Glossar beginnend mit P

In unserem Glossar finden Sie Begriffe aus den Bereichen Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie. Das Glossar ist jedoch kein Lexikon. Die Erläuterungen der Begriffe erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind ausschließlich auf den Kontext der Artikel bezogen, in denen sie vorkommen. Sie sollen dem Leser zum besseren Verständnis dienen. Das Glossar wird laufend weiterbearbeitet und ergänzt.

P

Parasit

Tierischer oder pflanzlicher Schmarotzer, der in oder an anderen Organismen lebt und ohne Gegenleistung seine Nahrung oder andere Leistung von diesem Wirt bezieht. Parasiten können ihre Wirte schädigen und Krankheiten hervorrufen.

Pestizid

Pestizide (pesticides) ist der aus dem Englischen übernommene Oberbegriff für Schädlingsbekämpfungsmittel. Im weitesten Sinn zählen dazu sämtliche Pflanzenschutz- und Tierhygienemittel. Im engeren Sinn werden darunter nur Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen (pests), das heißt, Insektizide und Akarizide, verstanden. Wegen des mehrdeutigen Gebrauchs sollte dieser Begriff im Deutschen vermieden werden und im Bereich der Phytomedizin allein der Begriff Pflanzenschutzmittel (PSM), der auch im Pflanzenschutzgesetz definiert ist (§ 2 Pflanzenschutzgesetz), verwendet werden.“
Quelle: http://wiki.phytomedizin.org/wiki/Pestizide Deutsche Phytomedizinische Gesellschaft DPG

Pflanzenernährung

Für optimales Wachstum brauchen Pflanzen ausreichend Nährstoffe. Diese nehmen sie aus dem Boden auf. Um die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten, müssen die mit der Ernte entzogenen Nährstoffe dem Boden wieder zugeführt werden. Zum Einsatz kommen organische Dünger wie Mist, Gülle, Klärschlamm und industriell erzeugte Mineraldünger. Mineraldünger werden durch Aufbereitung natürlicher Rohstoffe erzeugt.

Pflanzenschutz

Unter Pflanzenschutz versteht man die Vielfalt von Maßnahmen und Aktivitäten, die alle ein Ziel verfolgen: Schäden an Nutzpflanzen zu verhindern oder zu mindern. Pflanzenschutz ist daher Voraussetzung und zugleich fester Bestandteil einer leistungsfähigen und nachhaltigen Pflanzenerzeugung und Kulturlandschaft.
Quelle BMELV http://www.bmelv.de/DE/Landwirtschaft/Pflanze/Pflanzenschutz/pflanzensch...

Pflanzenschutzgeräte

Geräte und Einrichtungen zum Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln.

Pflanzenschutzmittel

Pflanzenschutzmittel sind Substanzen zum Schutz von Kulturpflanzen vor Schaderregern, Pflanzenkrankheiten und Unkräutern.

pH-Wert

Der pH-Wert spiegelt den sauren oder basischen Charakter des Bodens wider. Jede Pflanze hat einen bevorzugten pH-Wert-Bereich. Der Wert beeinflusst das Pflanzenwachstum, indem er die Aufnahme der Nährstoffe bestimmt. Unter pH 4 und über pH 10 ist kaum noch Wachstum möglich, pH 7 entspricht dem Wert einer neutralen wässrigen Lösung.

Pheromon-Falle

Pheromone sind Lockstoffe. Sexual-Pheromone nutzen manche Arten von Insekten zum Anlocken des Geschlechtspartners. Jede Art besitzt dabei ihr eigenes Pheromon, das sich selbst von dem nahe verwandter Arten unterscheidet. Diese Stoffe sind noch in sehr großer Verdünnung über weite Entfernung wirksam. Viele kann man heute künstlich herstellen; mit ihnen lassen sich zum Beispiel sehr gezielt und umweltschonend Schädlinge in Fallen locken (Biologische Schädlingsbekämpfung). In Wäldern trifft man zum Beispiel oft auf geschlitzte Plastikhüllen mit Borkenkäfer-Lockstoff, in denen sich diese gefürchteten Baumschädlinge fangen.

Photoperiodismus

Die Abhängigkeit der Wachstums- und Entwicklungsvorgänge in der Pflanze vom Licht. Tag- und Nachtdauer beeinflussen zum Beispiel, ob die Pflanze wächst oder Blüten bildet.

Photosynthese

Durch Photosynthese, eine lichtabhängige Reaktion, gewinnen Pflanzen Energie aus Sonnenlicht. Dabei nehmen sie Kohlendioxid und Wasser auf und wandeln diese in Zucker um.

Phytobac

Das Phytobac ist eine Anlage zur umweltschonenden Reinigung von Restflüssigkeiten im Pflanzenschutz wie Waschwasser oder Spritzbrüheresten. Bodenbakterien bauen die Mittelreste ab, sauberes Wasser verdunstet.

Phänologie

Wissenschaft, die sich mit den periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen von Pflanzen und Tieren beschäftigt. Das griechische Wort "phainein" bedeutet "sichtbar machen". Dementsprechend ist die Phänologie die Lehre von dem, was sichtbar ist, ….die "Lehre von den Erscheinungen". Quelle: www.planet-wissen.de

Phänotyp

Äußeres Erscheinungsild oder Merkmalsausprägung eines Organismus

PLANT 2030

PLANT 2030 vereint die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsaktivitäten im Bereich der angewandten Pflanzenforschung. Derzeit umfasst dies die nationale Förderinitiative „Pflanzenbiotechnologie für die Zukunft“ und die Ausschreibungen des transnationalen Programms „PLANT-KBBE“, an denen sowohl Wissenschaftler aus dem akademischen Bereich als auch privatwirtschaftliche Unternehmen beteiligt sind.

Polter

Forstbegriff für Langholzlager im Wald, Sammelplatz für Langholz

Polymerase Chain Reaction (PCR)

Die Polymerase-Kettenreaktion (englisch Polymerase Chain Reaction, PCR) ist eine Methode, um die Erbsubstanz DNA zu vervielfältigen, ohne einen lebenden Organismus wie zum Beispiel bestimmte Bakterien zu benutzen.
Dabei wird ein hitzestabiles Enzym (Polymerase) verwendet, das die DNA in mehreren Zyklen vervielfältigt.

Polymere

Verzweigte oder unverzweigte chemische Verbindungen aus vielen gleichen Molekülen.

Polypeptid

Einzelne Aminosäuren, die sich über Peptid-Verbindungen zusammensetzen, bilden ein Polypeptid.

Proteine

Proteine sind Naturstoffe, die aus einer Kette von Aminosäuren bestehen. Die Proteine sind für alle Funktionen eines Organismus verantwortlich.

Proteinphosphatasen

Enzyme, die eine wichtige Rolle bei der Signalübertragung für die Ausschüttung des Stresshormons der Pflanze (Abscisinsäure) spielen.