Wird durch Mineraldüngung Cadmium in den Boden eingetragen?

Wird durch Mineraldüngung Cadmium in den Boden eingetragen?

Die Hauptquelle für Cadmium (Cd) in Mineraldüngern sind die natürlichen Rohstoffe Rohphosphat und Naturkalk.

Dementsprechend enthalten phosphathaltige Düngemittel und Kalke Cadmium, dessen Konzentration je nach Herkunft der Rohstoffe stark schwanken kann.

Übermäßige Schwermetallkonzentrationen im Boden können für Bodenmikroben und die Pflanzen belastend sein sowie die Pflanzen selbst kontaminieren. Eintragspfade von Cadmium in Böden sind:

▪ Immissionen aus der Atmosphäre

▪ Ausbringung von Klärschlamm, Kompost und Wirtschaftsdüngern

▪ Ausbringung von phosphathaltigen Düngemitteln und Kalken

In Deutschland werden mit Mineraldüngern etwa 19-20 kg Phosphat (P2O5)/ha/Jahr ausgebracht. Unter Annahme einer Cadmiumkonzentration von 60 g Cd/kg P2O5 gelangen so jährlich 1,2 g Cd auf einen Hektar. Das entspricht einer Cd-Anreicherung im Oberboden (0-30 cm) von 0,1 mg Cd/kg Boden innerhalb von 360 Jahren. Dabei bleibt allerdings der Austrag aus dem Boden durch Auswaschung und Pflanzenaufnahme unberücksichtigt (Größenordnung: 1 g Cd/ha/Jahr). Hinzu kommt, dass der durchschnittliche Cadmiumgehalt in Düngemitteln in Deutschland deutlich unter 60 mg Cd/kg P2O5 liegt. Eine Akkumulation von Cadmium im Boden durch Mineraldüngung kann daher weitgehend vernachlässigt werden.