# Hybridweizen im Kommen

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/hybridweizen-im-kommen
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- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2016-12-08T14:10:29+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
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- Topics: Forschung / Biotech, Landwirtschaft
- Teaser text: Mais ist ein Fremdbefruchter, Weizen ein Selbstbefruchter. Was heißt das für die Züchtung? Fremdbefruchten macht die Hybridzüchtung einfach, es lassen sich in kurzer Zeit enorme Zuchtfortschritte erreichen. Bei Selbstbefruchtern gibt es dagegen einige Hürden zu überwinden. Forschungsprojekte wie „HYWHEAT“ helfen dabei.

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© istock Die Hybridzüchtung ist bei Weizen nicht so einfach wie zum Beispiel bei Mais.

24.01.2017

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Die Hybridzüchtung ist bei Weizen nicht so einfach wie zum Beispiel bei Mais.

24.01.2017

# Hybridweizen im Kommen

## Züchtungsprojekt schafft fehlende Grundlagen für leistungsfähige Weizen-Hybridsorten

Mais ist ein Fremdbefruchter, Weizen ein Selbstbefruchter. Was heißt das für die Züchtung? Fremdbefruchten macht die Hybridzüchtung einfach, es lassen sich in kurzer Zeit enorme Zuchtfortschritte erreichen. Bei Selbstbefruchtern gibt es dagegen einige Hürden zu überwinden. Forschungsprojekte wie „[HYWHEAT](http://www.pflanzenforschung.de/de/plant-2030/fachinformationen/projektdatenbank/vorhersage-der-hybridleistung-bei-winterweizen-mittels-144)“ helfen dabei.

[ ![Die Hybridzüchtung ist bei Weizen nicht so einfach wie zum Beispiel bei Mais.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/weizen_von_oben_93675005l_istock.jpg.webp?h=17850c86&itok=HKJy8t5W "Die Hybridzüchtung ist bei Weizen nicht so einfach wie zum Beispiel bei Mais.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/weizen_von_oben_93675005l_istock.jpg)© istock

Die Hybridzüchtung ist bei Weizen nicht so einfach wie zum Beispiel bei Mais.

[ ![Die Anbaubedingungen für Weizen sind nicht überall optimal. Hybrid-Weizensorten könnten auch in klimatisch schwierigen Gebieten einen Vorteil haben.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/duerres_weizenfeld_476453700l_istock.jpg.webp?h=119335f7&itok=VBSZkhRS "Die Anbaubedingungen für Weizen sind nicht überall optimal. Hybrid-Weizensorten könnten auch in klimatisch schwierigen Gebieten einen Vorteil haben.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/duerres_weizenfeld_476453700l_istock.jpg)© istock

Die Anbaubedingungen für Weizen sind nicht überall optimal. Hybrid-Weizensorten könnten auch in klimatisch schwierigen Gebieten einen Vorteil haben.

[ ![Im Projekt "HYWHEAT" wurden rund 1600 Testhybriden hergestellt. Hier zu sehen: 2400 Parzellen am Standort Seligenstadt.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/2-2400_parzellen_umfasste_der_hywheat-versuch_am_standort_seligenstadt.jpg.webp?h=29234840&itok=oG88ZHEy "Im Projekt "HYWHEAT" wurden rund 1600 Testhybriden hergestellt. Hier zu sehen: 2400 Parzellen am Standort Seligenstadt.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/2-2400_parzellen_umfasste_der_hywheat-versuch_am_standort_seligenstadt.jpg)© KWS SAAT SE

Im Projekt "HYWHEAT" wurden rund 1600 Testhybriden hergestellt. Hier zu sehen: 2400 Parzellen am Standort Seligenstadt.

[ ![Professor Erhard Ebmeyer im Gewächshaus.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/1-portrait_erhard_ebmeyer_im_gewaechshaus.jpg.webp?h=b80a9625&itok=vdYudL3o "Professor Erhard Ebmeyer im Gewächshaus.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/1-portrait_erhard_ebmeyer_im_gewaechshaus.jpg)© KWS SAAT SE

Professor Erhard Ebmeyer im Gewächshaus.

Nach Mais ist Weizen mengenmäßig das zweitwichtigste Getreide in der weltweiten Ernährung sowie als Futter- und Rohstofflieferant. Da Weizen ein Selbstbefruchter ist, ist die Hybridzüchtung, die eine Möglichkeit zur Ertragssteigerung ist, bei dieser wichtigen landwirtschaftlichen Kultur allerdings nicht so einfach wie bei Mais.

Bei der Hybridzüchtung nutzen Pflanzenzüchter den „Heterosiseffekt“ aus. Das bedeutet, dass die direkten Nachkommen (F1-Generation) einer gezielten Kreuzung zweier genetisch unterschiedlicher Inzuchtlinien signifikant höhere Erträge als der Ertragsdurchschnitt dieser elterlichen Linien aufweisen. Diese Nachkommen werden Hybriden und entsprechende Sorten Hybridsorten genannt. Bei vielen Kulturpflanzen haben Hybridsorten die klassischen Linien- oder Populationssorten fast vollständig verdrängt, da die Hybridsorten im Ertrag und in der Stabilität meist wirtschaftlicher sind. Hybridweizen ist dagegen bisher noch eine Randerscheinung; weniger als eine Handvoll Hybridweizensorten sind in Deutschland zugelassen.

## „HYWHEAT“ untersuchte Kombinationseignung

Im Projekt „HYWHEAT“, das von 2011 bis 2014 lief und unter anderem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der „Plant 2030“-Initiative gefördert wurde, wurden die genetischen Parameter beim Weizen untersucht, um erst einmal die Grundlagen für die Hybridzüchtung beim Weizen zu schaffen. In einem Forschungsverbund aus Universitätseinrichtungen und Weizenzüchtern wurden rund 1600 Testhybriden hergestellt. Um die Hybridleistung besser vorhersagen zu können, nutzten die Wissenschaftler spezielle DNA-Informationen und Stoffwechseldaten zur Aktivität von Enzymen. Die Ergebnisse überzeugten; die Korrelation der vorausgesagten zur tatsächlich erreichten Leistung war höher als die Wissenschaftler dies im Vorfeld vermutet hatten. Sie konnten außerdem die Kombinationseignung der Eltern ermitteln. Diese ist notwendig, wenn es darum geht, Resistenzen oder Toleranzen bestmöglich in den Nachkommen zu vereinen und so eine besser angepasste Sorte zu entwickeln.

Quelle: [pflanzenforschung.de](http://www.pflanzenforschung.de/de/journal/journalbeitrage/hybridzuechtung-bald-auch-fuer-weizen-eine-erfolgsgesch-10725)

## Weitere Informationen

Webseite Universität Hohenheim

[ Mehr erfahren ](https://www.uni-hohenheim.de/startseite)

Webseite KWS SAAT SE

[ Mehr erfahren ](https://www.kws.de/)

## Weitere Beiträge

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17.05.2016

Heterosiseffekt beim Weizen jetzt systematisch nutzbar

Den Forschern am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben ist es jüngst gelungen, einen Ansatz für die effektivere Nutzung des Heterosiseffekts (die Kreuzung reinerbiger Elternlinien) für die Hybridzüchtung beim Weizen zu entwickeln. Davon könnte auch die Züchtung anderer selbstbefruchtender Getreidearten wie Gerste oder Reis profitieren.

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27.10.2015

Internationale Weizen-Initiative

Ende Juli dieses Jahres hat die 2011 von den G20-Agrarministern ins Leben gerufene „Weizen-Initiative“ auf dem G20-Gipfel der Agrarforscher in der Türkei erstmals ihre Forschungsagenda vorgestellt.

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25.08.2009

Gene gegen Dürren: trockentoleranter Weizen

Weltweit sind zwischen 35 und 50 Prozent der Weizenanbaugebiete regelmäßig von Trockenheit bedroht. Modellrechnungen über den Klimawandel zeigen, dass dieser Anteil wächst. Genveränderte, trockentolerante Weizensorten können die Erträge sichern. Das haben Freisetzungsversuche in Australien ergeben.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/gene-gegen-duerren-trockentoleranter-weizen)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/gene-gegen-duerren-trockentoleranter-weizen)
