Glossar beginnend mit G

In unserem Glossar finden Sie Begriffe aus den Bereichen Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie. Das Glossar ist jedoch kein Lexikon. Die Erläuterungen der Begriffe erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind ausschließlich auf den Kontext der Artikel bezogen, in denen sie vorkommen. Sie sollen dem Leser zum besseren Verständnis dienen. Das Glossar wird laufend weiterbearbeitet und ergänzt.

G

Gelbverzwergungsvirus

Diese Viruskrankheit tritt meist bei Gerste, aber auch bei Hafer, Weizen und Miscanthus auf und wird durch Blattläuse, aber auch durch eine Zikadenart übertragen. Infizierte Jungpflanzen sind im Wuchs gestaucht (verzwergt) und grasartig bestockt. Die Blätter sind starr und verfärben sich gelb. Je nach Befallszeitpunkt reduziert die Krankheit Wurzelbildung, Schossen und Ährenbildung; die Pflanzen kümmern oder sterben ab.

Gen

Ein Gen ist ein DNA Abschnitt, der die Information zur Herstellung eines Proteins trägt. Gene sind die Baupläne für Proteine und verantwortlich für das Funktionieren des Organismus.

Genbanken

Genbanken sind natur- und gesellschaftskundliche Einrichtungen, die die Vielfalt von Kultur- und verwandten Wildpflanzen sammeln, erhalten, untersuchen und zum Beispiel für die Biodiversitätsforschung, für Züchtungsvorhaben sowie für Wiedereinbürgerungen bereitstellen. Genbanken unterscheiden sich von Botanischen Gärten durch ihren Sammlungs- und Erhaltungsschwerpunkt, nämlich den, der vom Menschen züchterisch bearbeiteten Pflanzen.

Genom

Als Genom eines Organismus bezeichnet man die Gesamtheit aller Erbanlagen, die für die jeweilige Art typisch sind. Ein Genom kann als genetischer Bauplan verstanden werden. Jede Zelle enthält das komplette Genom.

Genome Editing

Genome Editing (auch Genome editing with engineered nucleases, GGEN) ist eine molekularbiologische Methode zur Entfernung, Einfügung und Veränderung von DNA. Quelle: Wikipedia)

Genome Editing

Genome Editing steht für mehrere neue molekularbiologische Verfahren, mit denen gezielt Mutationen in ganz bestimmten Abschnitten der DNA herbeigeführt werden. Meist bestehen die Verfahren aus zwei Elementen oder Schritten:
(1) Es werden dafür konstruierte „Sonden“ eingeführt - Proteine, DNA- oder RNA-Abschnitte, welche die jeweilige Zielsequenz „erkennen“ können und den DNA-Strang genau dort aufschneiden.
(2) Mit Hilfe natürlicher Reparaturmechanismen der Zelle wird die DNA an der Schnittstelle verändert. Dabei können einzelne DNA-Bausteine (Basenpaare) an- oder abgeschaltet, ausgetauscht oder hinzugefügt werden.
Zu den Genome Editing-Verfahren zählen etwa: Oligonukleotid gerichtete Mutagenese (ODM), Zinkfinger-Nukleasen (ZFN), TALEN und das CRISPR-Cas9-System.

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO)

Die Erbanlagen gentechnisch veränderter Organismen werden mit gentechnischen Methoden gezielt beeinflusst, um gewünschte Eigenschaften, wie zum Beispiel Trockentoleranz zu erhalten.

Gewässerschutz

Als Gewässerschutz bezeichnet man die Gesamtheit der Bestrebungen, die darauf abzielen, Gewässer (Küstengewässer, Oberflächengewässer und Grundwasser) vor Beeinträchtigungen zu schützen.

Glucosinolate (Senfölglycoside)

schwefel- und stickstoffhaltige chemische Verbindungen aus Aminosäuren. Diese sekundären Pflanzenstoffe geben Gemüse wie Rettich, Senf, Kresse und Kohl den etwas bitteren Geschmack.
Es gibt rund 120 verschiedene Glucosinolate. Stechender Geruch oder bitterer Geschmack – als Abwehrreaktion der Pflanze gegen Tierfraß -, aber auch antibakterielle und krebshemmende Eigenschaften werden durch Senfölglykoside verursacht. In Mitteleuropa kommen diese Stoffe ausnahmslos in Kreuzblütlern (Brassicaceae) vor.

Glykosylierung

Als Glykosylierung bezeichnet man die chemischen bzw. biochemischen Reaktionen, bei denen Saccharide an Nicht-Zucker wie Proteine, Lipide oder sekundäre Pflanzenstoffe wie Phenole, Flavonoide und Anthocyanidine gebunden werden. Das so entstandene Reaktionsprodukt ist ein Glykosid. Quelle: http://flexikon.doccheck.com

Granulosevirus

Granuloseviren werden als biologisches Pflanzenschutzmittel gegen Fruchtschalenwickler bei Kernobst eingesetzt. Sie infizieren ausschließlich diesen Schädling. Die Wicklerraupen nehmen das Virus-Granulat beim Fraß an den Blättern auf und gehen ein.
Um das biologische Pflanzenschutzmittel zu produzieren werden gezüchtete Raupen infiziert. „Nach dem Tod der Raupen wird das Virus "geerntet", ... mit UV-Strahlenschutzmitteln und Haftmitteln versehen, als Granulat angeboten.“

Quelle: Ökolandbau.de

Grüne Gentechnik

Grüne Gentechnik bezeichnet Züchtungsverfahren, die gezielt in das Erbgut einer Pflanze eingreifen, um sie zum Beispiel gegen verschiedene Krankheiten oder Schädlinge resistent zu machen, die Erträge zu steigern oder die Anpassungsfähigkeit an die gegebenen Verhältnisse (Wasserknappheit, Temperaturen, Nährstoffmangel) zu erhöhen.
Quelle: www.Pflanzenforschung.de

Gute fachliche Praxis

Die gute fachliche Praxis ist gesetzlich vorgeschrieben und beschreibt, wie Landwirte, Forstwirte oder Gärtner möglichst umweltschonend wirtschaften.