Wie kommt man zu einer Düngungsempfehlung für Stickstoff?

Wie kommt man zu einer Düngungsempfehlung für Stickstoff?

Eine Düngungsempfehlung wird folgendermaßen erstellt:

Zunächst wird der Düngebedarf der Kultur in Abhängigkeit vom Ertragsniveau bzw. der angestrebten Erntequalität geschätzt. Der Düngebedarf wird dabei etwa nicht so bemessen, dass der Maximalertrag, sondern lediglich der etwas niedrigere ökonomisch optimale Ertrag erzielt wird. Denn jedes kg Stickstoff, das über das ökonomische Optimum hinaus gedüngt wird, kostet mehr als es an zusätzlichem Ertrag bzw. Erlös einbringt. Düngung auf Maximalertrag reduziert demnach den Gewinn des Landwirts.

Vom Düngebedarf der Kultur werden dann die Nährstoffmengen abgezogen, die den Pflanzen voraussichtlich aus den Bodenvorräten und der organischen Düngung bzw. aus Ernteresten angeliefert werden.

Die sich ergebende Differenz muss dann über Mineraldünger gezielt ergänzt werden. Der Landwirt nutzt zusätzlich noch seine besondere Standortkenntnis und die Ergebnisse örtlicher Feldversuche für die Erstellung seiner Düngeempfehlungen.

Die Beurteilung der optimalen Düngemittelmengen bleibt jedoch aus folgenden Gründen schwierig:

▪ Die Menge des Stickstoffs, der aus dem Boden bereitgstellt wird, lässt sich nur schwer bestimmen.

▪ Der Einfluss der Witterung auf den Nährstoffbedarf der Pflanzen kann nicht vorhergesagt werden.

Dennoch ist die Düngeplanung zur gezielten Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen unverzichtbar.