# Mit Pflanzenduftstoffen Vektorinsekten ausschalten

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- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/mit-pflanzenduftstoffen-vektorinsekten-ausschalten
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2021-06-01T07:39:05+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:29:39+00:00
- Published: true
- Topics: Forschung / Biotech, Pflanzenschutz, Landwirtschaft
- Teaser text: Anfang Mai 2021 wurde ein Forschungsbescheid über 600.000 Euro vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) an das Julius Kühn-Institut (JKI) am Standort Dossenheim übergeben. Mit diesem Etat arbeiten die Wissenschaftler daran, Pflanzenduftstoffe zu identifizieren, die Zuckerrübenkrankheiten übertragende Insekten (Vektorinsekten) anlocken.

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![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/schilf-glasfluegelzikade_uni_goettingen.jpg.webp?h=ff824acc&itok=blMClLy3)

© Rostas/Uni Göttingen

Die heimische Schilf-Glasflügelzikade überträgt als „Vektorinsekt“ ein für Zuckerrüben schädliches Bakterium, das das Syndrome Basse Richesse hervorruft.

28.09.2021

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## Forschungsprojekt PENTA-RESIST hilft Zuckerrübenkrankheit einzudämmen

Anfang Mai 2021 wurde ein Forschungsbescheid über 600.000 Euro vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) an das Julius Kühn-Institut (JKI) am Standort Dossenheim übergeben. Mit diesem Etat arbeiten die Wissenschaftler daran, Pflanzenduftstoffe zu identifizieren, die Zuckerrübenkrankheiten übertragende Insekten (Vektorinsekten) anlocken.

[ ![Die heimische Schilf-Glasflügelzikade überträgt als „Vektorinsekt“ ein für Zuckerrüben schädliches Bakterium, das das Syndrome Basse Richesse hervorruft.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/schilf-glasfluegelzikade_uni_goettingen.jpg.webp?h=ff824acc&itok=-f5PFYQz "Die heimische Schilf-Glasflügelzikade überträgt als „Vektorinsekt“ ein für Zuckerrüben schädliches Bakterium, das das Syndrome Basse Richesse hervorruft.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/schilf-glasfluegelzikade_uni_goettingen.jpg)© Rostas/Uni Göttingen

Die heimische Schilf-Glasflügelzikade überträgt als „Vektorinsekt“ ein für Zuckerrüben schädliches Bakterium, das das Syndrome Basse Richesse hervorruft.

[ ![Durch die Bakterienkrankheit wird der Zuckergehalt in der Zuckerrübe verringert.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/zuckerruebe_99533820m_fotolia_0.jpg.webp?h=16a6d817&itok=o2jnobV1 "Durch die Bakterienkrankheit wird der Zuckergehalt in der Zuckerrübe verringert.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/zuckerruebe_99533820m_fotolia_0.jpg)© Fotolia

Durch die Bakterienkrankheit wird der Zuckergehalt in der Zuckerrübe verringert.

[ ![Ein gesunder Zuckerrübenbestand.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/zuckerruebenfeld_jki.jpg.webp?h=adbb760b&itok=M7Rfxv3a "Ein gesunder Zuckerrübenbestand.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/zuckerruebenfeld_jki.jpg)© A. Littmann/JKI

Ein gesunder Zuckerrübenbestand.

Ein neues Bakterium setzt unseren Zuckerrüben zu: Es wird durch eine heimische Zikade übertragen. In dem Forschungsprojekt PENTA-RESIST am JKI- Standort Dossenheim wird daran gearbeitet, die Vektorinsekten auszuschalten und resistente Zuckerrüben zu identifizieren. In dem Projekt werden Möglichkeiten erforscht, die neuartige Bakterienkrankheit der Zuckerrübe, das sogenannte Syndrome Basse Richesse (SBR), einzudämmen. Das Bakterium *Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus*, ein eingeschleppter Quarantäneschadorganismus, wird von der heimischen Schilf-Glasflügelzikade *Pentastiridius leporinus* beim Saugen an den Pflanzen übertragen. Durch die Bakterienkrankheit wird der Zuckergehalt in der Zuckerrübe verringert. Eine direkte Bekämpfung des Bakteriums ist derzeit noch nicht möglich. 2020 hat sich die mit SBR infizierte Zuckerrübenfläche deutschlandweit gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 40 000 Hektar verdoppelt, wie das JKI meldete.

## Befallene Pflanzen duften verlockend für die Insekten

Die Arbeitsgruppe um Dr. Jürgen Gross konnte nachweisen, dass parasitische Bakterien den Blattduft der Pflanzen verändern und damit auch das Verhalten des übertragenden Schadinsekts (Vektorinsekt) verändern. Die befallenen Pflanzen sind für die Insekten anziehender als gesunde Pflanzen. Dieser Zusammenhang soll nun bei der Zuckerrübe untersucht werden, indem die chemische Zusammensetzung der Blattdüfte analysiert wird. Außerdem wollen die Forscher resistente oder zumindest tolerante Zuckerrübenpflanzen herausfinden.

Das BMEL fördert das Projekt drei Jahre lang mit insgesamt rund 600.000 Euro, weitere 100.000 Euro werden durch Arbeiten der beteiligten Saatzuchtunternehmen beigesteuert. Koordiniert wird das Projekt von der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation e. V. (GFPi). Beteiligt sind neben dem JKI (Fachinstitut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau) auch die Universität Göttingen, hier die Forschenden der Abteilung Agrarentomologie.

Quelle: [JKI](https://www.julius-kuehn.de/aktuelles/aktuell/news/jki-dossenheim-beteiligt-an-penta-resist-projekt-zur-eindaemmung-der-zuckerruebenkrankheit-syndrome-ba/)

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10.05.2013

Kleine Schilf-Glasflügelzikade überträgt neue Rübenkrankheit

Wo die Schilf-Glasflügelzikade (Pentastiridius leporinus) auftaucht, bangen Bauern um ihre Zuckerrübenerträge. Das eingewanderte Insekt ist selbst kein Schädling, aber es überträgt Krankheitserreger, die Rüben schwer schädigen. Insektizide sind derzeit nicht zugelassen. Beobachtung, Änderung der Fruchtfolge und reduzierte Bodenbearbeitung helfen, die Ausbreitung zu begrenzen.

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13.07.2021

Viröse Rübenvergilbung: Gelbe Befallsnester werden über den Sommer größer

In den letzten beiden Jahren wechselten viele Zuckerrübenfelder im Sommer ihre Farbe von grün auf gelb. Das lag meist nicht an der Trockenheit oder an Nährstoffmangel, sondern an der Krankheit Viröse Rübenvergilbung. Eine Notfallzulassung gegen virusübertragende Blattläuse soll Ertragsverluste bis zu 50 Prozent verhindern.

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31.03.2011

Powerpflanze Zuckerrübe

In Kuchen, Getränken, Süßigkeiten und vielen anderen Lebensmitteln ist Zucker enthalten. Das ist für uns ganz selbstverständlich. Doch wo wächst er, und wie wird er eigentlich erzeugt? Der Weg vom Saatgut bis zum Zucker bietet sich als Thema für Projektunterricht in verschiedenen Fächern an. Der besondere Reiz daran: Der Unterricht kann unter freiem Himmel stattfinden und liefert viele bleibende Eindrücke.

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16.06.2020

Pressemitteilung

Zuckerrübenanbau vor ungewisser Zukunft

Extrem niedrige Zuckerpreise bei steigenden Kosten und Wettbewerbsverzerrungen auf dem EU- und Weltmarkt zu Lasten der deutschen Zuckerwirtschaft machen den Anbau von Zuckerrüben hierzulande für immer weniger Landwirte attraktiv. Die Zahl der Betriebe, die Zuckerrüben anbauen, ist im vergangenen Jahrzehnt um über 20 Prozent geschrumpft und belief sich zuletzt auf gut 25 000.

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19.04.2016

Zuckerrüben hacken oder spritzen?

Auf dem Zuckerrübenacker ist es wie im Hausgarten: Unkraut muss mehrfach beseitigt werden, sonst überwuchert es alles andere. Landwirte nutzen dafür überwiegend Pflanzenschutzmittel statt Hackmaschinen und Handhacken. Hauptargument ist der wesentlich geringere Arbeitszeitbedarf. Sieht man davon einmal ab, haben beide Verfahren ihre Stärken.

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06.06.2017

Mehr Zucker in die Zuckerrübe

Wie entsteht der Zucker in den Zuckerrüben? Um den Ertrag von Zuckerrüben zu steigern, haben sich schon viele Wissenschaftler und Pflanzenzüchter mit der „Königin der Feldfrüchte“ beschäftigt. Der Zucker in den Zuckerrüben wird von den Pflanzen durch Photosynthese selbst hergestellt. Bei einer modernen, erntereifen Zuckerrübenpflanze macht der gespeicherte Zucker heute etwa 18 Prozent des Frischgewichts aus. Dabei sammelt sich der Zucker in Zellhohlräumen der Rübe an, den sogenannten Sammel-Vakuolen. Allerdings war bis vor kurzem noch nicht bekannt, wie der Zucker überhaupt in diese Vakuolen gelangt.

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[ ![Zuckerrüben bei Verdacht rupfen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/cercospora_foto_matthias_wiedenau.jpg.webp?h=5fa3854b&itok=mp_j5EAL)

12.08.2015

Zuckerrüben bei Verdacht rupfen

Wenn Landwirte im Sommer durch ihre Rübenäcker gehen, Blätter abreißen und sich diese genau anschauen, hat das einen Grund. Sie prüfen, ob Krankheitssymptome zu sehen sind. Ohne rechtzeitige Maßnahmen gegen Schadpilze drohen nämlich Ernteverluste von bis zu 40 Prozent. Ist ein bestimmter Befallsgrad überschritten, wird eine Bekämpfung wirtschaftlich sinnvoll.

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