Warum werden lösliche Mineraldünger produziert und nicht einfach natürliche Minerale genutzt?

Warum werden lösliche Mineraldünger produziert und nicht einfach natürliche Minerale genutzt?

Stickstoff:
Das einzige natürliche “Mineral“, das Stickstoff enthält, ist „Chilesalpeter“ (Natriumnitrat). Chilesalpeter wird in einer aufbereiteten Form auch als Düngemittel eingesetzt. Die Vorkommen reichen jedoch bei weitem nicht für den weltweiten Stickstoffbedarf der Landwirtschaft.

Phosphor:
Nährstoffe sind nur pflanzenverfügbar, wenn sie im Bodenwasser gelöst sind. Die meisten phosphorhaltigen Minerale (Rohphosphate) sind jedoch derart unlöslich, dass sie von den Pflanzen nicht als Phosphorquelle nutzbar sind. Selbst nach feiner Vermahlung auch reaktiverer Phosphate ist die Verfügbarkeit nur selten ausreichend. Lediglich auf sauren Böden werden aus Rohphosphaten größere Mengen pflanzenverfügbaren Phosphats freigesetzt.

Kalium:
Die meisten Kalidünger bestehen aus einem natürlichen Mineral, dem Kaliumchlorid (KCl) oder werden wie z. B. das Kaliumsulfat aus diesem hergestellt. Mit wenigen Ausnahmen sind weitere kaliumhaltige Minerale aber so unlöslich, dass sie als Nährstoffquelle unbrauchbar sind. Selbst mit entsprechend hohen Ausbringmengen könnte keine ausreichende Düngewirkung erzielt werden.