Pflanzenschutzmarkt 2016: Abwärtstrend beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln

Der deutsche und weltweite Pflanzenschutzmarkt wird langfristig ein Wachstumsmarkt bleiben. Der Pflanzenschutzmarkt ist von vielen Faktoren der Agrarwirtschaft abhängig, nicht zuletzt von der steigenden Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten. Bestimmend sind vor allem das Wetter und das Auftreten von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten.

Der deutsche Pflanzenschutzmarkt

Pflanzenschutzmarkt DeutschlandDie deutschen Pflanzenschutzmittel-Hersteller verzeichneten 2016 im Vergleich zum Vorjahr einen wesentlichen Rückgang beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln. Gegenüber 2015 (1,592 Mrd. Euro) sank der Nettoinlandsumsatz im Direktgeschäft zwischen Industrie und Pflanzenschutz -Großhandel um 11,1 Prozent auf 1,415 Milliarden Euro.

Der weltweite Pflanzenschutzmarkt

Das Weltmarktvolumen für Pflanzenschutzmittel ist im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 49,92 Milliarden Dollar gesunken. Auf Euro-Basis entspricht dies einem Minus von 2,3 Prozent auf 45,08 Milliarden Euro. Der Markt 2016 verteilt sich zu jeweils 27,7 Prozent auf Asien inkl. Japan und Ozeanien, zu 26,3 Prozent auf Lateinamerika, zu 22,8 Prozent auf die Europäische Union (EU 28) sowie zu 19 Prozent auf die NAFTA-Region (USA, Kanada und Mexiko). Auf die übrigen Regionen entfallen 4,2 Prozent. 

Aufteilung des Weltpflanzenschutzmarkts nach Regionen 2016 (Euro-Basis). Grafik: IVAPflanzenschutzmittel für Haus und Garten

Neben der Produktion von Pflanzenschutzmitteln für die moderne Landwirtschaft engagieren sich die Mitglieder des IVA aus dem Bereich Pflanzenschutz auch in der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln für private Anwender.

Die IVA-Mitgliedsunternehmen erzielten mit Pflanzenschutzmitteln für Haus und Garten 2016 einen Umsatz von 58,7 Millionen Euro, was einem Rückgang von über 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Berechnungsbasis sind die Bruttopreise der Hersteller an den Handel.