Welche Vor- und Nachteile haben Wirtschaftsdünger?

Welche Vor- und Nachteile haben Wirtschaftsdünger?

Pro

▪ Es ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll, die Nährstoffe in der Landwirtschaft soweit wie möglich im Kreislauf zu halten. Daher hat die Wiederverwertung der im Betrieb anfallenden organischen Abfälle wie Stallmist, Jauche und Gülle seit jeher Priorität für die Landwirtschaft. Da diese Wirtschaftsdünger nur zu bestimmten Zeiten im Jahr sinnvoll eingesetzt werden können. müssen sie in der Zwischenzeit möglichst verlustarm gelagert werden.

▪ Die in Wirtschaftsdüngern enthaltene organische Substanz kann dazu beitragen, den Humusgehalt des Bodens zu stabilisieren.

Contra

▪ Der Nährstoffgehalt organischer Dünger schwankt erheblich und macht eine genaue Düngeplanung unmöglich. Die enthaltenen Nährstoffe stehen den Pflanzen zeitlich und mengenmäßig nicht immer bedarfsgerecht zur Verfügung.

▪ Die Umsetzung der organischen Dünger im Boden ist kaum berechenbar. Daher lässt sich die Nährstoffwirkung nicht sicher voraussagen.

▪ Durch die langsame Freisetzung der Nährstoffe - auch in Zeiten ohne Pflanzenwachstum - und das gasförmige Entweichen von Ammoniak kann die Umwelt belastet werden.

▪ Die Menge des anfallenden Wirtschaftsdüngers in einem landwirtschaftlichen Betrieb richtet sich nach der Anzahl der gehaltenen Tiere und nicht nach dem Bedarf von Boden und Pflanzen.

▪ Da der Lagerraum für Wirtschaftsdünger oft begrenzt ist, müssen sie auch zu Zeiten ausgebracht werden, die für die Pflanzenernährung nicht optimal sind.

▪ Da Wirtschaftsdünger aus Transportgründen bevorzugt auf hofnahen Flächen angewendet werden, kommt es dort oft zur Überdüngung.

▪ Durch den Einsatz von organischen Düngemitteln werden dem Boden und in der Pflanze zusätzlich Schwermetalle und andere Schadstoffe angereichert.