# Apfelreste für die Lebensmittelindustrie

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- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/apfelreste-fuer-die-lebensmittelindustrie
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- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2018-07-24T08:22:56+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
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- Topics: Forschung / Biotech, Lebensmittel / Ernährung
- Teaser text: Ein Forscherteam der Freien Universität Bozen (Südtirol-Italien) hat eine Methode gefunden, wie aus Kohlendioxid und Apfel-Abfällen natürliche Antioxidantien für die Lebensmittelindustrie gewonnen werden können.

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© iStock Aus Abfällen der Apfelverarbeitung können bald natürliche Antioxidantien gewonnen werden.

30.10.2018

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Aus Abfällen der Apfelverarbeitung können bald natürliche Antioxidantien gewonnen werden.

30.10.2018

# Apfelreste für die Lebensmittelindustrie

## Wissenschaftler haben eine Verwendung für Reste aus der Apfelverarbeitung erforscht

Ein Forscherteam der Freien Universität Bozen (Südtirol-Italien) hat eine Methode gefunden, wie aus Kohlendioxid und Apfel-Abfällen natürliche Antioxidantien für die Lebensmittelindustrie gewonnen werden können.

[ ![Aus Abfällen der Apfelverarbeitung können bald natürliche Antioxidantien gewonnen werden.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/apfelkern_529408104l_istock.jpg.webp?h=e71d2955&itok=nI-hYKdU "Aus Abfällen der Apfelverarbeitung können bald natürliche Antioxidantien gewonnen werden.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/apfelkern_529408104l_istock.jpg)© iStock

Aus Abfällen der Apfelverarbeitung können bald natürliche Antioxidantien gewonnen werden.

[ ![Professor Matteo Scampicchio von der Freien Universität Bozen und sein Team haben eine Nutzungsmöglichkeit für Reste aus Apfelabfällen entwickelt.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/matteo_scampicchio_unibz_2.jpg.webp?h=20ee1d85&itok=IgM8216l "Professor Matteo Scampicchio von der Freien Universität Bozen und sein Team haben eine Nutzungsmöglichkeit für Reste aus Apfelabfällen entwickelt.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/matteo_scampicchio_unibz_2.jpg)© Universität Bozen

Professor Matteo Scampicchio von der Freien Universität Bozen und sein Team haben eine Nutzungsmöglichkeit für Reste aus Apfelabfällen entwickelt.

[ ![Das Team um Professor Scampicchio.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/das_team_um_prof._m_unibiz.jpg.webp?h=d9d698e9&itok=A9G6RDIa "Das Team um Professor Scampicchio.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/das_team_um_prof._m_unibiz.jpg)© Universität Bozen

Das Team um Professor Scampicchio.

Ein Team der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik der Freien Universität Bozen (Südtirol-Italien) um Prof. Matteo Scampicchio hat eine Nutzungsmöglichkeit für Reste aus der Apfelverarbeitung entwickelt. Aus Kohlendioxid und Abfällen der Apfelverarbeitung – Apfelschalen, -gehäusen, -samen und -mark – können mit ihrer Methode natürliche Antioxidantien gewonnen werden. Diese können dann von Lebensmittelunternehmen anstelle synthetischer Stoffe als Zuschlagstoffe benutzt werden. Die so gewonnenen Verbindungen haben sogar eine höhere antioxidative Wirkung als die auf herkömmlichem Weg hergestellten, stellten die Wissenschaftler fest.

Das Forscherteam hat seine Forschung in der interdisziplinären Fachzeitschrift „Journal of Cleaner Production" veröffentlicht, die sich auf nachhaltige Produktionstechnologien spezialisiert hat. Die Entwicklung bietet der Lebensmittelindustrie neue natürliche Stoffe, die nicht nur billiger sind als künstlich hergestellte, sondern auch das Problem der Lebensmittelabfälle lösen helfen. Die Abfälle, die bisher mit entsprechendem Kostenaufwand entsorgt werden mussten, können nun bald bestmöglich verwertet werden.

## Südtirols Exportschlager – komplett genutzt

Nicht zufällig befasste sich die Forschergruppe mit dem Apfel, hängt von ihm doch ein Großteil der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft Südtirols ab. Für die Extraktion der Antioxidantien nutzte sie sogenanntes „überkritisches“ Kohlendioxid. Also Kohlendioxid, das dank erhöhter Temperatur und Druck in einen fluiden Zustand versetzt wurde. Unter diesen Bedingungen hat das Gas deutlich andere Eigenschaften; es ist genauso dicht wie eine Flüssigkeit, hat aber die Viskosität eines Gases.

Quelle:[ unibz.it](https://www.unibz.it/de/news/128624-apfelabfaelle-werden-zur-ressource-der-lebensmittelindustrie)

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10.10.2017

Nur beste Apfel-Qualität einlagern

Für das Erreichen der optimalen Lagerdauer von Äpfeln ist der sortenspezifische Erntezeitpunkt zu beachten. Sowohl eine zu frühe als auch eine zu späte Ernte können die Lagerdauer beeinflussen. Zu früh geerntete Äpfel schrumpfen schnell, haben wenig Aroma und neigen leicht zur Schalenbräune. Eine zu späte Ernte kann zu Fleischbräune führen. Als allgemeine Faustregel gilt, dass die Pflückreife dann gegeben ist, wenn sich die Äpfel beim Hochbiegen des Fruchtstiels leicht vom Fruchtholz lösen lassen. Die Früchte dürfen während des Pflückens nicht durch Druckstellen oder mechanische Verletzungen derart vorgeschädigt werden, dass sie Fäulniserreger infizieren können.

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