# 6000 Jahre alte Gerstenkörner bei archäologischer Ausgrabung in israelischer Höhle entdeckt

## Metadata

- Entity type: Inhalt (`node`)
- URL: https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/6000-jahre-alte-gerstenkoerner-bei-archaeologischer-ausgrabung
- Language: de
- Bundle: Magazinartikel (`article`)
- Created: 2016-09-28T08:18:00+00:00
- Updated: 2025-10-23T10:05:52+00:00
- Published: true
- Topics: Forschung / Biotech, Landwirtschaft
- Teaser text: 6000 Jahre alt sind die Gerstenkörner, die bei einer Ausgrabung in einer schwer zugänglichen Höhle nahe dem Toten Meer gefunden wurden. Sie sind noch so gut erhalten, dass die Forscher das gesamte Genom entschlüsseln konnten. Die genetischen Informationen können helfen, verloren gegangene, innerartliche Variationen für die heutige Züchtung wieder zu nutzen.

## Content

© Fotolia Gerste ist ein wichtiges Getreide für die menschliche Ernährung und als Futtermittel. Die genetischen Informationen der 6000 Jahre alten Gerstensamen können der heutigen Gerstenzüchtung verloren gegangene Variationen wiederbringen.

08.11.2016

[ Startseite ](https://www.iva.de/) [ IVA-Magazin ](https://www.iva.de/iva-magazin) [ Forschung &amp; Technik ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik) 6000 Jahre Alte Gerstenkörner Bei Archäologischer Ausgrabung In Israelischer Höhle Entdeckt

![](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gerste_42439082_l_fotolia.jpg.webp?h=ab0757bb&itok=xJQaSn4Q)

© Fotolia

Gerste ist ein wichtiges Getreide für die menschliche Ernährung und als Futtermittel. Die genetischen Informationen der 6000 Jahre alten Gerstensamen können der heutigen Gerstenzüchtung verloren gegangene Variationen wiederbringen.

08.11.2016

# 6000 Jahre alte Gerstenkörner bei archäologischer Ausgrabung in israelischer Höhle entdeckt

## Prähistorische Gerstengene können aktuelle Sorten neu beleben

6000 Jahre alt sind die Gerstenkörner, die bei einer Ausgrabung in einer schwer zugänglichen Höhle nahe dem Toten Meer gefunden wurden. Sie sind noch so gut erhalten, dass die Forscher das gesamte Genom entschlüsseln konnten. Die genetischen Informationen können helfen, verloren gegangene, innerartliche Variationen für die heutige Züchtung wieder zu nutzen.

[ ![Gerste ist ein wichtiges Getreide für die menschliche Ernährung und als Futtermittel. Die genetischen Informationen der 6000 Jahre alten Gerstensamen können der heutigen Gerstenzüchtung verloren gegangene Variationen wiederbringen.](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/16_9_1152x648/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gerste_42439082_l_fotolia.jpg.webp?h=ab0757bb&itok=2oOznOen "Gerste ist ein wichtiges Getreide für die menschliche Ernährung und als Futtermittel. Die genetischen Informationen der 6000 Jahre alten Gerstensamen können der heutigen Gerstenzüchtung verloren gegangene Variationen wiederbringen.") ](https://www.iva.de/sites/default/files/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gerste_42439082_l_fotolia.jpg)© Fotolia

Gerste ist ein wichtiges Getreide für die menschliche Ernährung und als Futtermittel. Die genetischen Informationen der 6000 Jahre alten Gerstensamen können der heutigen Gerstenzüchtung verloren gegangene Variationen wiederbringen.

Die genetische Auswertung der 6000 Jahre alten Gerstenkörner aus der Yoram-Höhle in der Nähe des Toten Meeres in Israel zeigen, dass die Domestikation von Gerste damals schon abgeschlossen war. Mithilfe der Radiokarbonmethode bestimmten die Wissenschaftler das Alter der Körner. Das jetzt rekonstruierte steinzeitliche Gerstengenom ist das älteste bislang jemals rekonstruierte Pflanzengenom. Mit diesem Fund konnte auch der Ausgangspunkt der Gersten-Domestikation im oberen Jordantal genauer lokalisiert werden.

## Steinzeitliche Sorten haben große Ähnlichkeit mit heutigen Sorten

Die Analyse ergab, dass die vor 6000 Jahren angebauten Sorten sich genetisch bereits sehr deutlich von den Wildformen unterschieden, mit den heutigen Sorten dagegen große Ähnlichkeiten aufweisen. Die Verbindung von Archäobotanik und Genetik eröffnet neue Einblicke in den Ursprung unserer Kulturpflanzen, und auch die Gerstenzüchter von heute profitieren von den Erkenntnissen und Daten: Sie können in ihren Genbanken und Samensortiments nach seltenen Landrassen suchen, die dieselben Gene oder Allele wie die Gerste von vor 6000 Jahren tragen, und versuchen, diese wieder in Elitesorten einzukreuzen.

Quelle: [pflanzenforschung.de](http://www.pflanzenforschung.de/index.php?cID=11278)

## Weitere Beiträge

[ ![Genetischer und geografischer Ursprung der Gerste aufgeklärt](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/gerste_pixelio.jpg.webp?h=5fa3854b&itok=o_J_2q9N)

17.11.2015

Genetischer und geografischer Ursprung der Gerste aufgeklärt

Wer die Urform der Gerste ernten will, der muss viel Geduld aufbringen. Sobald die Körner erntereif sind, fallen sie von der Ähre ab und verteilen sich auf dem Boden. Für die Verbreitung der Pflanze ist das optimal. Für unsere Vorfahren war es jedoch sehr mühselig, die Gerstenkörner vom Boden zusammenzulesen, um aus den energiereichen Samen Fladen zu backen. Bei unserer heutigen Gerste fallen die Körner nicht mehr aus. Diesen Fortschritt in der Züchtung nennt man Spindelfestigkeit.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/genetischer-und-geografischer-ursprung-der-gerste-aufgeklaert)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/genetischer-und-geografischer-ursprung-der-gerste-aufgeklaert)

[ ![Mehr Körner pro Ähre, mehr Ertrag vom Feld](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/weizen1.jpg.webp?h=5f62bdfc&itok=1gG2vgOO)

11.12.2015

Mehr Körner pro Ähre, mehr Ertrag vom Feld

Neben der Gesundheit und den pflanzenbaulichen Eigenschaften ist für die Landwirte vor allem das Ertragsvermögen einer Sorte von Bedeutung. Genetik-Wissenschaftler haben nun ein Gen identifiziert, das für eine spezielle Ährenverzweigung bei Weizen und Gerste verantwortlich ist, mit der die Pflanzen mehr Körner pro Ähre ausbilden.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/mehr-koerner-pro-aehre-mehr-ertrag-vom-feld)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/mehr-koerner-pro-aehre-mehr-ertrag-vom-feld)

[ ![Kultivierungsgeschichte von Reis weiter strittig](https://www.iva.de/sites/default/files/styles/1_1_960x960/public/m-2025/benutzer/%25uid/magazinbilder/reissaecke_sturm_pixelio.jpg.webp?h=40dccb21&itok=tiRuby9d)

19.01.2016

Kultivierungsgeschichte von Reis weiter strittig

Wie aus Wildreis eine der wichtigsten Nahrungspflanzen der Erde wurde, ist unter Wissenschaftlern nach wie vor strittig. Eine aktuelle Studie sorgt für neuen Diskussionsstoff. Die Herkunft ist auch für die heutige Reiszüchtung wichtig. Um resistentere und ertragreichere Reissorten auf den Markt zu bringen, müssen die Züchter nämlich den Ursprung der Domestikationsgene kennen. Denn in den Herkunftsregionen existiert auch die größte genetische Vielfalt, die die Basis für jede Züchtung ist.

[ Lesen Sie mehr ](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/kultivierungsgeschichte-von-reis-weiter-strittig)

](https://www.iva.de/iva-magazin/forschung-technik/kultivierungsgeschichte-von-reis-weiter-strittig)
