# Die digitale Genbank

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- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/die-digitale-genbank
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2019-02-05T09:35:54+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Forschung / Biotech
- Teaser text: Um die genetische Vielfalt von Kulturpflanzen zu sichern und wissenschaftlich zu erforschen, werden in Genbanken Proben verschiedener Landrassen, Sorten und Wildformen gesammelt. Eines der weltweit umfassendsten Sortimente für viele Kulturpflanzen, darunter der Gerste, befindet sich in der Bundeszentrale ex-situ-Genbank am IPK Gatersleben nahe Bernburg.

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![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2018-bild1_ipk_-_jki_-_idiv_-_uni_goettingen-gerstenaehrenkreis_ipk.jpg.webp?h=33312f05&itok=68GDkDYq)

© Uni Göttingen/JKI/IPK Gatersleben

Illustrierte Vielfalt unterschiedlicher Gerste-Muster.

12.02.2019

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## Internationales Forschungskonsortium nimmt erstmals molekulare Charakterisierung einer Weltkollektion von Gerste vor

Um die genetische Vielfalt von Kulturpflanzen zu sichern und wissenschaftlich zu erforschen, werden in Genbanken Proben verschiedener Landrassen, Sorten und Wildformen gesammelt. Eines der weltweit umfassendsten Sortimente für viele Kulturpflanzen, darunter der Gerste, befindet sich in der Bundeszentrale *ex-situ*-Genbank am IPK Gatersleben nahe Bernburg.

[ ![Illustrierte Vielfalt unterschiedlicher Gerste-Muster.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2018-bild1_ipk_-_jki_-_idiv_-_uni_goettingen-gerstenaehrenkreis_ipk.jpg.webp?h=33312f05&itok=LJiMSbdB "Illustrierte Vielfalt unterschiedlicher Gerste-Muster.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2018-bild1_ipk_-_jki_-_idiv_-_uni_goettingen-gerstenaehrenkreis_ipk.jpg)© Uni Göttingen/JKI/IPK Gatersleben

Illustrierte Vielfalt unterschiedlicher Gerste-Muster.

[ ![Anbau von Mustern der Gerste-Kollektion.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2018-bild2_ipk_-_jki_-_idiv_-_uni_goettingen_gerstenvielfaltmusterkollektionipk.jpg.webp?h=02ce9656&itok=SEv0f47k "Anbau von Mustern der Gerste-Kollektion.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/pi2018-bild2_ipk_-_jki_-_idiv_-_uni_goettingen_gerstenvielfaltmusterkollektionipk.jpg)© Uni Göttingen/JKI/IPK Gatersleben

Anbau von Mustern der Gerste-Kollektion.

[ ![Die genetische Struktur der Sammlung spiegelt die geografische Herkunft wider. Jeder farbige Punkt stellt ein Genbank-Muster dar.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/genetische_struktur_ipk_gatersleben.png.webp?h=ad778a89&itok=g1v-kK-i "Die genetische Struktur der Sammlung spiegelt die geografische Herkunft wider. Jeder farbige Punkt stellt ein Genbank-Muster dar.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/genetische_struktur_ipk_gatersleben.png)© IPK Gatersleben

Die genetische Struktur der Sammlung spiegelt die geografische Herkunft wider. Jeder farbige Punkt stellt ein Genbank-Muster dar.

Ein internationales Forschungskonsortium unter Leitung des IPK Gatersleben hat für eine der Sammlungen den Übergang in die digitale Welt möglich gemacht. Gemeinsam mit Wissenschaftlern vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Julius Kühn-Instituts (JKI) und der Georg-August-Universität Göttingen sowie mit Teams aus Japan, China und der Schweiz wurde eine der weltweit umfassendsten Sammlungen von Gerstensorten molekular charakterisiert – insgesamt mehr als 22 000 Saatgutmuster. Dafür wurde von jedem der Muster eine Einzelpflanze genotypisiert. So können genetische Duplikate ausfindig gemacht und die Sammlung in Forschung und Züchtung effektiver genutzt werden. Denn vielversprechende Pflanzenlinien lassen sich auf diesem Wege gezielter aufspüren.

## Natürliche Diversität auf einen Blick

Professor Dr. Nils Stein (IPK Gatersleben und Georg-August-Universität Göttingen) beschreibt es so: „Mit dieser Veröffentlichung gelingt es, ein großes Sortiment einer weltweiten Sammlung in einer Genbank molekulargenetisch komplett zu beschreiben – mit anderen Worten, die weltweite natürliche Diversität einer der wichtigsten Kulturarten mit einem Blick zu erfassen“.

Professor Dr. Frank Ordon, Präsident des Julius Kühn-Instituts ergänzt: „Da sich die Pflanzenzüchtung vermehrt auf wechselnde Umweltbedingungen wie Hitze, Trockenheit, neue Schaderreger, aber auch Veränderungen bezüglich des Dünge- und Pflanzenschutzmittel-Einsatzes einstellen muss, sind detaillierte Kenntnisse über die genetische Variabilität und deren Nutzung eine Voraussetzung für die Züchtung angepasster Sorten. Gene, die für wichtige Eigenschaften codieren, lassen sich so in Landrassen oder verwandten Wildarten schneller auffinden und in der Züchtung nutzen“.

Quelle: [IPK Gatersleben](http://www.ipk-gatersleben.de/fileadmin/content-ipk/content-ipk-institut/Presseinformationen/2018/2018_11_12_PM_2018_21_Ressourcencentrum_FINAL.pdf)

## Weitere Beiträge

[ ![Genetischer und geografischer Ursprung der Gerste aufgeklärt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gerste_pixelio.jpg.webp?h=5fa3854b&itok=o_J_2q9N)

17.11.2015

Genetischer und geografischer Ursprung der Gerste aufgeklärt

Wer die Urform der Gerste ernten will, der muss viel Geduld aufbringen. Sobald die Körner erntereif sind, fallen sie von der Ähre ab und verteilen sich auf dem Boden. Für die Verbreitung der Pflanze ist das optimal. Für unsere Vorfahren war es jedoch sehr mühselig, die Gerstenkörner vom Boden zusammenzulesen, um aus den energiereichen Samen Fladen zu backen. Bei unserer heutigen Gerste fallen die Körner nicht mehr aus. Diesen Fortschritt in der Züchtung nennt man Spindelfestigkeit.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/genetischer-und-geografischer-ursprung-der-gerste-aufgeklaert)

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[ ![Genetische Vielfalt der Kulturpflanzen erhalten ](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/uid/magazinbilder/in-tausenden-glaeser-lagern-in-der-genbank-des-ipk-muster-landwirtschaftlicher-und-gartenbaulicher-kulturpflanzen.jpeg.webp?h=498dd9b9&itok=ISixIaCA)

22.10.2009

Genetische Vielfalt der Kulturpflanzen erhalten

In den großen Kühlkammern des Leibniz-Institutes für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben reiht sich ein Einweckglas an das andere. Jeweils bis zu 1,5 Kilogramm schwer. Beinahe mutet es wie die gute alte Vorratskammer aus Omas Zeiten mit eingemachtem Obst und Gemüse an. Das eine wie das andere ein Schatz von großem Wert.

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[ ![6000 Jahre alte Gerstenkörner bei archäologischer Ausgrabung in israelischer Höhle entdeckt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gerste_42439082_l_fotolia.jpg.webp?h=ab0757bb&itok=xJQaSn4Q)

28.09.2016

6000 Jahre alte Gerstenkörner bei archäologischer Ausgrabung in israelischer Höhle entdeckt

6000 Jahre alt sind die Gerstenkörner, die bei einer Ausgrabung in einer schwer zugänglichen Höhle nahe dem Toten Meer gefunden wurden. Sie sind noch so gut erhalten, dass die Forscher das gesamte Genom entschlüsseln konnten. Die genetischen Informationen können helfen, verloren gegangene, innerartliche Variationen für die heutige Züchtung wieder zu nutzen.

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[ ![Weizengenom jetzt vollständig entschlüsselt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/weizen_108957454l_fotolia_0.jpg.webp?h=748057dc&itok=9h_1RYfF)

19.09.2018

Weizengenom jetzt vollständig entschlüsselt

Als einen internationalen Kraftakt bezeichnen es die beteiligten Wissenschaftler: Die vollständige Sequenzierung des Weizengenoms ist nun einem Team von Wissenschaftlern vieler Länder gemeinsam gelungen. Daran haben sie 13 Jahre gearbeitet, und es gab zwischendurch Stimmen, dass die Aufgabe gar nicht zu lösen sei, weil das Weizengenom so riesig ist.

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