Werden durch den Einsatz von Mineraldüngern Grundwasser, Flüsse und die Meere belastet?

Werden durch den Einsatz von Mineraldüngern Grundwasser, Flüsse und die Meere belastet?

Nährstoffeinträge in Gewässer können durch gute landwirtschaftliche Praxis auf ein Minimum reduziert, jedoch nicht völlig ausgeschlossen werden. In Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Nutzung sind folgende Eintragspfade relevant:

▪ Auswaschung direkt in das Grundwasser oder indirekt über die Drainage in den Vorfluter (hauptsächlich Stickstoff, geringfügig auch Phosphor)

▪ Abflüsse aus Ställen und Dunglagern

▪ Abschwemmung von Bodenmaterial und von ausgebrachten Wirtschaftsdüngern (Phosphor und Stickstoff)

Die Nährstoffeinträge in die Gewässer aus der Landwirtschaft haben sich seit 1950 infolge verschiedener Entwicklungen in der landwirtschaftlichen Produktion erhöht:

▪ die zunehmende Spezialisierung der Agrarstrukturen hat zu einer räumlichen Konzentration der Tierbestände und damit zu einer Konzentration der wirtschaftseigenen Düngemittel geführt

▪ die intensiv bearbeitete Fläche ist größer geworden

▪ die Düngung hat infolge der gestiegenen Hektarerträge zugenommen

In der intensiven Landwirtschaft hat sich der Nährstoffdurchsatz auf den bebauten Flächen im Vergleich zu früher deutlich erhöht. Hierdurch ist auch das Risiko von Nährstoffverlusten in die Umwelt größer geworden. Seit einiger Zeit nehmen die Nährstoffeinträge in Gewässer infolge verbesserter Düngungs- und Anbauempfehlungen wieder ab.