Gibt es Gesundheitsrisiken, die in direktem Zusammenhang mit der Düngung stehen?

Gibt es Gesundheitsrisiken, die in direktem Zusammenhang mit der Düngung stehen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen Richtwert für Trinkwasser von 50 mg Nitrat festgelegt, der als sicherer Wert für Gebiete gedacht ist, in denen das Wasser mit Bakterien verunreinigt ist und zusätzliche einen erhöhten Nitratgehalt aufweist.

Die Europäische Union hat den Wert als Grenzwert übernommen.

In Trinkwasser bedeutet Nitrat jedoch mit Sicherheit bis zu 100 mg kein Gesundheitsrisiko.

Für Trinkwasser mit erhöhtem Nitratgehalt werden zwei Gesundheitsrisiken angenommen: Blausucht und Magenkrebs. Forschungsergebnisse unterstützen die Annahmen einer realen Gefährdung nicht.

Laut WHO hat es in Westeuropa in den letzten Jahrzehnten trotz vereinzelt erhöhter Nitratwerte keine Blausucht durch Trinkwasser gegeben, wohl aber durch verdorbene Speisen.

Magenkrebs kam bei Arbeitern aus der Düngemittelindustrie, die während ihres gesamten Berufslebens einer Nitrataufnahme ausgesetzt waren, die dem Vierfachen des Trinkwassergrenzwertes entsprach, nicht häufiger vor als sonst.

„In epidemiologischen Studien konnte bisher kein Zusammenhang zwischen der Nitrataufnahme und dem Krebsrisiko beim Menschen gefunden werden …“ (EU, GD III, Scientific Committee for Food, 1995)