# Höhere Erträge und verbesserte Resistenzen

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/hoehere-ertraege-und-verbesserte-resistenzen
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2021-05-20T07:40:19+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Landwirtschaft
- Teaser text: Moderne Weizensorten haben viele Vorteile. Ein Vergleich von 178 Weizensorten der vergangenen 50 Jahre am Julius Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg zeigte jüngst den Fortschritt in der Pflanzenzüchtung auch bei Stressbedingungen auf. So helfen etwa Pilzresistenzen neuerer Sorten, den Ertrag zu steigern.

## Content

© Holger Zetzsche/JKI Winterweizen-Versuch BRIWECS: Gelbrost-anfällige Sorte Oakley (links), weitgehend Gelbrost-resistente Sorte Gordian (rechts).

13.07.2021

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Forschung &amp; Technik ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik) Höhere Erträge und Verbesserte Resistenzen

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2020-16_bild1_briwecs-winterweizen_gelbrost_oakley_vs_gordian_jki.jpg.webp?h=0d054e74&itok=teC__Pm5)

© Holger Zetzsche/JKI

Winterweizen-Versuch BRIWECS: Gelbrost-anfällige Sorte Oakley (links), weitgehend Gelbrost-resistente Sorte Gordian (rechts).

13.07.2021

# Höhere Erträge und verbesserte Resistenzen

## Leistungsstärke moderner Weizensorten erneut bewiesen

Moderne Weizensorten haben viele Vorteile. Ein Vergleich von 178 Weizensorten der vergangenen 50 Jahre am Julius Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg zeigte jüngst den Fortschritt in der Pflanzenzüchtung auch bei Stressbedingungen auf. So helfen etwa Pilzresistenzen neuerer Sorten, den Ertrag zu steigern.

[ ![Winterweizen-Versuch BRIWECS: Gelbrost-anfällige Sorte Oakley (links), weitgehend Gelbrost-resistente Sorte Gordian (rechts).](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2020-16_bild1_briwecs-winterweizen_gelbrost_oakley_vs_gordian_jki.jpg.webp?h=0d054e74&itok=F5EoZzOO "Winterweizen-Versuch BRIWECS: Gelbrost-anfällige Sorte Oakley (links), weitgehend Gelbrost-resistente Sorte Gordian (rechts).") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2020-16_bild1_briwecs-winterweizen_gelbrost_oakley_vs_gordian_jki.jpg)© Holger Zetzsche/JKI

Winterweizen-Versuch BRIWECS: Gelbrost-anfällige Sorte Oakley (links), weitgehend Gelbrost-resistente Sorte Gordian (rechts).

[ ![Künstliche Inokulation mit einem Isolat von Fusarium culmorum (Erreger der Ährenfusariose) in einer Konidien-Wasser-Suspension.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2020-16_bild2_briwecs_fusarium_inokulation_traktor_jki.jpg.webp?h=a5eb5da0&itok=j6vTdNHi "Künstliche Inokulation mit einem Isolat von Fusarium culmorum (Erreger der Ährenfusariose) in einer Konidien-Wasser-Suspension.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2020-16_bild2_briwecs_fusarium_inokulation_traktor_jki.jpg)© Holger Zetzsche/JKI

Künstliche Inokulation mit einem Isolat von Fusarium culmorum (Erreger der Ährenfusariose) in einer Konidien-Wasser-Suspension.

Moderne Weizensorten beweisen ihre Überlegenheit auch bei widrigen Anbaubedingungen: Unter anderem zeigte eine Auswertung des JKI, dass die steigenden Erträge der vergangenen fünf Jahrzehnte unter anderem auf die Verbesserung von Resistenzen gegen wichtige Pilzkrankheiten zurückzuführen sind.

## 1 Prozent Züchtungsfortschritt pro Jahr bei Pilzresistenzen

„Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, haben wir die Sorten unter konstanten Bedingungen in dreijährigen Feldversuchen künstlich mit den Erregern von Gelbrost, Braunrost, Echtem Mehltau und Ährenfusarium infiziert“, erklärt Dr. Holger Zetzsche vom JKI in Quedlinburg den Versuch. Die Wissenschaftler ermittelten dann den Krankheitsbefall, den Ertrag und weitere agronomische Parameter und stellten eine mit der Zeit zunehmende Resistenz gegen Mehltau und Rostpilze fest. Der Züchtungsfortschritt bei den Pilzresistenzen beträgt etwa 1 Prozent pro Jahr. Der Einsatz von Fungiziden erhöht den Ertrag auch bei modernen Sorten mit gesteigerter Resistenz.

Und auch die Düngung hat einen Einfluss auf das Befallsgeschehen, so die Wissenschaftler: Bei hoher Stickstoffgabe stieg der Befallsdruck aufgrund dichter stehender Bestände um 7 bis 33 Prozent. Bei einigen älteren Sorten brach der Ertrag bei intensiver Düngung um bis zu 70 Prozent ein, wenn keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden.

## Moderne Sorten bleiben auch unter erschwerten Bedingungen gesünder

Die modernen Sorten bleiben auch unter erschwerten Voraussetzungen gesünder als ältere Sorten. Sie zeigten höhere Erträge und verbesserte Resistenzen unter allen getesteten Anbaubedingungen: mit und ohne Pflanzenschutz, bei moderatem und bei hohem Einsatz von Stickstoffdünger. Die größte Ertragssteigerung beobachteten die Forscher bei hohem Stickstoffeinsatz ohne Pflanzenschutz. „Die Untersuchung zeigt, wie erfolgreich die Pflanzenzüchter die Züchtungsziele Ertragsniveau und verbesserte Resistenz verbinden konnten“, erklärt Zetzsche. Der Trend zur verbesserten Pilzresistenz hält bis heute an.

Quelle: [JKI](https://www.julius-kuehn.de/presse/pressemeldung/news/pi2020-16-verbesserte-pilzresistenz-fuehrt-zu-ertragszuwachs-bei-winterweizen/)

## Weitere Beiträge

[ ![Investitionen in gesundes Getreide](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/lupe_foto_wiedenau.jpg.webp?h=08b866d1&itok=-3WLn4J8)

27.05.2019

Investitionen in gesundes Getreide

Gesundes Getreide ist die Voraussetzung für gute Ernten. Aber auch für gesunde Nahrungsmittel. Am Beispiel unseres in Teil 1 bereits erwähnten Ackerbauern wird deutlich, dass das kein Selbstläufer ist. Mit Kilometern, Simulationsmodellen, unempfindlichen Sorten und gezielten Bekämpfungsmaßnahmen investiert er in Ertrag und Qualität.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/investitionen-gesundes-getreide)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/investitionen-gesundes-getreide)

[ ![Welche Weizensorte ist die richtige?](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/aussaat.jpg.webp?h=c51d8eef&itok=k75bVBFt)

24.09.2019

Welche Weizensorte ist die richtige?

Nach der Ernte ist vor der Ernte. Kaum ist der Mähdrescher eingemottet, richtet sich der Blick des Ackerbauern aus der Köln-Aachener Bucht, den wir in unserer Serie begleiten (siehe Teil 1, Teil 2, Teil 3), nach vorne. Denn im Oktober steht die neue Aussaat an. Bis dahin sind Entscheidungen zu treffen. Die Zulassungspraxis für Pflanzenschutzmittel beeinflusst sie immer stärker.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/welche-weizensorte-ist-die-richtige)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/welche-weizensorte-ist-die-richtige)

[ ![Resistenzen bereiten Ackerbauern Kopfzerbrechen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/beratung_foto_wiedenau.jpg.webp?h=af5dbc32&itok=kAs0j5V2)

25.09.2017

Resistenzen bereiten Ackerbauern Kopfzerbrechen

Bei den Themen Antibiotikaresistenz oder multiresistente Krankenhauskeime horchen wir auf. Die Fälle häufen sich. Betroffene geraten nicht selten in Lebensgefahr. Resistenzen sind aber nicht nur eine Herausforderung in der Humanmedizin. Auch im Pflanzenschutz treten sie verstärkt auf. Sie betreffen Ungräser und -kräuter, Insekten, Pilze und Nagetiere. Landwirtschaft, Beratung, Zulassungsbehörden und Industrie müssen an einem Strang ziehen, damit die Auswirkungen nicht aus dem Ruder laufen.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/resistenzen-bereiten-ackerbauern-kopfzerbrechen)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/resistenzen-bereiten-ackerbauern-kopfzerbrechen)

[ ![Heterosiseffekt beim Weizen jetzt systematisch nutzbar ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/weizen_108957454l_fotolia.jpg.webp?h=748057dc&itok=r7a7zyxI)

17.05.2016

Heterosiseffekt beim Weizen jetzt systematisch nutzbar

Den Forschern am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben ist es jüngst gelungen, einen Ansatz für die effektivere Nutzung des Heterosiseffekts (die Kreuzung reinerbiger Elternlinien) für die Hybridzüchtung beim Weizen zu entwickeln. Davon könnte auch die Züchtung anderer selbstbefruchtender Getreidearten wie Gerste oder Reis profitieren.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/heterosiseffekt-beim-weizen-jetzt-systematisch-nutzbar)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/heterosiseffekt-beim-weizen-jetzt-systematisch-nutzbar)
