# Hummeln als Bestäuber in Agrarlandschaften

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/hummeln-als-bestaeuber-agrarlandschaften
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2022-04-06T15:08:55+00:00
- Updated: 2025-10-24T10:31:26+00:00
- Published: true
- Topics: Biodiversität / Artenvielfalt, Forschung / Biotech, Umweltschutz
- Teaser text: Hummeln sind wichtige Bestäuber in der Natur. Auch sie sind vom Rückgang der Insektenpopulationen betroffen. Was sie brauchen, um sich erfolgreich zu vermehren, hat ein Forschergremium der Universität Göttingen untersucht.

## Content

© S. Schweiger Experimentelles Set-up: Jeweils zwei Hummelkolonien wurden mittig in den Untersuchungslandschaften platziert und der Reproduktionserfolg sowie der Polleneintrag untersucht.

07.04.2022

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Forschung &amp; Technik ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik) Hummeln Als Bestäuber In Agrarlandschaften

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/2022-04/pic_14e165f79b20220119095836.jpg.webp?h=c52be2a3&itok=lawLGS2u)

© S. Schweiger

Experimentelles Set-up: Jeweils zwei Hummelkolonien wurden mittig in den Untersuchungslandschaften platziert und der Reproduktionserfolg sowie der Polleneintrag untersucht.

07.04.2022

# Hummeln als Bestäuber in Agrarlandschaften

## Vielfältige Nahrung sichert die Fortpflanzung und schützt bei Schädlingsbefall

Hummeln sind wichtige Bestäuber in der Natur. Auch sie sind vom Rückgang der Insektenpopulationen betroffen. Was sie brauchen, um sich erfolgreich zu vermehren, hat ein Forschergremium der Universität Göttingen untersucht.

[ ![Experimentelles Set-up: Jeweils zwei Hummelkolonien wurden mittig in den Untersuchungslandschaften platziert und der Reproduktionserfolg sowie der Polleneintrag untersucht.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2022-04/pic_14e165f79b20220119095836.jpg.webp?h=c52be2a3&itok=Cr4FBimT "Experimentelles Set-up: Jeweils zwei Hummelkolonien wurden mittig in den Untersuchungslandschaften platziert und der Reproduktionserfolg sowie der Polleneintrag untersucht.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2022-04/pic_14e165f79b20220119095836.jpg)© S. Schweiger

Experimentelles Set-up: Jeweils zwei Hummelkolonien wurden mittig in den Untersuchungslandschaften platziert und der Reproduktionserfolg sowie der Polleneintrag untersucht.

[ ![Einblick in eine Dunkle-Erdhummel (B. terrestris)-Kolonie, u. a. mit Brutzellen und bereits geschlüpften Jung-Königinnen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/2022-04/pic_f3c697ada620220119095758.jpg.webp?h=eee5d772&itok=DsJtcQaE "Einblick in eine Dunkle-Erdhummel (B. terrestris)-Kolonie, u. a. mit Brutzellen und bereits geschlüpften Jung-Königinnen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/2022-04/pic_f3c697ada620220119095758.jpg)© S. Schweiger

Einblick in eine Dunkle-Erdhummel (B. terrestris)-Kolonie, u. a. mit Brutzellen und bereits geschlüpften Jung-Königinnen.

Hummeln können viele unterschiedliche Pflanzen bestäuben. Eigentlich sind sie sehr robust. Sie fliegen beispielsweise schon bei kälteren Temperaturen als andere Bestäuber. Doch auch Hummeln gehören zu den Insekten, die vom Artenschwund betroffen sind. Deswegen haben Göttinger Forscher untersucht, wie sich unterschiedliche Agrarlandschaften auf die Fortpflanzung von Hummeln auswirken. Für die Studie haben die Wissenschaftler in Mittel- und Norddeutschland Hummelvölker aufgestellt und die Pollen untersucht, die die Hummeln beim Heimkehren mitbrachten. Ziel war es, den Einfluss von Massentrachten einer zeitlich begrenzten Blüte mit der Tracht von Landschaftselementen mit einem kontinuierlichen, aber mannigfaltigen Blütenangebot zu vergleichen. Das Ergebnis: Eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen unterschiedlichen Pollen hat positive Effekte. Die vielfältige Nahrung, so ein weiteres Ergebnis, hat sogar die Auswirkungen des Befalls mit parasitären Wachsmottenlarven abgeschwächt.

„Unsere Studie hat gezeigt, dass nicht einzelne Lebensräume, wie zum Beispiel blütenreiche Gärten, oder halbnatürliche Lebensräume wie Hecken und Blühstreifen zur erfolgreichen Reproduktion der Dunklen Erdhummel *Bombus terrestris* beitragen, sondern die Vielfalt der Lebensräume in der gesamten Untersuchungslandschaft“, erklärt die Erstautorin Sandra Schweiger, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Funktionelle Agrobiodiversität der Universität Göttingen. „Es müssen also unterschiedlichste blütenreiche Landschaftselemente vorhanden sein. Darüber hinaus kann ein diverses Pollen-Nahrungsangebot zu einem besseren Koloniewachstum und mehr Nachkommen, insbesondere Jungköniginnen, beitragen. “Die Leiterin der Abteilung, Professor Dr. Catrin Westphal, ergänzt: „Zudem mindert ein diverses Pollen-Nahrungsangebot negative Auswirkungen des Befalls der Kolonien mit parasitären Wachsmottelarven, die den Reproduktionserfolg der Hummeln ernsthaft gefährden können.“

Quelle: [Uni Göttingen](https://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=6557)

## Weitere Beiträge

[ ![Gartenhummel bestäubt effizienter als Honigbiene](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gartenhummel_birgit_marzinzig_uni_goettingen.jpg.webp?h=a9a8cd40&itok=GGaNNgei)

12.07.2018

Gartenhummel bestäubt effizienter als Honigbiene

Viele unserer landwirtschaftlichen Nutzpflanzen sind auf eine Bestäubung angewiesen. Die meisten Menschen denken dabei sofort an die Honigbiene. Doch auch andere Bienen oder Hummeln sind beteiligt. Sehr effizient ist dabei die Gartenhummel, wie Wissenschaftler der Georg-August-Universität Göttingen herausfanden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/gartenhummel-bestaeubt-effizienter-als-honigbiene)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/gartenhummel-bestaeubt-effizienter-als-honigbiene)

[ ![Auf Biss folgt Blüte](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/hummel_279461657_adobestock.jpeg.webp?h=2de6c254&itok=uCYNKcin)

03.03.2021

Auf Biss folgt Blüte

Der Klimawandel lässt grüßen: Milde Winter und zeitig ansteigende Temperaturen im Frühjahr bringen viele Insekten verfrüht zum Ausschwärmen. Die Pflanzen, die sie besuchen wollen und dabei bestäuben, sind aber noch nicht am Blühen. Diese „trophische Asynchronität“ oder „mismatch“ haben polnische und Schweizer Wissenschaftler untersucht und dabei Erstaunliches herausgefunden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/auf-biss-folgt-bluete)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/auf-biss-folgt-bluete)
