Glossar beginnend mit T

In unserem Glossar finden Sie Begriffe aus den Bereichen Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie. Das Glossar ist jedoch kein Lexikon. Die Erläuterungen der Begriffe erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind ausschließlich auf den Kontext der Artikel bezogen, in denen sie vorkommen. Sie sollen dem Leser zum besseren Verständnis dienen. Das Glossar wird laufend weiterbearbeitet und ergänzt.

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Tarsus

Tarsus = Fuß. Das fünfte Glied an den Beinen von Insekten von griechisch
Tarsos = Fußsohle, Plural: Tarsi oder eingedeutscht auch Tarsen.
Der Fuß besteht gewöhnlich aus fünf Fußgliedern (Tarsomeren) und einem Endstück (Prätarsus), an dem Krallen und Haftpolster ansitzen.
Das erste Fußglied heißt auch Fersenglied (Metatarsus), für das letzte Fußglied wird häufig das Wort Klauenglied benutzt, Krallenglied wäre richtiger.

Taubährigkeit

Taubährigkeit, auch: partielle Ährenfusariosen, bezeichnet eine Getreidekrankheit, die durch Schadpilze der Gattung Fusarium verursacht wird. Die Erreger unterbinden den Nährstofftransport in der Ährenspindel. Dadurch bleichen Ährchen, Ährchengruppen oder der ganze obere Teil der Pflanze völlig aus. Die Pflanze bildet nur noch Schrumpfkörner.

Teleutosporen

Die Teleutosporen werden auch als Wintersporen bezeichnet, da sie dank dicker Zellwände auch niedrige Temperaturen überdauern können. Beim Birnengitterrost zum Beispiel sind sie zweizellig:
Nachdem der Wacholderrost-Pilz als dikaryotisches (zwei Kerne pro Zelle) Fadengeflecht (Myzel) im Holzgewebe des Wacholders überwintert hat, entwickeln sich im Frühjahr bei nasser Witterung die typischen Sporenzäpfchen, aus denen zweizellige Teleutosporen ausgebildet werden. In jeder Zelle spielt sich nun eine Zellkernverschmelzung (Karyogamie) ab, der sukzessive Reifeteilungen (Meiosen) folgen. Durch diese Reifeteilungen entstehen Basidiosporen. Diese Basidiosporen können nur die Birnbaumblätter infizieren.

Thripse

Thripse (Thysanoptera), auch Fransenflügler, Blasenfüße oder Gewittertierchen genannt, gehören mit einer Körperlänge von ein bis zwei mm zu den unauffälligsten Insekten. In Deutschland kommen ungefähr 400 Arten vor, die nur von Spezialisten unterscheidbar sind. Weltweit sind über 5 000 Arten bekannt. …“ Sie ernähren sich von Pflanzensäften und können mit ihrer Saugtätigkeit erhebliche Schäden anrichten. Ihre Bekämpfung ist schwierig. Zitat aus Hortipendium

Tilling

Tilling steht für Targeting Induced Local Lesions in Genomes (frei übersetzt: gezielte Suche nach induzierten lokalen Mutationen im Genom). Die chemische Mutagenese führt zufällig Mutationen an vielen Stellen im Genom ein. Die Herausforderung ist, diejenigen Mutanten zu identifizieren, die Mutationen im gewünschten Gen tragen. Das Neue am TILLING ist nicht die Art, mit der Mutationen eingeführt werden, sondern dass gesuchte Mutanten anschließend durch molekularbiologische Methoden relativ schnell herausgefiltert werden können. Quelle VBIO http://www.vbio.de/informationen/wissenschaft__gesellschaft/thema_biotec...

Transgene Gentechnik

Einbringen von artfremden Genen ins Erbgut

Transkriptom

Die Summe aller zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer Zelle transkribierten, das heißt von der DNA in RNA umgeschriebenen Gene, also die Gesamtheit aller in einer Zelle hergestellten RNA-Moleküle

Traubenschluss

Entwicklungsstadium der Weintraube, bei dem die einzelnen Beeren soweit ausgewachsen sind, dass sie dicht aneinander liegen und das Stielgerüst verdecken. Behandlungen zum Beispiel gegen Botrytis oder Mehltau werden kurz vor dem Traubenschluss durchgeführt, damit die Fungizide auch das Innere der Trauben erreichen. Quelle: zitiert nach www.wein-plus.de

Trichoderma-Pilze

Trichoderma-Pilze können andere Pilze, die Pflanzenkrankheiten verursachen, parasitieren und unterdrücken.

Trugdolde

Ein Blütenbüschel, dessen Hauptblüte aus der Terminalknospe des Hauptsprosses entsteht. Weitere Blüten bilden sich aus den Terminalknospen der Seitenäste. Sie entspringen unterhalb der Terminalknospe und gruppieren sich sich um die Hauptblüte herum.
Durch die Anordnung der Einzelblüten entsteht der Eindruck einer Dolde. Daher der Name Trugdolde.
Beispielpflanzen: Elsbeere, Bergenie (Bergenia cordifolia), Trompetenblume (Campsis radicans).