# Landtechnik: Ohne Digitalisierung läuft fast nichts mehr

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/landtechnik-ohne-digitalisierung-laeuft-fast-nichts-mehr
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2023-11-28T13:29:45+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:35:35+00:00
- Published: true
- Topics: Digitalisierung, Landwirtschaft, Düngung
- Teaser text: Landtechnik im XXL-Format zog Mitte November 2023 in den Hallen der Messe Hannover die Blicke auf sich. Die Innovationen stecken allerdings häufig in unauffälligen Sensoren, Prozessoren und KI-Technik. Diese bieten Potenzial für den effizienteren Anbau von Nahrungspflanzen, ihren gezielten Schutz und ihre exakte Düngung. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt.

## Content

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2023-11/Besucher%20Foto%20DLG.jpeg.webp?h=d3ae8032&itok=8KSCzOl8)

© Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)

Rekordbesucherzahlen bei der alle zwei Jahre in Hannover stattfindenen Agritechnica. Mehr als 470 000 Besucher kamen auf das Messegelände.

28.11.2023

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Forschung &amp; Technik ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik) Landtechnik: Ohne Digitalisierung Läuft Fast Nichts Mehr

## Weltleitmesse Agritechnica mit mehr als 470 000 Besuchern

Landtechnik im XXL-Format zog Mitte November 2023 in den Hallen der Messe Hannover die Blicke auf sich. Die Innovationen stecken allerdings häufig in unauffälligen Sensoren, Prozessoren und KI-Technik. Diese bieten Potenzial für den effizienteren Anbau von Nahrungspflanzen, ihren gezielten Schutz und ihre exakte Düngung. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt.

[ ![Rekordbesucherzahlen bei der alle zwei Jahre in Hannover stattfindenen Agritechnica. Mehr als 470 000 Besucher kamen auf das Messegelände.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2023-11/Besucher%20Foto%20DLG.jpeg.webp?h=d3ae8032&itok=p4L8ytwT "Rekordbesucherzahlen bei der alle zwei Jahre in Hannover stattfindenen Agritechnica. Mehr als 470 000 Besucher kamen auf das Messegelände.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2023-11/Besucher%20Foto%20DLG.jpeg)© Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG)

Rekordbesucherzahlen bei der alle zwei Jahre in Hannover stattfindenen Agritechnica. Mehr als 470 000 Besucher kamen auf das Messegelände.

[ ![CurveControl sorgt für gleichmäßige Düngerverteilung während der Kurvenfahrt. Ohne wären Überdosierungen im Kurveninnenbereich und Unterdosierungen im Kurvenaußenbereich die Folge.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2023-11/Du%CC%88ngerstreuer%20Foto%20Amazone.jpg.webp?h=2e976bc2&itok=ZveeugBL "CurveControl sorgt für gleichmäßige Düngerverteilung während der Kurvenfahrt. Ohne wären Überdosierungen im Kurveninnenbereich und Unterdosierungen im Kurvenaußenbereich die Folge.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2023-11/Du%CC%88ngerstreuer%20Foto%20Amazone.jpg)© Amazone

CurveControl sorgt für gleichmäßige Düngerverteilung während der Kurvenfahrt. Ohne wären Überdosierungen im Kurveninnenbereich und Unterdosierungen im Kurvenaußenbereich die Folge.

[ ![Eine KI interpretiert die mit einer Kamera aufgenommenen Bilder und markiert auf einem Display zum Beispiel fehlende Grubberschare mit roten und verschlissene mit gelben Ziffern.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2023-11/Monitoring%20Tool%20Foto%20LEMKEN.jpg.webp?h=2e976bc2&itok=8HdrgcIv "Eine KI interpretiert die mit einer Kamera aufgenommenen Bilder und markiert auf einem Display zum Beispiel fehlende Grubberschare mit roten und verschlissene mit gelben Ziffern.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2023-11/Monitoring%20Tool%20Foto%20LEMKEN.jpg)© Lemken

Eine KI interpretiert die mit einer Kamera aufgenommenen Bilder und markiert auf einem Display zum Beispiel fehlende Grubberschare mit roten und verschlissene mit gelben Ziffern.

[ ![Messetreiben auf der Agritechnica 2023.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2023-11/Messe%20Foto%20Wiedenau.jpg.webp?h=3751da6c&itok=pZkEwtoT "Messetreiben auf der Agritechnica 2023.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2023-11/Messe%20Foto%20Wiedenau.jpg)© Matthias Wiedenau

Messetreiben auf der Agritechnica 2023.

## **Agritechnica steht für Innovationen**

„Landtechnische Innovationen für den Pflanzenbau der Zukunft – Im Fokus: Smart Farming, Automatisierung, Konnektivität, autonome Landtechnik, alternative Antriebe“ – so lautete die Überschrift einer Pressemeldung der ausrichtenden Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Bei diesen Messeschwerpunkten läuft ohne Digitalisierung also nichts. Mit den stetigen Fortschritten der letzten Jahre haben die Effekte der innovativen Techniken ein neues Niveau erreicht.

Ein Ziel der Digitalisierung besteht unter anderem darin, für die Erzeugung einer Tonne Weizen oder einer Tonne Kartoffeln möglichst wenig Ressourcen einzusetzen. Dazu gehören Diesel, Pflanzenschutz, Dünger oder Wasser, aber auch Arbeitszeit. Das kommt der Umwelt, dem Betriebsergebnis und auch den in der Landwirtschaft arbeitenden Menschen zugute. Kein Wunder, dass solche nachhaltigen Lösungen auf großes Interesse stoßen.

## **Neuheitenfeuerwerk**

In diesem Jahr wurden den über 470 000 Besuchern zahlreiche Neuigkeiten präsentiert. So zum Beispiel zum Thema Smart Spraying. Verschiedene Techniken ermöglichen die Verringerung von Pflanzenschutzmittel-Aufwandmengen, ohne deren Wirksamkeit zu verringern. So wurden einzeln anzusteuernde High-Tech-Düsen für Pflanzenschutzgeräte präsentiert, die sich bis zu 50-mal pro Sekunde öffnen und schließen lassen und so eine genau dosierte Ausbringung an jeder Stelle des Ackers ermöglichen.

Praxisreif scheint die seit mehr als 20 Jahren in der Entwicklung befindliche Direkteinspeisung von verschiedenen Pflanzenschutzmitteln kurz vor der Spritzdüse. Damit kann beispielsweise ein vorher von der Kamera identifiziertes Unkraut mit einem passenden Herbizid gezielt behandelt werden. Eine breitflächige Ausbringung des Mittels wird damit überflüssig.

## **Bandspritze: Zurück in die Zukunft?**

Erwartet groß war die Vielzahl der ausgestellten Maschinenhacken, die insbesondere in Reihenkulturen wie Zuckerrüben oder Gemüse zur Unkrautregulierung eingesetzt werden. Ein überraschendes Comeback erlebt jedoch die Kombination von Hacke zwischen den Reihen mit Bandspritzung in den Reihen. Vor drei Jahrzehnten ist dieses System eingemottet worden. Die neuen Maschinen sind nicht mehr mit den alten vergleichbar. Vor allem steigert die Kamerasteuerung Fahrgeschwindigkeit und Flächenleistung. Je genauer die Steuerung funktioniert, desto näher kann an die Reihe herangehackt werden und desto schmaler kann das Herbizidband in der Reihe werden. Mitteleinsparungen von 60 Prozent sind auf diese Weise möglich.

## **Medaillen geben Orientierung**

Hilfreich ist der Blick auf die mit Medaillen prämierten Innovationen. Ein Expertengremium zeichnete in diesem Jahr beispielsweise einen Hersteller von Düngerstreuern aus, der auch bei Kurvenfahrt auf dem Feld dank eines komplexen Regelalgorhythmus an jeder Stelle die gleiche Ausbringungsmenge gewährleistet. Für autonome Fahrzeuge dürfte ein Monitoring-Tool interessant sein, das laufend den Verschleiß von Werkzeugen kontrolliert. Eine KI interpretiert die mit einer Kamera aufgenommenen Bilder und markiert auf einem Display zum Beispiel fehlende Grubberschare mit roten und verschlissene mit gelben Ziffern.

## **Spreu vom Weizen trennen**

Die Prämierung half den Besuchern bei der Einordnung. Die Flut an Neuigkeiten ist nahezu unüberschaubar. Es gibt viele Ansätze, aber oft scheitert die Anwendung an fehlender Kompatibilität zwischen den Komponenten verschiedener Hersteller. Viele Landwirte haben im Zuge der Digitalisierung ihrer Betriebe Lehrgeld zahlen müssen. Neben euphorischen konnte man auch unzufriedene Messebesucher antreffen, die sich lieber anderen Ausstellungsbereichen gewidmet haben.

Sicher ist, dass die Digitalisierung immer umfassender in viele Lebensbereiche Einzug hält. Die Landwirtschaft bildet da keine Ausnahme. Was die Generation der Großeltern im Betriebsmanagement mit Stift und Papier und die Generation der Eltern mit Excel-Tabellen erledigte, wollen vor allem junge Betriebsleitende mit Sensoren, Vollvernetzungen, KI und maßgeschneiderten Softwarelösungen machen. Entscheidend für einen maximalen Nutzen und damit eine breite Akzeptanz sind Praxistauglichkeit, Anwenderfreundlichkeit und ein passendes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Daran gilt es von Herstellerseite zu arbeiten. Ebenso müssen die Ausbildungsinhalte auf die neuen Anforderungen ausgerichtet werden. Denn nur ein fachkundiger Anwender kann die neuen Tools optimal einsetzen.

Informationen zur Agritechnica gibt’s unter [www.agritechnica.com/de](https://www.agritechnica.com/de)

## Weitere Beiträge

[ ![Digitalisierung in der Landwirtschaft sinnvoll nutzen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2022-03/Australien-5052758_Alistair_McLellan_Pixabay_cut_1.jpg.webp?h=6eb229a4&itok=j6wgkzp4)

01.03.2022

Digitalisierung in der Landwirtschaft sinnvoll nutzen

Algorithmen und künstliche Intelligenz sind heute weit verbreitet. Es gibt sie in allen Bereichen unseres Lebens, vom Algorithmus bei Facebook, der Themen- und Freundesvorschläge unterbreitet, bis hin zu Algorithmen von Supermarkt-Apps, die Daten dazu nutzen, personalisierte Kaufvorschläge zu empfehlen. Auch in der Landwirtschaft ist der Bedarf und Nutzen von künstlicher Intelligenz mittels Algorithmen inzwischen anerkannt. Ein zehnjähriges Forschungsprojekt in Australien zeigt, wie mithilfe von Satellitenbildern Algorithmen zur Ertragsschätzung gewonnen werden können.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/digitalisierung-der-landwirtschaft-sinnvoll-nutzen)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/digitalisierung-der-landwirtschaft-sinnvoll-nutzen)

[ ![Johannes Paas: Ackerbaubetrieb 4.0](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/johannes_paas_foto_lemken.jpg.webp?h=72d545f0&itok=jJYVBqE-)

02.04.2020

Johannes Paas: Ackerbaubetrieb 4.0

Landwirt Paas hat lange gewartet, bis sein Entschluss feststand. Inzwischen ist er seit drei Jahren dabei, seinen Betrieb umzukrempeln. Die besondere Herausforderung ist die Vernetzung von Maschinen, Programmen und Daten. Das IVA-Magazin schaute näher hin.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/johannes-paas-ackerbaubetrieb-40)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/johannes-paas-ackerbaubetrieb-40)

[ ![PhenoRob für die Landwirtschaft der Zukunft](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/j._weyler_uni_bonn.jpg.webp?h=d08f423e&itok=dVp6Kl4l)

09.06.2020

PhenoRob für die Landwirtschaft der Zukunft

Die „Landwirtschaft der Zukunft“ ist derzeit in vieler Munde. Welche technischen Möglichkeiten dafür die Digitalisierung und Roboter bieten, daran forschen Wissenschaftler des Exzellenzclusters „PhenoRob – Robotik und Phänotypisierung für Nachhaltige Nutzpflanzenproduktion“ der Universität Bonn.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/phenorob-fuer-die-landwirtschaft-der-zukunft)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/phenorob-fuer-die-landwirtschaft-der-zukunft)

[ ![Digitalisierung soll Landwirtschaft noch effizienter machen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/drohne_foto_matthias_wiedenau.jpg.webp?h=229739d3&itok=Yosuws6w)

24.05.2017

Digitalisierung soll Landwirtschaft noch effizienter machen

Autonome Traktoren als fahrende Rechenzentren, Apps zur Unkrautbestimmung und Vorhersage von Krankheiten oder Drohnen zur Erntebeurteilung – vieles ist heute schon Realität. Muss der Landwirt bald um seinen Job fürchten?

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/digitalisierung-soll-landwirtschaft-noch-effizienter-machen)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/digitalisierung-soll-landwirtschaft-noch-effizienter-machen)

[ ![Hingeschaut: Ein Pflanzenschutzgerät unter der Lupe](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/geraet_foto_lemken.jpg.webp?h=82192ef0&itok=9zBuFn--)

11.10.2017

Hingeschaut: Ein Pflanzenschutzgerät unter der Lupe

Sind Pflanzenschutz-Spritzen auf dem Acker im Einsatz, werden sie von Nichtlandwirten oft kritisch beobachtet. Denn wer weiß schon, wie so eine Maschine funktioniert und ob sie genau arbeitet? Das IVA-Magazin hat genauer hingeschaut, wie ein typisches Gerät für Ackerbaubetriebe aufgebaut ist und mit welchen technischen Finessen es die Anforderungen der Anwender und an die Umwelt erfüllen kann.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/hingeschaut-ein-pflanzenschutzgeraet-unter-der-lupe)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/hingeschaut-ein-pflanzenschutzgeraet-unter-der-lupe)

[ ![Agritechnica: Konjunkturlokomotive Landtechnik](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/agritechnica_foto_matthias_wiedenau.jpg.webp?h=e84ae403&itok=UzhiP8uf)

14.11.2017

Agritechnica: Konjunkturlokomotive Landtechnik

Die Weltleitmesse für Landtechnik hält, was sie versprochen hat: Ein Neuheiten-Feuerwerk erwartet die Besucher noch bis zum 18. November auf dem Messegelände in Hannover. Darunter sind ein vollelektrischer Traktor, ein autonomer Maschinenschwarm oder ein sich selbst einstellender Mähdrescher. Gute Laune gibt es auch bei den Anbietern, die gute Umsätze verbuchen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/agritechnica-konjunkturlokomotive-landtechnik)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/agritechnica-konjunkturlokomotive-landtechnik)
