Wie wirkt sich Mineraldüngung auf die Bodenfruchtbarkeit aus?

Wie wirkt sich Mineraldüngung auf die Bodenfruchtbarkeit aus?

Gezielt eingesetzte Mineraldünger steigern die Bodenfruchtbarkeit!

Nachhaltige Wirtschaftsweise bedeutet nicht nur, den Nährstoffbedarf der Kulturpflanzen zu sichern und dabei Nährstoffverluste weitestgehend zu begrenzen. Genauso wichtig ist es, die Ertragsfähigkeit des Bodens zu erhalten:

▪ Mit dem Erntegut werden dem Boden Nährstoffe entzogen. Diese müssen durch Düngung wieder zugeführt werden.

▪ Der Versauerung des Bodens und der damit verbundenen Degradation der Bodenstruktur kann durch Kalkung wirksam begegnet werden. Darüber beeinflusst Kalk die Gefügestabilität positiv.

Unsachgemäße Düngung kann jedoch in folgenden Fällen zu verminderter Bodenfruchtbarkeit führen:

▪ Höhere Erträge erhöhen den Nährstoffbedarf der Pflanzen. Wenn dem Boden nur Stickstoff zugeführt wird, verarmt der Boden langsam an den anderen notwendigen Nährstoffen, so dass die Bodenfruchtbarkeit leidet.

▪ Einseitige Fruchtfolgen können zu einer Reduzierung des Humusgehalts im Boden und zu verminderter Fruchtbarkeit führen. Eine solche Verschlechterung der Bodenqualität hat zwar nichts mit den Mineraldüngern zu tun, kann jedoch durch deren Einsatz eine gewisse Zeit überdeckt werden und daher unerkannt bleiben.

▪ Wiederholtes Ausbringen von sauer wirkenden Düngemitteln, wie z. B. Ammoniumsulfat, trägt zur Bodenversauerung bei, wenn kein entsprechender Ausgleich durch Kalkung erfolgt.

▪ Häufig leidet die Ertragsfähigkeit, wenn unsachgemäß gedüngt wird. Die geläufigsten Düngemittel enthalten oftmals nur die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor oder Kalium. Oft mangelt es jedoch an weiteren notwendigen Nährstoffen. In Fällen, bei denen Boden- oder Pflanzenanalysen auf Nährstoffmanagel hinweisen, können Mineraldünger eingesetzt werden, um die limitierenden Nährstoffe den Pflanzen zuzuführen.