soll Abhilfe schaffen.

## Aflatoxine in Lebensmitteln reduzieren

Gemeinsam mit kenianischen Partnern werden Strategien entwickelt, um die Aflatoxin‐Belastung in Lebensmitteln zu reduzieren. Das ist zum einen die Bekämpfung des direkten Pilzbefalls, zum anderen spielen aber auch der Boden und die Verbreitung der Pilzsporen durch Insekten eine Rolle. In dem Forschungsprojekt untersuchen diverse Wissenschaftler die einzelnen Faktoren. Der Entomologe Dr. Wolfgang Büchs vom JKI-Fachinstitut für Pflanzenbau und Bodenkunde untersucht die Übertragung von toxinbildenden Pilzen durch Insekten auf Mais. Der Biologe Dr. Torsten Meiners vom JKI-Fachinstitut für Ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz geht der Frage nach, inwiefern sich der Pilzbefall mit Inhaltsstoffen oder Extrakten von in Kenia vorkommenden Pflanzen bekämpfen lässt. Die Arbeiten der anderen Projektpartner setzen bei der Optimierung der Verarbeitungs‐ und Lagerbedingungen an. Andere beschäftigen sich mit dem sogenannten „Carry Over“, also wenn verschimmelte Maiskolben an Milchkühe verfüttert werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Programms „Innovative Ansätze zur Verarbeitung lokaler Lebensmittel in Subsahara-Afrika und Südostasien“ gefördert.

Quelle: [JKI](https://www.julius-kuehn.de/aktuelles/aktuell/news/jki-beteiligt-an-projekt-mit-kenianischen-farmern-und-wissenschaftlern-zur-reduktion-von-pilzgiften/)

## Weitere Beiträge

[ ![Mykotoxine: Giftige Belastungen von Lebens- und Futtermitteln](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/weizenkoerner-2013-die-roetlich-gefaerbten-sind-von-fusarium-befallen-die-gelben-sind-gesund.jpg.webp?h=2a479378&itok=SSx0AWBV)

05.02.2009

Mykotoxine: Giftige Belastungen von Lebens- und Futtermitteln

Ein Viertel der weltweit erzeugten Nahrungsmittel sind mit Mykotoxinen verunreinigt, das sind Stoffwechselprodukte von Pilzkrankheiten unserer Kulturpflanzen. Rund 250 verschiedene Arten sind bekannt. Mykotoxine sind, wie ihr Name sagt, giftig, zum Teil sogar hochgiftig. Das heißt, sie können ab einer gewissen Menge Gesundheitsschäden verursachen. Jeder Verbraucher sollte natürlich Nahrungsmittel ohne bedenkliche Rückstände an Giftstoffen kaufen können. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Stoffe menschlichen oder natürlichen Ursprungs sind. Wissenschaft, Züchter, Landwirte, Pflanzenschutzindustrie und Analyseinstitute arbeiten deshalb eng zusammen, um Erntegut frei von Mykotoxinen zu halten. Sie versuchen, die Risiken ihrer Entstehung frühzeitig zu erkennen und auszuschließen. Um den Verbraucher zu schützen, gelten auch für Mykotoxine gesetzliche Höchstgehalte.

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[ ![Pilzliche Krankheiten breiten sich im Mais aus](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/kolbenfaeule_befallene_koerner.jpg.webp?h=d473892e&itok=zrR4Wzzw)

05.07.2012

Pilzliche Krankheiten breiten sich im Mais aus

Der zunehmende Anbau von Mais verändert auch die Anforderungen an den Umgang mit der Kulturart. Denn je häufiger Mais auf den Schlägen angebaut wird, desto höher steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Pilze am Boden auf Ernterückständen überwintern und Pflanzenkrankheiten sich ausbreiten können.

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[ ![Gefährliche Pilzgifte am Mais verhindern](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/mit-fusarien-befallener-maiskolben.jpg.webp?h=2a479378&itok=zzNK2qBt)

07.08.2007

Gefährliche Pilzgifte am Mais verhindern

Fusariumpilze sind Krankheitserreger, die nicht nur den Pflanzen schaden, sie produzieren Gifte, die auch in Körner gelangen können, die zu Lebensmitteln verarbeitet werden. Die so genannten Mykotoxine bestehen aus den unterschiedlichsten chemischen Verbindungen und können extrem giftig sein. Durch technische Reinigungsverfahren in der Mühle und die weitere Verarbeitung lassen sie sich nur teilweise entfernen. Gründe genug, um einem Fusariumbefall vorzubeugen. Seit Anfang 2004 gibt es auch Höchstmengen für diese Pilzgifte, die seither immer wieder erweitert und angepasst werden. So auch in diesem Jahr.

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