# Düngen mit dem Smartphone

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/duengen-mit-dem-smartphone
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2019-12-06T15:02:46+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Düngung
- Teaser text: Düngung digitalisiert: Osnabrücker Wissenschaftler arbeiten gemeinsam mit Industriepartnern an einer App, die die Zusammensetzung von Mischdüngern erkennt und daraus Empfehlungen für den Streuer ausrechnet.

## Content

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/smartphone_amazone.png.webp?h=ff96e258&itok=vFmKCMmj)

© Amazone

Ein Forschungsteam an der Hochschule Osnabrück entwickelt eine App, die zum einen die Menge des ausgebrachten Düngers analysiert, zum anderen den Anteil und Verteilung der einzelnen Dünger-Komponenten.

14.01.2020

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Forschung &amp; Technik ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik) Düngen Mit Dem Smartphone

## Team der Hochschule Osnabrück forscht an einer App zur optimalen Verteilung von Mischdüngern

Düngung digitalisiert: Osnabrücker Wissenschaftler arbeiten gemeinsam mit Industriepartnern an einer App, die die Zusammensetzung von Mischdüngern erkennt und daraus Empfehlungen für den Streuer ausrechnet.

[ ![Ein Forschungsteam an der Hochschule Osnabrück entwickelt eine App, die zum einen die Menge des ausgebrachten Düngers analysiert, zum anderen den Anteil und Verteilung der einzelnen Dünger-Komponenten.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/smartphone_amazone.png.webp?h=ff96e258&itok=2kylp3OV "Ein Forschungsteam an der Hochschule Osnabrück entwickelt eine App, die zum einen die Menge des ausgebrachten Düngers analysiert, zum anderen den Anteil und Verteilung der einzelnen Dünger-Komponenten.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/smartphone_amazone.png)© Amazone

Ein Forschungsteam an der Hochschule Osnabrück entwickelt eine App, die zum einen die Menge des ausgebrachten Düngers analysiert, zum anderen den Anteil und Verteilung der einzelnen Dünger-Komponenten.

[ ![Zur Verwendung der App werden vor dem Düngen sogenannte Streumatten ausgelegt, auf die der Dünger fällt. Anschließend werden die Streumatten fotografiert und die App analysiert die Verteilung des Düngers.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/streumat_hochschule_osnabrueck.png.webp?h=9c86ceb9&itok=6KAQik9R "Zur Verwendung der App werden vor dem Düngen sogenannte Streumatten ausgelegt, auf die der Dünger fällt. Anschließend werden die Streumatten fotografiert und die App analysiert die Verteilung des Düngers.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/streumat_hochschule_osnabrueck.png)© Hochschule Osnabrück

Zur Verwendung der App werden vor dem Düngen sogenannte Streumatten ausgelegt, auf die der Dünger fällt. Anschließend werden die Streumatten fotografiert und die App analysiert die Verteilung des Düngers.

Professor Dr. Hans-Werner Olfs und sein Team von der Hochschule Osnabrück forschen seit rund zwei Jahren an einer App, die mit optischen Verfahren die Zusammensetzung von Mischdüngern erkennt und Empfehlungen für die Ausbringung ableitet. Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit knapp 260.000 Euro gefördert. Eine erste praxiserprobte Betaversion der App soll ab Ende 2019 bereitstehen.

## Düngermischungen gleichmäßig verteilen

Mischdünger aus einzelnen Nährstoff-Komponenten können zwar den Düngebedarf eines Felds gut abdecken, es gibt für sie aber keine Einstellwerte für den Düngerstreuer. Die aber braucht der Landwirt, um den Dünger optimal auf dem Feld verteilen zu können. Die in Form, Härte, Größe und Gewicht unterschiedlichen Düngerkörner werden vom Zentrifugal-Düngerstreuer ganz verschieden zur Seite „geschossen“. Um eine einheitliche Verteilung zu gewährleisten, müssen die Geschwindigkeit der rotierenden Scheiben und der Punkt, an dem der Dünger auf die Streuscheibe fällt, vor dem Düngen perfekt eingestellt werden.

Dabei soll künftig die App „Optiblend“ helfen. In der Praxis soll das so aussehen: Der Landwirt überfährt mit dem Düngerstreuer vorher ausgelegte Matten und fotografiert das Streubild. Die App analysiert Menge, Kornanteil und -verteilung. Bei ungünstiger Nährstoffverteilung schlägt sie vor, wie die Einstellungen am Düngerstreuer verändert werden sollen.

## Datenbank für die App

Dafür wurden jede Menge verschiedene Düngermischungen und Streuverteilungen fotografiert. Diese Daten sowie über 12 000 Bilder der einzelnen Dünger-Komponenten fließen in einer Datenbank zusammen, mit deren Hilfe die App für den Praxiseinsatz „trainiert“ wurde. Inzwischen hat sie unter normalen Lichtverhältnissen eine Treffergenauigkeit von knapp 90 Prozent. Tiefstehende Sonne, Schatten auf den Düngerkörnern und andere schwierige Lichtverhältnisse bereiten ihr allerdings noch Probleme.

Und noch eine zweite Anwendung haben die Wissenschaftler im Sinn: Die App kann dem Landhändler schon beim Mischen Empfehlungen zur Eignung verschiedener Mineraldünger-Komponenten geben.

Quelle: [Gabot.de ](https://www.gabot.de/index.php?id=24&tx_news_pi1%5Bnews%5D=399241&no_cache=1)/ [Hochschule Osnabrück](https://www.hs-osnabrueck.de/de/nachrichten/2019/08/perfekte-duengung-mithilfe-des-smartphones/)

## Weitere Beiträge

[ ![Pflanzen mit dem Smartphone bestimmen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/img_2849.jpg.webp?h=71976bb4&itok=1F2cAh75)

23.03.2018

Pflanzen mit dem Smartphone bestimmen

Was für Landwirte längst Realität ist, hat auch in der Gesellschaft Verbreitung gefunden: die Pflanzenbestimmung mit dem Smartphone. Das Projekt "Flora Incognita – Pflanzenbestimmung mit dem Smartphone" der Technischen Universität Ilmenau und des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena wurde 2017 als offizielles Projekt der "UN-Dekade Biologische Vielfalt" ausgezeichnet.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/pflanzen-mit-dem-smartphone-bestimmen)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/pflanzen-mit-dem-smartphone-bestimmen)

[ ![Düngerstreuer: Von 0 auf 80 in einer Zehntel Sekunde](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/duengerstreuer_foto_wiedenau_0.jpg.webp?h=816dbf5b&itok=X4dHymL_)

07.02.2019

Düngerstreuer: Von 0 auf 80 in einer Zehntel Sekunde

Im Prinzip ist ein Düngerstreuer wie ein Streusalzstreuer aufgebaut: Oben ist der Behälter für das Streugut, in der Mitte ein Schieber, der den Behälter öffnet, und unten rotierende Scheiben, die das darauf fallende Streugut verteilen. Eigentlich ganz einfach. Doch wie sichert der Landwirt, dass die Pflanzen die richtige Düngermenge bekommen? Besonders bei unterschiedlichen Düngern, unregelmäßigen Feldformen und unberechenbarem Wetter?

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/duengerstreuer-von-0-auf-80-einer-zehntel-sekunde)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/duengerstreuer-von-0-auf-80-einer-zehntel-sekunde)

[ ![Kalium für widerstandsfähige Pflanzen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/kaliduenger_foto_matthias_wiedenau.jpg.webp?h=38bf06a5&itok=JOoM-GTc)

06.09.2019

Kalium für widerstandsfähige Pflanzen

Kalium zählt neben Stickstoff und Phosphor zu den Hauptnährstoffen für Pflanzen. Ein Teil des Kalidüngers stammt aus Deutschland. Das Salz ist ein Überbleibsel eines Meeres, das vor über 200 Millionen Jahren das heutige Dänemark sowie Teile Deutschlands und Polens bedeckte.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/kalium-fuer-widerstandsfaehige-pflanzen)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/kalium-fuer-widerstandsfaehige-pflanzen)

[ ![Digitalisierung soll Landwirtschaft noch effizienter machen](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/drohne_foto_matthias_wiedenau.jpg.webp?h=229739d3&itok=Yosuws6w)

24.05.2017

Digitalisierung soll Landwirtschaft noch effizienter machen

Autonome Traktoren als fahrende Rechenzentren, Apps zur Unkrautbestimmung und Vorhersage von Krankheiten oder Drohnen zur Erntebeurteilung – vieles ist heute schon Realität. Muss der Landwirt bald um seinen Job fürchten?

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/digitalisierung-soll-landwirtschaft-noch-effizienter-machen)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/digitalisierung-soll-landwirtschaft-noch-effizienter-machen)

[ ![Der erste Dünger: Starthilfe fürs Getreide](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/mineralduengung_00002229_agrarpress.jpg.webp?h=623f249a&itok=-GDwhnHO)

25.02.2019

Der erste Dünger: Starthilfe fürs Getreide

Ab und an sieht man die Landwirte draußen auf den Feldern. Mit großen Maschinen sind die Arbeiten meistens flott erledigt. Deswegen sind sie schnell wieder verschwunden. Da stellt sich die berechtigte Frage: Was machen Landwirte eigentlich in der übrigen Zeit? In lockerer Folge wollen wir im IVA-Magazin einen Einblick geben. Den Anfang machen wir mit dem Thema Düngung. Am Beispiel eines Ackerbauern aus der Köln-Aachener Bucht beschreiben wir, ob er nach Erfahrungswerten oder mathematischen Formeln düngt.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/der-erste-duenger-starthilfe-fuers-getreide)

](https://www.iva.de/iva-magazin/schule-wissen/der-erste-duenger-starthilfe-fuers-getreide)

[ ![Was sind Langzeitdünger und wie funktionieren sie?](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/entec_foto_baywa.jpg.webp?h=48f55996&itok=3YYkBlhX)

01.02.2017

Was sind Langzeitdünger und wie funktionieren sie?

Bedarfsgerecht düngen für optimales Pflanzenwachstum, für Klima- und Wasserschutz – das sollte das Ziel aller Pflanzenbauer sein. Das bedeutet für Hobbygärtner wie für Pflanzenbau-Profis eine echte Herausforderung. Besonders bei extremem Wetter und wenn man nicht in kurzen Abständen immer wieder in den Düngersack greifen will. Langzeitdünger mit umhüllten Nährstoffen sowie stabilisierte Stickstoffdünger können Teil der Lösung sein. Sie geben die Nährstoffe über einen langen Zeitraum frei, versorgen die Pflanzen zuverlässig und sind weniger auswaschungs- und emissionsgefährdet.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/was-sind-langzeitduenger-und-wie-funktionieren-sie)

](https://www.iva.de/iva-magazin/umwelt-verbraucher/was-sind-langzeitduenger-und-wie-funktionieren-sie)
