# JKI: Mehrfache Resistenz bei neuer Rebsorte Calardis blanc

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- Created: 2018-07-13T09:20:51+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
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- Topics: Forschung / Biotech
- Teaser text: Calardis blanc, so heißt die neu gezüchtete Rebsorte des Julius Kühn-Fachinstituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof. Sie ist die erste Sorte mit mehrfacher Resistenz gegen Falschen Mehltau, Schwarzfäule, Grauschimmel und Echten Mehltau. Damit kann der Weinbau in Zukunft nachhaltiger werden, denn diese Pilzkrankheiten werden durch den Klimawandel zunehmen.

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© JKI Die neue, am Julius Kühn-Institut gezüchtete Rebsorte Calardis blanc ist mehrfach resistent gegen Falschen Mehltau, Schwarzfäule, Grauschimmel und Echten Mehltau.

14.08.2018

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© JKI

Die neue, am Julius Kühn-Institut gezüchtete Rebsorte Calardis blanc ist mehrfach resistent gegen Falschen Mehltau, Schwarzfäule, Grauschimmel und Echten Mehltau.

14.08.2018

# JKI: Mehrfache Resistenz bei neuer Rebsorte Calardis blanc

## Gesunde Traube für nachhaltigen Weinbau

Calardis blanc, so heißt die neu gezüchtete Rebsorte des Julius Kühn-Fachinstituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof. Sie ist die erste Sorte mit mehrfacher Resistenz gegen Falschen Mehltau, Schwarzfäule, Grauschimmel und [Echten Mehltau](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/echter-und-falscher-mehltau-was-ist-das-eigentlich). Damit kann der Weinbau in Zukunft nachhaltiger werden, denn diese Pilzkrankheiten werden durch den Klimawandel zunehmen.

[ ![Die neue, am Julius Kühn-Institut gezüchtete Rebsorte Calardis blanc ist mehrfach resistent gegen Falschen Mehltau, Schwarzfäule, Grauschimmel und Echten Mehltau.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/csm_pi2018-9_bild01-calardis_blanc_48b4d8a71a_jki.jpg.webp?h=c9f93661&itok=zFSmttkX "Die neue, am Julius Kühn-Institut gezüchtete Rebsorte Calardis blanc ist mehrfach resistent gegen Falschen Mehltau, Schwarzfäule, Grauschimmel und Echten Mehltau.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/csm_pi2018-9_bild01-calardis_blanc_48b4d8a71a_jki.jpg)© JKI

Die neue, am Julius Kühn-Institut gezüchtete Rebsorte Calardis blanc ist mehrfach resistent gegen Falschen Mehltau, Schwarzfäule, Grauschimmel und Echten Mehltau.

Die vom Julius Kühn-Institut (JKI) am Geilweilerhof in Siebeldingen (Rheinland-Pfalz) neu gezüchtete Weißweinsorte Calardis blanc erhielt Ende Januar 2018 den Sortenschutz. „Aus der Sorte können qualitativ hervorragende Weine angebaut werden, und sie hat als erste Rebsorte in ihren Erbanlagen mehrere Resistenzen gegenüber dem gefürchteten Falschen Mehltaupilz verankert“, erläutert Professor Dr. Reinhard Töpfer, Leiter des JKI-Fachinstituts für Rebenzüchtung Geilweilerhof, begeistert. Zusätzlich weist Calardis blanc eine hohe Resistenz gegenüber Grauschimmel und der Schwarzfäule sowie eine gute Resistenz gegenüber Echten Mehltaupilzen auf. Grauschimmel und Schwarzfäule werden im Zuge des Klimawandels zukünftig eine größere Bedeutung für den deutschen Weinbau erlangen. Bereits jetzt nehmen die Pilzkrankheiten zu, sodass die Resistenzzüchtung eine große Bedeutung für den nachhaltigen Weinbau hat.

Die neue Rebsorte geht auf eine Kreuzung zwischen einer Zuchtlinie des Geilweilerhofs, die Eigenschaften der Rebsorte Bacchus enthält, und einer Zuchtlinie französischer Züchter zurück. Beide Eltern besitzen verschiedene Resistenz-Genorte gegenüber dem Falschen Mehltau *(Plasmopara viticola)* und wurden in der neuen Sorte kombiniert. Die Trauben- und Beerengröße von Calardis blanc ist mit der des Rieslings vergleichbar. Jedoch ist die Traube lockerer. Ihr Wein wird als fruchtig und feinwürzig beschrieben. Die zweite Prüfungsstufe zur detaillierteren Charakterisierung der weinbaulichen Eigenschaften und der Qualitätseigenschaften wurde bereits eingeleitet. Das JKI rechnet 2020 mit einem Eintrag in die Sortenliste.

Quelle: [JKI](https://www.julius-kuehn.de/presse/pressemeldung/news/pi-nr-9-naechste-rebsorten-generation-fuer-nachhaltigen-weinanbau-ist-am-start/)

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27.07.2016

Wenn Trauben vor dem Richter stehen

Verwandtschaftsbeziehungen werden ja öfter vor Gericht geklärt, aber dass Rebsorten vor dem Richter stehen, wie jüngst im „Uhudlerprozess“ in Österreich, dürfte doch ziemlich selten sein. Wissenschaftler am Fachinstitut für Rebenzüchtung des Julius Kühn-Instituts (JKI) in Siebeldingen haben nun die wahre Identität der Rebsorte Ripatella und den Stammbaum der historischen amerikanischen Rebsorte Concord entschlüsselt und konnten damit gerichtlich angeordnete Rodungen im österreichischen Burgenland verhindern.

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26.08.2010

Genetische Vielfalt der Reben erhalten

Der Startschuss fiel am 9. Juli 2010. Seitdem bietet die Deutsche Genbank Reben (DGR) die Möglichkeit, kostenlos historische Rebsorten in deutscher Sprache zu recherchieren. Derzeit werden die Daten noch eingepflegt, aber wenn die Genbank fertig ist, werden 2 500 Rebsorten mit etwa 5 000 Akzessionen (Mustern) aufrufbar sein. Die DGR will dazu beitragen, den genetischen Reichtum der alten Kulturpflanze Wein zu bewahren. Jeder Interessierte kann kostenlos Züchtungen erhalten. Derzeit dokumentieren acht Kooperationspartner die Rebsorten nach den Hauptmerkmalen „Erhaltende Einrichtung, Akzessionsname und -nummer, Vitis-Art (lateinisch „Rebe“) sowie Beerenfarbe“. Das Ziel: Eine Genbank mit züchterisch wertvollen historischen Rebsorten und Akzessionen, die einen deutschen Bezug haben. Alleine das Rebenzüchtungsinstitut Geilweilerhof des Julius Kühn-Instituts (JKI) pflegt derzeit etwa 3 900 Rebsorten und Muster ein.

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27.04.2010

Rebsorte Regent: Erbgut entschlüsselt

Das Genom (Erbgut) der Rebsorte Regent wurde von Wissenschaftlern des Julius Kühn-Instituts (JKI) am Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof und der SEQ-IT GmbH aus Kaiserslautern komplett entschlüsselt. Das macht es künftig leichter, die Genome resistenter und nichtresistenter Rebsorten miteinander zu vergleichen. Sind die Genome aufgeschlüsselt, können schneller widerstandsfähige und an bestimmte Anforderungen angepasste Rebsorten gezüchtet werden. Schon 2007 hat ein französisch-italienisches Team das Genom des Spätburgunders entschlüsselt.

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12.03.2015

Minimalschnitt im Spalier – eine neue Form der Reberziehung

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17.03.2011

Impfschutz für Weinreben

Die Reisigkrankheit zählt weltweit zu den wichtigsten Viruskrankheiten der Weinreben. Ausgelöst wird sie von so genannten Nepoviren, die mechanisch durch Pfropfung oder von Nematoden (Xiphinema), winzigen Fadenwürmern im Boden, auf die Rebstöcke übertragen werden. Gegen die Reisigkrankheit ist der Pflanzenschutz machtlos: Nur die Rebe selbst kann sich gegen die Viren zur Wehr setzen. Aus diesem Grund erforschen Wissenschaftler der RLP AgroScience GmbH in Neustadt an der Weinstraße, wie die Widerstandskraft von Weinreben gestärkt werden kann.

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