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Gewässerschutz

Gemeinsam mit den Landwirten ist es über die Jahre gelungen, Belastungen durch Einträge in Grund- und Oberflächengewässer in Deutschland zu verringern.

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Biologische Vielfalt

Die intensive Landwirtschaft leistet einen ganz wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer Vielfalt von Ökosystemen, nicht zuletzt durch ihren (im Vergleich zum ökologischen Landbau) geringeren Flächenverbrauch.

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Schau ins Feld!

Wie sieht Landwirtschaft ohne Pflanzenschutz aus? An keinem anderen Ort kann man das deutlicher zeigen, als auf dem Acker selbst. So entstand 2015 die Idee zur Mitmach-Aktion „Schau ins Feld!“, die der IVA im Rahmen seiner Initiative „Die Pflanzenschützer“ ausrief.

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Sachkunde

Im Rahmen der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes trat im Juli 2013 die neue Pflanzenschutz-Sachkundeverordnung in Kraft. Durch die neue Verordnung soll das bisher schon hohe Schutzniveau bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln weiter angehoben werden.

Agra-Europe · AgE-Ticker:
Spargel- und Erdbeersaison: Erzeuger werfen dem Einzelhandel Preisdruck durch Importware vor
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20.05.2022 - 11:28
Spargel- und Erdbeersaison: Erzeuger werfen dem Einzelhandel Preisdruck durch Importware vor

BERLIN/STUTTGART. In der Obst- und Gemüsebranche wächst der Unmut über die Vermarktungspraxis des deutschen Lebensmitteleinzelhandels (LEH). Die Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) und die Bundesfachgruppe Obstbau im Zentralverband Gartenbau (ZVG) hatten schon zu Wochenbeginn die laufenden und angekündigten Aktionsangebote des Lebensmitteleinzelhandels mit Erdbeeren und Spargel aus dem Ausland angeprangert. Jetzt forderte auch der Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) den Handel auf, während der laufenden Saison mehr auf heimische Herkünfte zu setzen.

„Es kann nicht sein, dass die heimischen Erzeuger frische und qualitativ hervorragende Erdbeeren sowie Spargel direkt vor der Haustür produzieren und der Einzelhandel zugleich fast nur billige Konkurrenzprodukte aus anderen Ländern vermarktet“, monierte der BWVG-Präsident Dr. Roman Glaser heute in Stuttgart. Aus seiner Sicht erweckt dies den Eindruck, dass bewusst Preisdruck gegen die deutschen Produkte aufgebaut wird. Anders sei das Angebot von Importware bei gleichzeitiger guter Verfügbarkeit der heimischen Ware jedenfalls nicht zu erklären, so Glaser.

Der BWVG-Präsident verlangt deshalb Chancengleichheit für deutsches Obst und Gemüse im Supermarktregal. Laut dem Verbandspräsidenten schätzen viele Verbraucher Spargel und Erdbeeren aus heimischem Anbau und sind durchaus bereit, einen höheren Preis für diese zu bezahlen. Doch müsse die qualitativ hochwertige Ware aus dem Inland auch ausreichend angeboten und entsprechend beworben werden, betonte Glaser.

Die ZVG- Bundesfachgruppenvorsitzenden Christian Ufen und Jens Stechmann hatten dem Handel am Dienstag „Lippenbekenntnisse zur heimischen Produktion“ vorgeworfen, „während die Einkäufer des Lebensmitteleinzelhandels offensichtlich gerade zur Hochsaison der deutschen Ware lieber auf billige Importe setzen“. Auch sie vermuten, dass so bewusst Preisdruck gegen die deutschen Produkte aufgebaut werden soll.

Ufen und Stechmann wiesen darauf hin, dass die Erzeugerpreise deutlich unter dem der letzten Jahre lägen, während die Kosten für die deutsche Produktion durch massiv gestiegene Betriebsmittelpreise explodierten. Gleichzeitig sei eine Honorierung der hohen Umwelt- und Sozialstandards und der klimafreundlichen regionalen Produktion nicht wirklich erkennbar, beklagte Stechmann. Werbeaktionen des Lebensmittelhandels für Erdbeeren aus griechischer oder spanischer Produktion seien deshalb ein falsches und unverständliches Signal. Die Bundesfachgruppenvorsitzenden forderten den Handel auf, in Aktionen verstärkt deutsche Produkte zu bewerben und ihren eigenen Worten zur regionalen Vermarktung Taten folgen zu lassen. AgE

Ukraine: Kiew begrüßt Aufhebung der europäischen Einfuhrzölle
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20.05.2022 - 09:47
Ukraine: Kiew begrüßt Aufhebung der europäischen Einfuhrzölle

KIEW. Die gestern vom Europaparlament beschlossene, auf ein Jahr beschränkte Aufhebung der Zölle auf ukrainische Exporte in die Europäische Union ist in Kiew mit großer Erleichterung aufgenommen worden. Der stellvertretende ukrainische Landwirtschaftsminister Taras Vysotsky bezeichnete die Aussetzung der Zölle als „sehr wichtiges Signal“ für die aktive Steigerung der Ausfuhren, insbesondere für landwirtschaftliche Produkte „mit Mehrwert“. Dies werde Waren aus der Ukraine deutlich preiswerter und wettbewerbsfähiger machen. Vysotsky rechnet deshalb mit einem deutlichen Anstieg der Exporte heimischer Agrarprodukte in die EU.

Limitierender Faktor dürfte allerdings die Transportkapazität der ukrainischen Bahn- und Lkw-Logistik sein. Hier wurden zwar in den vergangenen zwei Monaten deutliche Steigerungsraten erzielt. Der Ukrainische Agrarrat (VAR) geht allerdings nicht davon aus, dass die Ausfuhren auf diesem Wege die Marke von 2 Mio t Getreide und Ölsaaten pro Monat übersteigen werden. Über die ukrainischen Schwarzmeerhäfen konnte vor der Blockade durch Russland etwa die dreifache Menge umgeschlagen werden. AgE

Ernährungssicherheit: Kommission soll befristete Ausnahmen zur neuen GAP prüfen
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20.05.2022 - 07:51
Ernährungssicherheit: Kommission soll befristete Ausnahmen zur neuen GAP prüfen

BRÜSSEL. Der Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses im Europaparlament, Norbert Lins, hat im Hinblick auf den Start der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im kommenden Jahr die EU-Kommission aufgefordert, befristete Ausnahmeregelungen zu prüfen. In einem in dieser Woche an EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski gesandten Schreiben stellt Lins fest, dass Ausnahmen beispielsweise bei Regelungen zur Stilllegung oder zum Fruchtwechsel, die „für einen begrenzten Zeitraum“ beschlossen werden sollten, ein Weg sein könnten, um globalen Engpässen bei der Nahrungsmittelversorgung zu begegnen. Ziel sei es, einen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherheit zu leisten.

Der CDU-Politiker verweist auf Rechtspassagen der GAP-Strategieplanverordnung. Diese erlaubten der Kommission „zur Lösung spezifischer Probleme“, Durchführungsrechtsakte zu erlassen, die in Notfällen erforderlich und gerechtfertigt seien. Entsprechende Regelungen können nach Lesart des Ausschussvorsitzenden von den Bestimmungen der Verordnung abweichen, „soweit und solange dies unbedingt erforderlich ist“. Abschließend betont Lins in seinem Schreiben, dass „das Europaparlament als Mitgesetzgeber in allen diesbezüglichen Diskussionen zwischen Rat und Kommission einbezogen werden müsse.

Dem Brief zufolge steht Mehrheit der Abgeordneten im Landwirtschaftsausschuss hinter den Forderungen von Lins. Während die Agrarsprecherin der liberalen Fraktion Renew Europe(RE), Ulrike Müller, gegenüber AGRA-EUROPE erklärte, dass ihre Fraktion diese unterstütze, stellte der agrarpolitische Sprecher der Grünen/EFA, Martin Häusling, jedoch klar, dass seine Gruppe die Forderungen nach einer möglichen temporären Aufweichung von Umweltstandards strikt ablehne.

Zuletzt war allerdings auch Häuslings Parteikollege, Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, mit der Forderung zumindest nach einer zeitweiligen Aussetzung der neuen GAP-Regeln zum Fruchtwechsel - GLÖZ 7 - an die Kommission herangetreten. Der deutsche Agrarressortchef will damit befristet unter anderem den Anbau von Weizen auf Weizen zur Sicherung der weltweiten Versorgung ermöglichen.

Gemäß des GLÖZ 7-Standards in der Konditionalität müssen Betriebe, die 10 ha und mehr Ackerland bewirtschaften, auf ihren Schlägen ein Fruchtwechsel vornehmen. Der Anbau derselben Hauptkultur zwei Jahre hintereinander auf derselben Fläche ist mit Inkrafttreten der neuen GAP nicht mehr zulässig. Die EU-Kommission legt den betreffenden Basisrechtsakt dabei so aus, dass der Fruchtwechsel bereits zur Ernte 2023 im Vergleich zu diesem Jahr zu erfolgen hat. Aus juristischer Sicht gibt es aber Zweifel an dieser Auslegung. AgE

Ukraine: Befristete Aussetzung der EU-Zölle kann zeitnah in Kraft treten
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19.05.2022 - 15:09
Ukraine: Befristete Aussetzung der EU-Zölle kann zeitnah in Kraft treten

BRÜSSEL. Sämtliche Einfuhrzölle und Zollkontingente für ukrainische Lieferungen in die Europäische Union werden für ein Jahr aufgehoben. Das Europaparlament stimmte dem betreffenden Kommissionsvorschlag heute mit großer Mehrheit zu. Die Maßnahme können nun zeitnah in Kraft treten; und zwar ab dem Tag nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt.

Befürchtungen einzelner Akteure, die Handelserleichterungen könnten die Gefahr der Einschleppung der in der Ukraine grassierenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) erhöhen, widersprach eine Sprecherin der Kommission. Gegenüber AGRA-EUROPE betonte sie, dass die Einfuhren von Schweinefleisch momentan aufgrund des Seuchenschutzes ohnehin ausgesetzt seien.

Die Abgabenentlastung betrifft vor allem Produkte, die im Rahmen des vertieften und umfassenden Freihandelsabkommens der EU mit der Ukraine (DCFTA) noch keine vollständige Zollfreiheit genießen. Genannt werden im Einzelnen Obst und Gemüse, die dem Einfuhrpreissystem unterliegen, sowie landwirtschaftliche Produkte und Verarbeitungserzeugnisse, für die bislang Zollkontingente gelten.

Auch für Industriewaren, für die die Zölle bis Ende 2022 ohnehin abgebaut worden wären, soll nun früher die Abgabenfreiheit gelten. Außerdem wurde die Aussetzung aller Antidumping- und Schutzmaßnahmen der EU gegenüber ukrainischen Stahllieferungen - ebenfalls für ein Jahr - gebilligt.

Ausgehend von den Einfuhren aus der Ukraine im Jahr 2021 ist nach Schätzung der Brüsseler Behörde mit einem Verlust an Zolleinnahmen von knapp 31 Mio Euro zu rechnen. Darüber hinaus wird der Verlust an Antidumpingzöllen auf etwa 35 Mio Euro veranschlagt. Brüssel stellte allerdings klar, dass die Einbußen sehr wahrscheinlich niedriger ausfallen dürften, da die Einfuhren aus der Ukraine durch den Krieg bereits jetzt schon deutlich beeinträchtigt seien. AgE

Schweiz: Verfahren für Ausnahmen bei der Swissness vereinfacht
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19.05.2022 - 12:44
Schweiz: Verfahren für Ausnahmen bei der Swissness vereinfacht

BERN. Die Schweizer Regierung hat die Regeln für die Verwendung von Herkunftsangaben für heimische Lebensmittel geändert und das bestehende System der Ausnahmen vereinfacht. In der Swissness-Gesetzgebung wird festgehalten, unter welchen Voraussetzungen die Bezeichnung „Schweiz“ und das Schweizer Kreuz auf Lebensmitteln verwendet werden darf. Ausnahmen sind beispielsweise möglich, wenn Produkte für bestimmte Verwendungszwecke in der Schweiz nicht verfügbar sind. Die Liste dieser Produkte wurde bislang vom Bund festgelegt; dieses Verfahren soll nun einfacher, flexibler und transparenter werden. Ab dem kommenden Jahr werden die Organisationen der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft selbst die Verfügbarkeit von Rohstoffen festlegen.

Laut dem Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) ist diese Neuregelung das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Land- und Ernährungswirtschaft und den Verbraucherschutzorganisationen. Der Prozess sei vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) koordiniert worden und lehne sich an das bestehende Verfahren für Industrieprodukte an. Gemäß diesem Mechanismus liege es künftig in der Verantwortung der Branchenakteure festzulegen und zu kommunizieren, welche Rohstoffe in der Schweiz nicht oder nicht in genügender Menge verfügbar seien, so das Departement. Dazu werde von der Agrarbranche und der Lebensmittelwirtschaft eine entsprechende Liste veröffentlicht und stetig aktualisiert. Begleitend soll das WBF nach eigenen Angaben die Auswirkungen der vorliegenden Änderungen evaluieren. Ein entsprechender Bericht wird dem Bundesrat bis Ende 2026 vorgelegt.

Die Swissness-Gesetzgebung ist seit Anfang 2017 in Kraft. Sie hat dem BLW zufolge zum Ziel, die Bezeichnung „Schweiz" und die Verwendung des Schweizer Kreuzes besser zu schützen und Missbrauch zu verhindern, damit der Wert der „Marke Schweiz“ langfristig erhalten bleibt. In der Swissness-Gesetzgebung werden die Anforderungen definiert, die Waren oder Dienstleistungen erfüllen müssen, damit sie als „schweizerisch“ gekennzeichnet werden dürfen. Wer diese Kriterien erfüllt, darf die Schweizer Herkunftsangabe benutzen. AgE

Mobilfunkmasten: Bauernverband einigt sich mit Bundesgesellschaft auf Mustervertrag
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19.05.2022 - 09:46
Mobilfunkmasten: Bauernverband einigt sich mit Bundesgesellschaft auf Mustervertrag

BERLIN. Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH des Bundes (MIG) und der Deutsche Bauernverband (DBV) haben sich auf einen Mustervertrag für die Bereitstellung von Grundstücken für den geförderten Mobilfunkausbau verständigt. Anhand des Mustervertrages können künftig Einzelverträge mit Grundstückseigentümer ohne aufwändige Verhandlungen abgeschlossen werden. „Gerade für eine Vielzahl land- und forstwirtschaftlicher Betriebe ist für die Nutzung der Digitalisierungspotentiale eine öffentlich geförderte flächendeckende Erschließung auch in dünnbesiedelten ländlichen Räumen unerlässlich“, erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken heute in Berlin. Für den DBV sei wichtig gewesen, aus Sicht der Grundstückseigentümer dafür auch ausgewogene Mietverträge und unter Berücksichtigung der Förderung angemessene Mietpreise sicherzustellen.

„Ich freue mich, dass die MIG den Deutschen Bauernverband als wichtigen und starken Partner für den geförderten Mobilfunkausbau gewonnen hat, weil unversorgte Gebiete fast ausschließlich in ländlichen Regionen liegen“, stellte MIG-Geschäftsführer Ernst Ferdinand Wilmsmann zu der Einigung fest. Der Mustervertrag erleichtere die Akquise geeigneter Grundstücke vor Ort. „Damit können wir den geförderten Ausbau beschleunigen“, so Wilmsmann.

MIG und DBV bekräftigen zugleich das gemeinsame Bestreben, den dringend notwendigen flächendeckenden Mobilfunkausbau mit öffentlichen Mitteln für Investitionen in die digitale Infrastruktur voranzubringen, damit die Menschen in ländlichen Regionen von den Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung ebenfalls profitierten. Dafür sollen bis 2025 insbesondere im ländlichen Raum durch die MIG Funkmaststandorte gefördert werden.

Der Mustervertrag enthält laut Bauernverband zu den wesentlichen Inhalten faire Regelungen, unter anderem zur Vertragslaufzeit, eine umfassende Haftungsregelung, eigenständige Rückbaubürgschaften sowie Empfehlungen zu Miethöhen und deren Anpassungen während der Vertragslaufzeit. Der DBV kündigte an, seinen Landes-, Regional- und Kreisbauernverbänden diesen Mustervertrag als Beratungsgrundlage für ihre Mitglieder zur Verfügung zu stellen. Dieser habe Empfehlungs- und Orientierungscharakter und beinhalte keine verbindlichen Vorgaben für die Vertragsverhandlungen im Einzelfall. Für eine Beratung oder Prüfung von Angeboten zur Anmietung von Grundstücken für Funkmaststandorte stehen den Verbandsmitgliedern laut DBV die Kreis- und Landesbauernverbände zur Verfügung.

Wie der Bauernverband außerdem feststellte, übernimmt die MIG im Rahmen der Mobilfunkförderung auch die Standortvorbereitung für die Errichtung eines Mobilfunkmasts. Diese umfasse die Identifikation funktechnisch geeigneter Standorte für neue Mobilfunkmasten oder -stationen sowie die Akquise und vorvertragliche Sicherung solcher Grundstücke, auf denen die geförderte Mobilfunkinfrastruktur errichtet werden solle. Anhand des Mustervertrages könnten künftig die konkreten Verträge für die einzelnen Grundstücke einfacher abgeschlossen werden. Sobald die Standortvorbereitung abgeschlossen sei, veröffentliche die MIG einen Förderaufruf unter www.netzda-mig.de. Interessierte Unternehmen könnten sich darum bewerben, auf dem jeweiligen Grundstück einen geförderten Mobilfunkmast zu errichten.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium wies anlässlich der Einigung von DBV und MIG darauf hin, dass die Bundesregierung über 1 Mrd Euro bereitstelle, um Versorgungslücken beim Mobilfunk zu schließen. Das Mobilfunkförderprogramm des Bundes werde von der MIG umgesetzt. Das Ministerium ist Mitglied im Beirat der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft. AgE

Illegale Rodungen: EU-Petitionsausschuss fordert Waldbeobachtungsstelle
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19.05.2022 - 07:59
Illegale Rodungen: EU-Petitionsausschuss fordert Waldbeobachtungsstelle

BRÜSSEL. Die Einrichtung einer europäischen Waldbeobachtungsstelle soll bei der Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags helfen. Auf die Einrichtung einer solchen Behörde drängt der Petitionsausschuss des Europaparlaments in einem von ihm diese Woche angenommenen Entschließungsentwurf. Nach Ansicht des Gremiums könnten eine solche Beobachtungsstelle und andere Verbesserungen bei der Datenerfassung dazu beitragen, zwischen legalem und illegalem Holzeinschlag zu unterscheiden. Daten- und Bildmaterial sollten durch Inspektionen vor Ort ergänzt werden. Betont wird auch die Notwendigkeit einer zeitnahen und häufigen Erhebung vergleichbarer Daten in den Mitgliedstaaten.

Des Weiteren sollte nach dem Willen des Petitionsausschusses in der EU künftig eine einheitliche Definition des illegalen Holzeinschlages gelten. Auch pocht das Gremium darauf, die Sanktionen für den illegalen Holzeinschlag in den Mitgliedsländern strenger auszugestalten. Gefordert werden außerdem mehr Ressourcen und Personal für die Strafverfolgung, damit diese effektiv durchgeführt werden kann. Darüber hinaus müsse der Schutz von Umweltaktivisten, Whistleblower, von für die Waldbewirtschaftung verantwortliches Personal und von investigativen Journalisten deutlich verbessert werden.

Im Hinblick auf die internationale Ebene empfehlen die Abgeordneten der EU-Kommission, ihre Handelspolitik zu nutzen, um den illegalen Holzeinschlag zu bekämpfen und die Schaffung einer global harmonisierten Definition für die illegale Holzgewinnung zu fördern. In dem Zusammenhang verweist der Ausschuss auf die laufenden Verhandlungen über neue Regeln für entwaldungsfreie Produkte, die eine gute Gelegenheit böten, auf diese Ziele hinzuarbeiten.

Gleichzeitig wird die Kommission aufgefordert, die Einhaltung bestehender Rechtsvorschriften wie unter anderem der EU-Holzverordnung, der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie und der Richtlinie über die Erhaltung wildlebender Vogelarten sowie der Aarhus-Verordnung aktiv zu überwachen. Eine Umsetzungslücke in der EU-Gesetzgebung könne zu Umweltkriminalität und -zerstörung beitragen, warnen die Abgeordneten.

Neben dem Entschließungsentwurf nahm der Ausschuss auch eine mündliche Anfrage zum selben Thema an. Darin wird die Kommission gebeten, zu erläutern, wie sie das Ausmaß des illegalen Holzeinschlags in der EU bewertet und wie sie die Fortschritte der Mitgliedstaaten bei der Wiederherstellung der betroffenen Gebiete überwacht. Außerdem wird gefragt, in welcher Form die Kommission die Mitgliedstaaten bei der Wiederherstellung von Forstflächen unterstützt und wann diese die Waldbewirtschaftungspläne der Mitgliedstaaten im Detail überprüfen werde. AgE

Biokraftstoffpolitik: Kaniber: Bundesumweltministerin Lemke missachtet Fakten
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18.05.2022 - 15:56
Biokraftstoffpolitik: Kaniber: Bundesumweltministerin Lemke missachtet Fakten

MÜNCHEN. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist strikt gegen ein baldiges Aus für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse. „Heimische Biokraftstoffe sind nicht nur ein wesentliches Standbein des Klimaschutzes im Verkehr, sie ermöglichen auch eine Reduktion von Sojafuttermittelimporten aus Drittländern“, kontert Kaniber Pläne von Bundesumweltministerin Steffi Lemke, die Kappungsgrenze für Biokraftstoffe vom Acker bis 2030 auf null zu drücken. „Wenn Frau Lemke der Auffassung ist, dass heimische Biokraftstoffe in Konkurrenz zu unserer Lebensmittelproduktion stehen, dann führt sie die Debatte offenbar nur für den Beifall in der eigenen Anhängerschaft, aber nicht mit Fakten. Denn sie müsste es eigentlich besser wissen“.

Und wo die Bundesumweltministerin mit einer „zweifelhaften Klimaleistung“ der heimischen Biokraftstoffe argumentiere, missachte sie Zahlen ihrer eigenen Regierung, erklärte Kaniber. So sei laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Jahr 2020 die beeindruckende Menge von 13,1 Mio t Kohlendioxid durch den Einsatz von Biokraftstoffen eingespart worden. „Die Bundesumweltministerin sägt mit ihrer Äußerung gerade an dem einzigen Ast, der den Klimaschutz im Verkehrssektor maßgeblich trägt und betreibt ideologische Symbolpolitik, die nichts mit einer Klimaschutzpolitik im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens zu tun hat“, so die CSU-Politikerin. AgE

Österreich: Neuer Landwirtschaftsminister Totschnig vereidigt
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18.05.2022 - 15:12
Österreich: Neuer Landwirtschaftsminister Totschnig vereidigt

WIEN. Der neue österreichische Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig hat sein Amt angetreten. Er wurde heute in Wien von Bundespräsident Alexander van der Bellen vereidigt. Totschnig war seit August 2017 Direktor des Österreichischen Bauernbundes. Er folgt auf Elisabeth Köstinger, die am Montag vergangener Woche überraschend ihren Rücktritt erklärt hatte.

„Dass ich mich als Bundesminister künftig für Österreichs Land-, Forst- und Wasserwirtschaft wie auch für unsere Regionen einbringen darf, ist ein großes Privileg, denn das sind unsere Lebensgrundlagen“, sagte Totschnig, der nach seiner Vereidigung dem Nationalrat seine Werte und Ziele skizzierte. Der neue Minister hob hervor, dass die Bauern vor großen Herausforderungen stünden, die vom technologischen und strukturellen Wandel über den Klimawandel bis hin zu den steigenden Ansprüchen der Gesellschaft und des Marktes reichten. Hinzu kämen aktuell die enormen Betriebsmittelkosten, die den Agrarsektor zusätzlich unter Druck setzten.

Totschnig will seine Arbeit als Landwirtschaftsminister nach zwei klaren Zielen ausrichten. Zum einen will er die Landwirte bestmöglich durch die Herausforderungen begleiten und unterstützen, zum anderen die Lebensmittelversorgung für die Bevölkerung sichern. „Denn nicht die Politik sorgt für Lebensmittel, sondern unsere Bäuerinnen und Bauern“, betonte der neue Ressortchef. Der Weg zu diesem Ziel führe ganz klar über die Ökosoziale Marktwirtschaft, die sein Kompass sei. „Es geht immer um die Balance zwischen ökonomisch tragbar, ökologisch machbar und sozial ausgewogen“, unterstrich der neue Landwirtschaftsminister.

Designierter Nachfolger für Totschnig als Direktor beim Bauernbund ist der bisherige Referent im ÖVP-Parlamentsklub, David Süß. Verbandspräsident Georg Strasser hob hervor, dass Süß breite Fachkompetenz mitbringe. In seiner bisherigen Tätigkeit habe er mit seiner verbindenden Art und politischem Weitblick überzeugt. „David Süß ist ein geschickter Verhandler. Er beherrscht es, unterschiedliche Interessen gekonnt auszutarieren“, so Strasser. AgE

Süßwarenindustrie: Unternehmen kämpfen mit existenzbedrohenden Belastungen
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18.05.2022 - 13:41
Süßwarenindustrie: Unternehmen kämpfen mit existenzbedrohenden Belastungen

BONN. Den deutschen Herstellern von Süßwaren, Knabbergebäck und Speiseeis laufen die Kosten davon. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) wies heute in Bonn darauf hin, dass sich Energie, Agrarrohstoffe, Verpackungen, aber auch Transport und Logistik schon mit der Corona-Pandemie massiv verteuert hätten. Der Ukraine-Krieg verschärfe die Situation drastisch. Diese in dieser Form noch nie dagewesenen Belastungen träfen die Betriebe in der Breite und immer häufiger in existenzbedrohendem Maße, warnte der Verband.

Nach seinen Angaben lagen die Preise beispielsweise für Sonnenblumenöl im April um 151 % über dem Vorjahresmonat, und Butter kostete im Vergleichszeitraum 78,4 % und Palmöl 73,3 % mehr. Weizen hat sich laut BDSI in den zwölf Monaten bis April 2022 um 71,8 % und Magermilchpulver um fast 70 % verteuert. Bei der aktuellen Frühjahrsumfrage des Verbandes meldeten zudem 83 % der Branchenunternehmen Engpässe bei Verpackungsmaterialien, und 72 % der Unternehmen verzeichneten „ernsthafte“ Versorgungsprobleme bei den agrarischen Rohstoffen wie Weizen, Pflanzenöl, Glukose, Eier und Milchpulver.

Wie aus der Umfrage weiter hervorging, stufen neun von zehn Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie die Belastungen des Krieges in der Ukraine als sehr belastend ein. Die aktuell größten Herausforderungen werden in den Preisexplosionen bei Rohstoffen und Energie, aber auch in der Gefahr einer ausbleibenden Gasversorgung gesehen. Nach Einschätzung des BDSI-Vorsitzenden Bastian Fassin ist die dramatische Entwicklung der Branche in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht angekommen.

Fassin rief die Bundesregierung dazu auf, der konsequenten Stärkung der heimischen Wirtschaft oberste Priorität einzuräumen, denn nur dann könnten Arbeitsplätze und Investitionen am Standort Deutschland langfristig gesichert werden. „Immer neue regulatorische Auflagen können in der jetzigen Situation aber gerade die kleineren und mittleren Unternehmen der deutschen Süßwarenindustrie nicht mehr zusätzlich stemmen“, warnte der Verbandschef. AgE

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Biodiversität gezielt fördern

Ein Diskussionsbeitrag des IVA und Vorschläge für konkrete Maßnahmen in der Agrarlandschaft.

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19.05.2022
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Jahrespressekonferenz 2022 / Wagner: „Produktivität und Ökologie - müssen beides intensiv betreiben“

Über den Industrieverband Agrar

Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der 53 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Biostimulanzien und Schädlingsbekämpfung.

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Der Verband

Die Mitgliedsfirmen des IVA entwickeln und vertreiben Pflanzenschutz- und Düngemittel für Landwirtschaft und Gartenbau, Biostimulanzien sowie Schädlingsbekämpfungsmittel für den Hygiene-, Haus- und Gartenbereich.

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Fachbereiche

Im IVA gibt es die Fachbereiche Pflanzenschutz, Pflanzenernährung und Biostimulanzien.

Themen

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Umwelt

Landwirtschaft und Umwelt sind eng verbunden. Welche Auswirkungen haben Pflanzenschutz - und Düngemittel sowie ihre Abbauprodukte auf Böden und Gewässer? 

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Ernährung

Die moderne Landwirtschaft sichert die Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln.

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Landwirtschaft in der Praxis

Die Weltbevölkerung im 21. Jahrhundert wächst stetig und mit ihr der Bedarf an Nahrungsmitteln. Die Landwirtschaft wird also mehr produzieren müssen, ohne dabei die Umwelt übermäßig zu belasten. Um diese Herausforderung zu meistern, werden Pflanzenschutz - und Düngemittel noch lange unverzichtbar bleiben.

Termine & Veranstaltungen

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Veranstaltungsübersicht

Eine Übersicht über kommende Veranstaltungen des Industrieverbandes Agrar finden Sie hier!