Glossar beginnend mit S

In unserem Glossar finden Sie Begriffe aus den Bereichen Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie. Das Glossar ist jedoch kein Lexikon. Die Erläuterungen der Begriffe erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind ausschließlich auf den Kontext der Artikel bezogen, in denen sie vorkommen. Sie sollen dem Leser zum besseren Verständnis dienen. Das Glossar wird laufend weiterbearbeitet und ergänzt.

S

Salmonellen

Salmonellen sind Bakterien, die beim Menschen lebensgefährliche Infektionen hervorrufen können, zum Beispiel Typhus und Entzündungen des Darmtrakts. Die wichtigsten Infektionsquellen sind infizierte Nahrungsmittel. Salmonellose kann zum Tode führen. Diese Infektion muss grundsätzlich ärztlich behandelt werden.

Saprophyten

Saprophyten sind Organismen, die weder Chemo- noch Fotosynthese betreiben und sich ausschließlich heterotroph ernähren, d.h. von toten, organischen Stoffen. Sie bauen energiereiche Stoffe ab, und wandeln diese in anorganische Stoffe um, die wiederum von Pflanzen aufgenommen werden können.
Quelle: www.flexikon.doccheck.com

Saure Böden

Die Bodenversauerung an sich, ist ein natürlicher Vorgang und führt zur Abnahme des pH-Wertes. Böden in humiden Klimabereichen versauern im Laufe ihrer Entwicklung. Dieser Vorgang kann aber durch von Menschen hervorgerufene Einflüsse, wie zum Beispiel Luftverschmutzung, verstärkt werden. Die Versauerung von Böden bewirkt vor allem: Auswaschung von Nährstoffen (Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor) ins Grundwasser, die dem Wald dann nicht mehr zur Verfügung stehen, Verlust von Mykorrhizapilzen und Absterben von Feinwurzeln, was zur Beeinträchtigung der Wasser- und Nährstoffaufnahme führt.

Schadensschwelle

Der Landwirt beobachtet sehr genau Schaderreger, Befallsstärke und Befallsprognose und trifft auf dieser Basis eine Abwägung der Wirtschaftlichkeit einer Bekämpfungsmaßnahme. Die „wirtschaftliche Schadensschwelle“ markiert für den Landwirt den Zeitpunkt für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Bekämpft wird erst, wenn der zu erwartende Schaden (zum Beispiel Ernteeinbußen) höher ist als die Behandlungskosten. Quelle www.iva.de

Schwarzbrache

Planmäßig und vorübergehend unbebautes Land innerhalb einer geregelten Nutzung (z. B. Dreifelderwirtschaft).
Quelle http://www.bauernhof.net/lexikon/lex_b/brache.htm

Schwächeparasiten

Schmarotzer, die nur in der Lage sind kränkelnde, alternde oder in ihrer Widerstandsfähigkeit beeinträchtigte (geschwächte) Lebewesen (Wirte) zu befallen, um ihren Nährstoffbedarf von ihnen zu beziehen. Sie leben in oder an ihren Wirten.

Sclerotinia

Sclerotinia sclerotiorum ist eine pilzliche Erkrankung, die an einer Vielzahl von Gemüse, Gewürz- und Zierpflanzenkulturen auftritt. Deutsche Bezeichnungen: Weißstängeligkeit, Stängelfäule, Weissfäule oder Rapskrebs. Sclerotinia sclerotiorum ist ein Schaderreger, der sowohl die Pflanzen im Bestand infiziert und Kulturen schädigt, als auch nach der Ernte im Lager und im Kühlschrank an Obst und Gemüse in Erscheinung tritt. Zitiert nach Hortipendium.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe: sind im Sekundärstoffwechsel von Pflanzen gebildete Verbindungen. Sie kommen im Gegensatz zu primären Pflanzenstoffen wie Kohlenhydrate, Proteine oder Fette, die im Primärstoffwechsel gebildet werden, nur in geringen Mengen vor. Ein Teil von ihnen ist giftig, ein Teil von Ihnen wird in der Volksheilkunde gegen Krankheiten eingesetzt.

Selektion

Mit Bezug auf transgene Pflanzen: Aus den nach einer Transformation regenerierten Pflanzen werden diejenigen herausgesucht, bei denen die Transformation erfolgreich war. Das heißt, die Fremd-Gene sind in das pflanzliche Genom eingebaut (integriert) worden. Da jedoch in den meisten Fällen durch das Fremd-Gen keine optische Veränderung der transgenen Pflanze erkennbar ist, wird ein sogenannter Selektionsmarker eingesetzt. Dieser ermöglicht die Auswahl der erfolgreich transformierten Pflanzen (nur ein sehr geringer Prozentsatz!). Mehr Informationen finden Sie unter www.biosicherheit.de

Septoria

Zur Gattung Septoria gehören zahlreiche Arten pilzlicher Krankheitserreger an verschiedenen Kulturpflanzen. Die Erreger rufen Blattfleckenkrankheiten hervor, die schließlich zum Absterben der Blätter führen.

Silage

Silage (Gärfutter) ist ein durch natürliche Säurebakterien konserviertes Grünfutter.

Solanin

Solanine kommen als natürliches Gift in Nachtschattengewächsen vor. Kartoffeln enthalten meist in den oberirdischen Teilen große Mengen Solanin.

Spindel

Besondere Erziehungsform von Obstbäumen im Erwerbsgartenbau. Geeignete Sorten sind zum Beispiel Gala, Braeburn, Golden Delicious, Jonagold, Rubinette. Bis zu 3 000 dieser Bäume finden auf einem Hektar (10 000 m2) Platz.

Stomata

Spaltöffnungen in der Blattoberfläche (Epidermis), die dem Gasaustausch zwischen dem pflanzlichen Gewebe und der Außenwelt dienen. Besonders häufig findet man sie bei zweikeimblättrigen Pflanzen in der Epidermis der Blattunterseite. Quelle: zitiert nach www.biologie.uni-hamburg.de

Striegeln

Mechanische Unkrautentfernung mit einem Striegel:
„Striegel: Geräte, die v.a. zur Unkrautbekämpfung eingesetzt werden. Sie ziehen die Unkräuter entweder aus dem Boden oder bedecken sie mit Boden und bringen sie auf diese Weise zum Absterben. Dieses Verfahren wird z.T. im Getreide eingesetzt, funktioniert aber - insbesondere bei feuchten Bodenverhältnissen, bei denen die Unkräuter sofort wieder anwachsen - nicht sehr sicher.“
Quelle i.m.a. Agrarlexikon

Sturmholz

Vom Sturm entwurzelte Bäume (auch Wurfholz) und abgeknickte Bäume (auch Bruchholz genannt)

Sulfonylharnstoffe

Sulfonylharnstoffe werden in verschiedenen Kulturen zur Bekämpfung von Unkräutern angewendet. Sie beeinflussen das Wurzel- und Sprosswachstum der Pflanzen nach dem Keimen der Samen.

Superspindel

Besondere Erziehungsform von Obstbäumen, mit engeren Pflanzabständen, um höhere Erträge zu erzielen.

sustainable development

Nachhaltige Entwicklung, welche die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.

Systemische Wirkstoffe

Systemische Pflanzenschutzmittel werden von den Pflanzen aufgenommen und in den Leitbahnen in der gesamten Pflanze verteilt. Systemische Herbizide zum Beispiel bekämpfen die gesamte Unkrautpflanze inklusive ihres Wurzelsystems. Systemische Fungizide schützen die ganze Pflanze vor Krankheiten, auch Pflanzenteile, die nicht mit der Spritzbrühe in Kontakt gekommen sind.