# Mehr Körner pro Ähre, mehr Ertrag vom Feld

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- Created: 2015-12-11T09:40:31+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:23:12+00:00
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- Topics: Pflanzenzüchtung, Landwirtschaft, Forschung / Biotech
- Teaser text: Neben der Gesundheit und den pflanzenbaulichen Eigenschaften ist für die Landwirte vor allem das Ertragsvermögen einer Sorte von Bedeutung. Genetik-Wissenschaftler haben nun ein Gen identifiziert, das für eine spezielle Ährenverzweigung bei Weizen und Gerste verantwortlich ist, mit der die Pflanzen mehr Körner pro Ähre ausbilden.

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© Angelika Sontheimer Weizen gehört zu den wichtigsten Getreidearten in der Sicherung der Welternährung.

05.01.2016

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© Angelika Sontheimer

Weizen gehört zu den wichtigsten Getreidearten in der Sicherung der Welternährung.

05.01.2016

# Mehr Körner pro Ähre, mehr Ertrag vom Feld

## Ährenverzweigungs-Gen im Weizen identifiziert

Neben der Gesundheit und den pflanzenbaulichen Eigenschaften ist für die Landwirte vor allem das Ertragsvermögen einer Sorte von Bedeutung. Genetik-Wissenschaftler haben nun ein Gen identifiziert, das für eine spezielle Ährenverzweigung bei Weizen und Gerste verantwortlich ist, mit der die Pflanzen mehr Körner pro Ähre ausbilden.

[ ![Weizen gehört zu den wichtigsten Getreidearten in der Sicherung der Welternährung.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/weizen1.jpg.webp?h=5f62bdfc&itok=D5LvSFLR "Weizen gehört zu den wichtigsten Getreidearten in der Sicherung der Welternährung.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/weizen1.jpg)© Angelika Sontheimer

Weizen gehört zu den wichtigsten Getreidearten in der Sicherung der Welternährung.

[ ![Für Pflanzenzüchter und Landwirte ist die Körnerzahl pro Ähre von Bedeutung, beeinflusst sie doch bei einer Getreidesorte den zu erwartenden Ertrag wesentlich mit.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/weizenaehren_0.jpg.webp?h=ddb1ad0c&itok=FeG1KxJH "Für Pflanzenzüchter und Landwirte ist die Körnerzahl pro Ähre von Bedeutung, beeinflusst sie doch bei einer Getreidesorte den zu erwartenden Ertrag wesentlich mit.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/weizenaehren_0.jpg)© Angelika Sontheimer

Für Pflanzenzüchter und Landwirte ist die Körnerzahl pro Ähre von Bedeutung, beeinflusst sie doch bei einer Getreidesorte den zu erwartenden Ertrag wesentlich mit.

Für die Ernährung der wachsenden Anzahl von Menschen auf der Erde braucht es gesicherte Erträge im Pflanzenbau. Ein internationales Forscherteam um Dr. Naser Poursarebani und Dr. Thorsten Schnurbusch von der unabhängigen Arbeitsgruppe „Pflanzliche Baupläne“ beim Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung ([IPK](http://www.ipk-gatersleben.de/)) in Gatersleben konnte vor kurzem ein Gen identifizieren, das maßgelblich zur Ertragssteigerung beitragen kann.

## Kleiner Unterschied mit großer Wirkung

Der sogenannte „Wunder-Weizen“ hat ebenso wie die „Compositum“-Gerste aufgrund einer Mutation einen ungewöhnlichen Ährenaufbau, bei dem sich kleine Seitenähren an den Blütenständen bilden. Die Ährenverzweigung sorgt dafür, dass sie nicht nur anders aussehen als andere Weizen- oder Gerstensorten, sondern auch mehr Körner pro Ähre ausbilden. Das „branched-headt“-Gen, kurz bht, sitzt auf dem Chromosom 2 und codiert Transkriptionsfaktoren (Übertragungsfaktoren) für spezielle Proteine, die Einfluss auf die Ährenarchitektur haben. Ähnliche Gene sind auch bei anderen wichtigen Getreidearten wie Mais (BD1) und Reis (FZP/BFL1) bekannt, sodass eine hohe Erblichkeit für die Ährenausbildung erwiesen ist. Verantwortlich für die im Vergleich zur Wildform veränderte Ähre ist eine Punktmutation, also eine Mutation, durch die nur eine einzelne Nukleinbase eines DNA-Abschnitts durch eine andere ausgetauscht wurde. Mit der Entdeckung dieser Gene bieten sich viele Möglichkeiten, dieses Merkmal auch in moderne Weizensorten einzubringen und das Ertragspotenzial von Weizen zu steigern, um so dem Problem stagnierender Erträge entgegen zu wirken.

## Weitere Beiträge

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17.11.2015

Genetischer und geografischer Ursprung der Gerste aufgeklärt

Wer die Urform der Gerste ernten will, der muss viel Geduld aufbringen. Sobald die Körner erntereif sind, fallen sie von der Ähre ab und verteilen sich auf dem Boden. Für die Verbreitung der Pflanze ist das optimal. Für unsere Vorfahren war es jedoch sehr mühselig, die Gerstenkörner vom Boden zusammenzulesen, um aus den energiereichen Samen Fladen zu backen. Bei unserer heutigen Gerste fallen die Körner nicht mehr aus. Diesen Fortschritt in der Züchtung nennt man Spindelfestigkeit.

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27.10.2015

Internationale Weizen-Initiative

Ende Juli dieses Jahres hat die 2011 von den G20-Agrarministern ins Leben gerufene „Weizen-Initiative“ auf dem G20-Gipfel der Agrarforscher in der Türkei erstmals ihre Forschungsagenda vorgestellt.

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11.11.2014

Raps: Der genetische Bauplan der Ölpflanze ist entschlüsselt

Der Raps (Brassica napus) hat ein Geheimnis weniger: Ein internationales Forscherteam hat das Genom von Europas wichtigster Ölpflanze sequenziert, also entschlüsselt. Von allen bislang untersuchten Arten hat Raps die meisten Gene: Es sind 101 000. Bei der Entschlüsselung des Rapserbguts gewannen die Forscher zudem wichtige Erkenntnisse über die Entstehung neuer Kulturpflanzenarten.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/raps-der-genetische-bauplan-der-oelpflanze-ist-entschluesselt)

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