Steigert der Düngemitteleinsatz den Gehalt von Treibhausgasen in der Atmosphäre?

Steigert der Düngemitteleinsatz den Gehalt von Treibhausgasen in der Atmosphäre?

Zu den Treibhausgasen, die infolge pflanzenbaulicher Aktivitäten in die Atmosphäre gelangen, zählen Kohlendioxid (CO2), Lachgas (N2O) und Methan (CH4).

Der Einsatz fossiler Brennstoffe zur Düngemittelproduktion verursacht etwa 2 % der weltweiten Emissionen an Kohlendioxid. Die in den letzten Jahrzehnten gestiegene Verfügbarkeit von Stickstoff aus Mineraldüngern, Wirtschaftsdüngern und Hülsenfrüchten führt zur verstärkten Bildung von Distickstoffmonoxid. N2O wird von Mikroorganismen im Boden gebildet. Das ist besonders dann der Fall, wenn den Bodenmikroben wenig Sauerstoff zur Verfügung steht, d. h. während Nässeperioden. Methan wird hauptsächlich beim Anbau von Sumpfreis aus dem Boden freigesetzt.

Die genannten Bereiche der pflanzlichen Produktion sind vielleicht für 3 bis 5 % des langfristigen Treibhauseffektes verantwortlich. Die Hauptursachen des Treibhauseffektes liegen in der Lebensweise der modernen Industriegesellschaft begründet und weniger in der landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion.

Eine ertragreiche, hochproduktive Landwirtschaft ist sogar erforderlich, um weitere Entwaldung/Rodungen zur Gewinnung neuen Ackerlandes zu verhindern, die zu erhöhten Kohlendioxidemissionen (CO2) führen würde. Folglich trägt die Landwirtschaft bei sachgerechtem Düngemitteleinsatz dazu bei, die Steigerung des Kohlendioxidgehalts (CO2) der Atmosphäre auf einer niedrigeren Rate zu halten, als es ohne sie der Fall wäre.