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Gewässerschutz

Gemeinsam mit den Landwirten ist es über die Jahre gelungen, Belastungen durch Einträge in Grund- und Oberflächengewässer in Deutschland zu verringern.

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Biologische Vielfalt

Die intensive Landwirtschaft leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer Vielfalt von Ökosystemen, nicht zuletzt durch ihren (im Vergleich zum ökologischen Landbau) geringeren Flächenverbrauch.

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Schau ins Feld!

Wie sieht Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aus? An keinem anderen Ort kann man das deutlicher zeigen, als auf dem Acker selbst. So entstand 2015 die Idee zur Mitmach-Aktion „Schau ins Feld!“, die der IVA im Rahmen seiner Initiative „Die Pflanzenschützer“ ausrief.

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Sachkunde

Im Rahmen der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes trat im Juli 2013 die neue Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung in Kraft. Durch die neue Verordnung soll das bisher schon hohe Schutzniveau bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter angehoben werden.

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EU Düngeprodukte Verordnung 2019/1009

Die neue europäische Düngeprodukte-Verordnung (EU) 2019/1009 vom 16. Juli 2019 befand sich in einer dreijährigen Implementierungsphase. Am 16. Juli 2022 tritt sie nun vollständig in Kraft und wird die derzeit geltende Düngemittelverordnung (EG) 2003/2003 ersetzen. Dadurch wird der Markt für Düngeprodukte auf europäischer Ebene stärker als bisher harmonisiert und der Regelungsbereich auf weitere Produktgruppen ausgeweitet.

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Agra-Europe · AgE-Ticker:
: BBV-Präsident Heidl mahnt Flexibilisierungen an
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06.07.2022 - 16:51
: BBV-Präsident Heidl mahnt Flexibilisierungen an

MÜNCHEN. Rasche Entscheidungen der Europäischen Kommission zu Flexibilisierungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) hat der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Walter Heidl, angemahnt. „Wir brauchen noch im Juli eine Aussetzung der Stilllegungspflicht bei Äckern. Das gleiche gilt für die praxisfernen Regelungen zum Fruchtwechsel“, erklärte Heidl heute bei einem Online-Austausch mit EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski. In Bayern habe die Ernte 2022 bereits begonnen. „Die Landwirtinnen und Landwirte müssen jetzt entscheiden, was sie für 2023 anbauen“, betonte der BBV-Präsident.

Die Europäische Union stehe vor gewaltigen Herausforderungen bei der globalen Ernährungssicherung, stellte Heidl fest. Die Bauern gewährleisteten diese, und zwar mit nachhaltigem Wirtschaften. Gleichzeitig könnten und wollen sie über nutzungsintegrierte Ansätze zu Klimaschutz, Biodiversität und Ressourcenschutz beitragen. Das gelinge aber nur, wenn man ihnen die nötigen Spielräume dafür einräume.

Der Landesbauernpräsident stellte klar, „wenn Kommission und Mitgliedstaaten es ernst meinen mit der moralischen Verantwortung bei der Ernährungssicherung und Versorgungssicherheit, müssen sie jetzt ein Zeichen an die heimische Landwirtschaft senden“. Jeder zusätzliche Hektar EU-Ackerland, auf dem für 2023 Getreide angebaut werde, könne zur Linderung drohender Hungersnöte weltweit beitragen. Und jede Tonne Getreide aus der Europäischen Union helfe zu verhindern, dass Wladimir Putin Getreide als Waffe missbrauchen könne. AgE

: Neue Ausbrüche in polnischen Hausschweinbeständen
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06.07.2022 - 13:43
: Neue Ausbrüche in polnischen Hausschweinbeständen

WARSCHAU. Nachdem die Afrikanische Schweinepest (ASP) die polnischen Bauern etwa ein halbes Jahr verschont hatte, nimmt das Seuchengeschehen seit Anfang Juni wieder spürbar an Fahrt auf. Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte gestern zwei neue ASP-Ausbrüche in Schweinehaltungen. Dabei handelte es sich um einen Betrieb mit rund 100 Tieren und einen weiteren mit 20 Schweinen, beide in der Wojewodschaft Niederschlesien. Die betroffenen Bestände wurden im Rahmen der seuchenrechtlichen Vorschriften gekeult.

Mit den zwei jüngsten Fällen sind seit Juni insgesamt sieben Seuchenherde in der polnischen Landwirtschaft festgestellt worden. Dabei zeichnet sich keine regionale Konzentration ab; vielmehr deuten die bisherigen Fundorte von der Wojewodschaft Lebus im Westen über Großpolen bis hin nach Ermland-Masuren im Nordosten darauf hin, dass der Infektionsdruck im ganzen Land hoch bleiben dürfte.

Aus deutscher Sicht heißt das auch, dass Polen bis auf weiteres als Risikozone für weitere Einschleppungen durch Wildschweine oder den Menschen betrachtet werden muss, wie die jüngsten Ausbrüche in einem uckermärkischen und einem emsländischen Schweinehaltungsbetrieb unterstreichen. Unterdessen hoffen Marktteilnehmer und Fachleute nach negativen Befunden in den Kontaktbetrieben, dass sich das Virus hier auf das einzelne niedersächsische Unternehmen in Emsbüren beschränkt.

Ungeachtet dessen bezeichnete Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast den Ausbruch heute als „Weckruf an alle Betriebe“. Ihr zufolge ist weiterhin unklar, wie der Erreger auf den Hof gelangte. In der Region gebe es kaum Wildschweine. Die wenigen erlegten Tiere würden alle auf ASP untersucht. AgE

: DBV kritisiert 500 Meter-Streifen an Autobahnen und Eisenbahntrassen
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06.07.2022 - 13:07
: DBV kritisiert 500 Meter-Streifen an Autobahnen und Eisenbahntrassen

BERLIN. Mit scharfer Kritik hat der Deutsche Bauernverband (DBV) auf die Entscheidung der Ampelkoalition reagiert, die Errichtung von Photovoltaik-(PV)-Anlagen entlang von Autobahnen und Eisenbahntrassen auszuweiten. „500 m-Streifen für PV-Anlagen gehen zu Lasten der Landwirtschaft“, so DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken zu weiteren Details über die Einigung von SPD, Grünen und FDP zum sogenannten Energiepaket.

Krüsken warnte vor agrarstrukturell nachteiligen Flächenzerschneidungen und einem weiteren Verlust an hochproduktiven Agrarflächen. Stattdessen sollten PV-Freiflächenanlagen dem DBV-Generalsekretär zufolge vorrangig auf ertragsschwachen Arealen und Standorten errichtet werden.

Begrüßt wird von Krüsken hingegen die die Möglichkeit, Agri-PV auch auf Grünland zu errichten. Positiv seien auch die beschlossenen verbesserten und vereinfachten Förderbedingungen für PV-Dachanlagen.

Enttäuschend seien aus Sicht des DBV wiederum die Regelungen zu Biogas im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Krüsken nannte es völlig unverständlich, dass mitten in dieser tiefgreifenden Energiekrise eine nachhaltige heimische Energiequelle wie Biogas bei der Erzeugung von Strom, Wärme und Biomethan eingebremst werde. Damit mache sich Deutschland in der Krise noch weiter abhängig von Kohle und Erdgas. Einziger Lichtblick für Biogas im EEG sei die Erweiterung der Gülle-Kleinanlagen auf 150 KW. AgE

: Bentkämper: dlv-Mitgliedschaft mehr als Geselligkeit
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06.07.2022 - 11:27
: Bentkämper: dlv-Mitgliedschaft mehr als Geselligkeit

FULDA. Die Bedeutung des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) für den ländlichen Raum, aber auch für die Demokratie im Land hat dessen Präsidentin Petra Bentkämper unterstrichen. In ihrer Begrüßungsrede zum „Deutschen LandFrauentag“ 2022 gestern in Fulda betonte sie, dass „das LandFrau-Sein eine sinnstiftende und ermächtigende Rolle für die dlv-Mitglieder spielt“. Landfrauen setzten sich für die Frauen in den ländlichen Räumen und für die Gestaltung der ländlichen Räume ein. „Aber bei all dem dürfen wir nicht das ‚WIR‘ vergessen: Die Gemeinschaft der LandFrauen stärkt und eint Frauen im ländlichen Raum“, so Bentkämper. Die Mitgliedschaft im dlv sei sehr viel mehr als Geselligkeit; diese bedeute auch persönliche und demokratische Teilhabe.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein erklärte, die Landfrauen trügen „Land“ nicht nur im Namen, sondern auch im Herzen. Sie schafften Orte, an denen Heimat gefühlt und Gemeinschaft erlebt werden könne. „Sie stehen mit beiden Beinen fest im Leben, sprechen Klartext und packen mit an, ohne zu zögern“, lobte der Regierungschef.

Lobende Worte gab es auch von Bundesfrauenministerin Lisa Paus, die per Video zugeschaltet war. „Mit ihrem Verband fördern Sie Frauen. Sie sorgen neben ihrer eigenen täglichen Arbeit dafür, dass Frauen sozial und wirtschaftlich tatsächlich teilhaben. Dass sie auch im übertragenen Sinne dieselben Äcker bestellen können wie Männer“, so Paus. Auf diese Weise stärkten die Landfrauen den Zusammenhalt in ihrem Lebens- und Berufsumfeld, aber auch den Zusammenhalt der gesamten Gesellschaft. Sie bereiteten den Boden für Veränderungen, formulierten handfeste Forderungen und gäben Frauen eine starke Stimme.

Für besonders engagiertes Handeln im Deutschen LandFrauenverband ausgezeichnet wurden im Rahmen des diesjährigen LandFrauentages die Mitglieder Anke Eden-Jürgens, Annegret Treseler und Marlies Wollschläger. Sie sind die „LandFrauen des Jahres“, eine Auszeichnung, die der dlv jetzt zum achten Mal vergeben hat.

Die Auszeichnung „LandFrauen mit Ideen - Unternehmerinnen des Jahres“ ging an Carolin Dietz, Manuela Holtmann und Christin Ebenbeck. Die Gewinnerinnen hätten eines gemeinsam: Sie leiteten vielfältig aufgestellte und nachhaltig ausgerichtete Betriebe und betrieben dabei intensive Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft. Das mache ihre Arbeit besonders wertvoll für Branche und Gesellschaft, begründete die Jury die Auswahl.

Schließlich vergab der Deutsche LandFrauenverband auch wieder „Goldene Bienen“ an engagierte und gestandene „LandFrauenpersönlichkeiten“, und zwar an Anneliese Göller, Rita Lanius-Heck, Hildegard Schuster und Regina Selhorst. Die besondere Auszeichnung symbolisiert laut dlv den persönlichen Einsatz für Staat und Gesellschaft sowie einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn. „Die in diesem Jahr ausgezeichneten LandFrauen zeigen in besonderem Maße, von welch immenser Bedeutung engagierte LandFrauenarbeit insbesondere auch auf den Führungsebenen ist“, erklärte Verbandspräsidentin Bentkämper. AgE

: Agrarausschuss stellt sich hinter Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse
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06.07.2022 - 09:25
: Agrarausschuss stellt sich hinter Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse

MÜNCHEN. Pläne innerhalb der Bundesregierung für ein Aus der Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse stoßen bei den Agrarpolitikern in den Ländern offenbar auf keine Gegenliebe. Der Vorstoß Bayerns im Agrarausschuss des Bundesrates, dass Biokraftstoffe der Landwirtschaft auch weiterhin zur Verfügung stehen müssten und eingesetzt werden dürften, hat laut Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber eine klare Mehrheit erhalten. „Die Land- und Forstwirtschaft hat für Deutschland hohe Systemrelevanz. Deshalb ist es so wichtig, diesen Sektor sicher und zuverlässig mit Energie zu versorgen. Regional erzeugte Biokraftstoffe sind ein zentraler Baustein, um sich von Energieimporten unabhängiger zu machen“, betonte Kaniber im Nachgang des Beschlusses.

Die CSU-Politikerin wies daraufhin, dass die Landwirtschaft wie kein anderer Wirtschaftszweig in der Lage sei, ihren eigenen klimafreundlichen Kraftstoff in einem Kreislaufsystem selbst herzustellen. Erneuerbare Energien einzusetzen, diene auch dem Klimaschutz. Biokraftstoffe im Landwirtschaftssektor zu verwenden sei deshalb im Sinne einer regionalen Kreislaufwirtschaft.

Aus bayerischer Sicht steht laut Kaniber fest, dass regionale Wertschöpfungsketten die nationale Versorgung mit Lebensmitteln und Rohstoffen in Krisenfällen verlässlicher sicherstellen können als globale Lieferketten. Zur Unterstützung sollte die Steuerfreiheit für Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft auch weiterhin EU-rechtlich erlaubt sein.

Gleichzeitig verringern Biokraftstoffe die Abhängigkeit von Futtermittelimporten, denn regional erzeugte Biokraftstoffe liefetern mit ihren Koppelprodukten wertvolle Eiweißfuttermittel für die Viehhaltung, gab die Ministerin des Weiteren zu bedenken. Daneben lieferten sie Ausgangsstoffe für die Lebensmittel- sowie die chemische Industrie und schützten gleichzeitig das Klima.

„Dass dieser bayerische Antrag im Ausschuss eine so große Unterstützung gefunden hat, ist für mich ein deutlicher Aufruf an die Bundesregierung, erklärte Kaniber. „Die Abkehr vom Biokraftstoff ist der falsche Weg, die Bundesregierung sollte diese Pläne nicht weiterverfolgen“, forderte die bayerische Agrarministerin. Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse seien derzeit die einzig am Markt befindliche relevante Option, um das Klimaziel Deutschlands im Verkehr zumindest annähernd zu erfüllen. AgE

: Heidl: Beitrag der Land- und Forstwirtschaft unerlässlich
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05.07.2022 - 14:30
: Heidl: Beitrag der Land- und Forstwirtschaft unerlässlich

MÜNCHEN. Auf dem Weg zur Klimaneutralität in Bayern kann aus Sicht des Präsidenten vom Bayerischen Bauernverband (BBV), Walter Heidl, nicht auf den Beitrag der Land- und Forstwirtschaft verzichtet werden. Der Landesbauernpräsident verwies heute anlässlich der ersten Lesung über den Gesetzentwurf zur Änderung des Bayerischen Klimaschutzgesetzes erneut darauf, dass die Land- und Forstwirtschaft zu den Hauptbetroffenen des Klimawandels gehöre. Gleichzeitig könne sie einen „unverzichtbaren Beitrag“ zum Klimaschutz leisten. „Das muss bei der Änderung des Klimaschutzgesetzes endlich stärker berücksichtigt werden“, forderte Heidl.

Dem BBV-Präsidenten zufolge haben die Landtagsabgeordneten jetzt die Chance, das Klimaschutzgesetz so zu ändern, dass das volle Potential der bayerischen Land- und Forstwirtschaft als Teil der Lösung ausgenutzt werden kann. Insbesondere die Eindämmung des Flächenverbrauchs und bessere Rahmenbedingungen für den Einsatz von Bioenergie müssten deshalb Teil des Änderungsgesetzes sein.

In seiner Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf hatte der BBV unter anderem beklagt, dass die Landwirtschaft im Freistaat seit 2010 jährlich rund 4 000 ha Nutzfläche verloren habe. Der Erhalt von Landwirtschaftsflächen müsse prioritäres Ziel der Politik sein, denn nur Flächen, die der Landwirtschaft noch zur Verfügung stünden, könnten über humusmehrende Maßnahmen als Treibhausgassenke zur Verfügung stehen.

In der vergangenen Woche hatte die Staatsregierung die Änderung des bayerischen Klimaschutzgesetzes beschlossen. Zentraler Baustein ist laut Staatskanzlei die nachhaltige Begrenzung der Treibhausgasemissionen. Diese sollen bis 2030 zunächst um mindestens 65 % gegenüber 1990 verringert werden. Bereits für 2023 wird eine Klimaneutralität für alle Ministerien angestrebt, für die unmittelbare Staatsverwaltung bis 2028. Schon im Jahr 2040 anstatt wie zunächst vorgesehen 2045 soll der Freistaat klimaneutral sein. Mit diesem Ziel sei Bayern in Deutschland „klimapolitischer Spitzenreiter“, so die Staatskanzlei.

Im Zuge der Novellierung des Klimaschutzgesetzes will Bayern auch die Landesbauordnung ändern und darüber die Installation von Solaranlagen auf Dächern forcieren. Für neu errichtete Gewerbe- und Industriegebäude ist eine Solardachpflicht vorgesehen, wenn die Bauvorlagen ab dem 1. Januar 2023 eingehen. Ferner soll eine Bestimmung in das Gesetz aufgenommen werden, wonach die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung erneuerbaren Energien sowie der dazugehörigen Nebenanlagen im überragenden öffentlichen Interesse liegt und der öffentlichen Sicherheit dient. Die staatlichen Moorflächen sollen im Sinne des Klimaschutzes bis 2040 „bestmöglich“ erhalten, renaturiert und gegebenenfalls genutzt werden. AgE

: Rukwied fordert Klarheit zur GAP-Förderung im nächsten Jahr
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05.07.2022 - 13:45
: Rukwied fordert Klarheit zur GAP-Förderung im nächsten Jahr

BERLIN. Klarheit zum Zeitplan und den Vorhaben der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2023 erwartet der Deutsche Bauernverband (DBV) von der Sonder-Amtschefkonferenz (ACK) zum GAP-Strategieplan, die ab morgen in Magdeburg stattfindet. „Die Zeit drängt erheblich“, erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied angesichts der anstehenden betrieblichen Entscheidungen für das kommende Anbaujahr. Seien die Förderdetails am 1. September nicht geklärt, sei ein Inkrafttreten der neuen GAP zum 1. Januar 2023 den Landwirten nicht zumutbar, heißt es in einem aktuellen DBV-Papier zum GAP-Strategieplan.

Darin fordert der Bauernverband erneut, zur Stabilisierung der Ernte 2023 für das kommende Jahr das Fruchtwechselgebot und die 4 %-Pflichtbrache auf Ackerflächen auszusetzen. Mit ersterem könnte laut DBV-Schätzung auf 500 000 ha die Erntemenge von rund 4 Mio t Weizen aufrechterhalten werden. Mit einer Absenkung des Anteils der nicht-produktiven Flächen auf 1,5 % bis 2 % wäre gewährleistet, dass im Vergleich zu bisher keine zusätzlichen Flächen stillgelegt werden müssten.

In dem Papier betont der DBV zudem die Notwendigkeit, die GAP-Förderung für die Betriebe attraktiver zu gestalten. Dazu müssten die Öko-Regelungen „an die Realität angepasst werden“. Insbesondere die Öko-Regelungen Anbau vielfältiger Kulturen und Dauergrünlandextensivierung seien höher zu dotieren. Bei Altgrasstreifen sei die degressive Staffelung der Prämien abzubauen. Insgesamt bedürfe es aktualisierter Kalkulationen der Öko-Regelungen und daraus folgend einer Erhöhung der Fördersätze.

Eine Absage erteilt der Bauernverband weiteren Verschärfungen in der Konditionalität wie beispielsweise eine zeitliche Ausdehnung von Bewirtschaftungsverboten und Einschränkungen ackerbaulich unverzichtbarer Pflegemaßnahmen. Stattdessen gelte es, fachlich notwendige Ausnahmenregelungen etwa von der Mindestbodenbedeckung im Winter zu erhalten.

Scharfe Kritik übte Rukwied an der vorgesehenen Mittelkürzung bei der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) im Entwurf des Bundeshaushalts 2023. Den Ländern werde damit eine stabile nationale Kofinanzierung der Zweiten Säule im GAP-Strategieplan entzogen. Eine solche Kürzung der GAK sei nicht hinnehmbar. AgE

: Fast jede zweite Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren
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05.07.2022 - 11:22
: Fast jede zweite Kilowattstunde Strom aus Erneuerbaren

BERLIN. Die erneuerbaren Energien haben im ersten Halbjahr 2022 fast die Hälfte des deutschen Bruttoinlandstromverbrauchs gedeckt. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), deren Ergebnisse heute vorgelegt wurden. Demnach erreichte der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch rund 49 % und lag damit um 6 Prozentpunkte höher als im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres.

Wie aus der Analyse hervorgeht, legten insbesondere Windkraftanlagen an Land und Photovoltaikanlagen deutlich zu; beide Segmente erzeugten jeweils rund ein Fünftel mehr Strom als im Vorjahreszeitraum. Zu verdanken seien diese Zuwächse vor allem einem windreichen Jahresbeginn im Januar und Februar und zahlreichen Sonnenstunden in Mai und Juni, erläuterten ZSW und BDEW. Auch bei der Windenergie auf See und bei der Biomasse gab es nach ihren Angaben leichte Zuwächse. Einzig die Stromproduktion aus Wasserkraft sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig gewesen.

„Die sinkenden Gasflüsse aus Russland haben die Energieversorgung in Deutschland in eine Ausnahmesituation gebracht. Der sicherste Weg, um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden, ist ein zügiger Ausbau der erneuerbaren Energien“, konstatierte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Kerstin Andreae, mit Blick auf die Halbjahresbilanz. Nach ihrem Verständnis sind diese Technologien „der Schlüssel zu einer grünen Strom- und Wärmeversorgung, einer mit Wasserstoff produzierenden Industrie und einer klimaneutralen Mobilität“.

Aus diesem Grund pocht Andreae auf den Abbau bestehender Hürden für die Ausweitung der regenerativen Stromerzeugung, die sie insbesondere bei der Windenergie an Land sieht. Der größte Hemmschuh seien hier noch immer fehlende Flächen, erklärte die Vorsitzende. Sie rief die Bundesregierung daher auf, das 2-%-Ziel bis spätestens 2025 umzusetzen und dafür Sorge zu tragen, dass die Flächen auch tatsächlich bebaubar seien. Zudem müssten bestehende Standorte durch Erleichterungen beim Repowering besser genutzt werden. AgE

 

: Rechnungshof drängt auf „bessere Vorbeugung“
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05.07.2022 - 08:10
: Rechnungshof drängt auf „bessere Vorbeugung“

LUXEMBURG. Bei den Auszahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) muss die Europäische Kommission stärker als bisher auf eine „bessere Vorbeugung“ gegen Betrug setzen und die betreffenden Risiken mindern. Dazu mahnt der Europäische Rechnungshof (EuRH) in seinem gestern Abend veröffentlichten Sonderbericht. Er betont, dass die GAP - der größte Einzelposten im EU-Haushalt - Ausgabenregelungen umfasse, die sehr betrugsanfällig seien. Ganz besonders soll die Brüsseler Behörde laut EuRH härter gegen die „illegale Landnahme“ vorgehen.

Wie der EU-Rechnungshof erläutert, kann die Landnahme betrügerische Praktiken wie Urkundenfälschung, Zwang, politische Einflussnahme oder die Nutzung von Insiderwissen, Manipulation von Verfahren oder Bestechungszahlungen umfassen. Nach Erkenntnissen des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung (OLAF) und nationaler Behörden seien vor allem Flächen, bei denen Unklarheit über die Eigentumsverhältnisse bestünden, anfällig für diese Form des Betrugs.

Mitunter würden solche Flächen - auf legalem oder illegalem Weg - nur deshalb erworben, um Direktzahlungen zu erhalten, ohne überhaupt Landwirtschaft zu betreiben. Ein erhöhtes Risiko für solche Täuschungen sehen die Luxemburger Prüfer bei bestimmten Arten von Weideland und in der Berglandwirtschaft. Als Grund wird angeführt, dass es in diesen Fällen oftmals schwierig sei, zu überprüfen, ob die verlangte landwirtschaftliche Tätigkeit - wie zum Beispiels die Weidehaltung - tatsächlich stattfinde.

Kritisch sieht der Rechnungshof auch, dass die Kommission ihre Analyse des Betrugsrisikos im Rahmen der GAP zuletzt im Jahr 2016 aktualisiert habe. Die Prüfer mahnen deshalb, die Bewertung der verschiedenen Ausgabenregelungen hinsichtlich ihrer Betrugsanfälligkeit „auf den neuesten Stand zu bringen“. Das gelte auch für die Maßnahmen, mit denen die EU-Länder die Aufdeckung, Verhinderung und Beseitigung von Betrug ermöglichten.

Der EuRH empfiehlt der Europäischen Kommission, bei der Betrugsbekämpfung verstärkt Technologien wie Data Mining, maschinelles Lernen, Satellitenaufnahmen und Fotoauswertungen zu nutzen. Auch wird die Brüsseler Behörde angehalten, die EU-Mitgliedsländer ebenfalls zu Schritten in diese Richtung zu ermuntern. AgE

: BDL-Vorsitzende Schmidt fordert Umsetzung der Ergebnisse
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04.07.2022 - 16:23
: BDL-Vorsitzende Schmidt fordert Umsetzung der Ergebnisse

BERLIN. Das bisherige Ausbleiben der Umsetzung von Ergebnissen der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) sorgt beim Bund der Deutschen Landjugend (BDL) für Verärgerung. Ein Jahr nach Vorstellung des ZKL-Abschlussberichts sei man keinen Schritt weitergekommen. „Die Tage vergehen mit Rosinenpickerei und politischen Versprechungen“, beklagte die BDL-Vorsitzende Theresa Schmidt heute in Berlin.

Mit dem ZKL-Bericht liege ein Fahrplan für eine gesellschaftlich akzeptierte, nachhaltige und zugleich wettbewerbsfähige Landwirtschaft vor, die den dort tätigen Menschen Planungssicherheit und Perspektiven biete. Die Regierenden täten jedoch nichts; „sie halten es nicht einmal für notwendig zu begründen, warum sie nichts tun“. Damit spielten sie mit der Zukunft der jungen Landwirtinnen und Landwirte.

Bereits wenige Woche nach seinem Bekenntnis zur Arbeit der Zukunftskommission wisse man nicht, „ob Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir nicht will oder nicht kann“. Durch die Untätigkeit werde aus dem erzielten Konsens „eine Luftnummer“, warnte die BDL-Bundesvorsitzende.

Die von den ZKL-Mitgliedern gezeigte Tatkraft fehle aktuell in der Agrarpolitik. Schmidt machte deutlich, dass sie die Verantwortung dafür vor allem bei der FDP sieht. Von dieser seien die jungen Menschen in der Landwirtschaft enttäuscht. Mit Versprechungen wolle sich die Landjugend nicht länger zufrieden geben: „Es kann doch nicht sein, dass immer mehr junge Menschen aus Zukunftssorge darauf verzichten müssen, den elterlichen Betrieb zu übernehmen, obwohl ZKL und auch die Borchert-Kommission gezeigt haben, welche Weichen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und Tierhaltung gestellt werden müssen.“ Man wolle „nicht mehr und nicht weniger als den politischen Rahmen für die Umsetzung der ZKL-Empfehlungen, samt Finanzierung“. AgE

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Biodiversität gezielt fördern

Ein Diskussionsbeitrag des IVA und Vorschläge für konkrete Maßnahmen in der Agrarlandschaft.

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Über den Industrieverband Agrar

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 53 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Schädlingsbekämpfung.

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Der Verband

Die Mitgliedsfirmen des IVA entwickeln und vertreiben Pflanzenschutz- und Düngemittel für Landwirtschaft und Gartenbau, Biostimulanzien sowie Schädlingsbekämpfungsmittel für den Hygiene-, Haus- und Gartenbereich.

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Fachbereiche

Im IVA gibt es die Fachbereiche Pflanzenschutz, Pflanzenernährung und Biostimulanzien.

Themen

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Umwelt

Landwirtschaft und Umwelt sind eng verbunden. Welche Auswirkungen haben Pflanzenschutz - und Düngemittel sowie ihre Abbauprodukte auf Böden und Gewässer? 

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Ernährung

Die moderne Landwirtschaft sichert die Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln.

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Landwirtschaft in der Praxis

Die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert wächst stetig und mit ihr der Bedarf an Nahrungsmitteln. Die Landwirtschaft wird also mehr produzieren müssen, ohne dabei die Umwelt übermäßig zu belasten. Um diese Herausforderung zu meistern, werden Pflanzenschutz - und Düngemittel noch lange unverzichtbar bleiben.

Termine & Veranstaltungen

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Veranstaltungsübersicht

Eine Übersicht über kommende Veranstaltungen des Industrieverbandes Agrar finden Sie hier!